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	<title>Pararendzina - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T17:04:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pararendzina&amp;diff=370103&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redonebird: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2024-10-17T04:52:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pararendzina.jpg|mini|Pararendzina auf Löß]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pararendzina&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Bodentyp]], der sich in einem frühen Stadium der [[Pedogenese|Bodenbildung]] auf [[Mergel|mergeligem]] Ausgangsmaterial ([[Calcit|Kalkgehalt]] &amp;gt; 2 [[Masseprozent|Gew.%]] und &amp;lt; 75 %) bildet. Dabei kommen feste oder lockere Materialien wie [[Kies]]el- oder [[Silikat]]gestein, [[Lehm]][[mergel]] oder [[Löss]] in Frage. Der Bodentyp weist zwei Horizonte auf und wird in die Klasse R ([[Bodentyp#Klasse R – A/C-Böden|Ah/C Böden]]) eingeteilt. Seine Abkürzung lautet RZ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Auf freien Oberflächen kommt es relativ schnell zu einer [[Sukzession (Biologie)|Besiedlung]] mit [[Pionierpflanze]]n. Wenn sich ein geringmächtiger [[Humus|humoser]] [[Bodenhorizont|Horizont]] gebildet hat, wird das Anfangsstadium der Bodenbildung erreicht ([[Lockersyrosem]] auf Lockermaterialien bzw. [[Syrosem]] auf Festgestein). Sobald diese humose Lage eine Mächtigkeit von über 2 cm hat, wird die Klasse der Ah/C-Böden erreicht, zu denen auch die Pararendzina gehört. Damit ist die Bodenentwicklung aber nicht abgeschlossen. Im weiteren Verlauf kommt es durch die [[Verwitterung]] zur [[Verbraunung]] und [[Verlehmung]], so dass sich ein [[B-Horizont]] bildet und die [[Pedogenese#Bodenentwicklungsreihen|Folgestadien]] erreicht werden. In [[Mitteleuropa]] folgt die [[Braunerde]] und/oder [[Parabraunerde]]; unter [[Steppe]]nklimaten die [[Schwarzerde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mergelige, massive [[Gestein]]e selten sind, liegen Pararendzinen fast immer auf Lockermaterialien. Diese sind in Mitteleuropa weit verbreitet, etwa in den [[Löss]]gebieten Mittel- und Süddeutschlands sowie auf den mit [[Geschiebemergel]] bedeckten [[Grundmoräne]]nlandschaften in Norddeutschland und im Alpenvorland (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Allgäu]], [[Mecklenburg-Vorpommern]] und [[Schleswig-Holstein]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch sind natürlich entstandene Pararendzinen in Mitteleuropa nur wenig verbreitet, da sie durch die Bodenentwicklung schnell in spätere Bodenstadien (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Parabraunerde]]) übergehen und mergelige Lockermaterialien nur selten an erosionsträchtigen Standorten anliegen. Am ehesten findet man sie an den Steilküsten der südlichen [[Ostsee]], wenn dort anstehender [[Geschiebemergel]] durch die [[Bodenerosion]] immer wieder freigelegt wird. Bedingt durch die vom Menschen verursachte Bodenerosion sind Pararendzinen heute aber weit verbreitete Böden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pararendzinen können auf natürlichem Wege in trockenen Gebieten (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kaiserstuhl (Baden)|Kaiserstuhl]]) durch sekundäre Kalkbildung (Aufstieg von Kalk mit verdunstendem Wasser) auch aus [[Kalzium|kalziumreichen]] und [[Silizium|siliziumarmen]] [[Magmatit]]en entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Horizontierung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Tonmergel-Pararendzina.jpg|mini|Tonmergel-Pararendzina (Ah-ICv-C) auf Keuper]]&lt;br /&gt;
Die Pararendzina besitzt laut Deutscher Bodensystematik die Horizontierung Ah/eC.&lt;br /&gt;
*Ah: Der Oberbodenhorizont (A) ist humos (h). Er besitzt eine Mächtigkeit von mindestens 2 cm und maximal 40 cm. Unter landwirtschaftlicher Nutzung kann auch die Bezeichnung Ap (p = gepflügt) vorkommen.&lt;br /&gt;
*eC: Das Ausgangsmaterial (C) ist mergelig (e; Kalkgehalt &amp;gt; 2 Gew.% und &amp;lt; 75 %). In der Regel handelt es sich um Löss oder Jungmoränengeschiebe. Das Material ist weitgehend unverwittert und muss eine Mächtigkeit von mindestens 30 cm haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der internationalen Bodensystematik [[World Reference Base for Soil Resources]] (WRB) gehören die Pararendzinen, je nach Ausprägung des Ah-Horizonts, überwiegend zu den [[Regosol (WRB)|Regosolen]] und [[Phaeozem]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften der Pararendzina ähneln sehr denen der [[Rendzina]], sind aber im Vergleich leicht abgeschwächt. Dies ist der Grund für die Namensgebung (Para (= scheinbare) Rendzina). Der [[A-Horizont]] ist wegen der noch nicht sehr ausgeprägten [[Entkalkung]] in der Regel noch carbonathaltig. Dadurch liegt der pH-Wert meist im oberen Bereich zwischen 5 und 7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mergelige Ausgangsmaterial besitzt oft eine [[Bodenart]] im Bereich [[lehm]]iger [[Sand]] mit um die 5 % [[Ton (Bodenart)|Ton]]. Dadurch ist die Versorgung der [[Pflanze]]n mit [[Wasser]] und [[Pflanzennährstoff|Nährstoffen]] relativ gut. Der Humus liegt meist in der Form [[Moderhumus|Moder]] bis [[Mull (Humusform)|Mull]]-Moder vor und hat damit eine relativ gute Qualität. Das [[C/N-Verhältnis]] ist eng. Nachteilig ist vor allem der flache humose Bereich. Insgesamt handelt es sich also um Standorte von mittlerer Qualität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Natürliche Standorte sind wegen der Erosion nicht nutzbar. Ansonsten sind [[Ackerbau]], [[Grünland]] (Weide und Mähweide) und [[Forstwirtschaft]] ([[Buchen]]) üblich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Ah/C-Böden ==&lt;br /&gt;
Neben der Pararendzina gehören noch drei weitere Bodentypen in die Klasse der Ah/C-Böden, die sich diagnostisch vor allem im Kalkgehalt des Ausgangsmaterials unterscheiden:&lt;br /&gt;
*Der [[Ranker (Bodenkunde)|Ranker]] entsteht auf kalkarmem bis kalkfreiem Festgestein (Carbonatgehalt ≤ 2 Masse-%). Meist handelt es sich um [[Sandstein]], [[Granit]] oder [[Quarzit]].&lt;br /&gt;
*Der [[Regosol]] bildet sich ebenfalls auf kalkarmem oder -freiem Material (Carbonatgehalt ≤ 2 Masse-%). Allerdings muss es sich hier um Lockermaterial handeln. Dies ist fast immer Sand.&lt;br /&gt;
*Die Rendzina liegt auf kalkreichen Materialien (Carbonatgehalt ≥ 75 Masse-%) wie Kalkstein oder Gips.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* AD-HOC-AG Boden 2005: &amp;#039;&amp;#039;Bodenkundliche Kartieranleitung.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Zusammenarbeit mit den Staatlichen Geologischen Diensten der Bundesrepublik Deutschland, 5. Auflage, Stuttgart 2005&lt;br /&gt;
* W. Amelung, [[Hans-Peter Blume|H.-P. Blume]], H. Fleige, R. Horn, [[Ellen Kandeler|E. Kandeler]], [[Ingrid Kögel-Knabner|I. Kögel-Knabner]], R. Kretschmar, [[Karl Stahr|K. Stahr]], B.-M. Wilke: [[Fritz Scheffer|Scheffer]]/[[Paul Schachtschabel|Schachtschabel]] Lehrbuch der Bodenkunde. 17. Auflage. Heidelberg 2018. ISBN 978-3-662-55870-6.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Hrsg=Leitgeb, E., Reiter, R., Englisch, M., Lüscher, P., Schad, P., Feger, K. H. |Titel=Waldböden. Ein Bildatlas der wichtigsten Bodentypen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz |Verlag=Wiley-VCH Verlag GmbH |Ort=Weinheim |Datum=2013 |ISBN=978-3-527-32713-3 |Kommentar=387 Seiten, circa 270 farbige Abb.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redonebird</name></author>
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