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	<title>Paragneis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T06:52:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paragneis&amp;diff=1065190&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gretarsson: So langsam sollte man mal diskutieren, ob 220px als Standard-Bildbreite noch zeitgemäß ist…</title>
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		<updated>2025-02-26T11:31:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;So langsam sollte man mal diskutieren, ob 220px als Standard-Bildbreite noch zeitgemäß ist…&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Angular Unconformity Kutna Hora detail 2.jpg|mini|Paragneis des Kutná-Hora-Kristallins (Böhmische Masse), [[Winkeldiskordanz|winkeldiskordant]] überlagert von kreidezeitlichen Sandsteinen, [[Kutná Hora]], Tschechien.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paragneis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[metamorphes Gestein]] mit [[Gneis]]struktur, dessen Ausgangsgestein ([[Metamorphose (Geologie)|Protolith]]) ein [[Siliziklastika|siliziklastisches Sedimentgestein]] ist. Paragneise sind [[Quarz]], [[Feldspat]] und [[Glimmer]]-reiche Gesteine, die [[Kyanit]] (= Disthen), [[Staurolith]], [[Granat]] und andere Minerale als Untergemengteile enthalten können. Im Gegensatz zu Paragneisen sind [[Orthogneis]]e aus [[Magmatisches Gestein|Magmatiten]] entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Paragneis ist ein [[Kompositum (Grammatik)|Kompositum]] aus der griechischen Vorsilbe παρα- (&amp;#039;&amp;#039;para&amp;#039;&amp;#039;-) mit der Bedeutung &amp;#039;&amp;#039;Mit-, Neben-, Außer- oder Über-&amp;#039;&amp;#039; und dem Gesteinsnamen [[Gneis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgangsgesteine ==&lt;br /&gt;
Paragneise entstammen gewöhnlich terrigenen, detritischen, oft nur wenig entwickelten&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: „wenig entwickelt“ heißt in diesem Zusammenhang, dass das Sediment eine geringe Kornsortierung hinsichtlich [[Korngröße]] und mineralischer Zusammensetzung sowie eine geringe [[Kornrundung]] besitzt, trifft also vor allem auf die im Folgenden genannten Arkosen und Grauwacken zu. Man spricht hierbei auch von „unreifen“ Sedimenten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sedimenten bzw. Sedimentgesteinen. Dies können [[Arkose]]n sein oder aber [[Grauwacke]]n und [[Pelit]]e, die beiden zuletztgenannten oft als Bestandteile von [[Flysch]] oder flyschoiden Abfolgen, die in [[Ablagerungsmilieu|marinem Milieu]], auf dem [[Schelf]] und am [[Kontinentalhang]], abgesetzt wurden. Reine Quarzsandsteine oder Tonsteine, d.&amp;amp;nbsp;h. Sedimente mit hohem Reifegrad, wandeln sich unter entsprechenden Bedingungen nicht in Gneis, sondern in [[Quarzit]] bzw. [[Tonschiefer]], [[Phyllit]] bis [[Glimmerschiefer]] um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Yttre Ursholmen Kontakt Kosterdiabas i Nebulitisk-migmatitisk sedimentgnejs.jpg|mini|Kontakt zwischen einem Paragneis (oben rechts) und einem [[Dolerit]]gang (unten links), Svekonorwegiden des [[Baltischer Schild|Baltischen Schildes]] (Koster-Inseln, Südwest-Schweden).]]&lt;br /&gt;
Paragneise kommen weltweit in mittel- bis hochgradig metamorphen [[Grundgebirge|Grundgebirgskomplexen]] vor. So sind sie in bestimmten Zonen des [[Variszische Gebirgsbildung|variszischen]] Grundgebirges sehr häufig anzutreffen innerhalb derer sie beispielsweise in der [[Böhmische Masse|Böhmischen Masse]], im [[Schwarzwald]], den [[Vogesen]] oder im französischen [[Geologie des Zentralmassivs|Zentralmassiv]] zutage treten. Auch in metamorphen Komplexen der [[Alpen]] kommen sie vor, beispielsweise in der Dent-Blanche-Sesia-Decke, die unter anderem den Gipfelbereich des [[Matterhorn]]s und des [[Dent Blanche]] bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ParagneissFolding.jpg|mini|Eng gefalteter Paragneis aus dem französischen [[Geologie des Zentralmassivs|Zentralmassiv]], arvernischer Bereich bei [[Nontron]]. Das Gestein zeigt eine deutliche parasitäre Kleinfältelung.]]&lt;br /&gt;
Wie auch Orthogneise sind Paragneise massige und harte [[kristallin]]e Gesteine, die sich durch eine charakteristische granoblastische oder granolepidoblastische Lagentextur auszeichnen ([[Foliation]]). Diese Lagentextur ist im Normalfall eine rhythmische Wechsellagerung von hellen quarz-feldspatreichen Lagen und dunklen [[Glimmer|glimmerreichen]] Lagen. Das besondere an Paragneisen ist, dass in der Lagentextur die ursprüngliche Schichtung der Ausgangsgesteine erhalten sein kann. So machen sich in „vergneisten“ Grauwacken-Tonsteinfolgen die Grauwackenbänke als ausgesprochen massige Zwischenlagen mit granitartigem Aussehen bemerkbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
=== Mineralbestand ===&lt;br /&gt;
Essentielle Minerale in Paragneisen sind [[Quarz]] und Feldspäte ([[Alkalifeldspat]] und [[Plagioklas]], gewöhnlich [[Oligoklas]] oder [[Andesin]]), die meist zusammen auftreten und die oben bereits erwähnten Quarz-Feldspatlagen aufbauen. Hinzu kommen [[Biotit]], [[Muskovit]] und [[Amphibol]]e in den dunklen glimmerreichen Lagen. Da Paragneise von einer Regionalmetamorphose erfasst wurden, führen sie auch meist typische Metamorphoseminerale wie beispielsweise [[Sillimanit]] (Fibrolith), [[Andalusit]], [[Disthen]], [[Cordierit]], [[Staurolith]] oder [[Granat]] ([[Almandin]] und [[Spessartin]]). Als [[Akzessorien]] enthalten sie meist [[Apatit]], [[Titanit]], [[Allanit]], [[Epidot]], [[Turmalin]] und [[Zirkon]] sowie opake Erzminerale wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Ilmenit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chemismus ===&lt;br /&gt;
Bedingt durch das breite Spektrum an Protolithen ist die chemische Zusammensetzung sehr variabel und großen Schwankungen unterworfen. So kann sich der SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt zwischen 57 und 80 % bewegen. Der Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;-Gehalt variiert zwischen 11 und 18 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Tabelle listet die chemische Zusammensetzung von Paragneisen am Beispiel jeweils zweier Gneiseiheiten aus dem [[Schwarzwald|Südschwarzwald]] (jeweils Metagrauwacken; aus Wimmenauer, 1985) und dem Zentralmassiv (&amp;#039;&amp;#039;Bas Limousin&amp;#039;&amp;#039; mit 11 und &amp;#039;&amp;#039;Untere Gneiseinheit&amp;#039;&amp;#039; mit 7 Proben):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe3&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Oxid&amp;lt;br /&amp;gt;Gew. %   !!Ibach&amp;lt;br /&amp;gt;Südschwarzwald !!Murgtal&amp;lt;br /&amp;gt;Südschwarzwald !!Bas Limousin&amp;lt;br /&amp;gt;Zentralmassiv !!Untere Gneiseinheit&amp;lt;br /&amp;gt;Zentralmassiv&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||66,04 ||77,18 ||68,10 ||75,16&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| TiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; ||0,75 ||0,56 ||0,65 ||0,13&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; ||15,35 ||11,68 ||15,15 ||13,65&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; ||1,53 ||0,24 ||1,61 ||0,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| FeO ||4,34 ||2,26 ||3,45 ||1,02&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| MnO ||0,09 ||0,05 ||0,08 ||0,12&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| MgO ||1,94 ||1,01 ||2,08 ||0,43&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| CaO ||1,73 ||1,61 ||1,43 ||0,51&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Na&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ||3,51 ||3,42 ||2,89 ||2,56&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| K&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O ||2,22 ||1,18 ||2,93 ||4,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| P&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;5&amp;lt;/sub&amp;gt; ||0,12 ||0,18 ||0,17 ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| H&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sup&amp;gt;+&amp;lt;/sup&amp;gt; ||2,37 ||0,71 ||1,52 ||1,40&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Na + K ||5,73 ||4,60 ||5,82 ||6,96&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Metamorphe Fazies und Anatexis ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ParagneissLens.jpg|mini|Anatektische, quarz-feldspatreiche Linse im plagioklasreichen Paragneis von Nontron. Ihre räumliche Anordnung deutet auf dextralen Schersinn]]&lt;br /&gt;
Werden Sedimente bzw. die daraus hervorgegangenen Sedimentgesteine tief in die Erdkruste versenkt, beispielsweise durch [[Subduktion]] oder im Zuge der Kollision zweier Kontinentalblöcke, werden sie infolge des hohen Druckes und der hohen Temperaturen in diesen Tiefen [[Metamorphose (Geologie)|umgewandelt]] ([[Regionalmetamorphose]]). Im Fall der Paragneise (wie bei Gneisen generell) erfolgt die Umwandlung unter den mittel- bis hochgradigen („mesozonal“ bis „katazonal“) Druck-Temperaturbedingenen der [[Metamorphe Fazies|Amphibolitfazies]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisweilen werden bei der Metamorphose Druck-Temperaturbedingungen durchlaufen, unter denen es zur partiellen Aufschmelzung ([[Anatexis]]) des Gesteins kommt. Die Gneise zeigen dann [[Migmatit|migmatitische]] Absonderungen granitoider Zusammensetzung (quarz- und feldspathaltige, mit der Lagentextur konkordante Bänder und Linsen, aber auch diskordante Gänge und größere granitoide Enklaven). Bei einer sehr engen Assoziation mit Granitoiden, die eine ähnliche geochemische Signatur ([[Spurenelement]]e, [[Isotop]]en&amp;amp;shy;verteilung) aufweisen, darf auf eine direkte genetische Beziehung dieser Granitoide zu den Paragneisen geschlossen werden. Es ist anzunehmen, dass die Paragneise in diesen Fällen die Granitoide unter partiellem Aufschmelzen abgesondert haben. Eine solche Assoziation findet sich beispielsweise in der &amp;#039;&amp;#039;Oberen Gneiseinheit&amp;#039;&amp;#039; des Livradois (Zentralmassiv).&amp;lt;ref&amp;gt;Fabien Solgadi, Jean-François Moyen, Olivier Vanderhaeghe, Edward W. Sawyer, Laurie Reisberg: &amp;#039;&amp;#039;The Role of Crustal Anatexis and Mantle-Derived Magmas in the Genesis of Synorogenic Hercynian Granites of the Livradois Area, French Massif Central.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Canadian Mineralogist.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;45, Nr.&amp;amp;nbsp;3, 2007, S.&amp;amp;nbsp;581–606, {{DOI|10.2113/gscanmin.45.3.581}} (alternativer Volltextzugriff: [http://jfmoyen.free.fr/IMG/pdf/Solgadi.etal.2007.CanMin.StGermain.pdf free.fr])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natursteinsorten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sarizzo-poliert.jpg|mini|hochkant|Poliertes Muster des Serizzo Antigorio, ca. 24 × 15 cm]]&lt;br /&gt;
Als Paragneise gelten unter anderem die folgenden Sorten:&lt;br /&gt;
* [[Serizzo|Serizzo Antigorio]] ([[Italien]], [[Piemont|Region Piemont]], [[Valle Antigorio]])&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Müller: &amp;#039;&amp;#039;INSK kompakt. Die internationale Naturwerksteinkartei für den aktuellen Markt.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Karteiblatt 48.2. Ebner Verlag Ulm 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Calanca ([[Schweiz]], [[Kanton Tessin]], [[Calanca]]-Tal)&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Müller: INSK kompakt. &amp;#039;&amp;#039;Die internationale Naturwerksteinkartei für den aktuellen Markt.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Karteiblatt 48.1. Ebner Verlag Ulm 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Viscount White ([[Indien]], [[Tamil Nadu]], [[Tiruchirapalli]])&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Müller: INSK kompakt. &amp;#039;&amp;#039;Die internationale Naturwerksteinkartei für den aktuellen Markt.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Karteiblatt 47.1. Ebner Verlag Ulm 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Silver Cloud ([[Vereinigte Staaten|USA]], [[Georgia]], [[Atlanta]])&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Müller: INSK kompakt. &amp;#039;&amp;#039;Die internationale Naturwerksteinkartei für den aktuellen Markt.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Karteiblatt 47.2. Ebner Verlag Ulm 1997.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=W. Wimmenauer |Jahr=1985 |Titel=Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine |Verlag=Ferdinand Enke Verlag |ISBN= 3-432-94671-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4128584-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorphes Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gneis| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gretarsson</name></author>
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