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	<title>Partita - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T05:45:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Partita&amp;diff=150854&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AX29: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2024-03-24T09:12:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Partita&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von italienisch &amp;#039;&amp;#039;partire&amp;#039;&amp;#039; = teilen, zerteilen, abteilen) wird in der Musik einerseits eine Folge von [[Instrumentalmusik|instrumentalen]] [[Satz (Musikstück)|Tanzsätzen]] bezeichnet, wobei &amp;#039;&amp;#039;Partita&amp;#039;&amp;#039; hier einen Alternativbegriff zur barocken [[Suite (Musik)|Suite]] darstellt. Andererseits meint &amp;#039;&amp;#039;Partita&amp;#039;&amp;#039; in der Musik auch eine Folge von [[Variation (Musik)|Variationen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Variationssatz ==&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 16. Jahrhunderts sowie im 17. Jahrhundert zielte der Begriff zunächst auf das Gestaltungsprinzip der variierenden Wiederholung, bei welcher eine [[Melodie]] oder eine [[Basslinie]] mehrmals wiederholt wird, dabei jedoch auf verschiedenste Arten verändert und variiert wird. &amp;#039;&amp;#039;Partita&amp;#039;&amp;#039; meinte in diesem Zusammenhang primär einen einzelnen Variationssatz als Formteil des Werkganzen, gelegentlich aber auch die gesamte Variationenreihe, also das Werk an sich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MGG2 |Verfasser=Thomas Schipperges |Lemma=Partita, Partita als Gestaltungsprinzip der Variation im 17. Jahrhundert |Band=S7 |SpalteVon= |SpalteBis= |ID=mgg15880}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sehr frühe Verwendung des Begriffs findet sich beispielsweise in [[Vincenzo Galilei|Vincenzo Galileis]] &amp;#039;&amp;#039;Libro d’intavolatura di liuto&amp;#039;&amp;#039; von 1584, wo er von einer &amp;#039;&amp;#039;Romanesca undecima con cento parti&amp;#039;&amp;#039;, oder vom &amp;#039;&amp;#039;passamezzo sesto con parti&amp;#039;&amp;#039; spricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{IMSLP2|id=Libro_d&amp;#039;intavolatura_di_liuto_(Galilei%2C_Vincenzo)|cname=Libro d&amp;#039;intavolatura di liuto (Galilei, Vincenzo), S. 72 und S. 236}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Parti&amp;#039;&amp;#039; sind hier verzierte Folgen einer zuvor präsentierten kurzen Melodie, also variierte Teile einer Gesamtkomposition. Die Partita, welche zunächst häufig für Zupf- oder [[Tasteninstrument|Tasteninstrumente]] komponiert wurde, steht somit in engem Zusammenhang mit [[Ostinato]]-Variationen wie der &amp;#039;&amp;#039;[[Folia]]&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Romanesca&amp;#039;&amp;#039; oder der &amp;#039;&amp;#039;[[Chaconne]]&amp;#039;&amp;#039;, bei welchen stets eine Basslinie die Grundlage der Variation darstellt. Soll hingegen eine Melodie die Vorlage für die Variationspartiten bilden, so dienten im 17. Jahrhundert meist volkstümliche Melodien diesem Zweck. Beispiele hierfür sind [[Girolamo Frescobaldi|Girolamo Frescobaldis]] &amp;#039;&amp;#039;Partite 8 sopra l’Aria di Ruggiero,&amp;#039;&amp;#039; seine &amp;#039;&amp;#039;Partite 6 sopra l’aria di Monicha,&amp;#039;&amp;#039; oder [[Johann Jakob Froberger]] &amp;#039;&amp;#039;Partita auff die Mayerin.&amp;#039;&amp;#039; Variations-Kompositionen, die den Namen &amp;#039;&amp;#039;Partita&amp;#039;&amp;#039; nicht im Titel tragen, enthalten diese Bezeichnung dafür gelegentlich im Werk selbst als Synonym für „Variation“, so zum Beispiel in Frescobaldis &amp;#039;&amp;#039;Aria detta la Frescobalda&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frescobaldi-Libro2&amp;quot;&amp;gt;{{IMSLP2 |id=Toccate_e_partite_d%27intavolatura,_Libro_2_(Frescobaldi,_Girolamo) |cname=Frescobaldi, Girolamo: Toccate e partite d&amp;#039;intavolatura, Libro 2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts ergänzte dann das deutsche Kirchenlied die Tänze und Liedmelodien als Grundlage solcher Partiten, wodurch sich eine neue Art der Partita herausbildete: die &amp;#039;&amp;#039;Choralpartita&amp;#039;&amp;#039;, bei welcher dem [[Choral|Choralthema]] [[Figuration (Musik)|figurierte]] [[Variation (Musik)|Variationen]] folgen. Sie wird zum prominentesten Vertreter der Variations-Partita schlechthin. Bedeutende Komponisten schufen Stücke dieser Art, so etwa [[Johann Pachelbel]] (Choralpartita &amp;#039;&amp;#039;Was Gott tut, das ist wohlgetan,&amp;#039;&amp;#039; P 379) oder [[Johann Sebastian Bach]] (Choralvariationen &amp;#039;&amp;#039;Christ, der du bist der helle Tag&amp;#039;&amp;#039;, BWV 766, &amp;#039;&amp;#039;Ach, was soll ich Sünder machen&amp;#039;&amp;#039;, BWV 770).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Folge von Tanzsätzen ==&lt;br /&gt;
Da sich Melodie-Variationen zunehmend den gängigen Tanzsatz-Typen wie der [[Allemande]], [[Courante]], [[Sarabande]] etc. anglichen, da sich also die Elemente der Variation an den musikalischen Charakteristiken der beliebten Tanzsätze orientierten, erlangte der Begriff der &amp;#039;&amp;#039;Partita&amp;#039;&amp;#039; eine neue, zusätzliche Bedeutung. Nicht länger meinte er die beliebige einzelne Variation in einem Gesamtwerk, sondern vielmehr das Gesamtwerk selbst, welches aus tanzsatz-artigen Einzelsätzen bestand. Schon Frescobaldi orientierte einige seiner Variationen an geläufigen Tanzcharakteren, wie etwa die &amp;#039;&amp;#039;Terza Parte: Gagliarda&amp;#039;&amp;#039; und die &amp;#039;&amp;#039;Quinte Parte: Corrente&amp;#039;&amp;#039; in seiner &amp;#039;&amp;#039;Aria detta la Frescobalda&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Frescobaldi-Libro2&amp;quot; /&amp;gt;[[Datei:Frescobaldi-aria-frescobalda.jpg |mini|Aria frescobalda]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit kam der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Partita&amp;#039;&amp;#039; jenem der [[Suite (Musik)|Suite]] gleich, der ebenfalls ein Sammelbegriff für die Folge verschiedener Tanzsätze darstellte. In diesem Sinne sind Partiten mitunter nichts anderes als [[Suite (Musik)#Barock|Suiten]]. Der Suiten-Begriff stammt dabei aus der französischen Musik, wohingegen der Partita-Begriff italienischen Ursprungs ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Altmann 2001, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Johann Sebastian Bach benutze den Partita-Begriff ausgiebig im Sinne der Suite. Seine [[Clavierübung]] und seine [[Sonaten und Partiten für Violine solo|Partiten für Violine solo]] zeugen von diesem Begriffsverständnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Thomas Schipperges: &amp;#039;&amp;#039;Partita.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Hans Heinrich Eggebrecht]], [[Albrecht Riethmüller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch der musikalischen Terminologie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5: &amp;#039;&amp;#039;P – Se&amp;#039;&amp;#039;. Steiner, Stuttgart, Lieferung 21, 1992; [http://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00070513/image_25 digitale-sammlungen.de].&lt;br /&gt;
* {{MGG2 |Verfasser=Thomas Schipperges |Lemma=Partita |Band=S7 |SpalteVon= |SpalteBis= |ID=mgg15880}}&lt;br /&gt;
* Günter Altmann: &amp;#039;&amp;#039;Musikalische Formenlehre&amp;#039;&amp;#039;. Überarbeitete Neuauflage. Schott, Mainz 2001, ISBN 3-7957-0359-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4289318-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikalische Gattung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AX29</name></author>
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