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	<title>Pashchima - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T21:21:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pashchima&amp;diff=2584340&amp;oldid=prev</id>
		<title>2001:A61:A82:A101:CF1:1E65:7E75:6724 am 18. Dezember 2024 um 21:02 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-18T21:02:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pashchima&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Newari]]), auch &amp;#039;&amp;#039;paschima, pachima&amp;#039;&amp;#039;, [[Nepali]] &amp;#039;&amp;#039;marijan&amp;#039;&amp;#039;, ist eine zweifellige Doppelkonus[[trommel]], die von den im [[Kathmandutal]] in [[Nepal]] lebenden [[Newar]] in der Volksmusik gespielt wird. Wie die ähnlich gebaute und vermutlich namensverwandte Trommel &amp;#039;&amp;#039;[[pakhawaj]]&amp;#039;&amp;#039; der nord[[Indische Musik|indischen Musik]] wird die &amp;#039;&amp;#039;pashchima&amp;#039;&amp;#039; in waagrechter Position mit beiden Händen geschlagen. Sie ist das wesentliche Rhythmusinstrument im Tanzdrama &amp;#039;&amp;#039;[[Mahakali pyakhan]]&amp;#039;&amp;#039; und wird auch bei anderen Musikaufführungen eingesetzt, die anlässlich der zahlreichen Feste des Jahreszyklus stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;pashchima&amp;#039;&amp;#039; gehört zu einer Reihe von Doppelkonustrommeln, einer Sonderform der [[Röhrentrommel]]n, die fast nur im indischen Kulturraum vorkommen und in der klassischen und volkstümlichen Musik gespielt werden. Sie stellen hier einen von etwa zehn Grundtypen dar, von denen es jeweils unzählige Varianten gibt. Bereits im 1. Jahrtausend v. Chr. wurden in den [[Veda|vedischen]] Schriften unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[dundubhi]]&amp;#039;&amp;#039; ähnliche und andere Trommeltypen zusammengefasst. Neben der &amp;#039;&amp;#039;pahkawaj&amp;#039;&amp;#039; gehören zu dieser Bauform die nordostindische &amp;#039;&amp;#039;[[Khol (Trommel)|khol]]&amp;#039;&amp;#039;, die südindische &amp;#039;&amp;#039;[[mridangam]]&amp;#039;&amp;#039; und die auf [[Karnataka]] begrenzte &amp;#039;&amp;#039;[[maddale]]&amp;#039;&amp;#039;. Eine in [[Manipur]] gespielte Variante der &amp;#039;&amp;#039;mridangam&amp;#039;&amp;#039; ist die &amp;#039;&amp;#039;[[Pung (Trommel)|pung]]&amp;#039;&amp;#039;, deren nahezu symmetrische schlanke Form jedoch eher wie eine Fasstrommel aussieht. Die nepalesische Variante der &amp;#039;&amp;#039;[[dholak]]&amp;#039;&amp;#039; ist ebenfalls deutlich symmetrischer als die &amp;#039;&amp;#039;pashchima&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Newar spielen über 20 verschiedene Trommeltypen. Der &amp;#039;&amp;#039;pashchima&amp;#039;&amp;#039; ähnliche Doppelkonustrommeln der Newar sind unter anderem die kleinere &amp;#039;&amp;#039;madal&amp;#039;&amp;#039; (namensverwandt mit der südindischen &amp;#039;&amp;#039;[[maddale]]&amp;#039;&amp;#039;) und die &amp;#039;&amp;#039;lalakhin&amp;#039;&amp;#039; (im devotionalen Gesangsstil &amp;#039;&amp;#039;[[dapha]]&amp;#039;&amp;#039; verwendet). Die Trommeln werden traditionell von der am untersten Rand der Gesellschaft stehenden Kaste der Kullu hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Felix Hoerburger]]: &amp;#039;&amp;#039;Folk Music in the Caste System of Nepal.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Yearbook of the International Folk Music Council,&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1970, S. 142–147, hier S. 146&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Hochzeitsfeiern und bestimmte Tempelfeste werden die Kesseltrommeln &amp;#039;&amp;#039;[[damaha]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;nagara&amp;#039;&amp;#039; (von &amp;#039;&amp;#039;[[naqqara]]&amp;#039;&amp;#039;) benötigt, die Angehörige der niedrigstehenden Trommlerkaste Damai für die Newar spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Der hölzerne [[Korpus (Musikinstrument)|Korpus]] wird aus einem Stammabschnitt in zwei Teilen herausgestemmt und zu einer Doppelkonusform zusammengefügt. Der Durchmesser an der Verbindungsseite der beiden Teile beträgt beispielhaft bei einer gemessenen Trommel etwa 38 Zentimeter, der größere Außendurchmesser (&amp;#039;&amp;#039;manka&amp;#039;&amp;#039;) misst 37 Zentimeter. Damit ergibt sich auf dieser Seite eine nahezu zylindrische Form. In Richtung des kleineren Fells (&amp;#039;&amp;#039;nasa&amp;#039;&amp;#039;) verjüngt sich der Korpus in einer annähernd geraden Linie bis zu einem Durchmesser von 22 Zentimetern bei einer Gesamtlänge von 67&amp;amp;nbsp;Zentimetern. Ein kleineres Exemplar maß 29 und 21 Zentimeter Außendurchmesser.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix Hoerburger: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Musik in Nepal.&amp;#039;&amp;#039; (Regensburger Beiträge zur musikalischen Volks- und Völkerkunde, Band 2) Gustav Bosse, Regensburg 1975, S. 17 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; An der Verbindungsstelle der beiden asymmetrischen Hälften sorgt eine außen aufgeklebte Holzleiste (&amp;#039;&amp;#039;nago&amp;#039;&amp;#039;) für den stabilen Zusammenhalt und bildet einen markanten Zierstreifen, den noch durch eine ornamentale Bemalung hervorgehoben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Trommelfelle bestehen aus ungegerbten Rinderhäuten, deren Saum durch mehrfach im Kreis umlaufende Hautstreifen verstärkt wurde. Der somit verdickte Rand sorgt dafür, dass die Membranen nicht aus ihrer Position verrutschen. Durch 16 gleichmäßig an den Rändern der Membranen gebohrte Löcher werden Hautstreifen gezogen und durch eine V-förmige Schnürung beide gegeneinander verspannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Trommelfelle lassen sich mit acht Rundholzabschnitten (Stimmpflöcke, &amp;#039;&amp;#039;gatta&amp;#039;&amp;#039;) stimmen, von denen jeder unter zwei Spannstreifen geklemmt ist. Werden die Hölzer näher zum größeren Fell geschoben, so erhöht sich der Ton, nach der Mitte wird der Ton tiefer. Zur Feinstimmung der Klangfarbe wird nur in der Mitte des kleineren Fells eine schwarze [[Stimmpaste]] (&amp;#039;&amp;#039;khou&amp;#039;&amp;#039;) kreisförmig aufgebracht. Die dauerhafte Paste besteht aus der zerstoßenen [[Yams]]art &amp;#039;&amp;#039;Dioscorea rotundata&amp;#039;&amp;#039;, Varietät &amp;#039;&amp;#039;alafu&amp;#039;&amp;#039; (so auch der Name in Nepal), gemischt mit Reismehl und Wasser. Die Stimmpaste erniedrigt den Ton. Zur Feinstimmung des größeren Fells wird vor dem Spiel ein feuchter Teig aus Mehl und Wasser aufgebracht. Die &amp;#039;&amp;#039;pakhawaj&amp;#039;&amp;#039; wird auf dieselbe Art gestimmt. Die Tonhöhendifferenz beider Felle beträgt eine [[Quarte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
Die Trommel liegt quer vor dem mit gekreuzten Beinen am Boden sitzenden Musiker, der mit der linken Hand das große Fell (&amp;#039;&amp;#039;manka&amp;#039;&amp;#039;) und mit der rechten Hand das kleine Fell (&amp;#039;&amp;#039;nasa&amp;#039;&amp;#039;) schlägt. Wie bei den indischen Trommeln die Silbensprache &amp;#039;&amp;#039;[[Bol (Musik)|bol]]&amp;#039;&amp;#039; gebraucht wird, so gibt es auch für die &amp;#039;&amp;#039;pashchima&amp;#039;&amp;#039; eine sprachliche Merkhilfe mit Silben wie „ta“, „tin“ und „nan“, die bestimmte Schläge der Finger und Handfläche bezeichnen. Für jede der im Kathmandutal gespielten Trommeltypen (die Musik der [[Newar]] kennt 15 verschiedene) gibt es eine eigene Merksprache bestehend aus nicht sinntragenden Wörtern und Lauten.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrike Kölver, Gert-Matthias Wegner: &amp;#039;&amp;#039;Newarische Trommelsprache.&amp;#039;&amp;#039; In: Rüdiger Schumacher (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Von der Vielfalt musikalischer Kultur. Festschrift für [[Josef Kuckertz]].&amp;#039;&amp;#039; Ursula Müller-Speiser, Anif/Salzburg 1992, S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende September wird im Kathmandutal das achttägige Fest &amp;#039;&amp;#039;[[Indra Jatra]]&amp;#039;&amp;#039; (Nepali, auf Newari &amp;#039;&amp;#039;Yandya&amp;#039;&amp;#039;) zum Ende der Regenzeit  veranstaltet. Dazu treten mehrere Tanztheatergruppen auf, die unterschiedliche Stilrichtungen vertreten. Beim Maskentanz &amp;#039;&amp;#039;Lakhe&amp;#039;&amp;#039; sorgen zum Beispiel die Fasstrommel &amp;#039;&amp;#039;[[dhimay]]&amp;#039;&amp;#039; und [[Zimbel]]n für den Rhythmus. Bei einem weiteren Maskentanz, dem zu Ehren der Göttin [[Kali (Göttin)|Mahakali]] stattfindenden &amp;#039;&amp;#039;[[Mahakali pyakhan]]&amp;#039;&amp;#039;, treten etwa 20&amp;amp;nbsp;Männer auf, die tanzen und musizieren. Die Aufführung kommt ohne gesprochenen Text und ohne Gesang aus. Zu den Musikinstrumenten gehören die &amp;#039;&amp;#039;pashchima&amp;#039;&amp;#039;, die Zimbel &amp;#039;&amp;#039;chusya jhali&amp;#039;&amp;#039; und das [[Doppelrohrblattinstrument]] &amp;#039;&amp;#039;muhali&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;mwali,&amp;#039;&amp;#039; eine konische Oboe, die der indischen &amp;#039;&amp;#039;[[shehnai]]&amp;#039;&amp;#039; entspricht), alternativ die lange dünne [[Naturtrompete]] &amp;#039;&amp;#039;kahan&amp;#039;&amp;#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die einzelnen Szenen werden zwölf unterschiedliche &amp;#039;&amp;#039;[[tala (Musik)|tala]]s&amp;#039;&amp;#039; (rhythmische Strukturen) verwendet, die charakteristisch für die jeweils auftretenden (Götter-)Figuren sind. Tanzen eine Gottheit und ein Dämon (&amp;#039;&amp;#039;[[daitya]]&amp;#039;&amp;#039;) gleichzeitig, braucht es zwei verschiedene &amp;#039;&amp;#039;talas&amp;#039;&amp;#039;, die von zwei Trommeln gespielt werden. Trommeln sollten also in der Zahl der zusammen auftretenden Figuren vorhanden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Kumar Prasad Darshan in: Emmert, S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; Üblicherweise eröffnet die &amp;#039;&amp;#039;pashchima&amp;#039;&amp;#039; die einzelnen Szenen mit einem schnellen Vorspiel. Erst wenn ein Tänzer mit einer um die Hüfte gebundenen Schnur hinzukommt, an der mehrere metallene Gefäß[[rassel]]n (&amp;#039;&amp;#039;chusya ghangla&amp;#039;&amp;#039;) befestigt sind, setzt auch der &amp;#039;&amp;#039;muhali&amp;#039;&amp;#039;-Spieler ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Keiko Okuyama: &amp;#039;&amp;#039;Aspects of Mahakali Pyakan.&amp;#039;&amp;#039; In: Emmert, S. 171f&amp;lt;/ref&amp;gt; Das  kulturelle Zentrum des &amp;#039;&amp;#039;Mahakali pyakhan&amp;#039;&amp;#039; ist [[Bhaktapur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb der Newar spielen nur Mitglieder der [[Hinduismus|hinduistischen]] Musikerkaste Jogi die &amp;#039;&amp;#039;muhali&amp;#039;&amp;#039;. Ein typisches Jogi-Ensemble besteht aus drei bis fünf der schrill klingenden Blasinstrumenten, einer &amp;#039;&amp;#039;pashchima&amp;#039;&amp;#039; und ein bis zwei Paar [[Zimbel]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nepal. Musique de fête chez les Newar.&amp;#039;&amp;#039; CD produziert von Laurent Aubert. &amp;#039;&amp;#039;Archives Internationales de Musique Populaire&amp;#039;&amp;#039; (AIMP) 1989&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Emmert u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Description of Musical Instruments&amp;#039;&amp;#039;. In: Ders. u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dance and Music in South Asian Drama. Chhau, Mahākāli pyākhan and Yakshagāna. Report of Asian Traditional Performing Arts 1981.&amp;#039;&amp;#039; Academia Music Ltd., Tokyo 1983, S. 292–294&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Nepal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlagtrommel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduistische Musik]]&lt;/div&gt;</summary>
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