<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pariser_Tageblatt</id>
	<title>Pariser Tageblatt - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pariser_Tageblatt"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pariser_Tageblatt&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-30T19:07:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pariser_Tageblatt&amp;diff=2790163&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pariser_Tageblatt&amp;diff=2790163&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-14T15:25:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war die wichtigste deutschsprachige [[Tageszeitung]] in [[Frankreich]] in ihrer Zeit. Sie erschien von 1933 bis 1936. Nachfolgerin war die &amp;#039;&amp;#039;[[Pariser Tageszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. Dezember 1933 erschien die erste Ausgabe des &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatts&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; vom 12. Dezember 1933, [https://portal.dnb.de/bookviewer/view/1026569052#page/1/mode/2up Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie wurde von Journalisten herausgegeben, die vorher für liberale und linksgerichtete Zeitungen in Deutschland geschrieben hatten und nach der nationalsozialistischen Machtergreifung Anfang 1933 nach Paris emigriert waren.&lt;br /&gt;
Der Herausgeber [[Vladimir Poliakoff]] (Wladimir Poljakow) war ein jüdischer Geschäftsmann, der aus Russland nach Paris gekommen war und vor allem Anzeigenabteilungen von verschiedenen Zeitungen vermarktete. Er hatte das finanzielle Vermögen und die Bereitschaft, dieses Exilorgan zu unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel war es, ein Organ der deutschsprachigen Exilanten in Frankreich zu schaffen, das deutlich seine kritische Haltung zum nationalsozialistischen Regime in Deutschland formulierte. Es wollte „eine Tribüne für freiheitliche Ideale &amp;lt;!--zu --&amp;gt; (...) schaffen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Bernhard]], Einleitung in &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatt&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 1, vom 12. Dezember 1933, S. 1 [https://portal.dnb.de/bookviewer/view/1026569052#page/1/mode/2up  Digitalisat] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie war aber eine liberale Zeitung, die ihren Lesern auch die Besonderheiten des neuen Heimatlandes Frankreich und alltägliche Nachrichten vermitteln wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sie war kein Kampfblatt wie der kommunistische  &amp;#039;&amp;#039;[[Der Gegen-Angriff|Gegen-Angriff]]&amp;#039;&amp;#039; oder die &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Volkszeitung (1936–1939)|Deutsche Volkszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, sondern entsprach eher dem „Typ einer eher leichtgewichtigen Boulevardzeitung“ (?), so Liselotte Maas 1985 nach [[Willi Jasper]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Affäre Poliakov. Das Scheitern der liberalen Publizistik.&amp;#039;&amp;#039; In: Menora – Jahrbuch für deutsch-jüdische Geschichte (7/1996), S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; wurde schnell zur wichtigsten deutschsprachigen Tageszeitung in Frankreich, die andere bestehende Blätter wie die &amp;#039;&amp;#039;[[Neue Pariser Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; verdrängte. Sie wurde auch in anderen Ländern gelesen und entwickelte sich bald zum wichtigsten Sprachrohr kritischer deutschsprachiger Autoren im Ausland.&lt;br /&gt;
Die deutsche Botschaft in [[Budapest]] konnte Ende 1935 ein Verbot der Zeitung in [[Ungarn]] erwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;René Geoffroy: &amp;#039;&amp;#039;Ungarn als Zufluchtsort und Wirkungsstätte deutschsprachiger Emigranten (1933–1938/39).&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main : Lang 2001, S. 261.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestaltung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; Zeitung erschien (fast) täglich im Umfang von vier Seiten, ab Januar 1934 sonntags mit einer zweiseitigen Beilage.&lt;br /&gt;
Sie hatte einen festen Aufbau. Die erste Seite enthielt politische Kommentare, Leitartikel, Berichte aus Deutschland. Auf der zweiten Seite gab es eine Rubrik mit Pressestimmen des Auslands, die dritte Seite hatte Aktuelles aus Paris. Auf der vierten Seite war u.&amp;amp;nbsp;a. der Fortsetzungsroman und der Veranstaltungskalender „Heute in Paris“. Extra-Rubriken wechselten an den Wochentagen wie der freitägliche Filmüberblick, samstags die Sportvorschau, montags Musikkritiken und der „Blick ins Reich“. Die Sonntagsbeilage enthielt die Kolumnen „Theater und Film“ von [[Alfred Kerr]], Kunst, Reise und literarische Beiträge.&amp;lt;ref&amp;gt;Angela Huß-Michel: &amp;#039;&amp;#039;Literarische und politische Zeitschriften des Exils. 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1987, S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Fortsetzungsroman]]e waren w u.&amp;amp;nbsp;a.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Mann]]  &amp;#039;&amp;#039;[[Flucht in den Norden]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Mephisto (Roman)|Mephisto]]&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
* [[Balder Olden]] &amp;#039;&amp;#039;Roman eines Nazi&amp;#039;&amp;#039;,&lt;br /&gt;
* [[Joseph Roth]] &amp;#039;&amp;#039;[[Tarabas|Tarabas. Ein Gast auf dieser Erde]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Georges Simenon]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mann aus London]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Paul Westheim: &amp;#039;&amp;#039;Heil Kadlatz&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonderes Ereignis war 1935 die Entführung des kritischen Journalisten [[Berthold Jacob]] durch Nazi-Agenten nach Deutschland, der auch für das &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; geschrieben hatte.&lt;br /&gt;
Berichtet wurde auch über die [[Saarabstimmung]], deren Ergebnis von den Emigranten mit Sorge gesehen wurde.&lt;br /&gt;
Über den Beginn der [[Front populaire|Volksfrontverhandlungen]] in Frankreich wurde dagegen nur spärlich berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Finanzierung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zeitung finanzierte sich über den Anzeigenteil, der bis zu eineinhalb Druckseiten beanspruchte, und wurde per Post in verschiedene europäische Länder vertrieben. Die Zeitung warb um Abonnements, sie kostete am Kiosk 50 [[Französischer Franc|Centimes]] und hatte eine Auflage von 14.000 Exemplaren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PiE129&amp;quot;&amp;gt;Hanno Hardt, Elke Hilscher, Winfried B. Lerg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Presse im Exil. Beiträge zur Kommunikationsgeschichte des deutschen Exils 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Saur, München 1979, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt; Davon waren ca. 1100 Abonnements und Freiexemplare für Werbezwecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige gut bezahlte Journalist war der Chefredakteur [[Georg Bernhard]]. Die anderen Mitarbeiter waren schlecht- oder unterbezahlt. Trotzdem arbeiteten sie mit, da sie sonst arbeitslos und ohne jedes Einkommen gewesen wären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitarbeiter ==&lt;br /&gt;
Chefredakteur war [[Georg Bernhard]], der bis 1930 die &amp;#039;&amp;#039;[[Vossische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; geleitet hatte. Stellvertreter war [[Kurt Caro]], ehemaliger Chefredakteur der [[Berliner Volks-Zeitung]].&lt;br /&gt;
Auch die anderen Mitarbeiter waren größtenteils prominente Berliner Journalisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den festen Mitarbeitern gehörten [[Salomon Grumbach]], der seinen Leser Informationen über die politischen Verhältnisse in Frankreich lieferte. Weiter feste Mitarbeiter waren u.&amp;amp;nbsp;a. [[Paul Westheim]], und der Korrespondent in Prag [[Kurt Grossmann]]. Zu den ausländischen Mitarbeitern zählten [[Upton Sinclair]] und [[Henry Wickham Steed|Wickham Steed]] (?).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Autoren gehörten unter anderem [[Hellmut von Gerlach]], [[Oskar Maria Graf]], [[Heinrich Mann]], [[Alfred Kerr]] und der ehemalige Nationalsozialist [[Otto Strasser]], sowie [[Henri Barbusse]] und der tschechoslowakische Außenminister [[Edvard Beneš]].&lt;br /&gt;
Weitere Autoren waren [[Paul Bekker]], [[Robert Breuer]], [[Richard Dyck]], [[Manfred George]], [[Anna Geyer]], [[Erich Gottgetreu]], [[Ferdinand Hardekopf]], [[Gertrud Isolani]], [[Berthold Jacob]], [[Harry Kahn]], [[Lili Körber]], [[Rudolf Leonhard]], [[Heinrich Mann]], [[Pem|Paul Marcus]], [[Carl Misch]], [[Rudolf Olden]], [[Alexander Roda Roda]], [[Joseph Roth]], [[Joseph Wechsberg]], [[Alfred Wolfenstein]] und [[Georg Wronkow]].&amp;lt;ref&amp;gt;Liselotte Maas: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Exilpresse 1933–1945, Band 4. Die Zeitungen des deutschen Exils in Europa in Einzeldarstellungen&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Eberhard Lämmert, München 1990, ISBN 3-446-13260-0, S. 155&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herausgeber war [[Vladimir Poliakoff]]. Sein Teilhaber und Mitfinanzier war zunächst Isaak Grodzenski, der polnische Herausgeber der Pariser jiddischen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Pariser Haynt]]&amp;#039;&amp;#039;, mit dem er sich aber später wegen dessen finanziellen unsauberen Praktiken trennte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poliakov1&amp;quot;&amp;gt;Léon Poliakov: &amp;#039;&amp;#039;Die Affäre „Pariser Tageblatt“.&amp;#039;&amp;#039; In: Hélène Roussel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Exilpresse und Frankreich, 1933–1940.&amp;#039;&amp;#039; S. 105–115&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die „Affäre Poliakoff“ ==&lt;br /&gt;
=== Zerwürfnis  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab von Anfang an Reibungen zwischen dem Herausgeber [[Vladimir Poliakoff]] und der Redaktion. Die Redaktion wollte beispielsweise die Zeitung stärker an das Projekt der von den Kommunisten initiierten [[Lutetia-Kreis|Volksfront]] der deutschen Hitlergegner anbinden. &amp;lt;!--Georg Bernhard war selbst Mitglied des Lutetia-Kreises.--&amp;gt; Poliakoff, der seit seinem Exil aus Sowjetrussland Gegner kommunistischer Bestrebungen war, wollte eher den [[Antisemitismus]] der Nazis in den Vordergrund stellen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Roussel22&amp;quot;&amp;gt;Hélène Roussel: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Exil in den dreißiger Jahren und die Frage des Zugangs zu den Medien.&amp;#039;&amp;#039; In Hélène Roussel, Lutz Winckler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechts und links der Seine. Pariser Tageblatt und Pariser Tageszeitung 1933–1940.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2002, ISBN 3-484-35089-X, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab auch finanzielle Probleme durch die Veruntreuung von Geldern durch den ehemaligen Mitteilhaber Grodzinski.&lt;br /&gt;
Vladimir Poliakoff konnte zeitweise seine Mitarbeiter nicht pünktlich ausbezahlen, was für diese als prekäre Exilanten eine existenzielle Bedrohung darstellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hélène Roussel, Lutz Winckler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechts und links der Seine&amp;#039;&amp;#039; 2002 &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1936 teilte er dem Chefredakteur [[Georg Bernhard]] per Telegramm dessen Entlassung mit.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Leitartikel in &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatt&amp;#039;&amp;#039; vom 11.–14. Juni 1936 und &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 12. Juni 1936ff., über die verschiedenen Sichtweisen der Ereignisse &amp;lt;/ref&amp;gt;  Dieser war gerade zu einer Schiffsreise in die USA aufgebrochen und hatte zuvor darüber keine Kenntnis erhalten.&lt;br /&gt;
Daraufhin kam es zur Rebellion des größten Teils der Redaktion und der Verlagsmitarbeiter.&lt;br /&gt;
In der Ausgabe vom 11. Juni 1936 beschuldigten sie Poliakoff, er habe Gespräche im deutschen Außenministerium über eine Zusammenarbeit mit der Zeitung geführt (er habe die „Zeitung an die Nazis verkaufen wollen“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vladimir Poljakoff versuchte, in der nächsten Ausgabe seine Sichtweise darzustellen. Aber die Redakteure verhinderten die Verbreitung dieser Nummer.&lt;br /&gt;
Der neu ernannte Chefredakteur [[Richard Lewinsohn]] wurde überfallen und krankenhausreif geschlagen. Die Redaktionsräume wurden zerstört, die neue Ausgabe größtenteils in die Seine gekippt und die Abonnentenkartei gestohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung der &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Der Chefredakteur [[Georg Bernhard]] gründete mit &amp;lt;!--den Redakteuren [[Fritz Wolff (Grafiker)(1897–1946)|Fritz Wolff]], Kurt Caro und --&amp;gt;den meisten weiteren Mitarbeitern die neue „[[Pariser Tageszeitung]]“. Die erste Ausgabe erschien am 12. Juni 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vladimir Poliakoff gab mit seinem neuen Chefredakteur [[Richard Lewinsohn]] und mit [[Heinz Pol]] noch zwei Ausgaben des &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageblatts&amp;#039;&amp;#039; vom 13. und 14. Juni heraus und musste danach das Erscheinen wegen mangelnder Nachfrage einstellen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Später finanzierte Willi Münzenberg und die KPD über Mittelsmänner 1937/38 die neue &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039;  und beeinflussten die Personalpolitik. Sie ließen Bernhard aber freie Hand bei der Redaktionsarbeit. Ein Versuch der KPD, die Zeitung zu übernehmen, scheiterte. Auch Willi Münzberg schaffte es nach seiner Trennung von der KPD nicht, die Zeitung zu übernehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hélène Roussel, Lutz Winckler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechts und links der Seine. Pariser Tageblatt und Pariser Tageszeitung 1933–1940.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2002, ISBN 3-484-35089-X, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Viele Emigranten und Intellektuelle glaubten den Beschuldigungen gegen Vladimir Poliakoff. &amp;lt;!-- ?Georg Bernhard schaffte es, führende Intellektuelle der Emigration und aus Frankreich gegen diesen zu mobilisieren.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den darauffolgenden Gerichtsverfahren, die dieser zu seiner Ehrenrettung eingeleitet hatte, konnte ihm keine Kollaboration mit den deutschen nationalsozialistischen Vertretern nachgewiesen werden. [[Iwan Heilbut]] konnte sogar verschwörerische Telegramme der rebellierenden Redakteure vorzeigen, die er durch Mittelsmänner erhalten hatte. Ein zionistisches Ehrengericht unter der Leitung von [[Wladimir Zeev Jabotinsky|Wladimir Jabotinsky]], ein von Emigranten eingesetzter Untersuchungsausschuss und ein französisches Gericht kamen in der Folgezeit zu dem Ergebnis, dass die Beschuldigungen haltlos seien. Die Zweifel blieben aber. Vladimir Poliakoff starb zwei Jahre später, auch an den psychischen Belastungen dieser Affäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Folgen ===&lt;br /&gt;
Die Affäre riss Gräben des Misstrauens unter den Emigranten auf. [[Lion Feuchtwanger]] verarbeitete sie 1939 in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Exil (Feuchtwanger)|Exil]]&amp;#039;&amp;#039; von 1939, betonte aber in dessen Vorwort, „dass der Verleger meiner ‚Pariser Nachrichten‘ nicht das leiseste zu tun hat mit dem verstorbenen russischen Emigranten Poliakov, dem Inhaber des ‚Pariser Tageblatts‘, der verdächtigt wurde, mit den Nationalsozialisten paktiert zu haben; wie sich später durch gerichtliche Verfahren herausstellt hat, zu Unrecht“,&amp;lt;ref&amp;gt;Lion Feuchtwanger: &amp;#039;&amp;#039;Vorwort&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;Exil: Roman&amp;#039;&amp;#039;. Querido Verlag, Amsterdam 1940.&amp;lt;/ref&amp;gt; um die verhängnisvollen Streitereien unter den Emigranten nicht zu schüren.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisela Lüttig: Nachwort in Lion Feuchtwanger: &amp;#039;&amp;#039;Exil&amp;#039;&amp;#039;. Unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;Zu diesem Band&amp;#039;&amp;#039;  S. 773.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Victor Basch]] war einer der wenigen, die ihre vorschnelle Parteinahme gegen Vladimir Poliakoff öffentlich eingestanden und zurückzogen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Poliakov1&amp;quot; /&amp;gt; Die Verurteilung des Chefredakteurs Georg Bernhard  im Juni 1937 durch ein französisches Strafgericht führte dazu, dass dieser sich daraufhin von der &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039; zurückziehen musste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tageblatt-Affäre bewirkte Spaltungen in kulturellen Organisationen des Exils. Eine Gruppe einflussreicher Publizisten um [[Leopold Schwarzschild]] mit seiner Exilzeitschrift „[[Das Neue Tage-Buch]]“ und u.&amp;amp;nbsp;a. [[Konrad Heiden]] zogen sich aus dem gemeinsamen Volksfrontprojekt zurück. Einflussreiche Autoren wie [[Alfred Döblin]], Konrad Heiden und andere verließen den kommunistisch dominierten [[Schutzverband deutscher Schriftsteller]]. Sie traten stattdessen  1937 dem neuen  von Schwarzschild und [[Hans Sahl]] gegründeten [[Bund Freie Presse und Literatur]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Pariser Tageszeitung&amp;#039;&amp;#039; bestand als Organ der kritischen Exildeutschen weiter und stellte ihr Erscheinen nach der deutschen Besetzung Frankreichs 1940 ein.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  schwächelte seit ihrer Gründung. Finanz- und Redaktionskrisen traten häufig auf. Bernhard wurde Ende 1937 zum Rücktritt gezwungen. Schließlich gelang es Leopold Schwarzschild 1938 einen seiner Redakteure, [[Joseph Bornstein]], als Chefredakteur der Zeitung zu installieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://findingaids.cjh.org//JosephBornstein.html Kurzbiographie auf der Homepage des Leo Baeck Institute New York]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als die deutsche Exilanten mit dem Kriegsausbruch 1939 interniert wurden, sank die Auflage und die Zeitung musste im Februar 1940 eingestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hélène Roussel: &amp;#039;&amp;#039;Das deutsche Exil in den dreißiger Jahren und die Frage des Zugangs zu den Medien.&amp;#039;&amp;#039; In: Hélène Roussel, Lutz Winckler: &amp;#039;&amp;#039;Rechts und links der Seine. Pariser Tageblatt und Pariser Tageszeitung 1933–1940.&amp;#039;&amp;#039; 2002, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
; Monografien über das Pariser Tageblatt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hélène Roussel; Lutz Winckler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rechts und links der Seine. Pariser Tageblatt und Pariser Tageszeitung 1933–1940.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 2002, ISBN 3-484-35089-X., grundlegende und detaillierte Darstellung der Geschichte&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Artikel und Erwähnungen in anderen Werken&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--(chronologisch absteigend)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Martin Mauthner: &amp;#039;&amp;#039;German Writers in French Exile, 1933–1940.&amp;#039;&amp;#039; Vallentine Mitchell, London 2007, ISBN 978-0-85303-540-4.&lt;br /&gt;
* Michaela Enderle-Ristori: &amp;#039;&amp;#039;Markt und intellektuelles Kräftefeld: Literaturkritik im Feuilleton von „Pariser Tageblatt“ und „Pariser Tageszeitung“ (1933–1940)&amp;#039;&amp;#039;. Tübingen: Niemeyer, 1997, ISBN 3-484-35057-1. Zugl.: Tübingen, Univ., Diss. 1994 [https://www.jstor.org/stable/j.ctvbkk4gq PDF]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://archiv.ub.uni-marburg.de/ep/0002/article/download/3990/3859 Rezension] (pdf, 1 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Willi Jasper]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Affäre Poliakov. Das Scheitern der liberalen Publizistik.&amp;#039;&amp;#039; In: Menora – Jahrbuch für deutsch-jüdische Geschichte (7/1996), S. 117–132.&lt;br /&gt;
* Hélène Roussel; Lutz Winckler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Exilpresse und Frankreich, 1933–1940.&amp;#039;&amp;#039; Lang, Bern 1992, ISBN 3-261-04491-8.&lt;br /&gt;
* Liselotte Maas: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Exilpresse 1933–1945, Band 4. Die Zeitungen des deutschen Exils in Europa in Einzeldarstellungen.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Eberhard Lämmert, München 1990, ISBN 3-446-13260-0, S. 155–180.&lt;br /&gt;
* Angela Huß-Michel: &amp;#039;&amp;#039;Literarische und politische Zeitschriften des Exils. 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, Stuttgart 1987, ISBN 3-476-10238-6, S. 82–85.&lt;br /&gt;
* Walter F. Peterson: &amp;#039;&amp;#039;The Berlin Liberal Press in Exile. A History of the Pariser Tageblatt – Pariser Tageszeitung. 1933–1940.&amp;#039;&amp;#039; Niemeyer, Tübingen 1987, ISBN 3-484-35018-0.&lt;br /&gt;
* Liselotte Maas: &amp;#039;&amp;#039;Kurfürstendamm auf den Champs-Elysées? Der Verlust von Realität und Moral beim Versuch einer Tageszeitung im Exil.&amp;#039;&amp;#039; In: „Exilforschung. Ein internationales Jahrbuch“. Band 3, München 1985, S. 106–126.&lt;br /&gt;
* Hanno Hardt, Elke Hilscher, Winfried B. Lerg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Presse im Exil. Beiträge zur Kommunikationsgeschichte des deutschen Exils 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Saur, München 1979, S. 129–135.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dnb.de/DE/Sammlungen/DEA/Exilpresse/_content/pariserTageblatt.html Pariser Tageblatt] Exilpresse digital&lt;br /&gt;
* [https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&amp;amp;cqlMode=true&amp;amp;query=idn%3D984069682 Pariser Tageblatt] DNB, Digitalisate aller Ausgaben, jeweils unter dem konkreten Datum (z. B. 12.12.1933)&amp;lt;!--, seit November 2016.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* {{IMDb|tt0170926|Exil (1981, Verfilmung von Egon Günther)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4192413-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exilzeitschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutschsprachige Zeitung im Ausland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung (Frankreich, Erscheinen eingestellt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeitung (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterscheinen 1933]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erscheinen eingestellt 1936]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>