<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pasticcio_%28Musik%29</id>
	<title>Pasticcio (Musik) - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pasticcio_%28Musik%29"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pasticcio_(Musik)&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T13:04:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pasticcio_(Musik)&amp;diff=333302&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Geschichte */ Archivdatum korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pasticcio_(Musik)&amp;diff=333302&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-01T16:36:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Archivdatum korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pasticcio&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|pasˈtɪtʃo}}], Plural &amp;#039;&amp;#039;Pasticcios&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Pasticci&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|sprache=de|url=https://www.duden.de/rechtschreibung/Pasticcio|abruf=2026-02-01|titel=Pasticcio ▶ Rechtschreibung, Bedeutung, Definition, Herkunft {{!}} Duden}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) bezeichnet eine [[Oper]] oder auch ein [[kirchenmusik]]alisches Werk ([[Oratorium]], [[Passion (Musik)|Passion]]), das aus bereits existierender Musik verschiedener Komponisten oder aus verschiedenen Werken eines Komponisten zusammengestellt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Grove Music Online|21051|Curtis Price|Pasticcio}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Für die Entstehung eines solchen Pasticcios gibt es verschiedene Möglichkeiten:&lt;br /&gt;
* Eine erfolgreiche Oper wird an einem anderen Theater neu inszeniert. Im 18. Jahrhundert war es dabei allgemein üblich, die Musik den veränderten Aufführungsbedingungen anzupassen. So ersetzte man vor allem Arien, die dem einen oder anderen Sänger nicht lagen, durch andere, meist bereits erprobte Erfolgsnummern.&lt;br /&gt;
* Vor allem an Provinzbühnen wurden häufig Pasticci gegeben, die dem Publikum einen Querschnitt aus den neuesten Werken der berühmtesten Meister bieten sollten. Als Textgrundlage diente entweder ein schon vorhandenes Libretto, das entsprechend zurechtgeschneidert wurde, oder der Hauslibrettist musste eine neue Handlung um die ausgewählten Musikstücke herum erfinden.&lt;br /&gt;
* Ein Komponist kann auch Teile aus eigenen älteren Werken zu einem neuen zusammenfügen. Beispiele: &amp;#039;&amp;#039;[[Oreste (Händel)|Oreste]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Alessandro Severo (Händel)|Alessandro Severo]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Giove in Argo]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Georg Friedrich Händel]], &amp;#039;&amp;#039;Artamene&amp;#039;&amp;#039; von [[Christoph Willibald Gluck]], &amp;#039;&amp;#039;[[Eduardo e Cristina]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Gioachino Rossini]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die ersten Pasticci erschienen nach 1700; ihre Blütezeit fällt in die Jahre von 1720 bis 1750, als praktisch in ganz Europa (mit Ausnahme Frankreichs) die [[Opera seria]] die herrschende Opernform war. Deren Schema der Trennung in handelnde und betrachtende Teile (denen musikalisch [[Rezitativ]] und [[Arie]] entsprechen) kommt der Pasticcio-Praxis entgegen. Die [[Affekte]], die in den Arien zum Ausdruck kommen, kehren in jeder Oper wieder und sind zudem textlich wie auch musikalisch stark typisiert. Daher werden die Arien leicht zu Versatzstücken, die man beinahe beliebig von einer Oper in eine andere transferieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Carl Philipp Emanuel Bach]] war von 1768 bis zu seinem Tod 1788 städtischer Musikdirektor in [[Hamburg]]. Für viele seiner kirchenmusikalischen Werke aus dieser Zeit verarbeitete er bereits vorhandenes Material; seien es eigene, frühere Kompositionen oder die Werke anderer Komponisten wie [[Georg Anton Benda]], [[Gottfried August Homilius]], [[Gottfried Heinrich Stölzel]], aber auch die seines Vaters [[Johann Sebastian Bach]] und seines Paten [[Georg Philipp Telemann]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.cpebach.de/ueber-bach/biographie/hamburg|abruf=2026-02-01|titel=Neue Herausforderungen: Carl Philipp Emanuel in Hamburg (1768–1788)|werk=C. P. E. Bach - Jubiläumsjahr 2014|archiv-url=https://web.archive.org/web/20160304050058/https://www.cpebach.de/ueber-bach/biographie/hamburg|archiv-datum=2016-03-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Ablösung der Opera seria durch neue Opernformen, die nach einer Verschmelzung von Musik und Drama strebten, kamen die Pasticci aus der Mode, hielten sich aber vereinzelt noch bis um 1830, vor allem in Italien. Eine gelegentliche Wiederbelebung erfuhr die Pasticcio-Praxis auf dem Feld der sogenannten „leichten Muse“. So wurde die Musik der [[Operette]] &amp;#039;&amp;#039;[[Das Dreimäderlhaus (Singspiel)|Das Dreimäderlhaus]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Heinrich Berté]] aus verschiedenen Werken von [[Franz Schubert]] entlehnt, und auch die erste Musical-Version des Romans &amp;#039;&amp;#039;[[Das Phantom der Oper]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Gaston Leroux]] war ein Pasticcio, das allerdings eine recht wahllose Zusammenstellung gängiger Opern-Hits bot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Künstlerische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Aus der Sicht des 19. Jahrhunderts und besonders der deutschen Romantik erschien das Pasticcio als eine ästhetisch fragwürdige Kunstform, was auch in der gebräuchlichen deutschen Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Flickopern&amp;#039;&amp;#039; zum Ausdruck kommt. Die Vorstellung, dass praktisch jedes beliebige Musikstück in jeder beliebigen Oper auftauchen kann, war mit dem Glauben an die Unantastbarkeit des Gesamtwerkes schwer zu vereinbaren und mutet auch heute noch befremdlich an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ungünstigsten Fall ist ein Pasticcio tatsächlich nur eine Ansammlung musikalischer Stücke, die allein im Hinblick auf ihre Zugkraft ausgewählt wurden, ohne dass der Handlung besonderes Interesse geschenkt würde. Wenn die Musikstücke aber sorgfältig ausgewählt und arrangiert sind, kann daraus ein großartiges Kunstwerk entstehen, wie es ein Komponist alleine vielleicht gar nicht zustande gebracht hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Tamerlano/Bajazet&amp;#039;&amp;#039; von Vivaldi ==&lt;br /&gt;
Als typisches Beispiel für ein Pasticcio diene die Oper &amp;#039;&amp;#039;[[Tamerlano (Vivaldi)|Tamerlano/Bajazet]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Antonio Vivaldi]], die im Karneval 1735 im &amp;#039;&amp;#039;[[Teatro Filarmonico di Verona|Teatro Filarmonico]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Verona]] aufgeführt wurde. Vivaldi komponierte einige Stücke neu und entnahm die übrige Musik teils aus eigenen Werken, teils aus denen anderer Komponisten. Die folgenden Stücke konnten bisher identifiziert werden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Del destin non dee lagnarsi“: aus &amp;#039;&amp;#039;[[L’olimpiade (Vivaldi)|L’olimpiade]]&amp;#039;&amp;#039; von Antonio Vivaldi („Del destin non vi lagnate“)&lt;br /&gt;
* „Nasce rosa lusinghiera“: aus &amp;#039;&amp;#039;[[Farnace (Vivaldi)|Farnace]]&amp;#039;&amp;#039; von Antonio Vivaldi („Scherza l’aura lusinghiera“; vorher bereits als „Senti l’aura lusinghiera“ in &amp;#039;&amp;#039;[[Giustino (Vivaldi)|Giustino]]&amp;#039;&amp;#039; von Vivaldi)&lt;br /&gt;
* „In sì torbida procella“: aus &amp;#039;&amp;#039;[[Alessandro Severo (Giacomelli)|Alessandro Severo]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Geminiano Giacomelli]]&lt;br /&gt;
* „Vedeste mai sul prato“: aus &amp;#039;&amp;#039;[[Siroe (Hasse, 1733)|Siroe re di Persia]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Johann Adolph Hasse]]&lt;br /&gt;
* „Amare un’alma ingrata“: neu&lt;br /&gt;
* „Qual guerriero in campo armato“: aus &amp;#039;&amp;#039;Idaspe&amp;#039;&amp;#039; von [[Riccardo Broschi]]&lt;br /&gt;
* „Non ho nel sen costanza“: aus &amp;#039;&amp;#039;[[Adriano in Siria (Giacomelli)|Adriano in Siria]]&amp;#039;&amp;#039; von Geminiano Giacomelli&lt;br /&gt;
* „Anche il mar par che sommerga“: aus &amp;#039;&amp;#039;Semiramide&amp;#039;&amp;#039; von Antonio Vivaldi&lt;br /&gt;
* „Stringi le mie catene“: neu&lt;br /&gt;
* „La sorte mia spietata“: aus &amp;#039;&amp;#039;Siroe re di Persia&amp;#039;&amp;#039; von Johann Adolph Hasse&lt;br /&gt;
* „La cervetta timidetta“: aus &amp;#039;&amp;#039;Giustino&amp;#039;&amp;#039; von Antonio Vivaldi&lt;br /&gt;
* „Sposa son disprezzata“: aus &amp;#039;&amp;#039;[[Merope (Giacomelli)|Merope]]&amp;#039;&amp;#039; von Geminiano Giacomelli („Sposa, non mi conosci“)&lt;br /&gt;
* „Dov’è la figlia?“: aus &amp;#039;&amp;#039;[[Motezuma]]&amp;#039;&amp;#039; von Antonio Vivaldi&lt;br /&gt;
* „Sì crudel! questo è l’amore“ (Quartett): aus &amp;#039;&amp;#039;Farnace&amp;#039;&amp;#039; von Antonio Vivaldi („Io crudel? giusto rigore“)&lt;br /&gt;
* „Veder parmi, or che nel fondo“: aus &amp;#039;&amp;#039;Farnace&amp;#039;&amp;#039; von Antonio Vivaldi&lt;br /&gt;
* „Spesso tra vaghe rose“: aus &amp;#039;&amp;#039;Siroe re di Persia&amp;#039;&amp;#039; von Johann Adolph Hasse&lt;br /&gt;
* „Verrò crudel, spietato“: neu&lt;br /&gt;
* „Svena, uccidi, abbatti, atterra“: neu&amp;lt;!-- laut Beilage der CD von Fabio Biondi Originalkomposition; laut Programmheft des Musikfestivals Klangvokal Dortmund 2017 aus &amp;#039;&amp;#039;Siroe re di Persia&amp;#039;&amp;#039; von Johann Adolph Hasse --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* „Coronata di gigli e di rose“ (Schlusschor): aus &amp;#039;&amp;#039;Farnace&amp;#039;&amp;#039; von Antonio Vivaldi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OeML|Pasticcio|Pasticcio|DG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4173505-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pasticcio|!]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>