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	<title>Passing - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Passing&amp;diff=656028&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Till.niermann: sowohl ... als auch</title>
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		<updated>2025-08-26T14:49:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;sowohl ... als auch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Außenwahrnehmung einer sozialen Identität. Zu weiteren Bedeutungen siehe [[Passing (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Passing&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ˈpɑːsɪŋ}}] (von {{enS|to pass for}} oder {{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;to pass as&amp;#039;&amp;#039;}} „als … durchgehen“, „sich als … ausgeben“) versteht man das soziologische Phänomen, dass die soziale Identität einer Person –&amp;amp;nbsp;etwa [[Gender|Geschlecht]], [[Soziale Klasse|Klasse]], &amp;lt;!--[[Rasse]]/--&amp;gt;[[Ethnie]], [[sexuelle Orientierung]] oder eine [[Körperbehinderung]]&amp;amp;nbsp;– von Außenstehenden nicht erkannt wird und die Person damit nicht den mit dieser Identität verbundenen gesellschaftlichen Erwartungen, Normen und Rechten unterliegt. So spricht man klassischerweise von erfolgreichem Passing, wenn ein [[Schwarze]]r mit sehr heller Haut für einen Weißen gehalten und entsprechend behandelt wird. Insbesondere in den [[Vereinigte Staaten|USA]] ist dieses Phänomen sowohl im Alltag als auch in der Forschung Thema.&amp;lt;ref&amp;gt;Aischa Ahmed: &amp;#039;&amp;#039;„Na ja, irgendwie hat man das ja gesehen“. Passing in Deutschland – Überlegungen zu Repräsentation und Differenz&amp;#039;&amp;#039;. 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ethische Bewertung des Passing und des meist damit einhergehenden subjektiven sozialen [[Prestige]]gewinns kann höchst unterschiedlich sein: Einerseits kann es als erfolgreiche [[Integration (Soziologie)|Integration]], andererseits insbesondere von Vertretern von Minderheitenrechten als politischer [[Opportunismus]] ausgelegt werden, da das „passing“ nicht an der Aufhebung sozialer Unterschiede und [[Diskriminierung]] orientiert ist, sondern gerade von solchen Unterschieden profitiert. Gleichzeitig kann es aber von der Gruppe, deren Identität der Passer annimmt, als Verletzung einer natürlichen Ordnung und Inanspruchnahme von Vorteilen interpretiert werden, die dem Betreffenden nicht zustehen, und entsprechende Feindseligkeit hervorrufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „passing novel“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Phänomen des Passing findet gerade in der [[Amerikanische Literatur|amerikanischen Literatur]] ein starkes Echo; mittlerweile wird auch ein eigenes [[Gattung (Literatur)|Genre]], die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;passing novel&amp;#039;&amp;#039; postuliert. Ein sehr bekanntes Beispiel ist [[Philip Roth]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der menschliche Makel (Roman)|Der menschliche Makel]]&amp;#039;&amp;#039; (2000).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das früheste bekannte Beispiel einer ‚passing novel‘ ist der französische Roman &amp;#039;&amp;#039;Marie; ou, L’Esclavage aux États-Unis&amp;#039;&amp;#039; (1835) von [[Gustave de Beaumont]]. Die ersten amerikanischen Autoren, die sich der Thematik annehmen, sind [[William Wells Brown]] mit &amp;#039;&amp;#039;Clotel; or, The President’s Daughter: A Narrative of Slave Life in the United States&amp;#039;&amp;#039; (1853) und &amp;#039;&amp;#039;The Garies and Their Friends&amp;#039;&amp;#039; (1857), von [[Frank J. Webb]]. William Wells Brown selbst war ein ehemaliger [[Sklaverei|Sklave]] [[Afroamerikaner|afroamerikanischer]] Herkunft, der mit seiner [[Autobiographie]] &amp;#039;&amp;#039;Narrative of William Wells Brown, a Fugitive Slave&amp;#039;&amp;#039; (1847) zu einem anerkannten Schriftsteller wurde. Allen Romanen des 19. Jahrhunderts ist dabei eigen, dass sie das Phänomen des Passing als durchweg positiv und ohne jede [[Ambivalenz]] beschreiben; sie verstehen sich als erfolgreiche Realisierung des [[Amerikanischer Traum|amerikanischen Traums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies änderte sich im 20. Jahrhundert, so etwa bei [[Nella Larsen]] und ihrem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Seitenwechsel (Roman)|Passing]]&amp;#039;&amp;#039; (1929), der wohl die sprichwörtliche Verwendung des Begriffs entscheidend prägte, und [[Jessie Redmon Fauset]]s &amp;#039;&amp;#039;Plum Bun&amp;#039;&amp;#039; aus demselben Jahr. [[Fannie Hurst]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;Imitation of Life&amp;#039;&amp;#039; (1933) wurde bereits ein Jahr nach seinem Erscheinen von [[Universal Pictures]] aufwendig verfilmt. Hier ist der politisch-emanzipatorische Kontext und die Ambivalenz des Passing selbst deutlich akzentuiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngerer Zeit hat sich der Schwerpunkt der Thematik vom Roman weg hin zu [[Sachbuch|Sachbüchern]] verlagert: Beispiele sind [[Shirlee Taylor Haizlip]]s &amp;#039;&amp;#039;The Sweeter the Juice: A Family Memoir in Black and White&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Life on the Color Line: The True Story of a White Boy Who Discovered He Was Black&amp;#039;&amp;#039; von [[Gregory Howard Williams]] und &amp;#039;&amp;#039;Love on Trial: An American Scandal in Black and White&amp;#039;&amp;#039; von [[Earl Lewis]] und [[Heidi Ardizzone]]. &amp;#039;&amp;#039;[[Black Like Me]]&amp;#039;&amp;#039; ist der Bericht des Journalisten [[John Howard Griffin]] über seine Erfahrungen als Weißer, der aufgrund seiner dunkleren Hautfarbe in den späten 1950ern als Schwarzer behandelt wurde. In seinem Essay &amp;#039;&amp;#039;White Like Me&amp;#039;&amp;#039; thematisierte [[Henry Louis Gates, Jr.|Henry Louis Gates]] das Passing des Literaturkritikers [[Anatole Broyard]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Aischa Ahmed: &amp;#039;&amp;#039;„Na ja, irgendwie hat man das ja gesehen“. Passing in Deutschland – Überlegungen zu Repräsentation und Differenz&amp;#039;&amp;#039;. In: Maureen Maisha Eggers, Grada Kilomba, Peggy Piesche, Susan Arndt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-440-X (Rezension h-soz-kult [https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-8651 hsozkult.geschichte.hu-berlin.de])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handlung und Verhalten (Soziologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minderheiten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diskriminierung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Till.niermann</name></author>
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