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	<title>Parabraunerde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T04:44:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Parabraunerde&amp;diff=239170&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Koyaanisqatsi01: Überschrift korrigiert</title>
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		<updated>2026-02-14T09:55:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Überschrift korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Parabraunerde.png|mini|hochkant=0.5|Bodenprofil einer mitteleuropäischen Parabraunerde aus Löss mit der typischen Horizontfolge Ah/Al/Bt/(Bt-C/)C (Zeichnung Gerd Hintermaier-Erhard, 2002)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Parabraunerde.jpg|mini|Parabraunerde (Ah/Al-Bv/Btv/C) auf [[Mergel]]n der [[Flussterrasse|Niederterrasse]] bei Rastatt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parabraunerde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ein &amp;#039;&amp;#039;[[Lessivés|Lessivé]]&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet man einen Boden, bei dem Partikel der Korngrößenfraktion Ton vom [[Oberboden]] in den [[Unterboden]] verlagert worden sind. Die &amp;#039;&amp;#039;Parabraunerde&amp;#039;&amp;#039; ist ein weit verbreiteter [[Bodentyp]] im gemäßigt-[[humid]]en [[Klima]] aus primär kalkhaltigem Lockergestein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typprägender Prozess ist die [[Tonverlagerung]], auch als Tondurchschlämmung bezeichnet. Die Bestandteile der Tonfraktion (&amp;lt; 2 µm [[Äquivalentdurchmesser]]), vor allem [[Tonmineral]]e und Eisenoxide, werden entlang von Makroporen mit dem [[Sickerwasser]] in den Unterboden verlagert. Voraussetzung für die Verlagerung der Tonfraktion ist die [[Dispersion (Chemie)|Dispergierung]] der Tonteilchen. Da das Auftreten von mehrwertigen [[Kation]]en (Ca, Mg, Al) in der [[Bodenlösung]] zu einer [[Flockung]] der Tonminerale führt, ist die Tonverlagerung in der Regel nur in mäßig versauerten Böden nach vorangegangener Entkalkung und vor Einsetzen der [[Silikat]]verwitterung im [[PH-Wert|pH-Bereich]] zwischen pH 7-5,5 möglich. Die Tonanreicherung erfolgt im noch [[Carbonate|carbonathaltigen]] Unterboden. Ausnahmen sind Böden mit hoher [[Natrium]]sättigung, wie die [[Salzwasser|salzwasserbeeinflussten]] [[Marsch (Schwemmland)|Marschenböden]] und Salzanreicherungsböden in [[Aridität|ariden]] [[Klimazone]]n, bei denen unter dem Einfluss der einwertigen Natrium-Ionen auch bei höheren pH-Werten Dispergierung und in der Folge eine Tonverlagerung stattfinden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bodengüte und Nutzung ==&lt;br /&gt;
Die Eigenschaften und die daraus folgenden Nutzungsmöglichkeiten der Parabraunerde sind je nach Ausgangsgestein und Verwitterungsgrad sehr unterschiedlich. Sie ist ein [[sand]]ig bis [[lehm]]iger, mäßig [[nährstoff]]reicher, tiefgründiger und sehr gut durchwurzelbarer [[Boden (Bodenkunde)|Boden]]. Das Ausgangsgestein der Bodenbildung besteht oftmals aus primär kalkhaltigem [[Lockergestein]], zum Beispiel [[Löss]]. Die Versorgung mit pflanzenverfügbarem Wasser und der Gehalt an Nährstoffen in Löss-Parabraunerden ist meist vergleichsweise gut, sie werden überwiegend ackerbaulich genutzt. Aus sandigem Substrat bilden sich Bänderparabraunerden, in denen die Tonpartikel in meist mehreren, mehrere Zentimeter mächtigen Bändern im Unterboden akkumulieren; sie wurden früher als Bänderbraunerden bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parabraunerden unter Wäldern sind meist stark versauert. Auf sandigem Substrat ist die Bodengüte niedriger, da es wegen einer geringeren Wasserspeicherkapazität häufiger zum Austrocknen des Bodens kommt. Außerdem muss der Boden bei landwirtschaftlicher Nutzung aufgrund seines geringen Nährstoffgehalts [[Dünger|gedüngt]] werden, um gute Erträge zu erzielen. Auf Löss, Sandlöss und [[Geschiebemergel]] dagegen besitzt Parabraunerde eine sehr hohe Bodengüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bodenhorizonte ==&lt;br /&gt;
=== Nach KA6 ===&lt;br /&gt;
* Ah – humoser Oberboden&lt;br /&gt;
* El – [[Eluvial]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;horizont: durch vertikale Verlagerung von Ton verarmt ([[Lessivierung|lessiviert]]), durch an Tonmineralen gebundenen [[Eisenhydroxide|Eisen(hydr)oxiden]] und [[Huminstoff]]en leicht aufgehellt&lt;br /&gt;
* Kt – [[Illuvial]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;horizont: durch Verlagerung mit [[Tonminerale]]n angereichert&lt;br /&gt;
* C – Ausgangsgestein&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, Staatliche Geologische Dienste Deutschlands |Titel=Bodenkundliche Kartieranleitung in zwei Bänden. Band 2: Geländeaufnahme und Systematik |Auflage=6. komplett überarbeitete und erweiterte Auflage |Verlag=Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe |Ort=Hannover |Datum=2024 |ISBN=978-3-510-96869-5 |Abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach KA5 (veraltet) ===&lt;br /&gt;
Die [[Bodenkundliche Kartieranleitung|KA]]5&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bodenkundliche Kartieranleitung: mit 41 Abbildungen, 103 Tabellen und 31 Listen |Auflage=5., verbesserte und erweiterte Auflage |Verlag=In Kommission: E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele und Obermiller) |Ort=Stuttgart |Datum=2005 |ISBN=978-3-510-95920-4 |Abruf=2026-02-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war für die Jahre 2005 bis 2024 die gültige Kartieranleitung für Böden in Deutschland. Seit 2024 ist sie durch die KA6&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; abgelöst worden, jedoch sind die alten Horizontbezeichnungen noch in vielen Lehrbüchern zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenhorizont]]e einer Parabraunerde sind:&lt;br /&gt;
* Ah – humoser Oberboden&lt;br /&gt;
* Al – an Tonmineralen verarmt (lessiviert); zusätzlich auch etwas an Eisenoxiden und organischen Stoffen verarmt, die als Komplexe mit den Tonmineralen mitwandern, und dadurch aufgehellt → Eluvialhorizont&lt;br /&gt;
* Bt – mit Tonmineralen angereichert (dicht, im Extremfall zur [[Staunässe]] neigend) → Illuvialhorizont&lt;br /&gt;
* ggf. Bv – bei fortgeschrittener [[Bodenversauerung|Versauerung]] möglich: Verbraunungs-/Verlehmungshorizont ([[Silikatverwitterung]])&lt;br /&gt;
* C – Ausgangsgestein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Merkmale:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der gesamte A-Horizont ist [[Silt|schluffig]], nach unten hin schwächer humos. Im Bt-Horizont ist der Boden [[Tonminerale|tonangereichert]] und im Bv-Horizont schließlich [[lehm]]ig. Der C-Horizont ist [[kalkhaltig]] und besteht aus quarz- und silikatreichen Sedimenten wie [[Löss]], [[Geschiebemergel]] oder [[Glazialschotter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
In der deutschen [[Bodensystematik]] gehören Parabraunerden (Abk. LL) zusammen mit den [[Fahlerde]]n zur Klasse der &amp;#039;&amp;#039;[[Lessivé]]s&amp;#039;&amp;#039; (L) innerhalb der Abteilung &amp;#039;&amp;#039;[[Terrestrische Böden]]&amp;#039;&amp;#039; (Landböden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der internationalen Bodenklassifikation [[World Reference Base for Soil Resources]] (WRB) werden sie je nach [[Kationenaustauschkapazität]] und [[Basensättigung]] bei den [[Luvisol]]s, [[Alisol]]s, [[Acrisol]]s oder – in Mitteleuropa sehr selten – [[Lixisol]]s eingeordnet. Humusreiche Parabraunerden gehören zu den [[Phaeozem]]s oder [[Umbrisol]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im US-amerikanischen Bodenklassifikationssystem [[Soil Taxonomy]] werden sie zu den [[Alfisol]]s gezählt, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Udalfs&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* W. Amelung, [[Hans-Peter Blume|H.-P. Blume]], H. Fleige, R. Horn, [[Ellen Kandeler|E. Kandeler]], [[Ingrid Kögel-Knabner|I. Kögel-Knabner]], R. Kretschmar, [[Karl Stahr|K. Stahr]], B.-M. Wilke: [[Fritz Scheffer|Scheffer]]/[[Paul Schachtschabel|Schachtschabel]] Lehrbuch der Bodenkunde. 17. Auflage. Heidelberg 2018. ISBN 978-3-662-55870-6.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Ernst Leitgeb, Rainer Reiter, Michael Englisch, Peter Lüscher, Peter Schad, Karl-Heinz Feger&lt;br /&gt;
   |Titel=Waldböden. Ein Bildatlas der wichtigsten Bodentypen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wiley-VCH Verlag GmbH&lt;br /&gt;
   |Ort=Weinheim&lt;br /&gt;
   |Datum=2013&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-527-32713-3&lt;br /&gt;
   |Umfang=387 Seiten, circa 270 farbige Abb.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.ahabc.de/bodentypen/klasse-typen-oder-bodensystematische-einheiten/bodentyp-parabraunerde/ Parabraunerde] &amp;#039;&amp;#039;Das Magazin für Boden und Garten&amp;#039;&amp;#039; auf ahabc.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4173248-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodentyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Koyaanisqatsi01</name></author>
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