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	<title>Paraklet - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T19:49:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paraklet&amp;diff=84286&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yoursmile: +Wikt</title>
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		<updated>2025-10-18T00:26:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Wikt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den theologischen Begriff. Zu Klöstern dieses Namens siehe [[Paraclet]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paraklet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Griechische Sprache|griech]]. {{lang|grc|παράκλητος|paráklētos}}, [[Latein|lat]]. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|la|paracletus}}&amp;#039;&amp;#039;) ist ein mehrfach im [[Evangelium nach Johannes|Johannes-Evangelium]] verwendeter Begriff, der in der [[Christentum|christlichen]] [[Theologie]] gewöhnlich mit dem [[Heiliger Geist|Heiligen Geist]] identifiziert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das [[Altgriechische Sprache|altgriechische]] Wort {{lang|grc|παρακαλεῖν|parakaleîn}} bedeutet „herbeirufen“, „einladen“; {{lang|grc|παρακαλεῖσθαι|parakaleîsthai}} ([[Medium (Grammatik)|Medium]]) heißt „trösten“; der Paraklet („{{lang|grc|παράκλητος}}“) ist also der „Herbeigerufene“ und der „Tröster“. Im nicht-religiösen Bereich erscheint das Wort als juristischer [[Terminus technicus]] in der Bedeutung „vorgeladen“ ([[Adjektiv|adj.]]) bzw. „[[Anwalt]]“ ([[Substantiv|subst.]]) oder als „Vermittler, Fürsprecher“.&amp;lt;ref&amp;gt;S. [[A Greek-English Lexicon|LSJ]] s.&amp;amp;nbsp;v. παράκλητος, S. 1313: „called to one’s aid“, „legal assistant, advocate“, „summoned“, „intercessor“.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biblischer Befund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Johannesevangelium nennt Jesus den Heiligen Geist „den Parakleten“, der von Gott herkommt, den er, Jesus Christus, seinen Jüngern senden wird, um sie zu ermutigen in Schwierigkeiten, um für sie zu sprechen, um sie zum Ziel zu bringen. Ebenso ist es der Heilige Geist, der die Menschen mit Gott verbindet, sie zur Erkenntnis Gottes und des Erlösungswerkes in Jesus Christus, zu reuiger Selbsterkenntnis und zur Hoffnung führt (vgl. Joh {{BB|Joh|14,16}}; {{BB|Joh|14,26}}; {{BB|Joh|15,26}}; {{BB|Joh|16,7}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[1. Brief des Johannes]] wird [[Jesus Christus]] selbst als „παράκλητος“ (Paraklet) bezeichnet ({{BB|1 Joh|2|1}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Übersetzungen ===&lt;br /&gt;
[[Martin Luther]] übersetzte den Begriff mit „Tröster“, was zu seiner Zeit noch stärker als heute Ermutigung für Entmutigte bedeutete.&lt;br /&gt;
Die auf [[Ulrich Zwingli]] und seine Mitarbeiter zurückgehende [[Zürcher Bibel]] übersetzt „tröster“ (1531 u. 1534) bzw. „Tröster“ (1755/1756 u. 1868), in einer Revision (2007) „Fürsprecher“.&lt;br /&gt;
Die katholische [[Einheitsübersetzung]], die bei der Deutschen Bibelgesellschaft erschienene [[BasisBibel]] und die in einigen [[Freikirche]]n verwendete [[Elberfelder Bibel]] übersetzen „Beistand“. Andere Übersetzungen wie die [[Neue Genfer Übersetzung]] sprechen auch von „Helfer“ oder „Stellvertreter“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang des 1. Johannesbriefs wird der Begriff von der [[Vulgata]] mit „[[Advokat|advocatus]]“ übersetzt, in den deutschen Übersetzungen erscheint er als „Anwalt“, „Beistand“ oder „Fürsprecher“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Außerchristliche Deutungen ==&lt;br /&gt;
Mehrere frühchristliche [[Sekte]]n oder andere Religionen aus dem jüdisch-christlichen Umfeld wie etwa die [[Manichäismus|Manichäer]] sahen im Parakleten eine menschliche Figur, meist den jeweiligen Sektengründer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islam ===&lt;br /&gt;
Im [[Islam]] wird die biblische Ankündigung des Parakleten als Hinweis auf den Propheten [[Mohammed]] gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies stützt sich nicht auf biblische [[Lesart]]en, ließe sich aber erklären, wenn man anstatt {{lang|grc|παράκλητος}} (paráklētos) das Wort {{lang|grc|περικλυτός}} (periklytós = der Hochgepriesene) gelesen hätte, was sich arabisch als &amp;#039;&amp;#039;Ahmad&amp;#039;&amp;#039; wiedergeben lässt. Diese Vermutung wurde schon von [[Ludovico Marracci]] (1612–1700) aufgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe [[Theodor Nöldeke]], [[Friedrich Schwally]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Qorans&amp;#039;&amp;#039;. Bd. I, Dieterich’sche  Verlagsbuchhandlung, Leipzig 1909, S. 9, Fußnote 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Konvertit]] [[Muhammad Asad]] meint sogar explizit, der &amp;#039;&amp;#039;parakletos&amp;#039;&amp;#039; des Johannesevangeliums sei eine Entstellung von &amp;#039;&amp;#039;periklytos&amp;#039;&amp;#039;, welches wiederum eine genaue Übersetzung des (zu Lebzeiten Jesu in Palästina gebräuchlichen) [[Aramäische Sprachen|aramäischen]] Ausdrucks und Namens &amp;#039;&amp;#039;Mauhamana&amp;#039;&amp;#039; sein soll. Demzufolge ließe sich der &amp;#039;&amp;#039;Periklytos&amp;#039;&amp;#039; mit den Namen Muhammad und Ahmad, beides Ableitungen des arabischen Verbs &amp;#039;&amp;#039;hamida&amp;#039;&amp;#039; („er pries“) bzw. des Nomens &amp;#039;&amp;#039;hamd&amp;#039;&amp;#039; („Preis“), passend übersetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Muhammad Asad: &amp;#039;&amp;#039;Die Botschaft des Koran,&amp;#039;&amp;#039; 2009,  S. 1057, Anmerkung 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Koran [[Paraphrase (Sprache)|paraphrasiert]] in  Sure 61:6 das Johannes-Evangelium (15,23–16,1) jedenfalls wie folgt:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Bangert]]: &amp;#039;&amp;#039;Muhammad: eine historisch-kritische Studie zur Entstehung des Islams und seines Propheten.&amp;#039;&amp;#039; Springer VS, Wiesbaden, 2016. S. 567.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Als Jesus, Sohn der [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]], sprach: ‚Ihr Kinder Israel, siehe, ich bin von Gott zu Euch entsandt, um zu bestätigen, was vom Gesetz schon vor mir war, und einen Gesandten anzukündigen, der nach mir kommt und dessen Name [[Ahmad]] ist.‘|[[Sure 61]]:6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch weiter geht die [[as-Sīra an-Nabawīya|Prophetenbiographie (Sīra)]] des [[Ibn Ishāq]] (gest. 767):&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Bangert: &amp;#039;&amp;#039;Muhammad: eine historisch-kritische Studie zur Entstehung des Islams und seines Propheten.&amp;#039;&amp;#039; Springer VS, Wiesbaden, 2016. S. 566f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Zu den Prophezeiungen, die, wie ich erfahren habe, Jesus, der Sohn Mariens, im Evangelium, das für Christen von Gott zu ihm kam, über den Propheten gemacht hat, gehört das, was der [[Johannes (Apostel)|Apostel Johannes]] nach dem Testament Jesu im Evangelium schrieb, nämlich dass Jesus sprach: ‚[…] Wenn aber Munhamannâ gekommen sein wird, den Gott euch senden wird aus der Gegenwart des Herrn, und der Geist der Wahrheit, der vom Herrn ausgegangen sein wird, dann wird er Zeugnis geben von mir, und auch ihr werdet Zeugnis geben, weil ihr von Anfang an bei mir wart […].‘ Munhamannâ bedeutet auf Syrisch Mohammed, auf Griechisch ist es Paraklit.|Ibn Ishāq: &amp;#039;&amp;#039;Das Leben des Propheten&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Arabischen übertragen und bearbeitet von [[Gernot Rotter]]. Thienemanns Verlag, Stuttgart, 1982. S. 42}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religionswissenschaft ===&lt;br /&gt;
[[René Girard]] versucht, unter Rückgriff auf die griechische Bedeutung des Wortes Paraklet als eines &amp;#039;&amp;#039;Verteidigers&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Anwalts&amp;#039;&amp;#039; den Begriff des Heiligen Geistes im Johannesevangelium anthropologisch zu deuten. So sei der Paraklet der Verteidiger der Opfer, deren Unschuld er offenbar mache und damit dem Mechanismus des [[Sündenbock]]s der archaischen Religionen ein Ende setze. In dieser Funktion sei er die Gegenpartei [[Satan]]s, des &amp;#039;&amp;#039;öffentlichen Anklägers&amp;#039;&amp;#039;, der die Einmütigkeit der Gemeinschaft gegen das Opfer herstelle. Girard möchte in diesem Sinne den „[[Erlösung|Erlöser]]“ des Buches [[Buch Ijob|Hiob]] ({{BB|Hiob|19,25}}) als Vorläufer des Parakleten deuten &amp;#039;&amp;#039;(Ich weiß, dass mir ein ‚Anwalt‘ lebt).&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;René Girard: &amp;#039;&amp;#039;Ich sah den Satan vom Himmel fallen wie einen Blitz. Eine kritische Apologie des Christentums.&amp;#039;&amp;#039; München, Wien 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otto Betz]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Paraklet. Fürsprecher im häretischen Judentum, im Johannesevangelium und in neu gefundenen gnostischen Texten.&amp;#039;&amp;#039; (Arbeiten zur Geschichte des Spätjudentums und Urchristentums; 2), Leiden/Köln 1963.&lt;br /&gt;
* William Barclay: &amp;#039;&amp;#039;Auslegung des Neuen Testaments, Johannesevangelium, Bd. 2.&amp;#039;&amp;#039; Neukirchen-Vluyn 1991.&lt;br /&gt;
* Timo Güzelmansur (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hat Jesus Muhammad angekündigt? der Paraklet des Johannes-Evangeliums und seine koranische Deutung.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Regensburg, 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
*[[Trost#Jüdischer_und_Christlicher_Kontext|Trost (Jüdisch/Christlich)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johannesevangelium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiliger Geist]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yoursmile</name></author>
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