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	<title>Parvicornus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Parvicornus&amp;diff=2832000&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Erbsenesche am 8. Februar 2025 um 18:00 Uhr</title>
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		<updated>2025-02-08T18:00:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Paläoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Modus             = Paläobox&lt;br /&gt;
| Rangunterdrückung = ja&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName    = Parvicornus&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang        = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor       = [[Matthew C. Mihlbachler|Mihlbachler]] &amp;amp; [[Thomas A. Deméré|Deméré]], 2009&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name       = &lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName   = Brontotheriidae&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName   = Hippomorpha&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang       = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name       = Unpaarhufer&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName   = Perissodactyla&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang       = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName   = Laurasiatheria&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang       = Überordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name       = Höhere Säugetiere&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName   = Eutheria&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang       = Unterklasse&lt;br /&gt;
| Bild              = &lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung  = &lt;br /&gt;
| ErdzeitalterVon   = Mittleres [[Eozän]] (Oberes [[Duchesneum]])&lt;br /&gt;
| ErdzeitalterBis   = &lt;br /&gt;
| MioVon            = {{Erdzeitalter/Beginn|fmt=1|du2}}&lt;br /&gt;
| MioBis            = {{Erdzeitalter/Ende|fmt=1|du2}}&lt;br /&gt;
| Fundorte          = &lt;br /&gt;
* [[Nordamerika]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine ausgestorbene [[Gattung (Biologie)|Gattung]] der [[Unpaarhufer]], die im Mittleren [[Eozän]] vor 39 bis 38 Millionen Jahren in [[Nordamerika]] lebte. Sie wird innerhalb der ausgestorbenen Familie [[Brontotheriidae]] klassifiziert. Es war ein großes Tier, vergleichbar dem heutigen [[Spitzmaulnashorn]]; im Gegensatz zu den meisten der späten Brontotherien, die sich durch große knöcherne Hornbildungen auf dem Vorderschädel auszeichneten, besaß &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; nur ein Paar sehr kleiner Hörner. Bisher sind nur wenige Funde bekannt, der überwiegende Teil wurde im südwestlichen [[Kalifornien]] entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; war ein großer Vertreter der [[Brontotheriidae|Brontotherien]], der über mehrere Schädelfunde und einige Reste des Körperskelettes bekannt ist. Anhand der überlieferten Funde wird ein ausgewachsenes Tier mit einer [[Schulterhöhe]] von 2 m rekonstruiert, es erreichte somit nicht die massiven Ausmaße seines Verwandten &amp;#039;&amp;#039;[[Megacerops]]&amp;#039;&amp;#039;. Im Körpergewicht glich es wohl dem heutigen [[Spitzmaulnashorn]], des Weiteren mit einem weitgehend robusten Körperbau dem der anderen bekannten, großen Brontotherien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SDNHM&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schädel wies Längen von 51 bis 56 cm auf und war relativ flach. Ähnlich anderen amerikanischen Brontotherien waren die [[Jochbein]]bögen sehr ausladend und erreichten einen Maximalabstand von 36 cm, verliefen aber teils sehr gerade. Typisch für horntragende Vertreter war der Schädel in Seitenansicht markant gesattelt und besaß ein ausladendes [[Hinterhauptsbein]], welches in Aufsicht einen eingeknickten Wulst aufwies. In der Ansicht von hinten wirkte es rechteckig breit. Das [[Nasenbein]] verlief deutlich nach unten geschwungen und war langgestreckt mit seitlich verdickten und ebenfalls abwärts gerichteten Längskanten. An der Grenze vom Nasen- zum [[Stirnbein]] saß die charakteristische knöcherne Hornbildung, die aus miteinander verwachsenen Auswüchsen der beiden Schädelknochen bestand. Dabei wies &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; analog anderer nordamerikanischer Brontotherien zwei paarig ansetzende Hörner auf, die aber äußerst klein waren und nur leichte Aufwölbungen bildeten. Sie lagen vor dem [[Orbita|Augenfenster]] und ragten leicht schräg nach vorn. Das Augenfenster selbst befand sich oberhalb des ersten und zweiten [[Molar (Zahn)|Molaren]] und damit etwas weiter hinten als beim Verwandten &amp;#039;&amp;#039;Megacerops&amp;#039;&amp;#039;. Der Naseninnenraum, der sich zwischen dem Nasenbein und dem [[Mittelkieferknochen]] und dem Oberkiefer befand, war sehr ausgedehnt und konnte bis zum vierten [[Prämolar]]en reichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2009&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rund 49 cm lange Unterkiefer war robust und besaß einen hohen Knochenkörper. Die flache [[Symphyse]] reichte bis zum vierten Prämolaren. Das Gebiss war kaum reduziert, lediglich die oberen äußeren [[Schneidezahn|Schneidezähne]] fehlten, wodurch es etwas urtümlicher wirkte als bei &amp;#039;&amp;#039;Megacerops&amp;#039;&amp;#039;. Die [[Zahnformel]] lautete dadurch &amp;lt;math&amp;gt;\frac{2.1.4.3}{3.1.4.3}&amp;lt;/math&amp;gt;. Die Schneidezähne selbst waren klein, rundlich im Ober- und keilartig im Unterkiefer geformt und standen in einer deutlich bogenförmigen Reihe, wobei sich aber im Oberkiefer eine Lücke zwischen den beiden inneren Schneidezähnen befand. Der Eckzahn war groß, [[Konus|konisch]] geformt und bis zu 2,7 cm lang, variierte aber in seiner Ausprägung. Zur hinteren Bezahnung bestand ein kurzes, maximal 2 cm langes [[Diastema (Zoologie)|Diastema]]. Die Prämolaren waren deutlich molarisiert und ähnelten den hinteren Backenzähnen, viel deutlicher als bei anderen Brontotherien. Weiterhin waren die Backenzähne vergleichbar den anderen Mitgliedern der Familie niederkronig (&amp;#039;&amp;#039;[[brachyodont]]&amp;#039;&amp;#039;), zudem besaßen die oberen Molaren Brontotherien-typisch W-förmig gefaltete [[Zahnschmelz]]schlingen auf der Kauoberfläche. Der hinterste und größte Backenzahn erreichte bis zu 8 cm Länge.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2009&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[postcranial]]e Skelett von &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; ist zum Teil bekannt. Von der Wirbelsäule sind bisher die ersten beiden Halswirbel, der [[Atlas (Anatomie)|Atlas]] und der [[Axis (Halswirbel)|Axis]], überliefert, die denen seiner Verwandten gleichen. Das [[Schulterblatt]] war lang und wesentlich schmaler als bei &amp;#039;&amp;#039;Megacerops&amp;#039;&amp;#039;, ebenso der [[Oberarmknochen]], der einen deutlich grazileren Bau hatte und über 40 cm Länge erreichte. Der [[Oberschenkelknochen]] war der größte Langknochen mit knapp 50 cm Länge. Charakteristisch war der nur wenig runde Gelenkkopf und der typisch für Brontotherien nur schwach ausgeprägte [[Oberschenkelknochen#Hals|dritte Trochanter]]. Wie bei anderen Brontotherien endeten die Vorderbeine in vier ([[Metacarpus]] II bis V), die Hinterbeine in drei ([[Fuß#Allgemeines|Metatarsus]] II bis IV) Strahlen, wobei der mittlere (jeweils dritte) Strahl am kräftigsten ausgeprägt war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2009&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundstellen ==&lt;br /&gt;
Der Großteil der bekannten Funde wurde im Oktober 2001 bei Erdarbeiten auf dem Gelände der Ocean Ranch im [[San Diego County]] im äußersten Südwesten [[Kalifornien]]s entdeckt. Sie lagerten in der [[Santiago-Formation]], genauer deren Schichtglied C, welches eine Mächtigkeit von 55 m erreicht. Die unteren 12 m umfassen dunkelbraune [[Sandstein]]e, die die Reste der späten [[Uintum]]-Landfauna enthalten. Darüber folgen, getrennt durch einen [[Hiatus (Geologie)|Hiatus]], 40 m mächtige, überwiegend kreuzgeschichtete Sandsteine, denen eine nur 1 m mächtige feste, braunfarbene Sand- und [[Siltstein]]bank zwischengeschaltet ist. Diese Sandsteine sind durch die Fossilien der späten [[Duchesneum]]-Fauna charakterisiert, welche etwa 39 bis 38 Millionen Jahre alt ist und der auch die Reste von &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; angehören. Letztere lagen [[Stratigraphie (Geologie)|stratigraphisch]] oberhalb der Siltsteinbank in einer lokal in die Sandsteine eingeschnittenen, mit groberkörnigen Sanden gefüllten Kanal- oder Flusssenke. Aufgrund der Häufigkeit der Funde werden sie als „Knochensande“ (&amp;#039;&amp;#039;bone sands&amp;#039;&amp;#039;) angesprochen. Allerdings streuten sie auch weiter nach oben in die umliegenden feinerklastischen Sande. Die Fossilien bestehen überwiegend aus einzelnen, nur zum Teil im Skelettverband liegenden Knochen, die wenigstens vier weitgehend vollständige Schädel, einer davon mit zugehörigem Unterkiefer, weitere Schädelteile und zahlreiches Material des Körperskelettes einschließen. Eine Ausnahme stellt das Teilskelett eines juvenilen Tieres dar, das aber bei den Baggerarbeiten beschädigt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2009&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Funde von &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; wurden bereits Mitte der 1960er Jahre in der [[Slim-Buttes-Formation]] im [[Harding County (South Dakota)|Harding County]] in [[South Dakota]] entdeckt, ursprünglich aber als &amp;#039;&amp;#039;Teleodus thyboi&amp;#039;&amp;#039; beschrieben und später der neuen Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Duchesneodus]]&amp;#039;&amp;#039; zugewiesen; diese umfassen neben isolierten Zähnen auch Reste eines [[juvenil]]en Schädels.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bjork 1967&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2008&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2009&amp;quot;/&amp;gt; Möglicherweise können auch einzelne Schädel- und Unterkieferfragmente aus der [[Devil’s-Graveyard-Formation]] im südlichen [[Texas]] zu &amp;#039;&amp;#039;Parvivornus&amp;#039;&amp;#039; gestellt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler et al. 2021&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Paläobiologie ==&lt;br /&gt;
Zur Paläobiologie von &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; ist relativ wenig bekannt, allerdings geben die bisherigen Fossilfunde Hinweise auf einen [[Geschlechtsdimorphismus]]. So sind die Eckzähne bei ausgewachsenen Individuen stark variabel, was auch bei anderen Brontotherien wie &amp;#039;&amp;#039;[[Gnathotitan]]&amp;#039;&amp;#039; beobachtet wurde, wobei die größeren und robusteren Eckzähne wohl mit männlichen Tieren in Verbindung gebracht werden können. Vergleichbare Befunde gibt es an den Jochbeinen und den knöchernen Hörnern, die ebenfalls graziler bei weiblichen Tieren sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2009&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
{{userboxtop|toptext=&amp;lt;small&amp;gt;Innere Systematik der Brontotheriita nach Mihlbachler und Prothero 2021&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler et al. 2021&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
{{Klade|style=white-space:nowrap;font-size:75%;line-height:100%&lt;br /&gt;
|label1=&amp;amp;nbsp;[[Brontotheriita]]&amp;amp;nbsp;&lt;br /&gt;
|1={{Klade&lt;br /&gt;
   |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Pachytitan]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |2=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Diplacodon]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |3={{Klade&lt;br /&gt;
      |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Parabrontops]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
      |2={{Klade&lt;br /&gt;
         |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
         |2={{Klade&lt;br /&gt;
            |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Eubrontotherium]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
            |2={{Klade&lt;br /&gt;
               |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Protitanops]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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                     |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Duchesneodus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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                        |1=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;[[Notiotitanops]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
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                        }}&lt;br /&gt;
                     }}&lt;br /&gt;
                  }}&lt;br /&gt;
               }}&lt;br /&gt;
            }}&lt;br /&gt;
         }}&lt;br /&gt;
      }}&lt;br /&gt;
   }}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{userboxbottom}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gattung (Biologie)|Gattung]] aus der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Brontotheriidae]] (ursprünglich Titanotheriidae), welche aufgrund des Zahnbaus in die Nähe der heutigen [[Equidae|Pferde]] gestellt werden. Innerhalb der Brontotherien gehört &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; zur Unterfamilie der Brontotheriinae und zur [[Tribus (Biologie)|Zwischentribus]] der Brontotheriita, die wiederum zur Tribus der Brontotheriini gehört. Diese Tribus führte ursprünglich [[Bryn J. Mader]] als Unterfamilie der Telmatheriinae ein und enthielt alle nordamerikanischen Brontotherien mit ausgeprägten Hornansätzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mader 1989&amp;quot;/&amp;gt; Er benannte die Familie aber in einer späteren Untersuchung in Brontotheriinae um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mader 1998&amp;quot;/&amp;gt; [[Matthew C. Mihlbachler]] setzte diese Unterfamilie 2008 auf den Rang der Tribus und trennte innerhalb dieser mit der Zwischentribus der Brontotheriita die nordamerikanischen Brontotherien mit ausgebildeten paarigen Hörnern ab. Diese Gruppe steht den Embolotheriita mit &amp;#039;&amp;#039;[[Embolotherium]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Aktautitan]]&amp;#039;&amp;#039; gegenüber, welche die eurasischen Formen umfassen und die teilweise nur ein singuläres bis hin zu einem „rammbockartig“ geformten Horn aufweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2008&amp;quot;/&amp;gt; Innerhalb der Brontotheriita stellt &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; einen eher frühen Vertreter dar, was sich anhand des vorderen Gebisses mit deutlich kugeligen Schneidezähnen und einer nach vorn gebogenen Zahnreihe zeigt. Die nächstverwandten Gattungen waren &amp;#039;&amp;#039;[[Protitanops]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Eubrontotherium]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2009&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gattung &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus&amp;#039;&amp;#039; wurde 2009 von Matthew C. Mihlbachler und [[Thomas A. Deméré]] anhand von Fundmaterial aus der Ocean Ranch im südwestlichen [[Kalifornien]] [[Erstbeschreibung|erstmals beschrieben]]. Den [[Holotyp]] (Exemplarnummer [[San Diego Natural History Museum|SDSNH]] 107667) stellt ein nahezu vollständiger Schädel dar. Einzige anerkannte Art ist &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus occidentalis&amp;#039;&amp;#039;. Der Gattungsname stammt von den [[Lateinische Sprache|lateinischen]] Wörtern &amp;#039;&amp;#039;parvus&amp;#039;&amp;#039; („klein“) und &amp;#039;&amp;#039;cornus&amp;#039;&amp;#039; („Horn“) und bezieht sich auf die nur wenig ausgeprägten knöchernen Hörner. Der Artname &amp;#039;&amp;#039;occidentalis&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch für „westlich“) ist auf die sehr westliche Lage in Nordamerika zurückzuführen. Mit einbezogen in diese Art werden auch einige Funde aus dem nordwestlichen [[South Dakota]], die einen Schädel eines Jungtiers umfassen. Ursprünglich waren diese der Brontotherien-Art &amp;#039;&amp;#039;Teleodus thyboi&amp;#039;&amp;#039; zugewiesen worden, 1982 gliederten [[Spencer George Lucas]] und [[Robert M. Schoch]] sie in die neue Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Duchesneodus]]&amp;#039;&amp;#039; ein. Aufgrund des damals als eher unspezifisch eingestuften Holotyps, dem Schädel des Jungtiers, galt diese Art aber weitgehend als [[Nomen nudum]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2009&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Matthew C. Mihlbachler: &amp;#039;&amp;#039;A New Species of Brontotheriidae (Perissodactyla, Mammalia) from the Santiago Formation (Duchesnean, Middle Eocene) of Southern California.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the San Diego Society of Natural History 41, 2009, S. 1–36&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SDNHM&amp;quot;&amp;gt;San Diego Natural History Museum: &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus occidentalis.&amp;#039;&amp;#039; ([https://archive.sdnhm.org/exhibits/mystery/fg_brontothere.html])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2008&amp;quot;&amp;gt;Matthew C. Mihlbachler: &amp;#039;&amp;#039;Species taxonomy, phylogeny, and biogeography of the Brontotheriidae (Mammalia: Perissodactyla).&amp;#039;&amp;#039; Bulletin of the American Museum of Natural History 311, 2008, {{ISSN|0003-0090}}, S. 1–475&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler 2009&amp;quot;&amp;gt;Matthew C. Mihlbachler: &amp;#039;&amp;#039;A New Species of Brontotheriidae (Perissodactyla, Mammalia) from the Santiago Formation (Duchesnean, Middle Eocene) of Southern California.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the San Diego Society of Natural History 41, 2009, S. 1–36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mader 1998&amp;quot;&amp;gt;Bryn J. Mader: &amp;#039;&amp;#039;Brontotheriidae&amp;#039;&amp;#039; In: Christine M Janus, Kathleen M Scott und Louis L Jacobs (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Evolution of Tertiary mammals from North America, Vol. 1.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 1998, S. 525–536&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mader 1989&amp;quot;&amp;gt;Bryn J. Mader: &amp;#039;&amp;#039;Brontotheriidae: A systematic revision and preliminary phylogeny of North American genera.&amp;#039;&amp;#039; In: Donald R. Prothero und Robert M. Schoch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The evolution of perissodactyls.&amp;#039;&amp;#039; New York und London, 1989, S. 458–484&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bjork 1967&amp;quot;&amp;gt;Philip R. Bjork: &amp;#039;&amp;#039;Latest Eocene Vertebrates from Northwestern South Dakota.&amp;#039;&amp;#039; Journal of Paleontology 41 (1), 1967, S. 227–236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mihlbachler et al. 2021&amp;quot;&amp;gt;Matthew C. Mihlbachler und Donald R. Prothero: &amp;#039;&amp;#039;Eocene (Duchesnean and earliest Chadronian) brontotheres (Brontotheriidae), Protitanops curryi and cf. Parvicornus occidentalis, from West Texas and Mexico.&amp;#039;&amp;#039; Palaeontologia Electronica 24 (3), 2021, S. a35, [[doi:10.26879/944palaeo-electronica.org/content/2021/3479-texas-brontotheriidae]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* San Diego Natural History Museum: &amp;#039;&amp;#039;Parvicornus occidentalis.&amp;#039;&amp;#039; ([https://archive.sdnhm.org/exhibits/mystery/fg_brontothere.html])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brontotherien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brontotheriidae]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Erbsenesche</name></author>
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