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	<title>Partido Socialista - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Politische Partei&lt;br /&gt;
| Parteilogo = Letras PS (Portugal).png&lt;br /&gt;
| Staat = PRT&lt;br /&gt;
| Bild1 = [[Datei:José Luis Carneiro (cropped).jpg|180px]]&lt;br /&gt;
| Parteivorsitzender = [[Carlos César]]&lt;br /&gt;
| Generalsekretär = [[José Luís Carneiro]]&lt;br /&gt;
| Stellvertretender Vorsitzender = &lt;br /&gt;
| Ausrichtung = [[Sozialdemokratie]], [[Demokratischer Sozialismus]], [[Dritter Weg]]&lt;br /&gt;
| Landesschatzmeister = &lt;br /&gt;
| Ehrenvorsitzender = &lt;br /&gt;
| Gründung = 19. April 1973&lt;br /&gt;
| Hervorgegangen = Acção Socialista Portuguesa (ASP)&lt;br /&gt;
| Gründungsort = [[Bad Münstereifel]]&lt;br /&gt;
| Hauptsitz = [[Lissabon]], [[Largo do Rato]]&lt;br /&gt;
| Farben = rosa, rot&lt;br /&gt;
| Sitze1 = 58&lt;br /&gt;
| Klärung1 = [[Parlamentswahl in Portugal 2025|Wahl 2025]]&lt;br /&gt;
| Zuschüsse = &lt;br /&gt;
| Mitglieder = 77.000&lt;br /&gt;
| Mindestalter = &lt;br /&gt;
| Durchschnittsalter = &lt;br /&gt;
| Frauenanteil = &lt;br /&gt;
| EP-Sitze = 8&lt;br /&gt;
| International = [[Sozialistische Internationale]], [[Progressive Allianz]]&lt;br /&gt;
| Europapartei = [[Sozialdemokratische Partei Europas]]&lt;br /&gt;
| EP-Fraktion = [[Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament|S&amp;amp;D]]&lt;br /&gt;
| Website = [https://ps.pt/ www.ps.pt]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Partido Socialista&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|pɐɾ&amp;#039;tidu susjɐ&amp;#039;liʃtɐ}}] {{Audio|Pt-pt-Partido Socialista.ogg|&amp;#039;&amp;#039;anhören&amp;#039;&amp;#039;}}, abgekürzt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PS,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zu Deutsch &amp;#039;&amp;#039;Sozialistische Partei,&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[sozialdemokratisch]]e [[Partei]] und, neben dem konservativ-liberalen [[Partido Social Democrata|PSD]], eine der beiden [[Volkspartei (Parteityp)|Volkspartei]]en in [[Portugal]]. Der PS wurde am 19. April 1973, unterstützt von den deutschen Sozialdemokraten, im deutschen [[Bad Münstereifel]] von Mitgliedern der portugiesischen sozialistischen Bewegung ([[Portugiesische Sprache|portugiesisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Acção Socialista Portuguesa&amp;#039;&amp;#039;) gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der PS ist Mitglied der [[Sozialistische Internationale|Sozialistischen Internationale]] und der [[Sozialdemokratische Partei Europas|Sozialdemokratischen Partei Europas]]. Als Jugendorganisation der Partei agiert die Sozialistische Jugend JS &amp;#039;&amp;#039;(Juventude Socialista).&amp;#039;&amp;#039; Als Presseorgane des PS erscheinen &amp;#039;&amp;#039;Portugal Socialista&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Acção Socialista.&amp;#039;&amp;#039; Die Stiftung &amp;#039;&amp;#039;Fundação Mário Soares&amp;#039;&amp;#039; ist ebenfalls dem PS zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der PS hat in eine ganze Reihe von Vorläuferorganisationen. Als älteste sozialistische Parteigründung Portugals gilt die 1875 von Azedo Gneco, Antero de Quental, José Fontana und anderen ins Leben gerufene Portugiesische Sozialistische Partei ([[Partido Socialista Português]]). Nach dem Verbot aller politischen Parteien 1926 durch putschende Militärs unter [[Manuel de Oliveira Gomes da Costa]] zerfiel unter den einsetzenden Verfolgungen auch die Organisationen der sozialistischen Bewegung. In Opposition zum [[Estado Novo (Portugal)|Estado Novo]] entstanden aber immer wieder kurzlebige illegale sozialistische Gruppen und Organisationen – so die Sozialistische Aktion (&amp;#039;&amp;#039;Acção Socialista&amp;#039;&amp;#039;, 1942–1944), die Unabhängige Sozialistische Partei (&amp;#039;&amp;#039;Partido Socialista Independente&amp;#039;&amp;#039;, 1944), die Sozialistische Union (&amp;#039;&amp;#039;União Socialista&amp;#039;&amp;#039;, 1944–1950), die Partei der Werktätigen (&amp;#039;&amp;#039;Partido Trabalhista&amp;#039;&amp;#039;, 1947), die Sozialistische Front (&amp;#039;&amp;#039;Frente Socialista&amp;#039;&amp;#039;, 1950–1954) und weitere Parteien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neugründung der Sozialistischen Partei 1973 ===&lt;br /&gt;
Als eine wichtige Gruppierung für die spätere Gründung des PS sollte sich die im November 1964 in Genf u. a. von den [[António de Oliveira Salazar|Salazar]]gegnern [[Mário Soares]], Manuel Tito de Morais, Tierno Galvan und Francisco Ramos da Costa gegründete Portugiesische Sozialistische Aktion ASP (&amp;#039;&amp;#039;Acção Socialista Portuguesa&amp;#039;&amp;#039;) erweisen. Die ASP baute ein illegales Kontaktnetz in Portugal auf, entwickelte Verbindungen zu internationalen sozialistischen Parteien und Organisationen, gab seit Mai 1967 eine eigene Zeitschrift, &amp;#039;&amp;#039;Portugal Socialista&amp;#039;&amp;#039;, heraus und wurde 1972 Mitglied der [[Sozialistische Internationale|Sozialistischen Internationale (SI)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der ASP heraus wurde dann am 19. April 1973 mit Unterstützung der Sozialistischen Internationale und besonders der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei Deutschlands]] (SPD) sowie der SPD-nahen [[Friedrich-Ebert-Stiftung]] im Weinhaus &amp;#039;&amp;#039;„An der Rauschen“&amp;#039;&amp;#039; im deutschen Bad Münstereifel die Sozialistische Partei Portugals gegründet. Zu ihrem unumstrittenen Führer wurde [[Mário Soares]]. Auch nach der Gründung wurde die Partei mit finanziellen Mitteln in Millionenhöhe durch die SPD unterstützt, insbesondere für Parteiaufbau, Funktionärsschulung und für Wahlkämpfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Hinweis in: Vorwärts 4/2013, S. 25 (Historie)&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem half [[Willy Brandt]] Mário Soares durch gemeinsame internationale Auftritte, an Ansehen zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nelkenrevolution und Demokratisierung der portugiesischen Gesellschaft ===&lt;br /&gt;
1974 wurde durch einen Militärputsch von in der [[Movimento das Forças Armadas|MFA]] zusammengeschlossenen Militärs das autoritäre [[Marcelo Caetano|Caetano-Regime]] durch die [[Nelkenrevolution]] gestürzt. Der radikal-revolutionäre Bruch mit dem diktatorischen Ständestaat&amp;lt;ref&amp;gt;W. L. Bernecker und K. Herbers, Geschichte Portugals, S. 296.&amp;lt;/ref&amp;gt; führte zu einer Reihe wichtiger sozialer Veränderungen durch die sich radikalisierenden linken Militärs (Agrarreform, Verstaatlichung der Banken und von Unternehmen der Schlüsselindustrien, Entlassung der portugiesischen Kolonien in die Unabhängigkeit u.&amp;amp;nbsp;a.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Revolution hatten im Prinzip (illegal und regional) nur zwei größere Oppositionsparteien bestanden: die [[Partido Comunista Português|Kommunistische Partei Portugals]] (PCP) und die Sozialistische Partei.&amp;lt;ref&amp;gt;W. L. Bernecker und K. Herbers, Geschichte Portugals, S. 297.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sozialisten waren daher nach der Nelkenrevolution außer in der nur etwas mehr als einen Monat existierenden V. Provisorischen Regierung in allen Regierungen bis zur Wahl der Verfassungsgebenden Versammlung 1975 vertreten. Bei diesen Wahlen wurde die Partei mit 37,9 % der Stimmen stärkste politische Kraft in Portugal. Wichtigste Vertreter des PS in der Zeit der sechs Provisorischen Regierungen waren ihr Generalsekretär Mário Soares und u.&amp;amp;nbsp;a. der 1993 verstorbene Francisco Salgado Zenha.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im April 1976 verabschiedete neue Verfassung des Landes war eine Verfassung der Linken, zu der auch die Sozialistische Partei gehörte. Die Verfassung definierte Portugal als „demokratischen Staat auf der Grundlage der Volksherrschaft“ und hatte als Staatsziel „den Übergang zum Sozialismus zu gewährleisten.“&amp;lt;ref&amp;gt;so zitiert bei W. L. Bernecker und K. Herbers, Geschichte Portugals, S. 296.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Verabschiedung der neuen Verfassung wurden am 25. April 1976 [[Parlamentswahl in Portugal 1976|Parlamentswahlen]] zur Assembleia da República Portuguesa durchgeführt. Die Sozialisten setzten sich mit 34,9 % der abgegebenen Stimmen durch. Soares wurde Premierminister von Portugal. Er führte seine Minderheitsregierung bis 1978, als er seine Regierung um das rechtskonservative [[Centro Democrático e Social – Partido Popular|Demokratische und Soziale Zentrum]] (CDS) erweiterte, mit dem er acht weitere Monate lang regierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sozialistische Partei musste sich entscheiden. Die portugiesische Linke konnte eine parlamentarische Demokratie oder einen „revolutionären“ Übergang haben, aber nicht beides.&amp;lt;ref&amp;gt;T. Judt, Geschichte Europas, S. 585.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Partei spielte eine entscheidende Rolle bei der allmählichen Festigung demokratischer Verhältnisse und der Durchsetzung marktwirtschaftlicher Strukturen. In dieser Zeit gelang es dem PS, sich aus einer [[Kaderpartei]] zu einer [[Volkspartei (Parteityp)|Volkspartei]] zu entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 2. bis 4. März 1979 fand der III. Parteitag der PS im Lissabonner Sportpalast statt. Mário Soares wurde als Generalsekretär wiedergewählt und das Dokument „Zehn Jahre, um Portugal zu verändern – PS-Programm für die 80er Jahre“ wurde angenommen.&lt;br /&gt;
Bei den [[Parlamentswahl in Portugal 1979|Parlamentswahlen am 2. Dezember 1979]] setzte sich die Demokratischen Allianz (AD) durch, eine politische Koalition aus drei Mitte-Rechts-Parteien. Bei diesen Wahlen erzielten die Sozialisten nur noch 27,3 % der Stimmen und gingen in die Opposition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1983 bildeten die beiden stärksten portugiesischen Parteien, PS und [[Partido Social Democrata|PSD/PPD]], eine große Koalitionsregierung, den sogenannten „Zentralen Block“, der 1985 wieder zerfiel. Mit 20,8 % der Stimmen bei den Parlamentswahlen 1985 erzielte die Sozialistische Partei das niedrigste Ergebnis seit ihrer Gründung. Mário Soares trat von seinem Amt als Generalsekretär zurück und wurde auf dem 6. Parteitag im Juni 1986 durch [[Vítor Constâncio]] ersetzt. Danach übernahmen die Sozialisten für 10 Jahre die führende Rolle in der Opposition in Portugal. In dieser Zeit verfügte der PSD/PPD acht Jahre lang über eine absolute Mehrheit im Parlament.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1986 wurde Soares jedoch im zweiten Wahlgang zum Präsidenten der Republik gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1989 trat [[Jorge Sampaio]] die Nachfolge von Constâncio als Generalsekretär an, konnte die Sozialisten jedoch bei den [[Parlamentswahl in Portugal 1991|Parlamentswahlen 1991]] nicht wieder an die Macht bringen. Er wurde 1992 von [[António Guterres]] als Generalsekretär abgelöst. Bei den Präsidentenwahlen im Januar 1991 wurde Mário Soares im ersten Wahlgang mit 70,3 % der Stimmen erneut zum portugiesischen Präsident gewählt.&lt;br /&gt;
Bei den [[Parlamentswahl in Portugal 1995|Parlamentswahlen 1995]] gewannen die von Guterres geführten Sozialisten zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder eine Parlamentswahl. Bei den [[Parlamentswahl in Portugal 1999|Wahlen 1999]] verfehlte die Partei die absolute Mehrheit um nur ein Abgeordnetenmandat und bildete erneut die Regierung. Auch das Amt des Präsidenten der Republik wurde 1996 mit der Wahl von Jorge Sampaio verteidigt. Bei den [[Parlamentswahl in Portugal 2002|Wahlen im Jahr 2002]], die auf den Rücktritt von António Guterres als Ministerpräsident im Jahr 2001 folgten, siegte dann wieder die Sozialdemokratische Partei, PPD/PSD, die nach den Wahlen eine Koalition mit dem CDS-PP einging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2004 gewann der PS die [[Europawahl in Portugal 2004|Europawahlen 2004]] und einige Wochen später trat [[José Manuel Barroso]], Vorsitzender des PPD/PSD und Premierminister, zurück, um Präsident der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] zu werden. Die damit verbundenen [[Parlamentswahl in Portugal 2005|Neuwahlen im Februar 2005]] führten zu einem erdrutschartigen Sieg der Sozialistischen Partei, die zum ersten Mal seit ihrer Gründung eine absolute Mehrheit errang. José Sócrates, der Generalsekretär des PS, wurde Premierminister von Portugal. Auch die [[Parlamentswahl in Portugal 2009|Parlamentswahlen 2009]] gewannen die Sozialisten erneut, diesmal jedoch ohne absolute Mehrheit.&lt;br /&gt;
Von 2005 bis 2011 war der PS unter Ministerpräsident [[José Sócrates]] alleinige Regierungspartei.&lt;br /&gt;
[[Datei:PS-Montemor-o-Velho.JPG|mini|rechts|Büro des Partido Socialista in Montemor-o-Velho]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sozialistische Partei nach der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2009 ===&lt;br /&gt;
Angesichts der internationalen Wirtschaftskrise sah sich die Regierung von José Sócrates 2010 gezwungen, harte Sparmaßnahmen zu verhängen. Am 23. März 2011 lehnte die gesamte Opposition im Parlament das von der Regierung vorgeschlagene Stabilitäts- und Wachstumsprogramm (PEC)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://visao.sapo.pt/lusa/2010-02-10-oe-2010-socrates-quer-o-maior-consenso-possivel-na-aprovacao-do-programa-de-estabilidade-e-crescimentof547473/ Visão, 10. Februar 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt; ab. Daraufhin trat Sócrates als Ministerpräsident zurück. Am 5. Juni 2011 fanden vorgezogene Neuwahlen statt. Bei den Wahlen erlitt der PS mit 28,1 % der Stimmen einen schweren Rückschlag und lag zehn Punkte hinter dem PSD, der eine weitere Koalitionsregierung mit dem CDS-PP bildete. Nach dem schlechtesten Ergebnis des PS seit 1987 trat Sócrates noch in der Wahlnacht auch als Generalsekretär des PS zurück&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rtp.pt/noticias/politica/jose-socrates-abandona-lideranca-do-ps_n449182/ RTP Notícias, 06. Juni 2011]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2011 wurde [[António José Seguro]] zum neuen Generalsekretär der Partei gewählt. Bei den internen Wahlen erhielt er rund 70 % der Stimmen. Nach dreijähriger Amtszeit und trotz des Wahlsiegs bei den Kommunalwahlen 2013&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.publico.pt/2013/09/30/politica/noticia/seguro-anuncia-maior-vitoria-de-sempre-de-um-partido-nas-autarquicas-1607520/ Público, 30. September 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; und den [[Europawahl in Portugal 2014|Europawahlen 2014]] wurde die Führungsrolle von António José Seguro insbesondere von einem Flügel links der Mitte um [[António Costa (Politiker)|António Costa]] und seinen Anhängern in Frage gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jornaldenegocios.pt/economia/detalhe/seguro-nao-se-demite-mas-abre-possibilidade-de-uma-lideranca-a-dois-no-ps/ Jornal de Negócios, 31. Mai 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt; Seguro rief zu einer innerparteilichen Vorwahl am 28. September 2014 auf, um den Kandidaten der Partei für das Amt des Ministerpräsidenten bei den Parlamentswahlen 2015 zu bestimmen. Costa, bis dahin Bürgermeister von Lissabon, war der große Gewinner der parteiinternen Vorwahlen und erhielt 67,9 % der Stimmen gegenüber den 31,7 % von António José Seguro.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jn.pt/politica/aprovada-a-realizacao-de-eleicoes-primarias-no-ps-a-28-de-setembro-3957251.html?id=3957251/ Jornal de Notícias, 28. September 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Parlamentswahl in Portugal 2015|Parlamentswahlen 2015]] erhielt der PS zwar nur 32 % der Stimmen, trotzdem erreichten die Mitte-Links- und die Linksparteien eine klare Mehrheit im portugiesischen Parlament. Es gelang den Sozialisten mit dem [[Bloco de Esquerda|BE (Linksblock)]] und der gemeinsamen Wahlkoalition aus Kommunisten und Grünen, [[Coligação Democrática Unitária|CDU]] (Einheitliche Demokratische Koalition), eine Vereinbarung zur Unterstützung einer PS-Minderheitsregierung abzuschließen. Der Generalsekretär der zweitstärksten politischen Kraft, António Costa, wurde in Portugal zum Premierminister gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Costa führte eine sehr erfolgreiche erste Amtszeit als Ministerpräsident mit einer wachsenden Wirtschaft, niedriger Arbeitslosigkeit und Defizitkürzungen und begann die Partei wieder stärker in der Mitte zu verankern. Dagegen wendete sich die Parteilinke unter der Führung von Pedro Nuno Santos.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sol.sapo.pt/artigo/614405/pedro-nuno-ganha-batalha-e-antonio-costa-nao-gostou/ SOL, 04. Juli 2018]&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit den Ergebnissen des PS bei den [[Europawahl in Portugal 2019|Europawahlen 2019]] (33,4 % der Stimmen) und den [[Parlamentswahl in Portugal 2019|Parlamentswahlen im Oktober 2019]] (36 % der Stimmen) konnte Costa seine politische Linie jedoch behaupten. Sein zweites Kabinett wurde am 26. Oktober 2019 vereidigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Kommunalwahlen 2021 erlitt die Partei einen Rückschlag. Sie verlor die politische Führung in mehreren Städten, darunter Lissabon, an den PSD. Wachsende Spannungen zwischen den Sozialisten und ihren linken Verbündeten BE und CDU führten zur Ablehnung des Haushalts der Regierung Costa für das Jahr 2022, so dass für Januar 2022 vorgezogene Neuwahlen angesetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://eco.sapo.pt/2021/10/27/e-o-primeiro-chumbo-em-democracia-orcamento-para-2022-nao-passa-na-assembleia-da-republica/ Eco, 27. Oktober 2021]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl Umfragen ein enges Rennen zwischen PS und PSD vorausgesagt hatten, errangen die Sozialisten bei den [[Parlamentswahl in Portugal 2022|Parlamentswahlen im Januar 2022]] mit mehr als 41 % der Stimmen überraschend die absolute Mehrheit der Abgeordnetensitze. Sie belegte in allen Wahlbezirken, außer auf Madeira, den ersten Platz.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rr.sapo.pt/noticia/politica/2022/01/31/ps-vence-pela-primeira-vez-em-todos-os-distritos-do-continente/270517/ Rádio Renascença, 31. Januar 2022]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt von Premierminister Costa wurde die PS bei den [[Parlamentswahl in Portugal 2024|Parlamentswahlen im März 2024]] nur noch zweitstärkste Kraft. Daraufhin wurde [[Luís Montenegro]] (PSD) zum Premierminister ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Programmatik ==&lt;br /&gt;
Auf ihrem VI. Parteitag 1986 in Lissabon nahm die Partei programmatische Orientierungen an, die in ihrer grundsätzlichen Ausrichtung auch heute noch Gültigkeit besitzen. Im ersten Abschnitt der „Grundprinzipien“ wird definiert: „Der PS ist eine politische Organisation der Portugiesen, die im Demokratischen Sozialismus die Lösung der nationalen Probleme und die Antwort auf die sozialpolitischen Erfordernisse unserer Zeit suchen.“ Diese Auffassung wird auf dem XIII. Parteitag im November 2002 bestätigt und durch die „eindeutige Verteidigung der Demokratie“ ergänzt. In der auf ihrem XIII. Parteitag 2002 angenommenen „Declaração de Princípios-Deklaration der Grundsätze“ der Partei heißt es in der Version vom Oktober 2010 unter Punkt 1: „Die Sozialistische Partei ist die politische Organisation der portugiesischen Bürger und anderer in Portugal ansässiger Personen, die eindeutig die Demokratie verteidigen und im demokratischen Sozialismus die Lösung der nationalen Probleme und die Antwort auf die gesellschaftspolitischen Anforderungen der heutigen Welt suchen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ps.pt/multimedia/declaracao-de-principios/ Offizielle Website der Partei, Deklaration der Grundsätze]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahlergebnisse seit 1976 ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! colspan=&amp;quot;5&amp;quot; | Wahlergebnisse&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.parlamento.pt/DeputadoGP/Paginas/resultadoseleitorais.aspx |wayback=20120716124949 |text=Wahlergebnisse - Assembleia da República |archiv-bot=2019-05-06 05:44:04 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe8&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Stimmenanzahl&lt;br /&gt;
! Stimmenanteil&lt;br /&gt;
! Sitze&lt;br /&gt;
! Generalsekretär&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 1976|1976]] || 1.912.921 || 34,9 % || {{Infobox Partei/Mandate|107|263|#FFB2FF}} || rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; | [[Mário Soares]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 1979|1979]] || 1.642.136 || 27,3 % || {{Infobox Partei/Mandate|74|250|#FFB2FF}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 1980|1980]] || − || − || {{Infobox Partei/Mandate|66|250|#FFB2FF}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 1983|1983]] || 2.061.309 || 36,1 % || {{Infobox Partei/Mandate|101|250|#FFB2FF}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 1985|1985]] || 1.204.321 || 20,8 % || {{Infobox Partei/Mandate|57|250|#FFB2FF}} || [[António de Almeida Santos]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 1987|1987]] || 1.262.506 || 22,2 % || {{Infobox Partei/Mandate|60|250|#FFB2FF}} || [[Vítor Constâncio]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 1991|1991]] || 1.670.758 || 29,1 % || {{Infobox Partei/Mandate|72|230|#FFB2FF}} || [[Jorge Sampaio]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 1995|1995]] || 2.583.755 || 43,8 % || {{Infobox Partei/Mandate|112|230|#FFB2FF}} || rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | [[António Guterres]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 1999|1999]] || 2.385.922 || 44,1 % || {{Infobox Partei/Mandate|115|230|#FFB2FF}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 2002|2002]] || 2.068.584 || 37,8 % || {{Infobox Partei/Mandate|96|230|#FFB2FF}} || [[Ferro Rodrigues]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 2005|2005]] || 2.588.312 || 45,0 % || {{Infobox Partei/Mandate|121|230|#FFB2FF}} || rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | [[José Sócrates]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 2009|2009]] || 2.077.238 || 36,6 % || {{Infobox Partei/Mandate|97|230|#FFB2FF}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 2011|2011]] || 1.566.347 || 28,1 % || {{Infobox Partei/Mandate|74|230|#FFB2FF}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 2015|2015]] || 1.747.685 || 32,3 % || {{Infobox Partei/Mandate|86|230|#FFB2FF}} || rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; | [[António Costa (Politiker)|António Costa]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 2019|2019]] || 1.908.036 || 36,3 % || {{Infobox Partei/Mandate|108|230|#FFB2FF}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 2022|2022]] || 2.343.866 || 41,5 % || {{Infobox Partei/Mandate|120|230|#FFB2FF}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 2024|2024]] || 1.812.469 || 28,0 % || {{Infobox Partei/Mandate|78|230|#FFB2FF}} || rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | [[Pedro Nuno Santos]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Parlamentswahl in Portugal 2025|2025]] || 1.442.194 || 22,8 % || {{Infobox Partei/Mandate|58|230|#FFB2FF}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
1980 bildete der PS mit der [[União da Esquerda para a Democracia Socialista|Union der Linken für die Sozialistische Demokratie]] und der [[Acção Social Democrata Independente|Unabhängigen Sozialdemokratischen Aktion]] eine gemeinsame Wahlkoalition, die [[Frente Republicana e Socialista|Republikanische und Sozialistische Front]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Mitglieder ==&lt;br /&gt;
=== Generalsekretäre ===&lt;br /&gt;
* [[Mário Soares]]: 1973–1986&lt;br /&gt;
* [[António de Almeida Santos]] (zwischenzeitlich): 1986&lt;br /&gt;
* [[Vítor Constâncio]]: 1986–1989&lt;br /&gt;
* [[Jorge Sampaio]]: 1989–1992&lt;br /&gt;
* [[António Guterres]]: 1992–2002&lt;br /&gt;
* [[Eduardo Ferro Rodrigues]]: 2002–2004&lt;br /&gt;
* [[José Sócrates]]: 2004–2011&lt;br /&gt;
* [[António José Seguro]]: 2011–2014&lt;br /&gt;
* [[António Costa (Politiker)|António Costa]]: 2014–2024&lt;br /&gt;
* [[Pedro Nuno Santos]]: 2024–2025&lt;br /&gt;
* [[José Luís Carneiro]] seit 2025&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Premierminister Portugals ===&lt;br /&gt;
* [[Mário Soares]]: 1976–1978, 1983–1985&lt;br /&gt;
* [[António Guterres]]: 1995–2002&lt;br /&gt;
* [[José Sócrates]]: 2005–2011&lt;br /&gt;
* [[António Costa (Politiker)|António Costa]]: 2015–2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Präsidenten Portugals ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mário Soares]]: 1986–1996&lt;br /&gt;
* [[Jorge Sampaio]]: 1996–2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walther L. Bernecker, Klaus Herbers: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Portugals&amp;#039;&amp;#039;. W. Kohlhammer, Stuttgart 2013, 354 S., ISBN 978-3-17-020662-5&lt;br /&gt;
* Tony Judt: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Europas von 1945 bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Fischer, Frankfurt am Main 2012, 1024 S., ISBN 978-3-596-18031-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Partido Socialista (Portugal)}}&lt;br /&gt;
* [https://ps.pt/ Offizielle Website] (auf Portugiesisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der politischen Parteien Portugals]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Parteien in Portugal&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=5010304-0|VIAF=126408029}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Partido Socialista}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Partei (Portugal)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialdemokratische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialistische Partei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Lissabon)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bad Münstereifel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parteigründung 1973]]&lt;/div&gt;</summary>
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