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	<title>Paraklausithyron - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T08:43:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paraklausithyron&amp;diff=1037121&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Warburg1866: /* Literatur */</title>
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		<updated>2024-12-26T08:53:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paraklausithyron&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[altgriechisch|griech.]] παρακλαυσίθυρον – &amp;#039;&amp;#039;Weinen / Klagen an der Tür&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Klagelied]], das einen Liebhaber vor der verschlossenen [[Haustür]] seiner Geliebten vorstellt. Der Begriff wurde von [[Plutarch]] für seine philosophische Schrift &amp;#039;&amp;#039;Über die Liebe&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Erotikos&amp;#039;&amp;#039; 8,2 = &amp;#039;&amp;#039;Moralia&amp;#039;&amp;#039; 753 a/b) geprägt.&lt;br /&gt;
== Typische Elemente ==&lt;br /&gt;
Typische Elemente sind ein ausgesperrter Liebhaber ([[lateinisch|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;exclusus amator&amp;#039;&amp;#039;) als [[lyrisches Ich]] der Klage, der zumeist angetrunken von einem Gelage kommt (weshalb er den gewundenen Kranz des Zechers vom Kopf nimmt und an die Tür der Geliebten hängt) und nachts Einlass bei seiner Freundin verlangt, die verschlossene Tür und die Geliebte, die ihn aus Sprödigkeit, Geldgier, Untreue oder aufgrund der Umsicht ihres eifersüchtigen Gatten nicht einlassen mag oder kann. Der Liebhaber setzt sich nun auf die Schwelle, die zumeist als besonders hart geschildert wird, und versucht, durch sein Klagelied entweder die Tür oder die Geliebte zum Öffnen zu bewegen. Dabei wird regelmäßig das [[epikur]]eische Argument angeführt, die Geliebte solle ihn einlassen, da das Leben zu kurz sei, um auf [[Lust|Genuss]] zu verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Paraklausithyron in der antiken Dichtung ==&lt;br /&gt;
=== Griechische Dichtung ===&lt;br /&gt;
Das [[Motiv (Literatur)|Motiv]] war in der [[Griechische Literatur|altgriechischen Dichtung]] sehr beliebt. Nach ersten Ansätzen etwa bei [[Alkaios von Lesbos]] und in den Komödien des [[Aristophanes]] bildete sich das Vollbild des Paraklausithyrons erst im [[Hellenismus]] aus, z. B. in der Lyrik [[Theokrit]]s oder [[Kallimachos]]’ und in den [[Epigramm]]en des [[Asklepiades von Samos|Asklepiades]], der einen schönen [[Päderastie|Knaben]] um Einlass bittet. Einige Forscher nehmen einen Einfluss des Motivs auch auf das biblische Hohelied {{Bibel|Hohelied|5,2–8}} an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lateinische Dichtung ===&lt;br /&gt;
Wiederbelebt und variiert wurde es in der [[Augusteische Liebeselegie|römischen Liebeselegie]] des ersten vorchristlichen Jahrhunderts. So verfasste [[Catull]] mit &amp;#039;&amp;#039;carmen 67&amp;#039;&amp;#039; ein Paraklausithyron als [[Dialog]] mit der Haustür, die dem weniger drängenden als vielmehr neugierigen Dichter Klatschgeschichten über das Liebesleben der Hausbewohner vermeldet. In [[Tibull]]s Elegie &amp;#039;&amp;#039;Adde merum&amp;#039;&amp;#039; (I, 2) will der Dichter seinen Schmerz erst durch Weingenuss betäuben, dann das Herz seiner geliebten Delia durch [[Magie|Zauberei]] erweichen, bis er schließlich dem über diese komischen Anstrengungen schmunzelnden Leser droht, wer über die Liebesverirrungen der Jugend lache, werde sich im Alter verlieben und sich noch würdeloser benehmen. [[Ovid]] schließlich erweiterte das Motiv, indem der Liebhaber in &amp;#039;&amp;#039;Amores&amp;#039;&amp;#039;, I, 6 nicht die Tür oder die Geliebte, sondern den [[Türsteher]] anspricht, was Gelegenheit zu einer sozialgeschichtlich interessanten Schilderung dieser [[Sklave]]ngattung bietet. In &amp;#039;&amp;#039;Multa diuque tuli&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Amores&amp;#039;&amp;#039;, III, 11), schildert er, wie er vom aktuellen Liebhaber seiner Freundin Corinna auf der Schwelle sitzend angetroffen wurde, als der nach einer Liebesnacht mit ihr das Haus verließ. Nach dieser demütigenden Erfahrung kündigt er der Liebe in Gestalt des Liebesgotts [[Amor (Mythologie)|Amor]] und damit auch der Liebesdichtung die weitere Gefolgschaft auf. Auch in seiner [[Ars amatoria]] spielt Ovid mit den Motiven des Paraklausithyrons. [[Properz]] schließlich dreht das Motiv in seiner Elegie &amp;#039;&amp;#039;Quae fueram&amp;#039;&amp;#039; (I, 16) insofern um, als hier die Tür selbst klagt, die von allzu vielen ausgeschlossenen Liebhabern angesungen worden sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Horaz]] verfasste mit seiner [[Ode]] &amp;#039;&amp;#039;Extremum Tanain&amp;#039;&amp;#039; (III, 10) ebenfalls ein Paraklausithyron, doch anders als die Elegiker trieb er mit dem Motiv kein halb-ironisches literarisches Spiel, sondern nahm das Thema wieder ernster und lud es durch zahlreiche gelehrte Anspielungen im Sinne des [[Poeta doctus]] poetisch auf. Auch Persius nimmt das Motiv auf (sat. V, 161 sqq.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erich Burck]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Menschenbild in der römischen Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Heidelberg 1966&lt;br /&gt;
* Frank Olin Copley: &amp;#039;&amp;#039;Exclusus Amator. A Study in latin Love Poetry&amp;#039;&amp;#039;. Madison 1959&lt;br /&gt;
* [[Niklas Holzberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die römische Liebeselegie. Eine Einführung&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 2. Aufl. 2001&lt;br /&gt;
* Hans Peter Syndikus: &amp;#039;&amp;#039;Catull. Eine Interpretation. Zweiter Teil: Die großen Gedichte (61 - 68)&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1990&lt;br /&gt;
* C. Yardley: &amp;#039;&amp;#039;The Elegiac Paraklausithyron&amp;#039;&amp;#039;. Eranos, 76. (1978), S. 19–34&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Literaturgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Türen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Warburg1866</name></author>
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