<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Parteigutachten</id>
	<title>Parteigutachten - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Parteigutachten"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Parteigutachten&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T01:25:29Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Parteigutachten&amp;diff=214691&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Millbart: bitte WP:Belege beachten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Parteigutachten&amp;diff=214691&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-22T00:54:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;bitte &lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:Belege&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:Belege (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:Belege&lt;/a&gt; beachten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parteigutachten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Privatgutachten&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet ein [[Gutachten]], das zu [[Beweismittel|Beweiszwecken]] von einer [[Partei (Recht)|Partei]] in Auftrag gegeben wurde, nicht vom Prozessgericht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutschland ==&lt;br /&gt;
=== Zivilprozess ===&lt;br /&gt;
Der Begriff des Privatgutachtens bedeutet nicht, dass der einseitig und außergerichtlich (und damit „privat“) beauftragte Sachverständige weniger kompetent wäre. Die gegenüber einem gerichtlich beauftragten Sachverständigen möglicherweise geringere Beweiskraft kann sich jedoch daraus ergeben, dass der einseitig bestellte Sachverständige parteiisch sein könnte (sog. [[Gefälligkeitsgutachten]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Legt eine Partei ein Gutachten vor, das im Gegensatz zu den Erkenntnissen eines gerichtlich bestellten Sachverständigen steht, so ist vom Tatrichter besondere Sorgfalt gefordert. Er darf in diesem Fall – wie auch im Fall sich widersprechender Gutachten zweier gerichtlich bestellter Sachverständiger – den Streit der Sachverständigen nicht dadurch entscheiden, dass er ohne einleuchtende und logisch nachvollziehbare Begründung einem von ihnen den Vorzug gibt. Es muss den Widersprüchen nachgehen und den Sachverhalt weiter aufklären. Dazu kann es den Sachverständigen zu einer schriftlichen Ergänzung seines Gutachtens veranlassen. Insbesondere bietet sich die mündliche Anhörung des gerichtlichen Sachverständigen gemäß {{§|411|zpo|juris}} Abs. 3 ZPO an. Gegebenenfalls muss das Gericht gem. {{§|412|zpo|juris}} ZPO ein neues Gutachten anordnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;nr=48345&amp;amp;pos=0&amp;amp;anz=1 BGH, Beschluss vom 18. Mai 2009 - IV ZR 57/08] Rdnr. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besteht ein Widerspruch zwischen den Äußerungen verschiedener Sachverständiger, ist der Tatrichter zur Aufklärung des Widerspruchs auch dann verpflichtet, wenn es dabei um Privatgutachten geht.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;nr=96947&amp;amp;pos=0&amp;amp;anz=1 BGH, Urteil vom 14. Mai 2019 - VI ZR 393/18]&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterlässt das Gericht eine Aufklärung der Widersprüche, handelt es verfahrensfehlerhaft und verstößt gegen den Grundsatz der freien Beweiswürdigung ({{§|286|zpo|juris}} ZPO).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialgerichtsverfahren ===&lt;br /&gt;
Gem. {{§|109|sgg|juris}} [[Sozialgerichtsgesetz|SGG]] kann Sachverständigenbeweis durch einen bestimmten, vom Kläger benannten Arzt geführt werden. Das Antragsrecht besteht in beiden Tatsacheninstanzen jeweils einmal.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.iww.de/ak/wirtschaftlichkeit/sozialrecht-gutachten-nach-109-sgg-vorsicht-begrenztes-antragsrecht-f113075 &amp;#039;&amp;#039;Gutachten nach § 109 SGG: Vorsicht, begrenztes Antragsrecht&amp;#039;&amp;#039;] AK Anwalt und Kanzlei, 25. Mai 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der von der Partei benannte Gutachter wird durch das Gericht beauftragt. Die für das Gutachten vorzuschießenden Kosten sind von der Bewilligung von [[Prozesskostenhilfe]] nicht umfasst ({{§|73a|sgg|juris}} Abs. 3, § 109 Abs. 1 Satz 2 SGG).&amp;lt;ref&amp;gt;Sönke Nippel: [https://rechtsanwalt-und-sozialrecht.de/anhoerung-arzt-109-sgg/ &amp;#039;&amp;#039;Anhörung eines bestimmten Arztes gemäß § 109 SGG&amp;#039;&amp;#039;] 10. September 2013, geändert am 8. Juni 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Österreich ==&lt;br /&gt;
Ein Privatgutachten ersetzt nicht ein Gerichtsgutachten. Ein Privatgutachten ist jedoch imstande, Zweifel an einem Gerichtsgutachten zu erwecken bzw. liefert Grundlage für ergänzende Fragen an den Sachverständigen. Wird die Qualität des Gutachtens vom Gericht in Frage gestellt, kann dies dazu führen, dass ein zweiter Gutachter vom Gericht mit der Erstellung einer Expertise beauftragt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;in diesem Sinne auch [https://www.gerichts-sv.at/download/EGMR_30465-06_C.B._gg_Austria_Privatgutachten.pdf EGMR, Entscheidung vom 4. April 2013 - Bsw30465/06] zum [[Recht auf ein faires Verfahren]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Schmidt: [https://www.gerichts-sv.at/akt_EGMR.html &amp;#039;&amp;#039;EGMR wertet Privatgutachten auf, Schatten über Bestellung durch die Staatsanwaltschaft&amp;#039;&amp;#039;] 12. August 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bei der Erstellung von Privatgutachten hat sich ein Sachverständiger an die Standesregeln zu halten, die u.&amp;amp;nbsp;a. Vorschriften für Befundung und Gutachten enthalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gerichts-sv.at/standesregeln/ Standesregeln des Hauptverbandes der Gerichtssachverständigen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
Parteigutachten sind nach der Rechtsprechung des [[Bundesgericht (Schweiz)|Bundesgerichts]] für sich allein nicht zum Beweis geeignet und fallen insoweit auch nicht unter den Begriff der Urkunde. Sie gelten vielmehr als bloße Parteibehauptungen. Dies schließt aber nicht aus, dass sie zusammen mit – durch Beweismittel nachgewiesenen – Indizien den Beweis zu erbringen vermögen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?highlight_docid=aza%3A%2F%2F31-10-2018-4A_9-2018&amp;amp;lang=de&amp;amp;type=show_document Bundesgericht, Urteil vom 31. Oktober 2018 - 4A_9/2018] 5.2.2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Hürlimann: [https://bhlaw.ch/wp-content/uploads/2019/10/Die-Substanziierungslast-Fluch-oder-Segen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Die Substantiierungslast - Fluch oder Segen?&amp;#039;&amp;#039;] Anwaltspraxis/Pratique du Barreau 2019, S. 209–211.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.ius.uzh.ch/dam/jcr:ffffffff-eb4e-eba7-ffff-fffff917c823/Privatgutachter.pdf &amp;#039;&amp;#039;Der amtliche Sachverständige und der Privatgutachter im Zürcher Strafprozess&amp;#039;&amp;#039;] Universität Zürich, ohne Jahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prozessrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilprozessrecht (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Recht (Schweiz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Millbart</name></author>
	</entry>
</feed>