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	<title>Papacha - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T09:28:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Papacha&amp;diff=2262101&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ziv: (GR) File renamed: File:Georgische Familie.jpg → File:Family of the Georgian poet Vasha Pshavela, approx. 1905.jpg Criterion 2 · More precise and not just a meaningless name</title>
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		<updated>2025-11-21T21:10:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;(&lt;a href=&quot;/index.php?title=C:GR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:GR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;GR&lt;/a&gt;) &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File renamed&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Georgische_Familie.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Georgische Familie.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Georgische Familie.jpg&lt;/a&gt; → &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Family_of_the_Georgian_poet_Vasha_Pshavela,_approx._1905.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Family of the Georgian poet Vasha Pshavela, approx. 1905.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Family of the Georgian poet Vasha Pshavela, approx. 1905.jpg&lt;/a&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Criterion 2&lt;/a&gt; · More precise and not just a meaningless name&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Reestrovoe kazachestvo (cropped).jpg|miniatur|Militärische Papacha aus natur&amp;amp;shy;farbenem, sogenanntem [[Halbpersianerfell|&amp;#039;&amp;#039;Halbpersianer&amp;#039;&amp;#039;-Fell (auch &amp;#039;&amp;#039;Bessarabisch-Lamm&amp;#039;&amp;#039;)]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Papacha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Mehrzahl &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Papachi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS}} und {{ukS|папа́ха}}=&amp;#039;&amp;#039;papácha&amp;#039;&amp;#039;; {{KaS|ფაფახი}} {{IPA|pʰɑpʰɑxi|papachi}}=&amp;#039;&amp;#039;papachi&amp;#039;&amp;#039; – hier Singular, der georgische Plural heißt &amp;#039;&amp;#039;papachni&amp;#039;&amp;#039;; {{azS|papaq}}; {{adyS|паӏо}}=&amp;#039;&amp;#039;pa&amp;#039;o&amp;#039;&amp;#039;; {{tkS|papaha}}; {{ceS|холхазан куй}}=&amp;#039;&amp;#039;cholchasan kui&amp;#039;&amp;#039;) ist eine traditionelle und bis heute weitverbreitete [[Kaukasien|kaukasische]] Kopfbedeckung für Männer und Jungen, die darüber hinaus auch in einigen Teilen [[Mittelasien]]s, [[Vorderasien]]s und bei den russisch-ukrainischen [[Kosaken]] traditionell ist. Sie ist auch ein bekannter Teil der Männertracht der [[Turkmenen (Zentralasien)|Turkmenen]], [[Karakalpaken]], [[Krimtataren]] und [[Nogaier]] in westlichen Teilen der eurasischen Steppen.&lt;br /&gt;
Der Ursprung des Namens dürfte in [[Turksprachen]], wie Aserbaidschanisch und Turkmenisch liegen, wo &amp;#039;&amp;#039;papaha&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;papaq&amp;#039;&amp;#039; einfach nur ‚[[Hut]]‘ bedeuten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GSE|086725}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Kaiserlich Russische Armee|kaiserlich-russischen]] und [[Sowjetunion|sowjetischen]] Armee wurde die Papacha als [[Militärische Kopfbedeckung|Winter-Kopfbedeckung]] für Dienstränge ab [[Oberst]] ein repräsentativer [[Uniform]]bestandteil in den [[Rote Armee|Streitkräften]]. Zwischenzeitlich ab dem Jahre 1994 in den [[Russische Streitkräfte|Russischen Streitkräften]] nicht mehr verwendet, wurde sie jedoch zum Winter 2005 wieder eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen wird sie manchmal ungenau als &amp;#039;&amp;#039;Kosakenmütze&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kaukasische Mütze&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Russland wurde historisch auch eine verkürzte Form der Papacha namens [[Kubanka]] getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stoff, Form und Funktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Family of the Georgian poet Vasha Pshavela, approx. 1905.jpg|mini|links|hochkant=1|Der georgische Dichter [[Wascha-Pschawela]] um 1905 mit Langhaar-Papacha.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Papacha wird aus Fellen des [[Hausschaf]]es, seltener der [[Hausziege]] regional verbreiteter Rassen genäht. Je nach Rasse kann sie aus Fellen mit Kurzhaarwolle (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Fettschwanzschaf]]) oder mit Langhaarwolle (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kaukasisches Wollschaf]], [[Angoraziege]], seltener [[Kaschmirziege]]) bestehen.&lt;br /&gt;
Als besonders edles Material gilt der [[Persianer]], das Fell des [[Karakulschaf|Karakullamms]].&lt;br /&gt;
Papachi sind entsprechend den Schaf- oder Lammfellfarben hauptsächlich schwarz oder weiß, seltener grau-silbrig oder braun.&lt;br /&gt;
Andere [[Pelzarten]] werden nur sehr selten verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Theodor Horschelt Tscherkessen.jpg|mini|hochkant=1|Nordkaukasier mit Papacha und Kapuzenumhang im 19. Jahrhundert.]]&lt;br /&gt;
Meist ist eine Papacha [[Zylinder (Geometrie)|zylinderförmig]], manchmal ist der obere Rand quer, flach zusammengenäht, oder aber [[kegelstumpf]]förmig, wobei die Oberseite ebenfalls aus Fell besteht. Öfter ist der Deckel auch aus anderen Materialien, wie Filz, Baumwolle usw. gearbeitet.&lt;br /&gt;
Wesentlich seltener sind halbkugelähnliche Formen, die meist aus Langhaarfellen genäht werden.&lt;br /&gt;
Viele Langhaar-Papachi (tschetschenisch &amp;#039;&amp;#039;mangal kui&amp;#039;&amp;#039; genannt) haben allerdings ebenfalls eine zylindrische Grundform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Papacha bietet nicht nur in den kalten Gebirgsgegenden einen guten Kälteschutz, sie schützt sogar im Sommer vor einem Hitzestau.&lt;br /&gt;
Die Ohren bleiben jedoch weitgehend ungeschützt, auch ist sie nicht sehr windfest.&lt;br /&gt;
Bei starker Kälte oder starkem Wind wurde deshalb in einigen Regionen Kaukasiens ein Kapuzenumhang (&amp;#039;&amp;#039;[[Baschlik]]&amp;#039;&amp;#039;) aus Leder oder aus nach innen gedrehtem Fell darüber gelegt, dessen lange Enden wie ein [[Schal]] getragen oder um die Papacha gebunden werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Papacha sollte nicht mit den Pelzmützen umliegender Großregionen verwechselt werden.&lt;br /&gt;
In den nördlichen Waldgebieten trugen die Menschen, z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Tataren]] oder die Bewohner des [[Zarentum Russland|Zarentums Russland]] oder [[Polen-Litauen]]s, traditionell eher größere oder höhere Mützen aus [[Zobelfell]], [[Nerzfell]] und anderen Wildtierpelzen, nicht aus Schaf- oder Ziegenfell.&lt;br /&gt;
Diese werden nicht als &amp;#039;&amp;#039;Papacha&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, sondern haben andere Namen, in Russland zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Bojarenmütze]]&amp;#039;&amp;#039; oder der [[Chassidismus|chassidische]] &amp;#039;&amp;#039;[[Schtreimel]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Auch die [[Karakulmütze]], die vor allem in [[Pakistan]] und [[Afghanistan]] oft in [[Schiffchen (Uniform)|Schiffchen]]-Form getragen wird, ist keine Papacha.&lt;br /&gt;
Sie definiert sich durch die Fellart, nicht durch Form oder Tradition.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Papachi in verschiedenen Regionen&lt;br /&gt;
|Größe=220&lt;br /&gt;
|Position=&lt;br /&gt;
|Datei:Turkmen man with camel.jpg|Ein Turkmene mit hier häufiger Langhaar-Papacha (regional auch [[Telpek]] genannt) zwischen 1905 und 1915. Bild des Farbfoto-Pioniers [[Sergei Prokudin-Gorski]]. &lt;br /&gt;
|Datei:Abdullah frères. Constantinople. Circassian. 1865.jpg|Ein ins Osmanische Reich ausgewanderter Tscherkesse 1865 mit Papacha und Tschocha. Foto der osmanischen Hoffotografen [[Abdullah Frères]].&lt;br /&gt;
|Datei:Ermakov. Georgians with national clothes.jpg|Georgier vor 1916 mit Papacha und Tschocha.&lt;br /&gt;
|Datei:Mountain Jews Guba.jpg|Eine [[Bergjuden|bergjüdische]] Grundschulklasse Anfang 20. Jahrhundert in [[Quba (Stadt)|Quba]] / Nord-Aserbaidschan. Einige Schüler tragen damals populäre Kopien von Uniformen der [[Infanterie]] der Russischen Armee, andere die Papacha.&lt;br /&gt;
|Datei:Group portrait of eight Circassian men in uniform, with another man, possibly an Ottoman official.jpg|Tscherkessen im Nahen Osten zwischen 1880 und 1900. Foto der Abdullah Frères.&lt;br /&gt;
|Datei:Шейх Мансур.jpg|Der tschetschenische Aufstandsführer [[Mansur Uschurma]] (1737–94). Viele gläubige muslimische Nordkaukasier banden früher über die Papacha einen [[Turban]].&lt;br /&gt;
|Datei:Amur Cossaks 189x 190x.JPG|Amurkosaken ca. 1900, darunter zwei mit Papacha.&lt;br /&gt;
|Datei:Brooklyn Museum - Two Persian Peasants and Two Persian Officers Gambling One of 274 Vintage Photographs.jpg|Persische Bauern und Beamte mit Papacha.&lt;br /&gt;
|Datei:Evstafiev-chechnya-handshake.jpg|Tschetschenischer Kämpfer 1995 mit Papacha (&amp;quot;Mangal Kui&amp;quot;) und Tschocha.&lt;br /&gt;
|Datei:Tipy Mingreltsy. Types of Life The Mingrelians (1865) (A).jpg|Nordwestgeorgische [[Mingrelier]], 1865 in [[Mingrelien]] mit traditionellen Kopfbedeckungen. &lt;br /&gt;
|Datei:CosssackFamilyPic.jpg|In die USA eingewanderte Kosaken, ca. 1921.&lt;br /&gt;
|Datei:Sunni Muslim man wearing traditional dress and headgear alt1.jpg|Ein [[Dagestan]]er 1904 mit Papacha und Tschocha. Foto von Prokudin-Gorski.&lt;br /&gt;
|Datei:Armenian Fedayees 1890-1896.jpg|Armenisch-nationale Freischärler („Fedaijin“ oder &amp;quot;Fedais&amp;quot;) in den 1890er Jahren mit der Flagge der [[Daschnaken]]. Koloriertes Foto.&lt;br /&gt;
|Datei:Lynch Armenia Group of Kurd Hamidiye cavalry.png|Angehörige der kurdisch-türkischen [[Hamidiye (Kavallerie)|Hamidiye]]-Miliz 1901, die Hauptfeinde der armenischen Fedais. &lt;br /&gt;
|Datei:Штурм аула Салта.jpg|Eroberung der dagestanischen Ortschaft Salta 1847 während des [[Kaukasuskrieg (1817–1864)|Kaukasuskrieges 1817-1864]]. Gemälde von [[Franz Roubaud]]. Links kosakische Angreifer, rechts awarische Verteidiger. &lt;br /&gt;
|Datei:Kosta XETAGUROV.jpg|Der ossetische Nationalschriftsteller [[Kosta Lewanowitsch Chetagurow|Kosta Chetagurow]] (1859-1906) mit Papacha und Tschocha.&lt;br /&gt;
|Datei:Sattar Khan.jpg|Der aus [[Täbris]] / Iranisch-Aserbaidschan stammende Revolutionär der [[Konstitutionelle Revolution|Iranischen Verfassungsrevolution 1905–11]] [[Sattar Khan]] mit Papacha.&lt;br /&gt;
|Datei:Apsua Childs waving Apsny Flag.jpg|Kleine [[Abchasen]] mit [[Flagge Abchasiens|abchasischer Flagge]] mit Papacha und Tschocha.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Papacha ist heute eine typisch kaukasische und kosakische Kopfbedeckung und ist Teil der traditionellen Männertracht der Völker [[Nordkaukasien]]s ([[Tscherkessen]], [[Osseten]], [[Tschetschenen]], [[Awaren (Kaukasus)|Awaren]] u. v. a.), der meisten Regionen [[Georgien]]s und [[Aserbaidschan]]s, auch vieler Bewohner des [[Kleiner Kaukasus|Kleinen Kaukasus]]. Sie ist bis nach [[Ostanatolien]], [[Iranisch-Aserbaidschan]] und in einigen weiteren Gebirgsregionen Anatoliens und des [[Iran]] verbreitet. Im 19. Jahrhundert trugen unter der Dynastie der [[Kadscharen]] auch viele Angehörige der persischen Oberschicht Papachi aus Persianerfell. Auch im [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] und der nachfolgenden [[Türkei]] waren Papachi besonders unter reformwilligen Politikern und in Teilen der Bevölkerung Ende des 19./ Anfang des 20. Jahrhunderts beliebt. In Georgien werden sie noch in nordostgeorgischen Gebirgsregionen ([[Pschawi]], [[Chewsuretien]], [[Mtiuleti]], [[Tuschetien]]) allgemein getragen, in nordwestlichen Regionen ([[Swanetien]], [[Mingrelien]], [[Abchasien]]) sind daneben andere Kopfbedeckungen traditionell in Gebrauch. Mit der Expansion der Kosaken im 16.–19. Jahrhundert besonders nach Süd-[[Sibirien]] und in den Fernen Osten ([[Region Primorje|Primorje-Gebiet]] am [[Amur]] und [[Ussuri]]) verbreiteten sich Papachi auch in diese Regionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl einige Völker, wie die Tscherkessen, Georgier, Aserbaidschaner, Turkmenen (hier neben „Papaha“ auch [[Telpek]] genannt) und Kosaken die Papacha als Teil ihrer Nationaltracht empfinden, sind Papachi tatsächlich nicht nur an einzelne Völker oder Religionsgemeinschaften gebunden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Sheepskin hats.jpg|miniatur|links|hochkant=1.0|Trocknende Papachni in Nordost-Georgien]]&lt;br /&gt;
Typisch nordkaukasisch, georgisch und kosakisch ist eine Kombination aus Weichleder-Stiefeln, Papacha und [[Tschocha]] (bei den Kosaken „&amp;#039;&amp;#039;[[tscherkeska]]&amp;#039;&amp;#039;“ genannt), einem traditionellen Filzmantel, der seit der Einführung des [[Schießpulver]]s (in dieser Region etwa Anfang des 17. Jahrhunderts) um kleine Brusttaschen für Pulverladungen, später für Patronen ergänzt wurde. Bei Kälte wurde darüber ein zweiter Mantel aus [[Schaffell]] angezogen, die [[Burka (Männerumhang)|Burka]], georgisch ნაბადი „&amp;#039;&amp;#039;nabadi&amp;#039;&amp;#039;“. Die Kombination aus weichen Stiefeln, Papacha, Baschlik, Tschocha und Burka ist bei sehr wechselhaften Witterungsverhältnissen und auch bei häufigen kriegerischen Auseinandersetzungen sehr zweckmäßig und setzte sich deshalb unter Georgiern, Nordkaukasiern und Kosaken allgemein durch.&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben dieses Absatzes vgl. [http://books.google.de/books?id=PnjAlei9fe0C&amp;amp;pg=PA143&amp;amp;dq=papakha&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=rXapTd6MJOnT4waft825Cg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=7&amp;amp;ved=0CEQQ6AEwBg#v=onepage&amp;amp;q=papakha&amp;amp;f=false Amjad M. Jaimoukha: &amp;quot;The Chechens: a handbook.&amp;quot;] New York 2005. S. 147 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Vorgänger und ähnliche Mützen&lt;br /&gt;
|Größe=&lt;br /&gt;
|Position=&lt;br /&gt;
|Datei:Kvariani (Krikhi fresco, 11th century).JPG|Bild eines georgischen Kirchenstifters ([[Ktitor]]) mit Pelzmütze, 11. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
|Datei:Mengli bayezid.jpg|Der Herrscher des [[Krimkhanat]]es [[Meñli I. Giray]] und sein Sohn [[Mehmed I. Giray]] mit Pelzmützen Anfang 16. Jahrhundert beim Empfang durch den osmanischen Sultan [[Bayezid II.]]&lt;br /&gt;
|Datei:Olearius clothes.jpg|Bild aus [[Adam Olearius]]: „Ausführliche Beschreibung der kundbaren Reyse Nach Muscow und Persien....“, Schleswig 1663.&lt;br /&gt;
|Datei:Bojaren.jpg|Russische [[Bojaren]] im 16./17. Jahrhundert in traditioneller Tracht.&lt;br /&gt;
|Datei:Juliusz Kossak Kozacy donscy.jpg|[[Donkosaken]] 1877 mit hoher Kopfbedeckung.&lt;br /&gt;
|Datei:Wassilij Wassiljewitsch Wereschtschagin 001.jpg|Mittelasiatische [[Derwisch]]e in Festkleidung mit mittelasiatischer Form der Kalpak Ende 19. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
|Datei:Kyrgyz Manaschi, Karakol.jpg|Ein &amp;#039;&amp;#039;Manaschi&amp;#039;&amp;#039; (Erzähler des [[Kirgisen|kirgisischen]] Nationalepos [[Manas (Epos)|Manas]]) mit typisch mittelasiatisch-kirgisischer umgestülpter Form der Kalpak mit Krempe, hier eine Pelzkrempe.&lt;br /&gt;
|Datei:Kováts Mihály.jpg|Der ungarische Husar [[Mihály Kováts]], Begründer der U.S.-Husaren, im 18. Jahrhundert mit Kolpag.&lt;br /&gt;
|Datei:Dervishes Avanos.JPG|Mevlevi-Sufis bei ihrer [[Dhikr|Versenkung zum Gedenken an Gott]] unter Anleitung eines [[Sufismus#Der Scheich|Lehrers]], 2010 in der Türkei mit der [[Sikke]].&lt;br /&gt;
|Datei:Belz Purim5766 2.jpg|[[Belz (chassidische Bewegung)|Belzer]] Chassidim mit Kolpik bei ihrem Ritual „Rebbe [[Tish]]“, 2006.&lt;br /&gt;
|Datei:3078-Kud Doka Paulovic de Servia no Festival Folclorico da Coruña. (8452445371).jpg|Die serbische Folkloregruppe „Đoka Pavlović“ mit Schaffellmützen (Šubara) beim „Walachentanz aus der Homolje“ („Vlaške igre iz Homolja“)&amp;lt;ref&amp;gt;Die Region Homolje um [[Žagubica]] war früher vorwiegend von walachischen Hirten bewohnt, deshalb auch die Dominanz von Schaffellen in der Tracht. {{Webarchiv|url=http://www.djokapavlovic.rs/igracki-repertoar/ |wayback=20151003221235 |text=Repertoire der Gruppe |archiv-bot=2024-04-11 08:46:18 InternetArchiveBot }}, [https://www.youtube.com/watch?v=yHjjNPnZVFg Video des Tanzes].&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
|Datei:Iosif Berman - Un ţăran işi inlocuieste pălăria cu o cuşmă de oaie, la taraba unui comerciant.jpg|Bauer beim Kauf der rumänischen ländlichen Pelzmütze Căciulă in den 1930er Jahren, in den Regionen [[Moldau (Region)|Moldau]], [[Bukowina]] und [[Transsilvanien]] auch „Cuşmă“ genannt, was vom ukrainischen Wort für ländliche Pelzmützen, „Kutschma“ kommt&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dexonline.ro/definitie/cu%C8%99m%C4%83 Sammlung rumänischer Wörterbucheinträge] zur Herkunft und Verbreitung des regionalen Wortes „Cuşmă“.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Kutschma und Căciulă waren in der Regel aus Schaffell, gelegentlich aus höherwertigem Pelz.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pelzmützen als Kälteschutz haben eine lange Tradition. Russische, kaukasische und persische Abbildungen des Mittelalters bis in das 16.&amp;amp;nbsp;bis 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zeigen oft sehr hohe, Wohlhabenheit andeutende Pelzmützen und andere hutähnliche Formen aus nach innen gedrehtem Pelz mit [[Hutkrempe|Krempe]], die im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert seltener werden. Die historischen hohen Kopfbedeckungen des russischen Adels, die bis zu den [[Petrinische Reformen|Reformen Peters des Großen]] verbreitet waren, werden deutsch oft &amp;#039;&amp;#039;Röhrenmütze&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Bojarenmütze]]&amp;#039;&amp;#039; genannt. In Mittelasien, der Türkei und einigen türkisch beherrschten Balkanländern hießen sie &amp;#039;&amp;#039;[[Kalpak]]&amp;#039;&amp;#039;. Auf Kalpak, die später auch in anderen europäischen Armeen eingeführte Fellmütze, ist die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kolpag&amp;#039;&amp;#039; bei den ungarischen [[Husaren]] zurückzuführen. Im 18.&amp;amp;nbsp;und 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde die vorher größere Kalpak der Türkei der kaukasischen Papacha zunehmend ähnlicher.&lt;br /&gt;
Auch wenn &amp;#039;&amp;#039;kalpak&amp;#039;&amp;#039; ursprünglich eine hohe Mütze bezeichnete und &amp;#039;&amp;#039;papacha&amp;#039;&amp;#039; allgemein eine Kopfbedeckung, wurden die beiden ursprünglich turksprachigen Namen zunehmend synonym in verschiedenen Sprachen gebraucht. Der Name des mittelasiatischen Volkes der [[Karakalpaken]] bedeutet ‚Schwarzkalpaken‘. In der Türkei heißt die Mütze eher &amp;#039;&amp;#039;kalpak&amp;#039;&amp;#039;, nur in Ostanatolien ist der Name &amp;#039;&amp;#039;papacha&amp;#039;&amp;#039; verbreitet. Der Name des ostanatolischen Turkmenenstammes der [[Karapapaken]] bedeutet ‚Schwarzpapachen‘.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mystische Strömung im Islam, der [[Sufismus]] ([[Derwisch]]e), unterteilt sich in viele verschiedene [[Tariqa|Schulen]], die manchmal an den charakteristischen Kopfbedeckungen zu erkennen sind. Bekannt sind im Westen die [[Mevlevi]]-Sufis für ihre sehr hohe Filzmütze. Auch die osteuropäisch-jüdischen Mystiker, die Chassidim, unterteilen sich in verschiedene Schulen, die auch verschiedene Mützen tragen. Neben dem erwähnten Schtreimel tragen einige Schulen auch den höheren [[Spodek (Mütze)|Spodik]], der generell schwarz ist und der Papacha ähnelt, andere den ebenfalls höheren [[Kolpik]], der immer braun-schwarz ist und seinen Namen von der mittelasiatischen Kalpak hat. Wie erwähnt, bestehen diese aber ebenso wie Bojarenmützen nicht aus Schaf- oder Ziegenfell, sie sind den Papachi nur ähnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Papacha ähnliche Mützen aus Schaf- und Ziegenpelz gab es auch in [[Südosteuropa]] ([[Balkanhalbinsel|Balkan]]), sie waren hier im Unterschied zu Kaukasien und angrenzenden Regionen vorwiegend auf viehzüchtende [[Nomadenvölker|Nomaden]] und auf [[Hirte]]n beschränkt, die viele Schafe und Ziegen besaßen. Bauern, Stadtbewohner, Adelige und Beamte trugen in osmanischer Zeit seltener Schaf- oder Ziegenpelzmützen (eher den Turban oder den [[Fes (Kopfbedeckung)|Fes]] und andere Mützen). Dagegen war die Papacha in Kaukasien verbreitet. Dies hat soziale Ursachen, in Südosteuropa (wie auch in [[Südeuropa]]) bildeten hauptberufliche Schaf- und Ziegenzüchter einen eigenen Berufsstand. In Teilen des Balkans gehörten sie meist zur [[Romanische Sprachen|romanischsprachigen]] Minderheit der [[Walachen]]. Demgegenüber waren die Menschen in [[Hochgebirge]]n Europas und Asiens traditionell [[Halbnomadismus|Halbnomaden]] beziehungsweise lebten in [[Transhumanz]], das heißt die Mehrheit der Bevölkerung kaukasischer Gebirgsdörfer zogen bis zum Verbot der Tradition in sowjetischer Zeit mit den Tieren im Winter auf Winterweiden im Flachland. Bauern und Hirten waren also keine getrennten Gruppen, sondern kamen aus denselben Familien. Fellmützen waren deshalb in Kaukasien allgemeiner verbreitet, während sie auf dem Balkan, in Anatolien und Persien eher von Hirten und Nomaden, seltener von Bauern oder anderen getragen wurden.&lt;br /&gt;
Erst im 19.&amp;amp;nbsp;und 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurde die Papacha zuerst in der russischen Armee, dann auch in der osmanischen und persischen ein Teil der Uniform einzelner Armeeeinheiten und hoher Offiziere. Auch wurde sie in dieser Zeit im zivilen Leben Mode und wurde selbst in der Oberschicht bis hin zu den Herrschern häufig getragen.&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
|Name=Uniform-Papachi und Mode-Papachi&lt;br /&gt;
|Größe=350&lt;br /&gt;
|Position=left&lt;br /&gt;
|Datei:Ilja Jefimowitsch Repin - Reply of the Zaporozhian Cossacks - Yorck.jpg|[[Saporoger Kosaken]] schreiben 1676 dem türkischen Sultan einen Schmähbrief. [[Die Saporoger Kosaken schreiben dem türkischen Sultan einen Brief|Populäres Gemälde]] von [[Ilja Repin]]. Historisch korrekt die damals sehr unterschiedlichen Kopfbedeckungen der Kosaken, auch einige Papachi.&lt;br /&gt;
|Datei:Gendarmart.jpg|[[Persische Gendarmerie]] auf Seite der Konstitutionellen Revolution 1911. Alle mit Papacha.&lt;br /&gt;
|Datei:Persian Cossack Brigade.jpg|Offiziere der Persischen Kosakenbrigade, 1909.&lt;br /&gt;
|Datei:Brooklyn Museum - Mozaffar al-Din Shah and his Entourage One of 274 Vintage Photographs.jpg|Der [[Schah]] von Persien [[Mozaffar ad-Din Schah|Mozaffar ad-Din]] etwa 1902 mit seinem Gefolge.&lt;br /&gt;
|Datei:Die Kaukasusfront. Grosser Bilderatlas des Weltkrieges, Bruckmann, 1919. p. 316.jpg|Russische und osmanische Befehlshaber der [[Kaukasusfront (Erster Weltkrieg)|Kaukasusfront]] im Ersten Weltkrieg mit Papacha oder Kalpak.&lt;br /&gt;
|Datei:Ermakov. № 10920. Александрополъ. Казакъ у лошади. 912.jpg|Kosak in [[Alexandropol]] (heute Armenien) in Uniform.&lt;br /&gt;
|Datei:Nicholas II and children with Cossacks of the Guard.jpg|Der letzte russische Kaiser [[Nikolaus II. (Russland)|Nikolaus II.]] mit Familie und Kosaken 1916 mit Kosakenuniform.&lt;br /&gt;
|Datei:Yusif Nagiyev&amp;#039;s children.jpg|Kinder des [[Baku]]er Ölmillionärs Musa Nagiew 1887.&lt;br /&gt;
|Datei:Командующий 62-й армией Сталинградского фронта генерал-лейтенант Чуйков и ЧВС Сталинградского фронта генерал-лейтенант Гуров.jpg|Die sowjetischen Generäle [[Wassili Tschuikow]] und Kusma Gurow (gest. 1943) in Stalingrad mit Papachi als Privileg für Generäle außerhalb der Kavallerie und der Kosakeneinheiten. Die Untergebenen tragen dagegen die [[Uschanka]] mit Ohrenklappen.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kosaken übernahmen im Laufe ihrer Geschichte erst allmählich einen Kleidungsstil, der dem der Kaukasier und einiger Steppennomaden ähnelt oder gleicht. Die beiden frühesten regionalen Gruppierungen, die [[Saporoger Kosaken]], die ukrainische Dialekte sprechen, und die russischen Dialekt sprechenden [[Donkosaken]] entstanden seit dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus entlaufenen [[Leibeigenschaft|Leibeigenen]]. Zu ihnen gesellten sich immer wieder einzelne Steppennomaden und andere Nachbarn. Obwohl diese Kosaken oft in gegenseitige kriegerische [[Scharmützel]], Raubüberfälle und Vergeltungskriege mit ihren Nachbarn, den Polen, Krimtataren, Osmanen, Nogaiern und Tscherkessen verwickelt waren, gab es dabei wechselnde Koalitionen und immer wieder benachbarte Stämme, die sich den Kosaken anschlossen (zum Beispiel [[Tuhaj Bej]]) und Kosaken, die sich mit ihren Nachbarn zusammentaten (beispielsweise den [[Pylyp Orlyk]]). Spätere kosakische Siedlungsgebiete („Kosakenheere“) entstanden meist aus Donkosaken, nur die Kuban- und Asowkosaken aus den Saporoger Kosaken. An der Bildung der nordostkaukasischen Terekkosaken waren viele Nordkaukasier beteiligt, oft Osseten.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Wixman &amp;#039;&amp;#039;The Peoples of the USSR&amp;#039;&amp;#039;, New York 1984. S.&amp;amp;nbsp;52&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch ähnelte die Kosakentracht zunehmend der kaukasischen und steppennomadischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert wurden Papacha und Tschocha (auch Baschlik und Burka) bei den kaukasischen Kosaken zur vorgeschriebenen Uniform.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. z. B. Brix: &amp;#039;&amp;#039;Die Kaiserlich Russische Armee in ihrem Bestande, ihrer Organisation, Ausrüstung und Stärke im Kriege und Frieden.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Posen 1863 [http://books.google.de/books?id=hetFAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA37&amp;amp;dq=papacha&amp;amp;client=firefox-a&amp;amp;cd=2#v=onepage&amp;amp;q=papacha&amp;amp;f=false S. 37]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sie wurde auch von einigen regulären berittenen Kosakendivisionen innerhalb der russischen Armee getragen, außerhalb der [[Kavallerie]] war sie nur höchsten Generälen vorbehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die militärisch verbindlichen Angaben in: Generalfeldmarschall [[Dmitri Alexejewitsch Miljutin|Miljutin]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Kleines Taschennachschlagewerk für russische Offiziere... &amp;#039;&amp;#039; St. Petersburg 1856. [http://books.google.de/books?id=jJwsAQAAIAAJ&amp;amp;pg=PA916&amp;amp;dq=%D0%BF%D0%B0%D0%BF%D0%B0%D1%85%D0%B0&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=uPmuTdmSF473sgb10uTXDA&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=4&amp;amp;ved=0CDUQ6AEwAw#v=onepage&amp;amp;q=%D0%BF%D0%B0%D0%BF%D0%B0%D1%85%D0%B0&amp;amp;f=false S.&amp;amp;nbsp;916] (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg wurde diese Uniformordnung auch in der [[Sowjetarmee]] wieder eingeführt,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://rbth.com/arts/2015/01/06/head_high_in_a_papakha_the_history_of_a_hat_that_can_never_be_removed_42153.html Letzter Absatz.]&amp;lt;/ref&amp;gt; allerdings umfasste sie nicht mehr so viele Kosakeneinheiten. Dadurch angeregt wurde nicht nur die Papacha, sondern die gesamte, aus Georgien und Nordkaukasien stammende Uniform aus Papacha und Tschocha, in der russischen Zivilbevölkerung und auch über Russlands Grenzen hinaus beliebt. Die Uniformen der [[Persische Kosakenbrigade|Persischen Kosakenbrigade]] und der kurdisch-türkischen paramilitärischen [[Hamidiye (Kavallerie)|Hamidiye]]-Miliz ahmten die Uniform der kaukasischen Kosaken nach, obwohl die &amp;#039;&amp;#039;Gasiren&amp;#039;&amp;#039; genannten Brusttaschen für Schießpulverladungen in der zweiten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts durch die Weiterentwicklung der Schusswaffentechnik ihre militärische Funktion verloren hatten und nur noch als Schmuck dienten.&lt;br /&gt;
Die persischen Kosaken waren trotz ihres Namens meist keine russisch-ukrainischen Kosaken, sondern Einheimische, die sich an den Kosakeneinheiten Russlands orientierten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mustafa Kemal November 1918.png|mini|links|Atatürk 1918 mit Kalpak oder Papacha, die er 1925 mit dem Hutgesetz verbot.]]&lt;br /&gt;
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Papacha seltener. In der Türkei wurde sie vom Staatsgründer [[Mustafa Kemal Atatürk|Atatürk]] zusammen mit anderen traditionellen Kopfbedeckungen durch das [[Hutgesetz]] 1925 verboten.&lt;br /&gt;
Das Gesetz gilt bis heute, es wird jedoch nicht mehr so strikt durchgesetzt, trotzdem ist die Papacha oder Kalpak in der Türkei nur sehr selten zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Pahlavi-Mütze}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Rezashah.jpg|mini|Reza Schah Pahlavi mit Pahlavi-Mütze.]]&lt;br /&gt;
In Persien, seit 1935 offiziell Iran, ist sie in eher ländlichen nordwestlichen Gebirgsregionen noch teilweise in Gebrauch. Der 1925 zum Schah ausgerufene [[Reza Schah Pahlavi]] zeigte sich lange Zeit ebenfalls mit der Papacha, später bevorzugte er eine Mischung aus Papacha, [[Schirmmütze]] und [[Zylinder (Hut)|Zylinder]], die &amp;#039;&amp;#039;Pahlavi-Mütze&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|کلاه پهلوی&amp;amp;lrm;}}/ &amp;#039;&amp;#039;kalāh pahlavi&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kolāh pahlavi&amp;#039;&amp;#039;) genannt wurde. Sie wurde 1928 durch eine Verordnung zur vorgeschriebenen Kopfbedeckung für alle Parlamentsabgeordneten, Minister und hohen Beamten. Im Jahr darauf wurde sie darüber hinaus per Gesetz zur vorgeschriebenen Kopfbedeckung für alle Angestellten im Staatsdienst (außer schiitischen Geistlichen, die weiter den [[Turban]] trugen) und alle Schüler und Studenten an staatlichen Schulen und Hochschulen. Rezas Sohn und Nachfolger [[Mohammed Reza Schah]] schaffte die Verordnung und das Gesetz wieder ab, heute trägt sie dort niemand mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit der [[Sowjetunion]] wurde die Papacha unter Kosaken selten. Weil die meisten Kosaken im [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieg]] auf Seite der [[Weiße Armee|Weißen Armee]] gegen die Bolschewiki gekämpft hatten, wurde den [[Kosaken#Kosaken im Russischen Bürgerkrieg und in der Sowjetzeit|Kosaken in der Sowjetzeit]] der Status eines eigenen Volkes aberkannt, sie galten jetzt als Russen oder Ukrainer. Einige von ihnen wurden verbannt, verfolgt oder weggesiedelt, dafür wurden Russen und Ukrainer in den Kosakengebieten angesiedelt, ihre Traditionen galten als „konterrevolutionär“. Die Verfolgungen ließen mit dem Zweiten Weltkrieg nach, als zwar eine Minderheit mit der deutschen [[Wehrmacht]] und [[SS]] kollaborierte, die Mehrheit hingegen loyal in der [[Rote Armee|Roten Armee]] kämpfte. Die meisten militärischen Kosakenverbände und Traditionsvereine entstanden jedoch erst nach dem Untergang der Sowjetunion neu. Heute trägt man die Kosakenuniform häufig wieder zu festlichen und militärischen Anlässen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprachen und Kulturen der kaukasischen Völker wurden dagegen von der sowjetischen Nationalitätenpolitik seit der Phase der [[Korenisazija]] stärker gefördert, weshalb die Papacha in den Ländern Kaukasiens heute noch am häufigsten zu sehen ist. Sie wird zwar nicht mehr so allgemein getragen wie noch vor hundert Jahren, ist aber in ländlichen Gebirgsgegenden, bei älteren Menschen oder als Teil der bewusst getragenen Nationaltracht noch oft zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom 19. Jahrhundert bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Papacha auch in der Zivilbevölkerung Russlands bzw. der Sowjetunion beliebt. Ab 1940 führte dagegen erst die Sowjetarmee und dann auch die Miliz, d.&amp;amp;nbsp;h. die Polizei, die praktischere [[Uschanka]] mit Ohrenklappen (deutsch oft „Schapka“ genannt, was russisch aber einfach nur „Mütze“ heißt) flächendeckend als winterliche Kopfbedeckung ein, die sich dadurch auch in der Bevölkerung verbreitete. Seit dem Zweiten Weltkrieg wurde die Papacha außerhalb Kaukasiens und der Kosakenverbände weitgehend von der Uschanka verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://encyclopedia2.thefreedictionary.com/Papakha Artikel der Großen Sowjetischen Enzyklopädie] (englische Übersetzung)&lt;br /&gt;
* Amjad M. Jaimoukha: &amp;#039;&amp;#039;The Chechens: a handbook.&amp;#039;&amp;#039; New York 2005. (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://costumer.narod.ru/text/kavkaz-index.htm E.N. Studenezkaja: &amp;#039;&amp;#039;Die Kleidung der Völker Nordkaukasiens im 18.-20. Jh.&amp;#039;&amp;#039;] Aus der wissenschaftlichen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Nauka&amp;#039;&amp;#039;: 1. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Männerkleidung im 18. - erste Hälfte 19. Jh&amp;#039;&amp;#039;; 3. Teil: &amp;#039;&amp;#039;Männerkleidung Ende 19.- Anfang 20. Jh.&amp;#039;&amp;#039;, 1989 (russisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Papakhi|Papachi}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=LPpCGg33Ssw&amp;amp;feature=related Video aserbaidschanischer Tänzer mit Papacha (Papaq) und Tschocha], die die [[Lesginka]], einen traditionellen Tanz Kaukasiens, tanzen&lt;br /&gt;
* [https://www.advantour.com/de/turkmenistan/treasures/papakha.htm Touristische Seite zur Papacha der Turkmenen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mütze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männerkleidung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde (Asien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde (Iran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde (Türkei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Kaukasus)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ziv</name></author>
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