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	<title>Partnerwahl beim Menschen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T00:34:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Partnerwahl_beim_Menschen&amp;diff=24583&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JKS: /* Übergang von der kollektiven zur individuellen Partnerwahl */</title>
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		<updated>2025-10-21T17:08:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Übergang von der kollektiven zur individuellen Partnerwahl&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Youth and suitors.jpg|mini|[[Brautwerbung]]. Bild aus einem persischen Manuskript (zwischen 1556 und 1565)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Partnerwahl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet einen Prozess, in welchem Menschen [[Partnerschaft|Beziehungspartner]] oder auch reine [[Sex]]ualpartner auswählen. In diesem Prozess spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle; in reichen Ländern der [[Westliche Welt|Westlichen Welt]] befinden sich darunter heute vor allem Faktoren wie [[Attraktivität#Sexualität|sexuelle Attraktivität]], Erwägungen bezüglich des Lebensplans, der [[Empfindung]]en, [[Erfahrung]]en und [[Habitus (Soziologie)|habituellen]] Ähnlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theoretische Ansätze (Übersicht) ==&lt;br /&gt;
Es existieren verschiedene theoretische Ansätze der Partnerwahl:&lt;br /&gt;
* Die evolutionärpsychologische &amp;#039;&amp;#039;Theorie der sexuellen Strategien&amp;#039;&amp;#039; (Sexual Strategies Theory) (z.&amp;amp;nbsp;B. Buss, 1989; Buss &amp;amp; Schmitt, 1993): Wenn das Ziel der Partnerwahl die Fortpflanzung sei, argumentiert Buss (1989), dann dienen Partnerwahlstrategien dazu, optimale Partner zu identifizieren, um durch erfolgreiche Fortpflanzung und Sicherung des Überlebens die [[Fitness (Biologie)|genetische Fitness]] der eigenen Nachkommen zu erhöhen (vergleiche [[Sexualität#Zoologische Grundlagen|Zoologische Grundlagen der Sexualität]]).&lt;br /&gt;
* Dagegen stellen die sozialpsychologischen [[Rollentheorie]]n (&amp;#039;&amp;#039;social role theories&amp;#039;&amp;#039;, etwa Alice H. Eagly 1987) das soziale Umfeld als entscheidendes Kriterium für geschlechtsspezifische Unterschiede in der Partnerwahl dar. Insbesondere sei die Art der [[Arbeitsteilung]] in einer Gesellschaft und daraus resultierende [[Geschlechterrolle]]n für die Partnerwahlkriterien von Männern und Frauen entscheidend.&lt;br /&gt;
* Weitere Modelle sind das &amp;#039;&amp;#039;Komplementaritätsmodell&amp;#039;&amp;#039; von Winch (1958), das &amp;#039;&amp;#039;Phasenmodell von Saxon&amp;#039;&amp;#039; (1968), die &amp;#039;&amp;#039;Instrumentalitätstheorie&amp;#039;&amp;#039; von Centers (1975), das &amp;#039;&amp;#039;psychoanalytische Modell&amp;#039;&amp;#039; von Jung (1978), das &amp;#039;&amp;#039;Altruismusmodell&amp;#039;&amp;#039; von Kirchler (1989) sowie das &amp;#039;&amp;#039;Stufenmodell&amp;#039;&amp;#039; von Klein (1991).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruce K. Eckland hat 1982 einen Übersichtsartikel über theoretische Ansätze der Partnerwahl veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=B. K. Eckland |Titel=Theories of mate selection |Sammelwerk=Biodemography and Social Biology |Band=29 |Nummer=1–2 |Datum=1982 |Seiten=7–21 |DOI=10.1080/19485565.1982.9988475}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialpsychologische Ansätze ==&lt;br /&gt;
=== Social Role Theories ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Van Eyck - Arnolfini Portrait.jpg|mini|Die [[Geschlechterrolle]]n von Mann und Frau am Beispiel der [[Arnolfini-Hochzeit]] von [[Jan van Eyck]] (1396–1441)]]&lt;br /&gt;
Anders als im evolutionspsychologischen Ansatz sollen geschlechtsspezifische Verhaltensweisen von der Anpassung ([[Sozialisation]]) an unterschiedliche Geschlechterrollen, die eine Gesellschaft bereithält, abhängen. Je ungleicher die sozialen Positionen von Mann und Frau in einer Gesellschaft seien, umso stärker weichen die Verhaltensweisen voneinander ab. Laut den &amp;#039;&amp;#039;Social Role Theories&amp;#039;&amp;#039; (Eagly, 1987; Eagly, Wood &amp;amp; Diekman, 2000) entwickelt sich diese Geschlechterhierarchie durch die geschlechtsspezifische [[Arbeitsteilung]] in verschiedenen Gesellschaften unterschiedlich. Soziale Rollen definieren sich als „&amp;#039;&amp;#039;Sammlung von Überzeugungen und Ansichten, die die Mitglieder einer Gesellschaft mehrheitlich teilen und die sich darauf beziehen, wie sich eine Person, die eine bestimmte soziale Position innehat, verhält oder verhalten sollte&amp;#039;&amp;#039;“ (Eagly et al., 2000). Da beide Geschlechter unterschiedliche [[Geschlechterrolle|Rollen]] wahrnehmen, passen sie ihre Verhaltensweisen auch in der Partnerwahl an. In Studien wurde nachgewiesen, dass Frauen in vielen Kulturen über weniger Macht und Einfluss sowie Ressourcen als Männer verfügen, da durch die spezifische Arbeitsteilung Frauen überwiegend Haushaltsarbeiten und geringer entlohnte Beschäftigungen ausüben. Daraus resultieren unterschiedliche Rollenverteilungen und -[[Rollenerwartung|erwartungen]], die Eagly (2000) als „resource provider“ ([[Ernährermodell|Ernährer]]) und „homemaker“ ([[Hausfrau]]) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als soziale Rollentheorie ist auch die Hypothese von Wellek (1963) zu verstehen, wonach die Partnerwahl nach einer komplementären Geschlechtsrollenidentifikation orientiert ist, sodass Frauen mit sehr weiblicher Geschlechtsrollenidentifikation (z.&amp;amp;nbsp;B. 90 % weiblich, 10 % männlich) Männer mit einer komplementären männlichen Geschlechtsrollenidentifikation (z.&amp;amp;nbsp;B. 10 % weiblich, 90 % männlich) präferieren, sodass sich die männlichen und weiblichen Anteile immer auf 100 % addieren. Umgekehrt suchen dieser Hypothese zufolge Personen mit weniger akzentuierter sexueller Rollenidentifikation ebenso ihresgleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Soziale Rolle}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Homogamie und Heterogamie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Partnerwahl findet neben dem Aspekt der physischen [[Attraktivität]] auch nach Kriterien wie [[Ähnlichkeit (Philosophie)|Ähnlichkeit]], [[Sympathie]] und [[Komplementarität]] statt. Zwei grundlegende [[Hypothese]]n zur Partnerwahl werden unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach der &amp;#039;&amp;#039;[[Homogamie]]&amp;#039;&amp;#039;-Hypothese werden Partner nach ähnlichen Kriterien ausgesucht und es werden möglichst gleiche Bedingungen in eine [[Partnerschaft]] eingebracht: Abstammung, Alter, Bildungsniveau, sozialer Status, finanzielle Lage, Hobbys, politische Neigung, Religion. Darüber hinaus soll ein [[Endogamie]]-Prinzip existieren, nach dem die Partnerwahl von [[kultur]]- und [[subkultur]]ellen Ähnlichkeiten mitbestimmt wird.&lt;br /&gt;
* Nach der &amp;#039;&amp;#039;Heterogamie&amp;#039;&amp;#039;-Hypothese ziehen sich Gegensätze an: Es wird vorrangig ein Partner gesucht, der entgegengesetzte Charaktereigenschaften in die Partnerschaft einbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Präferenz für eine Person mit einer Persönlichkeit, die der eigenen ähnelt, gibt es davon statistisch unabhängig eine starke Tendenz, immer wieder einen Partner zu wählen, dessen Persönlichkeit dem Ex-Partner ähnelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spektrum.de/magazin/gleicher-typ-gleiche-probleme/1661050 |titel=Partnerschaft: Gleicher Typ, gleiche Probleme? |werk=[[Spektrum.de]] |datum=2019-07-30 |abruf=2019-08-03 |kommentar=als Artikel erschienen im Heft &amp;#039;&amp;#039;Spektrum: Gehirn &amp;amp; Geist&amp;#039;&amp;#039; 9/2019}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Soziale Schließung ===&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff der [[Theorie sozialer Schließung|Sozialen Schließung]] werden in der Soziologie homogame Tendenzen in einen Zusammenhang mit [[Sozialstruktur]] gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2007 wurden in Deutschland zum [[Mikrozensus]] Ehepaare und nichteheliche Lebensgemeinschaften, bei denen beide Partner Angaben zu ihrer Bildung in den Kategorien „hoch“, „mittel“ und „niedrig“ machten, erfasst. Demnach lag bei 61 % der Paare ein gleicher Bildungsabschluss vor. In 30 % der Fälle hatte der Mann einen höheren Bildungsabschluss als die Frau. Bei 9 % der Paare war es umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/zdw/2008/PD08__035__p002,templateId=renderPrint.psml |titel=Zahl der Woche: Bei sechs von zehn Paaren haben beide Partner gleichen Abschluss |hrsg=[[Statistisches Bundesamt]] |datum=2008-09-02 |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20080910223115/http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/zdw/2008/PD08__035__p002,templateId=renderPrint.psml |archiv-datum=2008-09-10 |abruf=2013-06-19 |zitat=Die drei für den Bildungsstand verwendeten Kategorien „hoch“, „mittel“ und „niedrig“ wurden entsprechend der international vergleichbaren Klassifikation für das Bildungswesen „[[International Standard Classification of Education]]“ (ISCED) definiert.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Soziologie]] beschreibt darüber hinaus, dass Beziehungen, die über mehr als eine [[soziale Schicht]] hinweg begründet werden, unterdurchschnittlich stabil sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Individualpsychologie ===&lt;br /&gt;
Für [[Alfred Adler]] gehört die Partnerschaft – neben der Arbeit und der Gemeinschaft – zu den drei [[Sinn des Lebens|Lebensaufgaben]], die alle Menschen lösen müssen. Adler sieht sie im engeren Sinn als Aufgabe für zwei Menschen verschiedenen Geschlechts, die zusammenleben und zusammenarbeiten. Im größeren Zusammenhang sind es zwei Menschen, die als Teil der Menschheit an einem [[Sozialpsychologie|sozialen]] Problem arbeiten und mit Vergangenheit und Zukunft verbunden sind. Eine positive [[Soziokulturelle Evolution|evolutionäre]] Entwicklung sieht er im erzieherischen [[Sozialer Wandel|Wandel]] ([[Paartherapie|Eheberatung oder Paartherapie]]) weg von einer auf sich selbst bezogenen, erwartenden, verwöhnten Einstellung in Richtung auf eine aufgabenorientierte, über sich selbst hinausgehende, kooperative Einstellung, welche vom [[Gemeinschaftsgefühl]] geleitet ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ansbacher-1989-XX&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!--Fundstellen-SEITE ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die &amp;#039;&amp;#039;richtige&amp;#039;&amp;#039; Partnerwahl für Liebe und Ehe ist für Adler neben der körperlichen Eignung und Anziehung die richtige Stellungnahme gegenüber allen drei Lebensaufgaben entscheidend: Der Partner muss bewiesen haben, dass er Freundschaft halten kann, muss Interesse an seiner Arbeit besitzen und mehr Interesse für seinen Partner an den Tag legen als für sich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ansbacher-1989-XX&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|3-596-26793-5}} S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;!--Fundstellen-SEITE ?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut [[Wolfgang Hantel-Quitmann]] ist die Partnerwahl heute vor allem von der Hoffnung bestimmt, dass der Gesuchte den Suchenden in dessen persönlicher Entwicklung voranbringt. Menschen haben Lebens- und Liebesthemen, die ihnen meist nicht bewusst sind und die sich im Laufe des Lebens stark wandeln können. Bei jungen Menschen kann dies zum Beispiel die Ablösung vom Elternhaus sein; wenn diese Ablösung mit Hilfe einer Partnerschaft bewältigt wurde, zerbricht die Partnerschaft oft, weil sie ihre ursprüngliche Funktion verloren und keine neuen Funktionen entwickelt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Carmen Gräf: [https://www.zeit.de/lebensart/partnerschaft/2009-10/partnerwahl &amp;#039;&amp;#039;Partnerwahl: Wiederholungstäter in der Liebe.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit#Zeit Online|Zeit Online]].&amp;#039;&amp;#039; 29. Oktober 2009, abgerufen am 29. Juli 2019; Zitat: {{&amp;quot; |Fallen manche Menschen tatsächlich immer auf denselben Typ herein? Keineswegs, sagen Psychologen: es gibt viel mehr Wandel als Konstanz in der Partnerwahl}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolutionäre Psychologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Evolutionäre Psychologie|evolutionären Psychologie]] wendet [[Charles Darwin]]s [[Evolutionstheorie]] auf die menschliche [[Psychologie]] an. Demzufolge suchen sich Menschen, wie andere Lebewesen auch, Sexualpartner aus, welche die Produktion möglichst vieler überlebensfähiger Nachkommen ermöglichen. Präferenzen bei der heterosexuelle Partnerwahl gehen demnach auf die Zeit unserer Vorfahren zurück und wurden bis heute weitervererbt. Die Anwendung der Evolutionstheorie auf die menschliche Psychologie ist jedoch umstritten. Die [[Fortpflanzung]] als primäres Ziel einer Partnerwahl wird zudem nach Meinung der Kritiker überbewertet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sexual Strategies Theory ===&lt;br /&gt;
==== Höhe der elterlichen Investition ====&lt;br /&gt;
[[Robert Trivers|Trivers]] (1972) definierte seine Theorie über elterliche [[Investition]] und [[sexuelle Selektion]] folgendermaßen: &amp;#039;&amp;#039;Elterliche Investition ist jegliche Form der Investition in Nachkommen, welche die Möglichkeit ausschließt in andere Nachkommen zu investieren.&amp;#039;&amp;#039; Sie beinhaltet investierte Zeit, Energie und die zur Sicherung des Überlebens der Nachkommen erbrachten Anstrengungen, insbesondere auf Kosten des Wettbewerbs um andere Partner. Das Geschlecht, welches mehr in Nachkommen investiert, hat bei der Partnerwahl die höheren Ansprüche und ist in der Partnerwahl sorgfältiger bzw. wählerischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezogen auf die physiologischen Kosten können Männer durch &amp;#039;&amp;#039;minimale Investition&amp;#039;&amp;#039; theoretisch sehr viele Nachkommen zeugen, während Frauen mit den durch eine Schwangerschaft verbundenen Belastungen ungleich mehr investieren. Nach diesem vereinfachten evolutionspsychologischen Modell würde der Mann im Bindungs- und Fortpflanzungsverhalten eher auf Quantität achten, während für die Frau die Qualität eine größere Rolle spielen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Xiao-Tian Wang |Titel=Parental Investment Theory (Middle-Level Theory in Evolutionary Psychology) |Sammelwerk=Encyclopedia of Evolutionary Psychological Science |Verlag=Springer International Publishing |Ort=Cham |Datum=2016 |ISBN=978-3-319-16999-6 |Seiten=1–8 |DOI=10.1007/978-3-319-16999-6_3585-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich müssen jedoch die Anstrengungen zur Aufzucht des Nachwuchses mit einbezogen werden ([[Elternschaft]]), für die beim Menschen sowohl Mütter als auch Väter eine Rolle spielen können. Wird Trivers Theorie auf den Menschen übertragen, wären sowohl Männer als auch Frauen wählerisch bezüglich des Partners, wobei sich eine Diskrepanz hinsichtlich der Stärke des Effekts ergebe, proportional dazu, wie stark sich die elterlichen Anstrengungen bei den Geschlechtern unterscheiden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WoodwardRichards&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kevin Woodward, Miriam H. Richards |Titel=The parental investment model and minimum mate choice criteria in humans |Sammelwerk=Behavioral Ecology |Band=16 |Nummer=1 |Datum=2005-01-01 |ISSN=1465-7279 |Seiten=57–61 |DOI=10.1093/beheco/arh121}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während zwar angenommen wird, dass sowohl Mütter als auch Väter evolutionär eine Bedeutung bei der Versorgung des Nachwuchses hatten, gibt es über den Umfang des väterlichen Anteils unterschiedliche Auffassungen. Über verschiedene Kulturen betrachtet ist die Bedeutung des Vaters höchst unterschiedlich, weshalb beim Menschen die Existenz einer variablen Strategie zur Partnerwahl angenommen wird, die je nach kultureller und sozialer Gegebenheiten angepasst wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WoodwardRichards&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. Sear |Titel=Parenting and families |Sammelwerk=Evolutionary Psychology: A Critical Introduction |Verlag=Wiley-Blackwell |Datum=2011 |Seiten=215–250 |Online=https://researchonline.lshtm.ac.uk/id/eprint/20984/ |Abruf=2021-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Partnerpräferenzen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:La velada, por Rafael.jpg|mini|hochkant=0.8|&amp;#039;&amp;#039;La Velata&amp;#039;&amp;#039; („Frau mit Schleier“):&amp;lt;br /&amp;gt; weibliches Schönheitsideal der Hoch&amp;amp;shy;[[renaissance]] (Ölgemälde von [[Raffael]], um&amp;amp;nbsp;1515)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[David Buss|Buss]] und Schmitt behaupteten 1993, dass sich bei Frauen vor allem Präferenzen entwickelten, die einen Mann als Ernährer und Beschützer kennzeichnen, unter anderem der soziale Status eines Mannes und die [[Ressource]]n, über die er verfüge. Im Vergleich zu Männern sollen sich Frauen zu Partnern hingezogen fühlen, die ein nonverbales [[Dominanz (Psychologie)|Dominanzverhalten]] zeigen. Insbesondere sollen hochgewachsene Männer mit [[Konstitutionstyp|athletischem Körperbau]] als attraktiv gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;So auch C. Antweiler in einer empirischen Studie mit 720 Paaren mit eindeutigen Befund. &amp;#039;&amp;#039;Was ist Menschen gemeinsam?&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2097, S. 195.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wichtiger seien jedoch Merkmale, die auf Reife, Intelligenz, Verlässlichkeit und Ehrgeiz hinweisen (Vermögen, berufliche Position, [[Statussymbol]]e). Frauen könnten aufgrund von Schwangerschaft und Stillzeit schwerer Ressourcen anlegen und bevorzugen daher ältere, wohlhabendere Partner mit hohem [[Sozialer Status|sozialem Status]], die eine Familie langfristig ernähren können (maximale Versorgungsleistung). Männer hingegen sollen kulturübergreifend die physische Erscheinung und [[Attraktivität]] von Frauen höher einschätzen, die einen hohen Reproduktionswert und Fruchtbarkeit der Partnerin vermittelt, das heißt, sie würden Frauen mit hohem reproduktivem Wert bevorzugen, da dieser zeitlich befristet sei (maximales Fortpflanzungspotential). Männer würden instinktiv den reproduktiven Wert der Frauen nach dem physischen Erscheinungsbild –&amp;amp;nbsp;etwa Körperbau, glatte Haut, glänzende Augen&amp;amp;nbsp;– und nach dem Verhalten bewerten, etwa nach körperlicher Aktivität und Gestik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibDOI|10.1037/0033-295X.100.2.204}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Partnerwahl tritt ein Phänomen auf, das bezeichnet wird als „assortative Paarung“ &amp;#039;&amp;#039;(assortative mating)&amp;#039;&amp;#039;: Menschen suchen sich dabei einen Partner, der ungefähr ihrem eigenen wahrgenommenen Attraktivitätsniveau entspricht. Je länger sich zwei Menschen vor Beginn ihrer Partnerschaft kennen, desto weniger spielt jedoch das Aussehen der beiden Partner eine Rolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Spektrum-2015-08-26&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jan Dönges |url=https://www.spektrum.de/news/wann-aussehen-keine-rolle-mehr-spielt/1362696 |titel=Partnersuche: Wann Aussehen keine Rolle mehr spielt |werk=[[Spektrum.de]] |datum=2015-08-26 |abruf=2019-07-29}} Zitat: {{&amp;quot; |‚Gleich und Gleich gesellt sich gern‘ gilt natürlich auch und vor allem in puncto Aussehen. Manchmal jedoch obsiegt die Romantik – wann, haben Psychologen nun herausgefunden.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Siehe auch: [[Evolutionäre Psychologie#Unterschiede zwischen Frauen und Männern|Geschlechtertheorien in der Evolutionären Psychologie]], [[Attraktivitätsforschung]] und [[evolutionäre Ästhetik]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie von Marcel Zentner und Klaudia Mitura aus 2012 konnte zeigen, dass die scheinbar evolutionär bedingten Unterschiede zwischen Männern und Frauen hinsichtlich ihrer Partnerpräferenzen zurückgehen, wenn die Gesellschaft ein höheres Maß an [[Gleichstellung der Geschlechter|Geschlechtergleichheit]] aufweist. Die Autoren interpretieren die existierenden Unterschiede daher vorrangig mit kulturell und familiär geprägten Werten, die in der jeweiligen Gesellschaft vorherrschen, während genetische Prägung eine untergeordnete Rolle spielen würde, wie schon zuvor von Zietsch et al. 2011 gezeigt wurde. Evolutionsbiologische Einflüsse würden daher nicht die Partnerpräferenzen an sich, sondern eine hohe Anpassungsfähigkeit an neue gesellschaftliche Bedingungen hinsichtlich Verhalten und Einstellungen geformt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rüdiger Peuckert |Titel=Das Leben der Geschlechter: Mythen und Fakten zu Ehe, Partnerschaft und Familie |Verlag=Campus Verlag |Datum=2015 |ISBN=978-3-593-50295-3 |Seiten=36 |Online=https://books.google.com/books?id=QuLEBwAAQBAJ&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA36&amp;amp;hl=de |Abruf=2021-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Marcel Zentner, Klaudia Mitura |Titel=Stepping Out of the Caveman’s Shadow: Nations’ Gender Gap Predicts Degree of Sex Differentiation in Mate Preferences |Sammelwerk=Psychological Science |Datum=2012-08-29 |Sprache=en |Kommentar=Zitiert nach Peuckert 2015 |DOI=10.1177/0956797612441004}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Brendan P. Zietsch, Karin J. H. Verweij u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Variation in Human Mate Choice: Simultaneously Investigating Heritability, Parental Influence, Sexual Imprinting, and Assortative Mating |Sammelwerk=The American Naturalist |Band=177 |Nummer=5 |Datum=2011-05 |Seiten=605–616 |Sprache=en |Kommentar=Zitiert nach Zentner et al. 2012 |DOI=10.1086/659629 |PMC=3444291}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historisches und Situation in individuellen Kulturen ==&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|Die Darstellung in diesem Abschnitt ist stark vereinfachend. Neben der romantischen und der von der Umgebung erzwungenen Partnerwahl hat in Europa drittens die &amp;#039;&amp;#039;instrumentale&amp;#039;&amp;#039; Partnerwahl eine ganz bedeutende Rolle gespielt, d.&amp;amp;nbsp;h. eine von den Brautleuten selbst getragene Partnerwahl, die primär an wirtschaftlichen, d.&amp;amp;nbsp;h. an &amp;#039;&amp;#039;Überlebens&amp;#039;&amp;#039;kriterien orientiert war. Dies betrifft z.&amp;amp;nbsp;B. das Zustandekommen von Bauernehen im 19. Jahrhundert. Nachzulesen z.&amp;amp;nbsp;B. bei Heidi Rosenbaum: &amp;#039;&amp;#039;Formen der Familie&amp;#039;&amp;#039;, Suhrkamp, 1982, S. 52f, 69f, 72ff, 87.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Individuelle und kollektive Partnerwahl ===&lt;br /&gt;
In der westlichen Hochkultur herrscht heute die individuelle Partnerwahl vor. Das heißt, ein junger Mensch wählt seinen Partner oder seine Partnerin aufgrund von romantischer Liebe. Historisch betrachtet ist das nicht die Norm. Noch bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wurde die Entscheidung zur Verheiratung zweier junger Leute in weiten Teilen Europas entweder von der Familie der beiden oder von der Dorfgemeinschaft als Kollektiv getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Familien den Partner für ihr Kind wählten, so achteten sie vor allem darauf, dass er aus einer möglichst wohlhabenden Familie kam. Außerdem sollte er oder sie gesund und fähig zu harter Arbeit sein. Da der Wunsch nach einem Stammhalter bestand, sollte die Frau jung sein. Auf die gegenseitige Sympathie beider Partner wurde damals keine Rücksicht genommen. Unter Großbauern waren Verwandtenhochzeiten üblich. So wollte man den Besitz in der Familie behalten. Im frühen 18. Jahrhundert waren fast 50 % der Frauen aus ratsfähigen Familien mit einem Verwandten verheiratet (meist mit einem Cousin zweiten oder dritten Grades). In weiten Teilen Europas waren Heiratsverbote üblich. Das heißt die Obrigkeit konnte zwei jungen Leuten die Hochzeit verbieten, wenn ihre materiellen Aussichten zu schlecht waren. Allerdings lagen solchen Verboten teils auch direkte wirtschaftliche Interessen der Herrschaft zugrunde, und sie waren zudem nicht immer auch praktisch durchsetzbar.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. etwa Staatliche Archivverwaltung Baden-Württemberg: &amp;#039;&amp;#039;Der Landkreis Tübingen. Amtliche Kreisbeschreibung.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Kohlhammer, Stuttgart 1967, S. 224: „Ursprünglich wollte man durch die Verhinderung der Ehen mit Ungenossen (…) den Untergebenenverband aufrecht erhalten, was sich als unmöglich erwies (…) [I]m allgemeinen kam man bei Übertretung der Heiratsverbote milde weg.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Noch weiter ging die kollektive Einmischung in die Partnerwahl in Norddeutschland und Schweden. Dort ließ die Gemeinschaft die jungen Leute eine Reihe von Prüfungen bestehen, bevor sie um einen Partner werben durften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;shorter1977&amp;quot;&amp;gt;alles aus {{BibISBN|3-498-06122-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übergang von der kollektiven zur individuellen Partnerwahl ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Industrielle Revolution|industriellen Revolution]] fing dies in Europa sich zu ändern an. Die ersten Zeichen der Veränderung zeigten sich in der neu entstehenden Industriearbeiterschaft. Die Industriearbeiter nahmen sich mehr und mehr die Freiheit der autonomen Partnerwahl. Auch uneheliches Zusammenleben und vorehelicher Geschlechtsverkehr waren häufig. Das ländliche Proletariat machte es den Industriearbeitern nach. Im alten Mittelstand jedoch wurden die jungen Leute nach wie vor von ihren Familien verheiratet; vorehelicher Geschlechtsverkehr war noch immer tabuisiert. Erst nach und nach änderte sich das. In zahlreichen nichtwestlichen Gesellschaften herrscht heute noch das kollektive Modell der Partnerwahl vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;shorter1977&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die freie Wahl des Ehepartners gehört zu den [[Menschenrechte]]n. Artikel 16 der [[Allgemeine Erklärung der Menschenrechte|Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte]] beinhaltet u.&amp;amp;nbsp;a. das Recht heiratsfähiger Männer und Frauen auf Eheschließung und Familiengründung und das Erfordernis der freien und uneingeschränkter Willenseinigung der künftigen Ehegatten für eine Eheschließung.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.admin.ch/ch/d/sr/0_103_2/index.html Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte, abgeschlossen in New York am 16. Dezember 1966] (Übersetzung) admin.ch&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnliches ist auch in Artikel 23 des [[UN-Zivilpakt]]es geregelt (siehe hierzu auch: [[Schutz von Ehe und Familie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Postindustrielle Gesellschaft|Postindustriellen Gesellschaft]] wachsen die Erwartungen an eine Partnerschaft weiter an, und die Wertschätzung der persönlichen Bindung steigert sich weiter. Ausdruck findet dieser hohe Anspruchsdruck im idealistischen AMEFI-Konzept (&amp;#039;&amp;#039;Alles Mit Einem Für Immer&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/partnerschaft/beziehung/wuensche-der-deutschen-zum-valentinstag-liebe-ist-alles-mit-einem-fuer-immer-zu-teilen_id_4463727.html |titel=Liebe ist … alles mit einem für immer zu teilen |abruf=2022-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/gesundheit/sex/sexualforschung-die-geheimnisse-langer-gluecklicher-beziehungen-a-835944-3.html Das ganz normale Traumpaar.] [[Spiegel Online]], 6. Juni 2012; abgerufen am 9. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fuersie.de/psychologie/partnerschaft/artikel/nimm-die-liebe-die-du-hast Zufriedene lange Liebe.] [[Für Sie]]; abgerufen am 9. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/vermischtes/article13774667/Warum-treu-sein-wenn-es-doch-Polyamorie-gibt.html &amp;#039;&amp;#039;Warum treu sein, wenn es doch Polyamorie gibt&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Welt|Welt Online]], 19. Dezember 2011; abgerufen am 9. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ultraorthodoxes Judentum ===&lt;br /&gt;
Im [[Ultraorthodoxes Judentum|ultraorthodoxen Judentum]], wie es heute etwa in Israel und in den Vereinigten Staaten verbreitet ist, suchen in vielen Fällen noch heute die Eltern, eventuell unterstützt durch einen professionellen [[Heiratsvermittlung|Heiratsvermittler]] (&amp;#039;&amp;#039;Schadchen&amp;#039;&amp;#039;), die Ehepartner für ihre Kinder aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.religionen-entdecken.de/lexikon/s/sexualitaet-im-judentum |titel=Sexualität im Judentum - in der Ehe erwünscht |abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/partnerschaft-und-liebe-im-judentum-verkuppelt-verlobt-100.html |titel=Partnerschaft und Liebe im Judentum. Verkuppelt, verlobt, verheiratet |abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://medium.com/@beatriceweberwriter/my-dowry-and-its-impact-on-my-hasidic-marriage-aa8b297ca76a |titel=My Dowry and Hasidic Marriage |abruf=2023-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer israelischen Studie aus dem Jahre 2013 wurde aufgewiesen, dass die Eltern die Verbindung ihrer Kinder primär als die Verbindung zweier Familien sehen und der Frage, ob die beiden Partner zueinander passen, vergleichsweise wenig Bedeutung einräumen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sima Zalcberg Block |Titel=„The Art of the Deal“. Preferenes in Spouse Selection among Parents in a Hasicid Community |Sammelwerk=Israel Studies Review |Band=28 |Nummer=2 |Datum=2013 |Seiten=61–82 |JSTOR=43771863}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesellschaftliche Normen ==&lt;br /&gt;
Wie alle Gesichtspunkte der Sexualität unterliegt auch die Partnerwahl gesellschaftlichen Normen. In Abhängigkeit von der jeweiligen Kultur kann die Freiheit der Partnerwahl beispielsweise durch [[Inzest]]verbote, durch Heterogamieverbote (z.&amp;amp;nbsp;B. Verbot von Sexualkontakten und Ehen zwischen unterschiedlichen Ethnien oder Religionen) oder durch Ächtung gleichgeschlechtlicher Sexualkontakte oder Partnerschaften einschränkt werden. In einigen [[Bundesstaat (Vereinigte Staaten)|Bundesstaaten]] der [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] z.&amp;amp;nbsp;B. waren noch bis 1967 sogenannte „gemischtrassige“ Ehen zwischen weißen und nicht-weißen Partnern verboten (vgl. [[Loving v. Virginia]]). Das erste Land weltweit, das die [[gleichgeschlechtliche Ehe]] ermöglicht hat, waren 2001 die [[Niederlande]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sexualkontakte von Erwachsenen mit Kindern oder Jugendlichen bilden in vielen Kulturen Straftatbestände. Siehe [[sexueller Missbrauch von Kindern]] und [[sexueller Missbrauch von Jugendlichen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Beispiel: Inzestverbot&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Inzest}}&lt;br /&gt;
Zu den weltweit bis in die Gegenwart am weitesten verbreiteten Normen rund um Sexualität und Partnerschaft zählt die Ächtung von [[Inzest]]. In vielen Ländern sind sexuelle Handlungen zwischen nahen Verwandten auch dann strafbar, wenn diese einvernehmlich geschehen und die Beteiligten erwachsen sind. Dies gilt etwa für die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] (alle [[Bundesstaat (Vereinigte Staaten)|Bundesstaaten]] außer [[Rhode Island]]), [[Indonesien]], [[Pakistan]], [[Nigeria]] und [[Bangladesch]]; in Europa gilt es u.&amp;amp;nbsp;a. für das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]], [[Polen]], [[Schweden]], [[Rumänien]], [[Tschechien]], [[Norwegen]], [[Dänemark]] und [[Finnland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;wpr&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://worldpopulationreview.com/country-rankings/countries-where-incest-is-legal |titel=Countries Where Incest Is Legal 2024 |abruf=2024-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Deutschland]], [[Österreich]] und der [[Schweiz]] sind inzestuöse sexuelle Handlungen nur im Falle von Vaginalverkehr strafbar; argumentiert wird hier mit dem Risiko genetischer Schädigung des eventuellen Nachwuchses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://taz.de/Urteil-des-Europaeischen-Gerichtshofes/!5096300/ |titel=Auch einvernehmlicher Inzest strafbar |abruf=2024-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer Reihe von Ländern (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bulgarien]] und die amerikanischen Bundesstaaten [[Texas]], [[Oklahoma]], [[Nevada]], [[North Dakota]] und [[South Dakota]]) sind auch sexuelle Beziehungen zwischen Vettern und Cousinen ersten Grades strafbar. In [[Saudi-Arabien]] dagegen beträgt der Anteil der Personen, die einen Vetter oder eine Cousine ersten oder zweiten Grades heiraten, sogar mehr als 70 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://encyclopedia.pub/entry/28985 |titel=Cousin Marriage |abruf=2024-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die größten Länder, die keinen Inzest-Straftatbestand kennen, sind [[Indien]], die [[Volksrepublik China]], [[Brasilien]], [[Russland]] und [[Mexiko]]; in Europa wird Inzest u.&amp;amp;nbsp;a. in [[Frankreich]], [[Spanien]], [[Italien]] und den [[Niederlande]]n geduldet. Jedoch gibt es derzeit kein Land auf der Erde, in dem Vollgeschwister oder direkt voneinander abstammende Personen einander heiraten können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wpr&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[genetisches Matching]] (Auswahl eines Partners auf Grund genetischer Variablen)&lt;br /&gt;
* [[Amatonormativität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-10-033630-5}}&lt;br /&gt;
* Peter Borscheid: {{BibISBN|3-88547-275-9|Kapitel=Geld und Liebe. Zu den Auswirkungen des Romantischen auf die Partnerwahl im 19. Jahrhundert|Seite=112–134}}&lt;br /&gt;
* {{BibDOI|10.1037/0033-295X.100.2.204}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|0-89859-804-4}}&lt;br /&gt;
* {{BibDOI|10.1177/0146167291173011}}&lt;br /&gt;
* [[Alice H. Eagly]], Wendy Wood, Amanda B. Diekman: {{BibISBN|0-585-30065-8|Kapitel=Social role theory of sex differences and similarities: A current appraisal|Seite=123–174}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-540-60548-7}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-89325-832-9}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3-462-03011-6}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Albert Wellek]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Psychologie&lt;br /&gt;
   |Reihe=Dalp-Taschenbücher&lt;br /&gt;
   |BandReihe=372&lt;br /&gt;
   |Verlag=Francke&lt;br /&gt;
   |Ort=Bern&lt;br /&gt;
   |Datum=1963&lt;br /&gt;
   |ZDB=841724-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=[[Florian Rötzer]]&lt;br /&gt;
   |url=https://www.heise.de/tp/features/Partnerwahl-im-Zeitalter-der-Online-Kontaktboersen-3362162.html&lt;br /&gt;
   |titel=Partnerwahl im Zeitalter der Online-Kontaktbörsen&lt;br /&gt;
   |werk=[[heise online]]&lt;br /&gt;
   |datum=2013-10-22&lt;br /&gt;
   |abruf=2020-07-25&lt;br /&gt;
   |abruf-verborgen=1&lt;br /&gt;
   |kommentar=Dating-Websites werden immer beliebter; wird die sexuelle Selektion rational?}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle |url=https://www.zeit.de/2024/13/dating-geld-sugardating-feminismus-kapitalismus-liebe |autor=Berit Dießelkämper |titel=Himmel, was ist Sugardating? |werk=[[Die Zeit]] Nr. 13/2024 |datum=2024-03-23 |abruf=2024-03-25 |kommentar=Über aktuelle Trends der Partnerwahl in westlichen Kulturen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4044795-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;JKS</name></author>
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