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	<title>Partiturbuch Ludwig - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Partiturbuch_Ludwig&amp;diff=2851415&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: BKL aufgelöst; form</title>
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		<updated>2024-06-23T09:13:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKL aufgelöst; form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Deckblatt Partiturbuch Ludwig.jpg|mini|Das Deckblatt des Partiturbuch Ludwig]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Partiturbuch Ludwig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Sammlung von 114 Instrumentalstücken des 17. Jahrhunderts, die der [[Gotha]]er Musiker und Schreiber Jakob Ludwig (1623–1698, auch Jacobo Ludovico) seinem früheren Arbeitgeber [[August II. (Braunschweig-Wolfenbüttel)|Herzog August II. von Braunschweig-Wolfenbüttel]] zu dessen 83. Geburtstag am 10. April 1662 überreichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergründe und Entstehung ==&lt;br /&gt;
Herzog August II. (1579–1666) war zeit seines Lebens ein ausgesprochener Kunstliebhaber und gilt als einer der gelehrtesten Fürsten seiner Zeit. Sein besonderes Interesse galt Handschriften und Büchern, was seine ausgeprägte Sammeltätigkeit erklärt. Durch sie entstand die damals größte Bibliothek Europas, die [[Herzog August Bibliothek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für diese Bibliothek war das Manuskript des Partiturbuchs ursprünglich auch gedacht, wie die kunstvolle, fast [[Kalligrafie|kalligrafische]] Gestaltung desselben unterstreicht. Es war für die Musikpraxis unbrauchbar, hatte von Anfang an einen Kunstbuch-Charakter und war als Sammlerobjekt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht bekannt, über welchen Zeitraum Jakob Ludwig die Sammlung angelegt hat, auch nicht, welche Quellen er benutzt hat. In Frage kommen unter anderem die benachbarten Fürstenhöfe [[Eisenach]], [[Weimar]] und [[Arnstadt]]. Sicher ist hingegen, wie die Verbindung zwischen Jakob Ludwig und seinem Fürsten zustande kam: Von 1647 bis 1652 war er als [[Tenor (Stimmlage)|Tenor]] in den Diensten des Herzogs angestellt. Möglicherweise wurde er von der musikalischen Gemahlin der Fürstin, [[Sophie Elisabeth von Mecklenburg|Fürstin Sophie Elisabeth]] zu der Sammlung beauftragt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diglib.hab.de/mss/34-7-aug-2f/start.htm?image=00005 Siehe die Widmung auf dem Deckblatt des Partiturbuch Ludwig in der Wolfenbütteler Digitalen Bibliothek]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt und Aufbau ==&lt;br /&gt;
Die 114 Kompositionen des Partiturbuchs können in zwei Teile aufgeteilt werden: 108 nach Anzahl der beteiligten Instrumente (1–8) geordnete Musikstücke und sechs eher lose angehängte [[Triosonate]]n. Abgeschlossen wird das Manuskript durch ein gut dreiseitiges „Register derer so in diesem Partitur Buc[h]s zufinden[den]“ Stücke.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diglib.hab.de/mss/34-7-aug-2f/start.htm?image=00278 Siehe Register des Partiturbuch Ludwig in der Wolfenbütteler Digitalen Bibliothek]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Teil beginnt mit [[Violinsonate|Violin-Solo-Sonaten]] und endet mit einer achtstimmigen [[Sonate|Sonata]]. Das Deckblatt des Codex nennt als entsprechenden Inhalt „Sonaten, [[Kanzone (Musik)|Canzonen]], [[Arie]]n, [[Allemande|Allemand[en]]], [[Courante|Cour[anten]]], [[Sarabande|Sarab[anden]]], [[Gigue|Chiquen]] etc. Mitt. 1.2.3.4.5.6.7.8. Instrumenten“.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diglib.hab.de/mss/34-7-aug-2f/start.htm?image=00005 Zum Deckblatt des Partiturbuch Ludwig in der Wolfenbütteler Digitalen Bibliothek]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Register Partiturbuch Ludwig.jpg|mini|Die erste Seite des Registers des Partiturbuch Ludwig]]&lt;br /&gt;
Mit mindestens 17 Werken ist [[Antonio Bertali]] der im Partiturbuch am häufigsten vorkommende Komponist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=t8p9rolham8 z.&amp;amp;nbsp;B. mit seiner recht verbreiteten Ciacconna (Youtube-Video mit Veronika Skuplik und dem Ensemble L’Arpeggiata)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben Musik von [[Johann Heinrich Schmelzer]] sind auch Kompositionen weniger bekannter Komponisten aus Thüringen und Sachsen vertreten, etwa von [[Johann Michael Nicolai]] oder Clementis, bei dem es sich um den aus Dresden stammenden [[Clemens Thieme (Komponist)|Clemens Thieme]] (1631–1668) handeln könnte. Weitere Kompositionen stammen unter anderem von dem als Kirchenlied-Komponist bekannten [[Adam Drese]], von [[Samuel Capricornus]] und [[Nathanael Schnittelbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Kompositionen des ersten Teils finden sich unter den Nummern 92&amp;lt;ref&amp;gt;[http://diglib.hab.de/mss/34-7-aug-2f/start.htm?image=00192 Siehe Seite 186 des Partiturbuch Ludwig in der Wolfenbütteler Digitalen Bibliothek]&amp;lt;/ref&amp;gt; und 93&amp;lt;ref&amp;gt; [http://diglib.hab.de/mss/34-7-aug-2f/start.htm?image=00194 Siehe Seite 188 des Partiturbuch Ludwig in der Wolfenbütteler Digitalen Bibliothek]&amp;lt;/ref&amp;gt; auch zwei Werke von [[Heinrich Bach (Organist)|Heinrich Bach]] (1615–1692), ein Vorfahre von [[Maria Barbara Bach]], der ersten Frau [[Johann Sebastian Bach]]s. Durch einen im Bachjahr 1995 erschienenen Aufsatz von [[Ulrich Konrad]], der diese Instrumentalstücke behandelt, stieß das Partiturbuch Ludwig überhaupt wieder auf Interesse der Musikpraxis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite Teil besteht maßgeblich aus Triosonaten des weimar-eisenachischen Organisten [[Andreas Oswald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Lange Zeit galt die Instrumentalmusik des 17. Jahrhunderts nördlich der Alpen durch hauptsächlich drei Quellen ausreichend repräsentiert: die umfangreiche [[Dübensammlung]], die Sammlung Kromeriz sowie der von [[Franz Rost (Kopist)|Franz Rost]] zusammengetragene Codex Rost. Das Partiturbuch Ludwig liefert indes einen ebenso bedeutenden, weil eigenständigen Beitrag. Schließlich ist seine Schnittmenge mit den anderen drei Quellen äußerst gering. Es ist für einige Werke die einzige Quelle, beispielsweise für die doppelchörig angelegte Sonata Tubicinum von Johann Heinrich Schmelzer. Dasselbe gilt für die Instrumentalkompositionen [[Christoph Bernhard (Komponist)|Christoph Bernhards]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Partiturbuch bietet einen breit aufgestellten Überblick über die maßgeblich deutsche Instrumentalmusik aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Die beteiligten Komponisten wirkten unter anderem in Weimar (Adam Drese), [[Stuttgart]] (Johann Michael Nicolai, Samuel Capricornus) und [[Lübeck]] (Nathanael Schnittelbach), aber auch in [[Wien]] (Antonio Bertali, Johann Heinrich Schmelzer). Darüber hinaus belegt es die schnelle Verbreitung einzelner Musikstücke wie der Sonata Concertata von [[Dario Castello]], aber auch die eigenständig deutsche Rezeption der Violinkunst der [[Claudio Monteverdi|Monteverdi-Schule]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hab.de/de/home/bibliothek/bestaende/sondersammlungen/musiksammlung.html Die Musiksammlung der Herzog August Bibliothek]&lt;br /&gt;
* Michael Fuerst: &amp;#039;&amp;#039;[https://vdgs.org.uk/journal/Vol-04.pdf The Partiturbuch Ludwig: An Introduction and Thematic Catalogue]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Viola da Gamba Society Journal.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 4, 2010, S. 74–102 (PDF-Datei; 6,9 MB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barock (Musik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift der Herzog August Bibliothek (Wolfenbüttel)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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