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	<title>Parabolani - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T15:57:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Parabolani&amp;diff=2761871&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Malabon: typo</title>
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		<updated>2025-12-28T10:49:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parabolani&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Parabalani&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|παράβολοι|paráboloi}} oder {{lang|grc|παραβολᾶνοι|parabolánoi}}) waren eine teils militante und gewalttätige christliche [[Brüderorden|Laienbruderschaft]] zur Zeit der [[Alte Kirche|Alten Kirche]]. Sie werden im Zeitraum vom 3. bis zum 6. Jahrhundert erwähnt und agierten in den größeren Städten des Ostens des [[Römisches Reich|Römischen Imperiums]], sicher in [[Karthago]], [[Ephesos]], [[Alexandria in der Antike|Alexandrien]] und [[Konstantinopel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beziehungen und Wirkungen ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich kümmerten sich die Parabolani im 3. Jahrhundert, zur Zeit des [[Dionysius von Alexandria]], Bischof von Alexandria, um die Pflege von „Pestkranken“, so übernahmen sie freiwillig die Pflege der Kranken und die Bestattung der Toten. Daher rührt wohl ihr Name, zu {{grcS|παραβάλλεσθαι τὴν ζωήν|parabállesthai tēn zōēn|de=sein Leben einsetzen}}. Obgleich die Beleglage nicht eindeutig ist, soll die Bruderschaft zum ersten Mal während einer „großen Pest“ (zu {{laS|pestis|de=Seuche, Epidemie}}&amp;lt;ref&amp;gt;Die wissenschaftliche Meinung ist, dass es sich bei den im [[Altertum]] im [[Mittelmeerraum]] auftretenden Seuchen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;vor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; 541 n. Chr.  nicht um die [[Pest]] handelte, sondern eher um Seuchen wie die [[Antoninische Pest]] nachfolgenden [[Epidemie|Epidemien]], die wahrscheinlich [[Pocken]]-Epidemien waren. Bei der [[Justinianische Pest]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ab&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; 541 n. Chr. wurde als Erreger das Pestbakterium ([[Yersinia pestis]]) gefunden. Sie hierzu auch [[Optimum der Römerzeit]], {{enS|[[Pessimum der Völkerwanderungszeit|Late Antique Little Ice Age]], LALIA}} („Spätantike Kleine Eiszeit“, 450 n. Chr. – 700 n. Chr.), [[Kyle Harper]]: &amp;#039;&amp;#039;Fatum. Das Klima und der Untergang des Römisches Reiches.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2020, ISBN 978-3-406-74933-9, S. 36; 151 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;), in Alexandria im Episkopat von Dionysius von Alexandria um 248 n. Chr. aufgetreten sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Glen W. Bowersock]]|Titel=Parabalani: A Terrorist Charity in Late Antiquity|Sammelwerk=[[Anabases]]|Band=12|Jahr=2010|Seiten=45–54|DOI=10.1017/9781108932981.008|Online=https://journals.openedition.org/anabases/1061|Sprache=en|Abruf=2024-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Alexandria und Ephesos ist überliefert, dass sie im 5. Jahrhundert eine Schutztruppe für den örtlichen Bischof bildeten, die äußerst aggressiv und gewalttätig gegen Andersgläubige vorging. Die Institution der Parabolani als private Leibgarde eines Bischofs kann man analog zu den Privatarmeen der Landbesitzer, den [[Bucellarius|Buccelariern]], sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parabolani spielten eine wichtige Rolle im Konflikt zwischen [[Kyrill von Alexandria]] und dem Stadtpräfekten von Alexandrien, [[Orestes (Präfekt)|Orestes]]. In diesem Konflikt ereignete sich auch die [[Mord|Ermordung]] der [[Neuplatonismus|neuplatonischen]] Philosophin [[Hypatia]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=David Engels|Titel=Zwischen Philosophie und Religion: Weibliche Intellektuelle in Spätantike und Islam|Hrsg=[[Dominik Groß]]|Sammelwerk=Gender schafft Wissen, Wissenschaft Gender. Geschlechtsspezifische Unterscheidungen und Rollenzuschreibungen im Wandel der Zeit|Verlag=Kassel University Press|Ort=Kassel|Jahr= 2009 |ISBN =978-3-89958-449-3|Online=https://www.uni-kassel.de/upress/online/frei/978-3-89958-449-3.volltext.frei.pdf|Seiten= 97–125; hier S. 105}}&amp;lt;/ref&amp;gt; an der die Parabolani und „eine Ansammlung Gottesfürchtiger“ mutmaßlich beteiligt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Berthold Seewald |url=https://www.welt.de/geschichte/article199532624/Hypatia-Man-riss-der-Philosophin-Kleider-vom-Leib-und-enthaeutete-sie.html |titel=Man riss ihr die Kleider vom Leib und enthäutete sie. Mit Terrormilizen forderte der Patriarch von Alexandria um 415 n. Chr. die oströmische Staatsmacht heraus. Prominentestes Opfer wurde die Philosophin Hypatia, die in einer Kirche hingemetzelt wurde. |werk=[[Die Welt]] |datum=2021-02-19 |abruf=2024-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Parabolani standen dabei unter der Leitung eines [[Lesemeister|Lektors]] namens Petros.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sokrates Scholastikos]]: &amp;#039;&amp;#039;Historia ecclesiastica&amp;#039;&amp;#039; 7,15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Jahr nach diesem Ereignis sandten die Bürger der Stadt eine Abordnung zu Kaiser [[Theodosius II.]], um die Macht der Parabolani einzuschränken. Daraus resultierte 416 ein Gesetz; eine Überarbeitung erfolgte 418:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Codex Theodosianus]]&amp;#039;&amp;#039; 16,2,43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die Zahl der Parabolani war auf 500 Männer zu beschränken (ab 418: 600). Ebenso reduzierte Theodosius II. ihre Anzahl in Konstantinopel auf 950 Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Codex Iustinianus]]&amp;#039;&amp;#039; 1,2,4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sie durften nicht als Gruppe vor Gericht, im Stadtrat oder im Theater erscheinen.&lt;br /&gt;
* Sie waren aus Armen und Handwerkern rekrutierbar, &amp;#039;&amp;#039;honorati&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;curiales&amp;#039;&amp;#039; waren ausgenommen.&lt;br /&gt;
* Der &amp;#039;&amp;#039;Praefectus Augustalis&amp;#039;&amp;#039; wählt die Leute aus, ab 418 wurde diese Aufgabe dem Bischof übertragen. Ihre Namen wurden in ein öffentliches Verzeichnis eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parabolani spielten ebenfalls eine Rolle während der „[[Konzil von Ephesos (449)|Räubersynode]]“ in Ephesos im Jahr 449. Dort wurde Bischof [[Basileios von Seleukeia]] von einer Gruppe von Mönchen und Parabolani bedroht, die unter ihrem Leiter [[Barsauma von Nisibis]] zum Konzil kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Hahn (Historiker)|Johannes Hahn]]: &amp;#039;&amp;#039;Parabalani.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon für Antike und Christentum]]. &amp;#039;&amp;#039;Band 26, Hiersemann, Stuttgart 2015, ISBN 978-3-7772-1509-9, Sp. 924–932.&lt;br /&gt;
* Johannes Hahn: &amp;#039;&amp;#039;Gewalt und religiöser Konflikt. Studien zu den Auseinandersetzungen zwischen Christen, Heiden und Juden im Osten des Römischen Reiches (von Konstantin bis Theodosius II.)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Klio (Zeitschrift)|Klio]]-Beihefte. N. F.&amp;#039;&amp;#039; Band 8), Akademie Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-05-003760-1.&lt;br /&gt;
* [[Glen W. Bowersock]]: &amp;#039;&amp;#039;Parabalani: A Terrorist Charity in Late Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anabases. Traditions et Réceptions de l’Antiquité.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 2010, S. 45–54 ([[DOI:10.4000/anabases.1061]]).&lt;br /&gt;
* Jitse H. F. Dijkstra, Christian R. Raschle: &amp;#039;&amp;#039;Religious Violence in the Ancient World: From Classical Athens to Late Antiquity.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge University Press, Cambridge 2020, ISBN 978-1-108-84921-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle|autor=Nadja Podbregar|titel=Krieg im „Dienste Gottes“. Die Eskalation der Konflikte.|datum=2010-03-11|url=https://www.scinexx.de/dossierartikel/krieg-im-dienste-gottes/|werk=scinexx.de|abruf=2024-01-26}}&lt;br /&gt;
* [[s:en:Catholic Encyclopedia (1913)/Parabolani|Catholic Encyclopedia (1913)/Parabolani]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Reichskrise des 3. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
* [[Circumcellionen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Bewegung (Alte Kirche)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bande]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christliche Ordensgemeinschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlicher Terrorismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sozialgeschichte (Spätantike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Malabon</name></author>
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