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	<title>Panserbismus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T08:06:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Panserbismus&amp;diff=480200&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vammpi: /* Einleitung */ + Datei:Balkan dialects belic 1914.jpg</title>
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		<updated>2023-09-13T12:55:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Einleitung: &lt;/span&gt; + Datei:Balkan dialects belic 1914.jpg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Panserbismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein von Kritikern verwendeter Begriff, der eine [[Serben|serbische]], [[Nationalismus|nationalistisch]] orientierte Sonderform des [[Panslawismus]] bezeichnen soll. Er wurde im Jahre 1903 von kroatischen Schülern [[Josip Juraj Strossmayer|Strossmayers]] in Anlehnung an den Begriff [[Panrussismus]] geprägt und dem serbisch-kroatischen Aktionsbündnis [[Frano Supilo]]s, dem [[Jugoslawismus]] bzw. &amp;#039;&amp;#039;Illyrismus&amp;#039;&amp;#039; Strossmayers sowie dem [[Neoslawismus]] des [[Jungtschechen]] [[Tomáš Garrigue Masaryk|Masaryk]] und des Russen [[Pawel Nikolajewitsch Miljukow|Miljukow]] gegenübergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Balkan dialects belic 1914.jpg|mini|Der Panserbismus erklärte die westbulgarischen Dialekte zu Serbisch]]&lt;br /&gt;
Dieser Darstellung zufolge strebten panserbische Nationalisten und Monarchisten statt einer demokratischen [[Föderalismus|Föderation]] südslawischer [[Republik]]en ein südslawisches Großreich unter serbischer Führung an. Ihr erster Erfolg war die Etablierung des von Westeuropa zwischenzeitlich übernommenen &amp;#039;&amp;#039;Serbokroatismus&amp;#039;&amp;#039; und der [[Serbokroatische Sprache|serbokroatischen Sprache]]. Dieses sprachwissenschaftlich ummäntelte Serbentum (&amp;#039;&amp;#039;srpstvo&amp;#039;&amp;#039;) vereinnahme [[Kroaten]] und [[Bosniaken]] (bosnische Muslime) kurzerhand als katholische [[Serbokroaten]] oder muslimische Serbokroaten, orthodoxe [[Mazedonier (slawische Ethnie)|Mazedonier]] oder [[Montenegriner]] gar als Südserben und die [[Bulgaren#In Serbien|Bulgaren]], die im Südosten des Landes lebten, zu Serben. In diesem Zusammenhang wurden auch die [[Bulgarische Sprache#Dialekte|westbulgarischen Dialekte]] als Teil der serbischen Sprache gesehen und eine serbische Minderheit im Westen Bulgariens proklamiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Panserbismus hatte seine Gegenspieler in der kroatisch-nationalistischen Bewegung und im Jugoslawismus. Als wichtigen Vertreter des „Panserbismus“ zu Anfang des 20. Jahrhunderts betrachten Kritiker den serbischen Premier [[Nikola Pašić]]. In jüngerer Zeit wurde der serbisch-jugoslawische Präsident [[Slobodan Milošević]] von manchen als Fortsetzer der panserbistischen Politik betrachtet, der Begriff „Panserbismus“ wird in diesem Zusammenhang allerdings nur selten verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In serbischen Quellen wird der Begriff „Panserbismus“ so gut wie nicht verwendet. Er gilt dort als ein von [[Österreich-Ungarn]] bzw. stellvertretend von der [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen]] kroatischen Opposition in Österreich-Ungarn geschaffenes, [[Propaganda|propagandistisches]] und pauschales [[Politisches Schlagwort|Schlagwort]], das überwiegend die [[Diffamierung]] von [[Serbisch-Orthodoxe Kirche|orthodoxen]] Serben zum Zweck habe und die Handlungen serbischer [[Politiker]] in einem von national-kulturellem Wahn und [[Großmacht]]fantasien dominierten geschichtlichen Kontext [[Agitation|agitatorisch]] darstelle. Serbische Nationalisten verwenden höchstens den ähnlich umstrittenen Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Großserbien|großserbisch]]&amp;#039;&amp;#039;. Eine besonders häufige Erwähnung des Begriffes „Panserbismus“ finde man demnach in österreichisch-ungarischen Quellen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lib.byu.edu/~rdh/wwi/1914/frzwilly.html Brief des österreichisch-ungarischen Kaisers Franz Josef I. vom 5. Juli 1914 an den deutschen Kaiser Wilhelm II.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vojislav Šešelj]], ehemaliger Vorsitzender der [[Srpska Radikalna Stranka|Serbischen Radikalen Partei]], zitierte in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039;Ideologie des serbischen Nationalismus&amp;#039;&amp;#039; ein 1915 erschienenes Buch des französischen Slawisten und Historikers [[Ernest Denis]] mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;La grande Serbie&amp;#039;&amp;#039;, in dem Denis den Panserbismus als einen durch fremde Mächte herbeigeführten Ausdruck des serbischen Strebens nach einer kulturellen und territorialen Vereinigung deutlich positiv charakterisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Vojislav Šešelj: &amp;#039;&amp;#039;Ideologija srpskog nacionalizma&amp;#039;&amp;#039;. Velika Srbija, Belgrad 2002, ISBN 86-83451-22-4, S. 980.&amp;lt;/ref&amp;gt; Šešeljs Buch ist ein Abriss des Werkes des serbischen Statistikers, Juristen, Historikers und Universitätsprofessors [[Lazo M. Kostić]] (1897–1979) (nicht zu verwechseln mit dem serbischen Dichter Laza Kostić), der nach dem Zweiten Weltkrieg wegen angeblicher Kollaboration mit den Achsenmächten aus dem Land fliehen musste. Kostić, der als wichtiger Ideologe des serbischen Nationalismus gilt, lebte nach 1945 im Exil in der Schweiz und hinterließ ein umfangreiches Werk, das von Šešelj herausgegeben wird. Von offiziellen historiografischen Kreisen werde Kostićs Werk ignoriert, er selbst findet keine Erwähnung in der zehnbändigen „Geschichte des serbischen Volkes“ der [[Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste|Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Großserbien]]&lt;br /&gt;
* [[Pan-Bewegungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolf Dietrich Behschnitt: &amp;#039;&amp;#039;Nationalismus bei Serben und Kroaten 1830–1914. 1830–1914; Analyse und Typologie der nationalen Ideologie&amp;#039;&amp;#039;. Oldenbourg Wissenschaftsverlag, München 1980, ISBN 3-486-49831-2 (zugl. Dissertation, Universität Köln 1970).&lt;br /&gt;
* Paul N. Hehn: &amp;#039;&amp;#039;The Origins of Modern Pan-Serbism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;East European Quarterly.&amp;#039;&amp;#039; 9, 1975, 2, {{ISSN|0012-8449}}, S. 153–171.&lt;br /&gt;
* Leften S. Stavrianos: &amp;#039;&amp;#039;The Balkans Since 1453&amp;#039;&amp;#039;. With a new Introduction by Traian Stoianovich. Hurst, London 2000, ISBN 1-85065-550-2, S. 397.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Vojislav Šešelj]] |Titel=Ideologija srpskog nacionalizma |Verlag=Velika Srbija |Ort=Belgrad |Datum=2002 |ISBN=86-83451-22-4 |Online=http://media.srpskinacionalisti.com/knjige/Ideologija%20srpskog%20nacionalizma.pdf |Abruf=2013-11-10}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Serbien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Panslawismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Balkan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vammpi</name></author>
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