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	<title>Pariser Psalter - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Paris psaulter gr139 fol1v.jpg|miniatur|König David beim Harfenspiel mit einer Allegorie der Melodie (fol. 1&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Paris psaulter gr139 fol435v.png|miniatur|Der Prophet [[Jesaja]] und [[Nyx]], die Nacht (fol. 435&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pariser Psalter&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Codex Parisianus, [[Bibliothèque Nationale de France]], [[Paris]], MS gr. 139) ist eine [[Buchmalerei|illuminierte]] [[Byzantinisches Reich|byzantinische]] [[Manuskript|Handschrift]] mit 449 [[Folium|Folia]] und 14 ganzseitigen Miniaturen aus der Mitte des 10. Jahrhunderts. Die Prachthandschrift ist eines der Hauptdokumente der antikisierenden [[Buchmalerei]] aus der Zeit der [[Makedonische Renaissance|Makedonischen Renaissance]] in der [[Byzantinische Kunst|Byzantinischen Kunst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Pariser Psalter gehört zu der so genannten „aristokratischen Gruppe“ byzantinischer Psalter, die sich durch ihre Vollbilder von den nur mit Randminiaturen versehenen „mönchischen“ Psaltern unterscheiden. Die meisten Experten des 19. Jahrhunderts datierten die Miniaturen des Pariser Psalter auf die Zeit [[Justinian I.|Justinians I.]], da sie sich in ihrer Ausführung deutlich in der [[Hellenismus|hellenistischen]] Tradition befinden und im Gegensatz zu der damaligen allgemeinen Auffassung über die byzantinische Kunst des Mittelalters standen. Die Byzantisten [[Hugo Buchthal]] und [[Kurt Weitzmann]] haben jedoch schlüssig nachgewiesen, dass der Pariser Psalter im 10. Jahrhundert entstand. Die Handschrift befindet sich in der Bibliothèque nationale de France in Paris.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Codex hat eine Breite von 37&amp;amp;nbsp;cm und eine Höhe von 26,5&amp;amp;nbsp;cm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2022-12 |url=http://www.univ-montp3.fr/pictura/GenerateurNotice.php?numnotice=A3638 |text=Moïse recevant les Tables de la Loi, Psautier de Paris |archivebot=2022-12-25 15:35:33 InternetArchiveBot}} Le Projet Utpictura18 (französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die bekannteste Miniatur zeigt [[David]], Harfe spielend an der Seite einer [[Allegorie]] der [[Melodie]] (fol. 1&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;). David sitzt in einem prächtigen kurzen Gewand, in natürlicher und freier Pose vor dem Betrachter. Genauso ungezwungen auf seine Schulter gelehnt, verkörpert die Melodie die sinnliche Anmut der [[Antike]]. Von ihrer linken Schulter ist der [[Peplos]] heruntergerutscht und enthüllt die Brust der Schönheit, deren Formen das Ideal des vollkommenen Körpers darstellen. Um dieses Paar gruppieren sich verschiedene wilde Tiere, die Davids Musik lauschen, sowie die [[Oreade]] [[Echo (Mythologie)|Echo]]&amp;lt;ref&amp;gt;Die Figur ist nicht beschriftet, ihre Identifikation mit Echo ergibt sich nur aus der Analogie zum Mythos von Orpheus und Eurydike&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine männliche Figur, die die Stadt [[Betlehem]] symbolisiert. Vorbild für diese Darstellung war wahrscheinlich eine griechisch-römische Wandmalerei aus dem 3.&amp;amp;nbsp;oder 4. Jahrhundert, die den Sänger [[Orpheus]] zeigte, der alle Welt durch den Zauber seiner Musik betörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der oder die unbekannten [[Illuminator]]en machten regen Gebrauch von dem Stilmittel der Allegorie. Neben der Melodie auf dem ersten Blatt findet man auf fol.&amp;amp;nbsp;2&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt; eine weibliche allegorische Figur der [[Kraft]] an der Seite Davids, der mit dem Löwen kämpft, und auf fol. 3&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt; eine ebenfalls weibliche Personifikation der [[Sanftmut]] bei der Salbung Davids durch [[Samuel (Prophet)|Samuel]] (fol. 3&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;). Die erotische Darstellung der Sanftmut belegt, dass diese kostbare Handschrift weniger dem liturgischen Gebrauch, sondern eher der Inszenierung demonstrativen Lebensgenusses und der privaten Repräsentation des hochrangigen Auftraggebers diente.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.mpg.de/pdf/jahrbuch_2001/jahrbuch2001_713_721.pdf | wayback=20110109061800 | text=&amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch 2001&amp;#039;&amp;#039; der Bibliotheca Hertziana.}} (PDF; 497&amp;amp;nbsp;kB) Max-Planck-Institut, Rom 2001&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf fol. 419&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt; begleiten Personifikationen der Nacht, der [[Wüste]], des [[Abgrund]]s und des [[Rotes Meer|Roten Meeres]] [[Mose]] bei der Durchquerung des [[Schilfmeer]]es ({{B|Ex|14,21}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Einfluss der hellenistischen Kunst, ob bei der Auswahl der Figuren ([[Nymphe]]n und Allegorien) oder bei ihrer Ausführung, wird auf den meisten Blättern deutlich. Ein Beispiel ist fol.&amp;amp;nbsp;435&amp;lt;sup&amp;gt;v&amp;lt;/sup&amp;gt;. Auf dieser ganzseitigen Miniatur umgeben die [[Nyx|Nacht]] und die Morgenröte – dargestellt als das Kind [[Orthros]] – allegorisch den Propheten [[Jesaja]]. Die [[Nyx]] hält ein mit silbernen Sternen besätes Tuch über dem Kopf und in der linken Hand eine gesenkte Fackel. Da sie die Nacht verkörpert, sind sowohl ihr Gesicht als auch ihre Kleidung blaugrau gefärbt. Auch ihre Darstellung folgt den hellenistischen Konventionen. Eine Hand in den Wolken formt das [[Christusmonogramm]] [[Chi]] und [[Rho]], die ersten beiden Buchstaben des griechischen Wortes [[Jesus Christus|Christus]], als Zeichen des Segens. Die Miniatur ist die Illustration der Weissagung eines endzeitlichen [[Messias|Heilsbringers]] durch Jesaja – am Ende der Nacht und am Beginn eines neuen Morgens oder am Ende des einen Zeitalters und am Anfang eines neuen Zeitalters. Die entsprechende [[Bibelvers|Bibelstelle]] lautet: „Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.“ ({{B|Jes|9,1}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kurt Weitzmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Paris Psalter ms. gr. 139 und die mittelbyzantinische Renaissance&amp;#039;&amp;#039;, In: Jahrbuch für Kunstwissenschaft 6, Marburg 1929.&lt;br /&gt;
* Kurt Weitzmann: &amp;#039;&amp;#039;Die byzantinische Buchmalerei des 9. und 10. Jahrhunderts. &amp;#039;&amp;#039; Archäologisches Institut des Deutschen Reiches, Abt. Istanbul, Verlag Gebr. Mann Berlin 1935.&lt;br /&gt;
* Kurt Weitzmann: &amp;#039;&amp;#039;Geistige Grundlagen und Wesen der Makedonischen Renaissance.&amp;#039;&amp;#039;  Arbeitsgemeinschaft für Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen 107, Westdeutscher Verlag, Köln 1963.&lt;br /&gt;
* Hugo Buchthal: &amp;#039;&amp;#039;The Miniatures of the Paris Psalter. A Study in Middle Byzantine Painting.&amp;#039;&amp;#039; Warburg Institute, London 1938,  Reprint 1968.&lt;br /&gt;
* Hugo Buchthal: &amp;#039;&amp;#039;The Exaltation of David&amp;#039;&amp;#039;. In: Journal of the Warburg and Courtauld Institutes 37, 1974.&lt;br /&gt;
* [[Ingo F. Walther]], [[Norbert Wolf (Kunsthistoriker)|Norbert Wolf]]: &amp;#039;&amp;#039;Codices Illustres. Die schönsten illuminierten Handschriften der Welt 400 bis 1600.&amp;#039;&amp;#039; Taschen Verlag, Köln 2005. ISBN 3-8228-4747-X&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Paris psalter|Pariser Psalter}}&lt;br /&gt;
* {{Rahlfs-Katalog|Autor=Felix Albrecht|Datum=4. Januar 2023}}&lt;br /&gt;
* [https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b10515446x/f1.image Digitalisat &amp;quot;Psautier de Paris&amp;quot;], bei bnf.fr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstwerk der byzantinischen Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Septuaginta-Handschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bilderhandschrift (10. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handschrift der Bibliothèque nationale de France (Paris)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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