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	<title>Partondichtefunktion - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T17:58:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Partondichtefunktion&amp;diff=2837711&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cewbot: Korrigiere defekten Abschnittslink: #Up-Quark am ähnlichsten zu Abschnitt Quark (Physik)#Top-Quark</title>
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		<updated>2025-02-05T07:01:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Cewbot/log/20201008/configuration&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Cewbot/log/20201008/configuration (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Korrigiere defekten Abschnittslink&lt;/a&gt;: #Up-Quark am ähnlichsten zu Abschnitt &lt;a href=&quot;/index.php/Quark_(Physik)#Top-Quark&quot; title=&quot;Quark (Physik)&quot;&gt;Quark (Physik)#Top-Quark&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Partondichte(-funktion)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt;math&amp;gt;f_i&amp;lt;/math&amp;gt; (abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PDF&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Funktion, welche die Verteilung desjenigen Anteils am [[Impuls]] eines [[Hadron]]s (insbesondere eines [[Proton]]s oder [[Neutron]]s) angibt, den ein [[Parton (Physik)|Parton]] ([[Quark (Physik)|Quark]] oder [[Gluon]]) trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partondichten wurden zuerst in den 1960er Jahren im Parton-Modell von [[Richard P. Feynman]] eingeführt. Dieses Modell dient der Beschreibung sehr hochenergetischer Zusammenstöße zwischen Hadronen und [[Lepton]]en oder anderen Hadronen und behandelt Hadronen als eine Art Wolke von [[Freies Teilchen|freien]] Partonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der modernen Theorie der [[Starke Wechselwirkung|starken Wechselwirkung]], der [[Quantenchromodynamik]]&amp;amp;nbsp;(QCD), beschreiben die Partondichten den nicht [[Störungstheorie (Quantenfeldtheorie)|perturbativ]] berechenbaren Teil des [[Wirkungsquerschnitt]]s eines Lepton-Hadron- oder Hadron-Hadron-[[Stoß (Physik)|Stoßes]]. In der QCD sind die Partondichten wohl definierte, universelle Funktionen, d.&amp;amp;nbsp;h. für ein gegebenes Hadron haben sie immer denselben Wert, unabhängig vom betrachteten Prozess. Beispielsweise können Partondichten, die aus den experimentellen Daten eines Prozesses wie der [[Tiefinelastische Streuung|tiefinelastischen Elektron-Proton-Streuung]] gewonnen wurden, zur Vorhersage der [[Ereignisrate]]n eines anderen Prozesses wie der [[Higgs-Boson]]-Produktion in Proton-Proton-Stößen am [[Large Hadron Collider]]&amp;amp;nbsp;(LHC) herangezogen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annahme, dass die Partonen sich im Hadron wie freie Teilchen verhalten, wird im Parton-Modell [[ad hoc]] vorausgesetzt. In der QCD wird diese Eigenschaft als [[asymptotische Freiheit]] bezeichnet und erklärt sich daraus, dass die [[Kopplungskonstante]] der starken Wechselwirkung bei kleinen Abständen immer kleiner wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition ==&lt;br /&gt;
Die PDF &amp;lt;math&amp;gt;f_{i/h}(x,Q)&amp;lt;/math&amp;gt; gibt die [[Wahrscheinlichkeitsdichte]] an, bei einer [[Energie]]skala &amp;lt;math&amp;gt;Q&amp;lt;/math&amp;gt; das entsprechende Parton &amp;lt;math&amp;gt;i&amp;lt;/math&amp;gt; mit dem Impulsbruchteil &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt; des Hadrons &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; zu finden. Streng genommen gilt diese Definition nur in einem [[Bezugssystem]], in dem das Hadron einen unendlich hohen Impuls (engl. &amp;#039;&amp;#039;infinite momentum frame&amp;#039;&amp;#039;) trägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teilweise finden sich in der Literatur auch die verkürzende Schreibweise &amp;lt;math&amp;gt;i(x,Q)&amp;lt;/math&amp;gt;. Hierbei beschreibt &amp;lt;math&amp;gt;u(x,Q)&amp;lt;/math&amp;gt; dann beispielsweise die [[Quark (Physik) #Top-Quark|Upquark]]-PDF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der modellhaften Beschreibung, die den PDFs zugrunde liegt, kann man aus den Annahmen einige einschränkende Aussagen über die PDFs treffen. Diese Aussagen lassen sich einerseits dazu verwenden, die PDFs genauer zu ermitteln, andererseits kann man anhand von PDFs, die nicht von diesen Annahmen ausgehen, die Schwächen des Modells überprüfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der Zusammensetzung der Hadronen aus Partonen und der [[Einheitsvektor|Normierung]] auf den hadronischen Gesamtimpuls ist zu erwarten, dass die Partonenimpulse unter Berücksichtigung ihrer Verteilung aufsummiert wieder den Hadrongesamtimpuls bilden. Man erhält dadurch folgende [[Vollständigkeitsrelation]], die insbesondere auch unabhängig von der betrachteten Energieskala&amp;amp;nbsp;Q ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\sum_i \int_0^1 xf_i(x,Q) \text{d}x = 1&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proton-PDFs ===&lt;br /&gt;
Da [[Proton]]en aus zwei Upquarks und einem Downquark (den [[Valenzquark]]s des Protons) zusammengesetzt sind und die [[schwache Wechselwirkung]] hier vernachlässigbar ist, können andere Quarks nur durch [[Paarbildung (Physik)|Paarerzeugung]] aus Gluonen entstehen. Es ist daher zu erwarten, dass für diese Quarks die Quark-PDFs mit den Antiquark-PDFs übereinstimmen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; f_i(x,Q) \equiv f_\bar{i}(x,Q)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner ist zu erwarten, dass für die Valenzquarks die folgenden drei Identitäten gelten (Index&amp;amp;nbsp;s für strange-Quark):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \int_0^1 (f_u(x,Q) - f_\bar{u}(x,Q)) \text{d}x = 2 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \int_0^1 (f_d(x,Q) - f_\bar{d}(x,Q)) \text{d}x = 1 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; \int_0^1 (f_s(x,Q) - f_\bar{s}(x,Q)) \text{d}x = 0 &amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese sind prinzipiell gleichbedeutend mit der Aussage, dass das Proton aus zwei Upquarks und einem Downquark besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abhängigkeit von der Energieskala ===&lt;br /&gt;
In der QCD sind die Partondichten selbst zwar nicht störungstheoretisch berechenbar, die QCD macht aber definitive Vorhersagen, wie sich die Partondichten zwischen niedrigen und höheren Energieskalen verändern. Diese Vorhersage werden von den [[DGLAP-Gleichungen]] geliefert, die nach den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Autoren: [[Yuri Dokshitzer|Dokshitzer]], [[Wladimir Naumowitsch Gribow|Gribow]], [[Lew Nikolajewitsch Lipatow|Lipatow]] sowie [[Guido Altarelli|Altarelli]] und [[Giorgio Parisi|Parisi]] benannt sind. Es reicht also, den Verlauf der Partondichten bei einer niedrigen Skala&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Q&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;0&amp;lt;/sub&amp;gt; zu kennen, dann können die Werte bei allen höheren Skalen &amp;#039;&amp;#039;Q&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Q&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;sub&amp;gt;0&amp;lt;/sub&amp;gt; berechnet werden. Diesen Vorgang bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Evolution&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Energieskala&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Q&amp;#039;&amp;#039; wird gewöhnlich in der Einheit Giga[[elektronenvolt]]&amp;amp;nbsp;(GeV) angegeben; dabei ist &amp;#039;&amp;#039;Q&amp;#039;&amp;#039; ein Wert, der den zu berechnenden Prozess charakterisiert, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Virtuelles Teilchen|Virtualität eines ausgetauschten Teilchens]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abhängigkeit der Partondichten von der Energieskala&amp;amp;nbsp;Q ist eine Verletzung der [[Bjorken-Skalierung|Bjorken-Skaleninvarianz]] und unterscheidet die Vorhersagen der QCD vom einfacheren Quark-Parton-Modell. Die experimentelle Messung dieser &amp;#039;&amp;#039;Q&amp;#039;&amp;#039;-Abhängigkeit ist ein wichtiger quantitativer Test der Vorhersagen der QCD.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfügbare PDF-Sets ==&lt;br /&gt;
Bekannte PDF-Kollaborationen sind:&lt;br /&gt;
* CTEQ ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;The Coordinated Theoretical-Experimental Project on QCD&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.phys.psu.edu/~cteq/ The CTEQ Meta-Page]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* MSTW ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Martin-Stirling-Thorne-Watt Parton Distribution Functions&amp;#039;&amp;#039;}} &amp;lt;ref&amp;gt;Hepforge: [https://mstwpdf.hepforge.org/ MSTW PDFs]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
* NNPDF ({{lang|en|&amp;#039;&amp;#039;Neural Network Parton Distribution Functions&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;ref&amp;gt;Hepforge: [https://nnpdf.hepforge.org/ NNPDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine umfangreiche Liste mit verfügbaren PDF-Sets findet sich bei LHAPDF.&amp;lt;ref&amp;gt;Hepforge: [http://lhapdf.hepforge.org/pdfsets LHAPDF]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* The Coordinated Theoretical-Experimental Project on QCD (CTEQ). Handbook of Perturbative QCD.&lt;br /&gt;
* M. E. Peskin, D.V. Schroeder: &amp;#039;&amp;#039;An introduction to quantum field theory (= &amp;#039;&amp;#039;Frontiers in Physics&amp;#039;&amp;#039;).&amp;#039;&amp;#039; Addison-Wesley Advanced Book Program, 1995, ISBN 0-201-50397-2.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=John Collins&lt;br /&gt;
   |Titel=Parton distribution functions (definition)&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Scholarpedia&lt;br /&gt;
   |Band=7&lt;br /&gt;
   |Nummer=7&lt;br /&gt;
   |Datum=2012&lt;br /&gt;
   |Seiten=10851&lt;br /&gt;
   |DOI=10.4249/scholarpedia.10851}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Joël Feltesse&lt;br /&gt;
   |Titel=Introduction to Parton Distribution Functions&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Scholarpedia&lt;br /&gt;
   |Band=5&lt;br /&gt;
   |Nummer=11&lt;br /&gt;
   |Datum=2010&lt;br /&gt;
   |Seiten=10160&lt;br /&gt;
   |DOI=10.4249/scholarpedia.10160}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilchenphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cewbot</name></author>
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