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	<title>Paropamisaden - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T06:21:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paropamisaden&amp;diff=2678624&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2022-09-23T15:24:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Map-alexander-empire.png|mini|rechts|500px|Das Alexanderreich und seine administrative Gliederung. Die hier nicht namentlich gekennzeichnete Provinz Paropamisaden wird von Arachosien im Süden und Baktrien im Norden umgrenzt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paropamisaden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paropamisadai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine historische Landschaft im [[Achämenidenreich|Altpersischen Reich der Achämeniden]] und eine Provinz im [[Alexanderreich]]. Geographisch umfasste sie das Gebiet des zentralasiatischen Hochgebirges des [[Hindukusch]] um das heutige [[Kabul]] in [[Afghanistan]]. Der Hindukusch war den antiken Griechen unter dem Namen „Paropamisos“ ({{grcS|Παροπαμισσός}} bzw. Παροπάμισος) bekannt, der sich vom persischen Wort &amp;#039;&amp;#039;uparisena&amp;#039;&amp;#039; ableitete, was so viel wie „der Gipfel, den der Adler nicht überfliegen kann“ bedeutet.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Lane Fox, S. 387.&amp;lt;/ref&amp;gt; Umgrenzt wurde die Provinz von den Regionen [[Arachosien]] im Süden und [[Baktrien]] im Norden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Strabon]] 15, 2, 8–10.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hindukusch wurde von [[Kyros II.]] in der Mitte des 6. Jahrhunderts v. Chr. dem persischen Reich einverleibt. Er besaß zur Beherrschung Zentralasiens einen hohen strategischen Stellenwert, da über seine Pässe nach Norden die Provinzen [[Baktrien]] und [[Sogdien]], sowie nach Osten über den [[Chaiber-Pass]] das [[Indus]]tal erreichbar sind. In der administrativen Ordnung des Perserreichs bildete der Hindukusch offenbar keine eigene [[Satrapie]], da er in den Provinzlisten nicht aufgeführt wird. Er war wahrscheinlich dem Satrapen von [[Gandhara]] unterstellt. In der späteren Achämenidenzeit war die persische Herrschaft dort aber, wie im Industal, verschwunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Altheim und Ruth Stiehl: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Mittelasiens im Altertum.&amp;#039;&amp;#039; Mit Beiträgen von Janos Harmatta, Dieter Harnack, Roch Knapowski, Franz F. Schwarz, Zuhair Shunnar und Oswald J. L. Szemerényi. Bildteil von Erika Trautmann-Nehring. De Gruyter, Berlin 1970, S. 190&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst [[Alexander der Große]] richtete nach seiner ersten Überschreitung des Hindukusch im Frühjahr 329 v. Chr. die Provinz Paropamisaden als Satrapie für seinen Schwiegervater [[Oxyartes]] ein, sich der strategischen Bedeutung dieser Region wohl bewusst. 327 v. Chr. marschierte er über den Chaiber-Pass nach Indien weiter. Nach dem Tod Alexanders endete die makedonische Herrschaft. Nach dem Scheitern der Rückeroberung der indischen Gebiete trat [[Seleukos I.]] u. a. die Paropamisaden an den indischen Herrscher [[Chandragupta Maurya]] ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Urbanes Zentrum der Hindukusch-Region zur Perserzeit war Kabura, das heutige [[Kabul]]. Alexander gründete allerdings eine eigene Stadt als Provinzhauptstadt für Paropamisaden, [[Alexandria am Kaukasus|Alexandria Kaukasis („am Kaukasus“)]], die er mit griechisch-makedonischen Kriegsinvaliden [[Heer Alexanders des Großen|seines Heeres]], griechischen Söldnern und Schutztruppen besiedeln ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arrian]], &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 5, 1, 5; [[Diodor]] 17, 83, 1; [[Plinius der Ältere|Plinius]], &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 6, 62; &amp;#039;&amp;#039;[[Metzer Epitome]]&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine zweite Stadtgründung hieß Nikaia am Fluss [[Kabul (Fluss)|Kophen (Kabul)]], deren exakte Identifizierung noch nicht ermittelt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 4, 22, 6. [[Johann Gustav Droysen]] (&amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Hellenismus&amp;#039;&amp;#039;) identifizierte Nikaia am Kophen mit der Stadt Kabul selbst, [[Vincent Arthur Smith]] favorisiert hingegen [[Dschalalabad]], siehe &amp;#039;&amp;#039;The early history of India from 600 b. C. to the Muhammadan Conquest incl. the invasion of Alexander the Great&amp;#039;&amp;#039; (1904), S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der allgemeinen Unkenntnis der antiken Griechen über die geographische Beschaffenheit der eurasischen Landmasse folgend, stellte der Hindukusch/Paropamisos für die Zeitgenossen Alexanders die östliche Erweiterung des [[Kaukasus]]gebirges dar, an dem ihrer [[Griechische Mythologie|Mythologie]] folgend der Titan [[Prometheus]] angekettet wurde, nachdem er den Menschen das Feuer gebracht hatte. Gemäß den Berichten antiker Geschichtsschreiber hatten Alexander und seine Gefährten tatsächlich geglaubt, in den Bergen des Paropamisos den Ort der Bestrafung des Prometheus entdeckt zu haben, ganz im Geist der allgemeinen historischen Distanzlosigkeit ihrer Zeit folgend, in der die Götter und Titanen reelle Akteure ihrer Vorzeit waren. Auch hätten sie den Horst des Adlers [[Aithon (Adler)|Aithon]], der Prometheus jeden Tag die Leber aushackte, und die Höhle des Titanen samt seinen Ketten gefunden, von denen [[Herakles]] ihn schließlich befreit hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Arrian, &amp;#039;&amp;#039;Anabasis&amp;#039;&amp;#039; 5, 3, 1–3 und &amp;#039;&amp;#039;Indike&amp;#039;&amp;#039; 5, 9; Diodor 17, 83, 1; Strabon 15, 1, 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Behauptungen wurden von [[Eratosthenes]] heftig kritisiert, der den schreibenden Gefährten Alexanders eine bewusste Missinterpretation der Geographie Asiens (Hindukusch = Kaukasus) vorgeworfen hat, um der Ruhmsucht Alexanders zu schmeicheln, der sich gern im Wettstreit mit den Göttern und Heroen gesehen habe. [[Arrian]] sah dies weit weniger kritisch.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Demandt, S. 249.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Alexanders Tod fiel Paropamisaden in den [[Diadochenkriege]]n 316 v. Chr. unter die Oberherrschaft des [[Antigonos I. Monophthalmos|Antigonos Monophthalmos]], dann 309 v. Chr. unter jene des [[Seleukos I.|Seleukos]], dem Begründer des [[Seleukidenreich]]s. Dieser trat Paropamisaden im Jahr 303 v. Chr., einschließlich der Provinzen [[Gedrosien]], [[Arachosien]] und [[Gandhara]], an den indischen König [[Chandragupta Maurya|Chandragupta]] (griech. Sandrokottos) und sein [[Maurya]]reich im Tausch für 500 [[Kriegselefant]]en ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon 15, 2, 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im fernen Osten verblieben bei den [[Seleukiden]] nur noch die Provinzen Baktrien und Sogdien, die sich etwas später als [[Griechisch-Baktrisches Königreich]] verselbständigten. [[Antiochos III.]] überschritt bei seiner [[Anabasis]] zwar den Hindukusch, schloss aber mit dem lokalen Herrscher [[Sophagasenos]] einen Freundschaftsvertrag und zog wieder ab. Erst im Gefolge der Eroberungszüge des gräko-baktrischen Königs [[Demetrios I. (Baktrien)|Demetrios I.]] kam die Region wieder unter griechischen Einfluss und wurde eines der Zentren gräkoindischer Reiche und Fürstentümer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alexander Demandt]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große. Leben und Legende&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59085-6. &lt;br /&gt;
* [[Robin Lane Fox]]: &amp;#039;&amp;#039;Alexander der Große. Eroberer der Welt&amp;#039;&amp;#039; („Alexander the Great“, 1978). Neuaufl. Rowohlt, Reinbek 2010, ISBN 978-3-499-62641-8. &lt;br /&gt;
* Charles A. Robinson, Jr.: &amp;#039;&amp;#039;When did Alexander Reach the Hindu Kush?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Philology]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 51 (1930), S. 22–31, {{ISSN|0002-9475}}. &lt;br /&gt;
* Frederic D. Allen: &amp;#039;&amp;#039;Prometheus and the Caucasus&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Philology&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 13 (1892), S. 51–61, {{ISSN|0002-9475}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Afghanistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Geographie (Asien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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