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	<title>Papenkaule - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Papenkaule&amp;diff=1047314&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ruebezahll am 29. Dezember 2025 um 08:49 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-29T08:49:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Die Papenkaule.jpg|mini|Papenkaule]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Papenkaule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (im Dialekt auch &amp;#039;&amp;#039;Papenkaul&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist eine ovale Einsenkung in der [[Munterley]] nördlich von [[Gerolstein]]/[[Eifel]]. Sie ist in Nordwest-Südost-Ausdehnung etwas langgestreckt mit einem Durchmesser von 80 bis 140 Meter bei einer mittleren Tiefe von 30 Metern. Die Papenkaule ist vulkanisch entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Die Papenkaule ist umgeben von einem niedrigen Wall, der aus pyroklastischen Ablagerungen, [[Tephra]] genannt, besteht. Es kommen vor Bruchstücke [[Devon (Geologie)|devonischer]] Sedimente, zum Teil durch Hitzeeinwirkung glasiert, miteinander verschweißte Basaltschlacken, Bruchstücke von Erdmantel-Gestein (sogenannte Olivinbomben, nach dem Mineral [[Olivin]]) und metamorph stark veränderte sogenannte [[Sanidinit-Fazies|Sanidinite]]. Form und Gestalt legen damit eine [[phreatomagmatische Explosion]] nahe, bei der ein [[Maar]] entstanden wäre. Die Papenkaule wird aber anders gedeutet. Hier sei zunächst ein Krater bei einer reinen Gasexplosion, ohne Wassereinfluss, entstanden. Die danach aufdringende [[Lava]] hätte hier aber nie die Oberfläche erreicht. Sie ist demnach unterirdisch, in Hohlräume des verkarsteten [[Dolomit (Gestein)|Dolomitgesteins]] der Munterley abgeflossen, trat westlich davon in der &amp;#039;&amp;#039;Hagelskaule&amp;#039;&amp;#039; zu Tage und strömte südwärts als &amp;#039;&amp;#039;Sarresdorfer Lavastrom&amp;#039;&amp;#039; bis ins [[Kyll]]tal (benannt nach einem heute eingemeindeten Ort ([[Sarresdorf]]) bei Gerolstein). An der Hagelkaule als oberirdischer Austrittsstelle hat sich ein Wall aus Wurf- und Schweißschlacken gebildet, die durch Lavafontänen erklärt werden. Der Sarresdorfer Lavastrom besitzt zwischen Munterley und Auburg eine Lücke. Hier ist er vermutlich durch das steile Gefälle abgerissen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot;&amp;gt;[[Wilhelm Meyer (Geologe)|Wilhelm Meyer]]: Geologie der Eifel. Schweizerbarth, Stuttgart, 4. Auflage 2013. ISBN 978-3-510-65279-2. S. 407–409.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Lavastrom liegt Sedimenten der [[Niederterrasse]] des Kylltals auf und hat damals den Fluss aus seinem alten Flussbett verdrängt. Ob es dabei auch zu einem Aufstau gekommen ist, ist umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen dem Eindruck ist also die Papenkaule kein Maar, sie entspricht eher dem [[Vulkankrater|Krater]] eines [[Schlackenkegel]]s. Nahebei, etwas nördlich zwischen Hagelskaule und Steinberg, liegt mit dem [[Gerolsteiner Maar]] auch ein echtes (Trocken-)Maar von etwa 900 Meter Durchmesser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot; /&amp;gt; Die Papenkaule, als atypischer Schlackenkegel, ist eines der gut 250 bekannten Eruptionszentren des [[Westeifel-Vulkanfeld]]s.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hofbauer&amp;quot;&amp;gt;Gottfried Hofbauer: Vulkane in Deutschland. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2016. ISBN 978-3-534-26824-5. Papenkaule auf S. 126.&amp;lt;/ref&amp;gt; Frühere Vermutungen, es handelte sich bei Papenkaule und Hagelskaule um unabhängige Eruptionspunkte,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dohm&amp;quot;&amp;gt;[https://www.heimatjahrbuch-vulkaneifel.de/VT/hjb1974/hjb1974.14.htm Die Hagelskaule bei Gerolstein und der Sarresdorfer Lavastrom]. B.Dohm in heimatjahrbuch-vulkaneifel.de, abgerufen am 12. August 2025&amp;lt;/ref&amp;gt; werden heute nicht mehr vertreten, sie gehen letztlich zurück auf [[Ernst Heinrich von Dechen]] 1886.&amp;lt;ref&amp;gt;Gilbert Rahm (1956): Der quartäre Vulkanismus im zentralen Teil der Westeifel - ein Beitrag&lt;br /&gt;
zum Eruptionsmechanismus der Eifel-Vulkane. Decheniana (Verhandlungen des Naturhistorischen Vereins der Rheinlande und Westfalens) 109 (1): 11–51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gestein des Sarresdorfer Lavastroms wurde bestimmt als [[Basanit (Gestein)|Basanit]], ein basisches, kieselsäurearmes Ergussgestein. Sein Alter, und damit auch das Alter der Papenkaule, wurde mittels [[Kalium-Argon-Datierung#39Ar-40Ar-Methode|Argon-Argon-Datierung]] auf 32.000 Jahre, plus/minus 13.000 Jahre, datiert, also ins späte [[Pleistozän]]. Er ist im näheren Umfeld im nördlichen Teil des Westeifel-Vulkanfelds, das eigentlich überwiegend durch etwa 400.000 Jahre ältere altpleistozäne Eruptionen gekennzeichnet ist, untypisch jung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mertz&amp;quot;&amp;gt;Dieter F. Mertz, Werner Löhnertz, Sébastien Nomad, Alison Pereirad, Dejan Prelević, Paul R. Renne (2015): Temporal–spatial evolution of low-SiO2 volcanism in the Pleistocene West Eifel volcanic field (West Germany) and relationship to upwelling asthenosphere. Journal of Geodynamics 88: 59–79. [[doi:10.1016/j.jog.2015.04.002]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Vulkanismus des Westeifel-Vulkanfelds endete bisher mit dem Ausbruch im [[Ulmener Maar]] vor etwa 10.000 Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.geopark-vulkaneifel.de/eifel/landschaft/ausfluege-in-die-erdgeschichte/papenkaule.html Papenkaule]. Webseite des Natur- und Geoparks Vulkaneifel.&lt;br /&gt;
* [https://www.deutsche-vulkanstrasse.com/de/geologie/papenkaule Station 33 der deutschen Vulkanstraße]&lt;br /&gt;
* [https://www.heimatjahrbuch-vulkaneifel.de/VT/hjb1974/hjb1974.14.htm Die Hagelskaule bei Gerolstein und der Sarresdorfer Lavastrom]. B.Dohm in heimatjahrbuch-vulkaneifel.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/13/51/N |EW=6/39/53/E |type=mountain |region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie der Eifel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkan in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Vulkaneifel)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ruebezahll</name></author>
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