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	<title>Pannerdens-Kanal - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T19:57:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pannerdens-Kanal&amp;diff=1142069&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, typografische Anführungszeichen</title>
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		<updated>2025-12-08T07:58:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, typografische Anführungszeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Pannerdensch Kanaal Location osm.png|mini|Verlauf des Pannerdens-Kanals]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pannerdens-Kanal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{nlS|Pannerdensch Kanaal}}) ist ein 135&amp;amp;nbsp;Meter breiter [[Wasserstraße|Schifffahrtsweg]] in den [[Niederlande]]n, der Anfang des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts angelegt wurde, nachdem der obere [[Nederrijn]] nicht mehr ausreichend schiffbar geworden war. Mit Hilfe dieses [[Kanal (Wasserbau)|Kanals]] wurde die wasserreich gebliebene [[Waal (Fluss)|Waal]] an der [[deutsch-niederländische Grenze|Grenze zu Deutschland]] „angezapft“ und mit dem mittleren Nederrjn verbunden. Damit war die Schifffahrt nach [[Arnheim]] und in den Westen und Norden der Niederlande wieder möglich. Durch den Kanal fließt heute etwa 1/3 des Rhein-Wassers. Infolge der nachträglichen Ufer-Gestaltung sind die Merkmale einer künstlichen Struktur inzwischen nicht mehr erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Wasserwirtschaft]] der Niederlande ist der &amp;#039;&amp;#039;Pannerdens-Kanal&amp;#039;&amp;#039; von entscheidender Bedeutung, denn er ist ein wichtiges Glied der [[Abflussregime|Wasserführung]] in den [[Mündungsarm]]en des Rheins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.rijkswaterstaat.nl/water/vaarwegenoverzicht/pannerdensch-kanaal |titel=Pannerdensch Kanaal |werk=rijkswaterstaat.nl |hrsg= |sprache=NL |abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Pannerden gegenüber von [[Millingen am Rhein|Millingen]] zweigt der Kanal am Ende des [[Boven-Rijn]] (heutiger Name des ursprünglichen Anfangsteils der Waal) in Richtung Nordwesten ab und geht nach sechs Kilometern in den Nederrijn über. Der größere Teil des Rheinwassers (2/3) fließt jedoch in der Waal (die heute erst ab hier so heißt) direkt zum [[Rhein-Maas-Delta]] und in die [[Nordsee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:409 of &amp;#039;Nederland en zijne bewoners. Handboek der aardrijkskunde en volkenkunde van Nederland. Met kaarten en afbeeldingen&amp;#039; (11290877804).jpg|mini|Der Boven-Rijn 1751 mit den Gabelungen alt und neu]]&lt;br /&gt;
Die [[Elisabethenflut 1421|Zweite Elisabethenflut]] hatte 1421 das Rhein-Maas-Delta verändert und den Lauf der Waal stark verkürzt, wodurch dieser vermehrt Wasser des Rheins abführte. Die Rheinhochwasser veränderten regelmäßig das [[Gewässerbett|Flussbett]], das durch viele [[Mäander]] geprägt war. Dadurch lag im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert der Teilungspunkt von Waal und Nederrijn weiter östlich als heute. Bei der Ortschaft [[Schenkenschanz]] zweigte in einem großen Bogen der Nederrijn nach Norden ab und schlängelte sich anschließend durch die Region [[Liemers]] in Richtung [[Arnheim]]. Die Waal floss unterhalb von Schenkenschanz als Boven-Waal weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Gabelung hatten sich viele Inseln und Sandbänke gebildet, die es dem Heer von König [[Ludwig XIV]] ermöglichten, den Fluss für einen Angriff 1672 zu überqueren. Dadurch wurde der Regierung der [[Republik der Sieben Vereinigten Provinzen]] der Niederlande bewusst, dass Feinde an der Ostgrenze zwischen Pannerden und [[Huissen]] ungehindert in die wichtigen westlichen Provinzen vorstoßen könnten. Der niederländische Festungsbauer [[Menno van Coehoorn]] schlug daher vor, westlich von Pannerden einen [[Schanze (Festungsbau)|Verteidigungswall]] mit einem Wallgraben anzulegen, der breit und tief genug sein sollte, um einen Feind abzuwehren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://mijngelderland.nl/inhoud/canons/gelderland/het-pannerdensch-kanaal |titel=Het Pannerdensch kanaal |werk=mijngelderland.nl |hrsg= |sprache=NL |abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es dauerte aber noch bis zum [[Spanischer Erbfolgekrieg|Spanischen Erbfolgekrieg]] (1701–1714), bis das Projekt aufgrund der Bedrohungslage umgesetzt wurde. Die ab 1701 angelegte [[Wallanlage]] von rund fünf Kilometer Länge erhielt auf der Ostseite einen Wassergraben von 45&amp;amp;nbsp;Meter Breite und 2,5&amp;amp;nbsp;Meter Tiefe, der isoliert und ohne Verbindung zu den benachbarten Gewässern Waal und Nederrijn war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Takken&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=K. van Til |url=https://www.vliz.be/imisdocs/publications/ocrd/257308.pdf |titel=DE RIJNTAKKEN VAN DE BOVENRIVIEREN SEDERT 1600 |werk=vliz.be |hrsg=Rijkswaterstaat |format=PDF |sprache=NL |datum=1979-10 |abruf=2023-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbau zum Kanal ==&lt;br /&gt;
[[Datei:PannerdensKanaal Beeldbank.jpeg|mini|Pannerdens-Kanal mit Zulauf De Keel/Oude Rijn, rechts unten]]&lt;br /&gt;
Nachdem am Ende des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts über den Nederrijn nur noch ein Zehntel des Rheinwassers nach [[Arnheim]] und in die nördlich liegenden [[Provinz]]en gelangt war, war die [[Schifffahrt]] so stark behindert, dass sie im Sommer eingestellt werden musste. Deshalb forderten 1702 die Provinzen [[Provinz Utrecht|Utrecht]], [[Provinz Gelderland|Gelderland]] und [[Provinz Overijssel|Overijssel]], den Wallgraben für eine verbesserte Wasserzufuhr an beiden Endpunkten zu öffnen und gleichzeitig für die Schifffahrt auszubauen. Dagegen wehrten sich die Waal-Städte [[Nijmegen]], [[Tiel]] und [[Dordrecht]], weil sie einen Rückgang ihrer Einnahmen befürchteten. Da zu der Zeit solche Angelegenheiten in der Gemeinschaft der Sieben Provinzen einvernehmlich geregelt werden mussten, dauerte es vier Jahre bis eine Einigung erzielt wurde. Ab 1707 stand der ausgebaute Graben mit Verbreiterung auf 90 Meter zur Verfügung, der neben seiner militärischen Funktion auch tief genug für die Schifffahrt war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://levenindeliemers.nl/verhalen/41-het-pannerdens-kanaal |titel=Het Pannerdens Kanaal |werk=levenindeliemers.nl |hrsg= |sprache=NL |abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Anbindung an den Boven-Waal musste der Deich südwestlich von Pannerden geöffnet werden. An seinem Nordende bei [[Angeren]] lief der ausgebaute Kanal in das Flussbett des von Osten zulaufenden Nederrijn über. Die Verkürzung der Fließstrecke des Nederrijn erzeugte im Kanal ein größeres [[Sohlgefälle|Gefälle]] mit erhöhten [[Fließgeschwindigkeit von Gewässern|Fließgeschwindigkeiten]], sodass sich an der nicht besonders ausgeformten Ausleitungsstelle [[Kolk|Auskolkungen]] und Sandbänke bildeten. In der Folge verbreiterte sich die Öffnung und ließ besonders bei [[Hochwasser]] deutlich mehr Wasser zum Nederrijn strömen. Dies hatte enorme Auswirkungen bis nach [[Provinz Zuid-Holland|Südholland]] und brachte durch [[Dammbruch|Deichbrüche]] und [[Überschwemmung]]en den [[Wasserhaushalt (Hydrologie)|Wasserhaushalt]] der Niederlande aus dem Gleichgewicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haushalt&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.rijkswaterstaat.nl/water/projectenoverzicht/pannerdensch-kanaal-waterhuishouding/waterhuishouding |titel=Waterhuishouding en rivierbeheer in Nederland |werk=rijkswaterstaat.nl |hrsg= |sprache=NL |abruf=2023-08-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Deichbruch 1769 bei Huissen, damals eine [[Enklave]] [[Preußen]]s, führte zu einer [[Katastrophe|katastrophalen]] Situation mit weiteren Deichbrüchen im Unterlauf des Nederrijns. Die Weigerung Preußens zur Wiederherstellung des Deichs führte zum [[Konflikt]]. Nach langen Verhandlungen konnte 1771 in Arnheim ein Vertrag zwischen Preußen und den Niederlanden geschlossen werden, in dem die Schadensregelungen und weitere [[Flussbau|Flussausbaumaßnahmen]] beschlossen wurden. Darin enthalten ist die bis heute geltende Abflussverteilung:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haushalt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 2/3 des Rheinwassers erhält die Waal, der Rest läuft in den &amp;#039;&amp;#039;Pannerdens-Kanal&amp;#039;&amp;#039; und damit zum Nederrijn und zur IJssel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pannerdense Kop ==&lt;br /&gt;
[[Datei:AKaart Fort Pannerden.jpg|mini|Karte mit der Lage von Fort Pannerden zwischen dem Fluss Waal und dem Pannerdens-Kanal.]]&lt;br /&gt;
Der vereinbarte Ausbau im Vertrag von 1771 sah die Begradigung des damaligen Boven-Waal zwischen Tolkamer und dem Beginn des &amp;#039;&amp;#039;Pannerdens-Kanal&amp;#039;&amp;#039; vor. Damit sollte die Anströmung des Verzweigungspunktes verbessert werden, um die Aufteilung in die Teilströme besser regulieren und kontrollieren zu können. Die zwischen 1773 und 1776 ausgeführten Arbeiten zum &amp;#039;&amp;#039;Bijlands Kanal&amp;#039;&amp;#039; trennten dadurch das nördlich gelegene Überschwemmungsgebiet der Bijlandschen Waard ab.&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Boven-Rijn#Bijlands-Kanal}}&lt;br /&gt;
An der Ausleitungsstelle der Waal in den &amp;#039;&amp;#039;Pannerdens-Kanal&amp;#039;&amp;#039; hatte man eine vorhandene Buhne am Nordufer bestehen lassen, hinter der sich im Linksbogen eine seitliche Sandbank bildete. Mit der Zeit vergrößerte sich diese und entwickelte sich zur Nicolaaswaard. Die sich bildende Landzunge wurde in Richtung des Bijlands-Kanal ausgebaut und 1784 durch eine gerade Mittelwand gesichert. Seit 1798 besitzt die Landzunge ihre heutige Gestalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Takken&amp;quot; /&amp;gt; Am südöstlichen Ende markiert am &amp;#039;&amp;#039;Pannerdense Kop&amp;#039;&amp;#039; eine Bake die Trennstelle für die Schifffahrt und warnt vor der Gefahrenstelle. Dadurch ist heute der &amp;#039;&amp;#039;Pannerdens-Kanal&amp;#039;&amp;#039; der Ursprung des Nederrijn und gleichzeitig einer der Anfangspunkte der Mündungsarme im Rhein-Maas-Delta.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Landzunge zwischen Waal und Kanal, die heute als Klompenwaard bezeichnet wird, errichteten die Niederlande zwischen 1869 und 1872 das [[Fort Pannerden]]. Es sollte die [[Strategie (Militär)|strategisch]] wichtige Stelle zur [[Landesverteidigung]] und Wasserversorgung der [[Holländische Wasserlinie|niederländischen Wasserlinien]] sicherstellen und eine mögliche [[Damm (Wall)|Abdämmung]] des Pannerdens-Kanal verhindern.&lt;br /&gt;
{{siehe auch|Pannerdens-Kanal#Festungsanlagen}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 NIMH - 2011 - 0410 - Aerial photograph of Pannerden, The Netherlands - 1920 - 1940.jpg|Luftbild 1940&lt;br /&gt;
 Baak Pannerdensche-kop.jpg|Bake auf dem Pannerdense Kop&lt;br /&gt;
 Rijn kruising Pannerdens-kanaal.JPG|Blick von Millingen auf den Pannerdense Kop&lt;br /&gt;
 Zicht op Pannerdensche kop.jpg|Blick auf den Pannerdense Kop vom Fort Pannerden&lt;br /&gt;
 Luchtopname van Fort Pannerden.JPG|Fort Pannerden aus der Luft&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anschließende Gewässer ==&lt;br /&gt;
Der unterhalb von Angeren folgende Abschnitt des Nederrijn wurde begradigt und ebenfalls zum Schifffahrtsweg ausgebaut. Damit bildet er den zweiten Teil des Pannerdens-Kanal, der bis vor Arnheim reicht. Dort liegt bei [[Westervoort]] der IJsselkop, ein weiterer Verzweigungspunkt im Delta.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.holland-hanse.de/35366/die-ijssel/ |titel=Flüsschen IJssel |abruf=2023-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Rechtsbogen wird ein Teilstrom in die [[IJssel]] geleitet, die das große Süßwasserreservoir [[IJsselmeer]] speist. Der Nederrijn strömt vom IJsselkop in Richtung Westen weiter und ändert bei [[Wijk bij Duurstede]] seinen Namen in [[Lek (Fluss)|Lek]], da der Nederrijn als &amp;#039;&amp;#039;Kromme Rijn&amp;#039;&amp;#039; über [[Utrecht]] seinen alten Lauf fortsetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Stuw in de Nederrijn ter hoogte van Driel - Doorwerth.jpg|mini|Wehr bei Driel]]&lt;br /&gt;
Die Aufteilung am IJsselkop war ebenfalls im Vertrag von 1771 mit dem Verhältnis zwei zu eins festgelegt worden. Danach erhält der Nederrijn 2/9 und die IJssel 1/9 der Wassermenge des Rheins.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Haushalt&amp;quot; /&amp;gt; Zum Erhalt einer ausreichenden Wasserführung in der IJssel hat Rijkswaterstaat im Nederrijn bei Driel und Amerongen sowie im Lek bei Hagestein insgesamt drei Sperrwerke errichtet. Diese sind alle gleich aufgebaut und besitzen jeweils zwei große halbkreisförmige Sperrtore, die wie ein Helmvisier in den Fluss abgesenkt werden können. Bei geschlossenen Toren ermöglichen daneben liegende Schleusenanlagen der Schifffahrt die Weiterfahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.rijkswaterstaat.nl/water/waterbeheer/bescherming-tegen-het-water/waterkeringen/dammen-sluizen-en-stuwen/stuwensemble-nederrijn-en-lek |titel=Stuwensemble Nederrijn en Lek |sprache=NL |abruf=2023-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber von Pannerden befindet sich am linken Kanalufer eine Ausleitungsstelle. Dort &amp;#039;entspringt&amp;#039; der kleine Fluss [[Linge]], der sich zwischen den beiden Flussarmen durch die [[Betuwe]] schlängelt und das Land entwässert. Sie unterquert bei der ehemaligen Hansestadt [[Tiel]] den wichtigen Schifffahrtsweg [[Amsterdam-Rhein-Kanal]] und mündet bei [[Gorinchem]] in die Waal bzw. die Merwede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ergänzungsmaßnahmen zum Hochwasserschutz ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Overzicht - Pannerden - 20429571 - RCE.jpg|mini|Hochwasserrinne]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1950er Jahren wurde der Hochwasserabfuhr durch den Pannerdens-Kanal mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Auslöser waren die Überschwemmungen im Gebiet der Rijnstrangen bzw. des Oude Rijn, das zur Abfuhr von Hochwasser im Rhein ausgewiesen war. Der Überlauf im Deich bei [[Spijk (Zevenaar)|Spijk]] (Spijkse Overlaat) sorgte für eine Absenkung der Hochwasserspitzen im Bereich des Boven-Rijn. Die Proteste der Anwohner führten zum Verschluss des Überlaufs.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.spannendegeschiedenis.nl/locatie/tolkamer-spijkse-overlaat/ |titel=Tolkamer – Spijkse overlaat |werk=spannendegeschiedenis.nl |hrsg= |sprache=NL |abruf=2023-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Ausgleich und als Ersatz wurde das rechtsseitige Vorland am Pannerdens-Kanal zwischen Sommer- und Winterdeich zur Hochwasserrinne ausgebaut. Die störende Zufahrt zur Fähre über das Vorland konnte durch eine Brücke ersetzt werden. Oberhalb der Brücke errichtete Rijkswaterstaat die &amp;#039;&amp;#039;Pannerdense Overlaat&amp;#039;&amp;#039;, eine feste Schwelle von 100 Meter Beite, die das Hochwasser in das parallele Bett abführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Verlängerung der Hochwasserrinne und Verbreiterung des Vorlandes wurde in den 1960er Jahren der Verlauf des Hauptstroms etwas weiter nach Westen verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.rijnwaardenseuiterwaarden.nl/pages/groene-rivier-pannerden.aspx |titel=Groene Rivier Pannerden |werk=rijnwaardenseuiterwaarden.nl |hrsg= |sprache=NL |abruf=2023-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Reste finden sich heute in dem drei Kilometer langen &amp;#039;&amp;#039;Groene Revier&amp;#039;&amp;#039; (dt.: Grüner Fluss) auf der rechten Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem festen Überlauf war bei Hochwasser die vertragliche Abflussverteilung nicht sicher einzuhalten. Deshalb errichtete die Behörde 2014 anstelle der Overlaat eine verstellbare Wehrkonstruktion. Das &amp;#039;&amp;#039;Regelwerk&amp;#039;&amp;#039; genannte Bauwerk besitzt auf 175 Meter Breite 29 Öffnungen, in die Dammbalken eingebracht werden können. Diese gestatten eine Anpassung an veränderte Abflussbedingungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.rijnwaardenseuiterwaarden.nl/pages/regelwerk-pannerden.html |titel=Regelwerk Pannerden |werk=rijnwaardenseuiterwaarden.nl |hrsg= |sprache=NL |abruf=2023-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Maßnahme sieht Rijkswaterstaat die Notwendigkeit den Wasserstand im Boven-Rijn bei Hochwasser weiter abzusenken, damit die Bewohner im Hinterland sicherer leben können. Dazu werden seit 2022 insgesamt 35&amp;amp;nbsp;Buhnen im Pannerdens-Kanal um bis zu 1,5&amp;amp;nbsp;Meter abgesenkt und das Ufer an fünf Stellen abgeflacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.rijkswaterstaat.nl/nieuws/archief/2022/10/pannerdensch-kanaal-start-werkzaamheden-voor-betere-waterveiligheid |titel=Pannerdensch Kanaal: start werkzaamheden voor betere waterveiligheid |werk=rijkswaterstaat.nl |hrsg= |sprache=NL |datum=2022-10-17 |abruf=2023-08-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei Erhalt einer ausreichenden Fahrwassertiefe für die Schifffahrt wird dadurch der Abfluss im Kanal verbessert. In Summe soll damit der Wasserstand im Hochwasserfall um fünf Zentimeter niedriger sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Veerdienst Doornenburg Pannerden PM16-1.jpg|mini|Kanal-Fähre zwischen Sterreschans und Pannerden.]]&lt;br /&gt;
* [[Rijkswaterstaat]]: Die heutige Behörde des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Umwelt zum Bau und Unterhalt von Straßen und Wasserwegen war 1798 gegründet worden, um den Pannerdens-Kanal zu verwalten und zu unterhalten.&lt;br /&gt;
* Im Jahr 2007 wurde 300 Jahre Pannerdenschkanal gefeiert.&lt;br /&gt;
* [[Liste der Rheinfähren#Niederrhein|Fähren]]: In der Liste der Rheinfähren nicht aufgeführt ist die beide Kanalufer verbindende [[Gierseilfähre]] zwischen Sterreschans und Pannerden.&lt;br /&gt;
* [[Eisenbahntunnel|Tunnel]]: Seit dem Bau der [[Betuweroute]], der Eisenbahnstrecke zwischen dem [[Hafen Rotterdam]] und Deutschland, unterquert ein Tunnel bei Angeren den Kanal.&lt;br /&gt;
* Brücke: Die holländische A15 von [[Rotterdam]] nach [[Enschede]] wird den Kanal mit einer Brücke queren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gelderlander.nl/duiven/doortrekken-a15-zo-gaat-de-brug-over-het-pannerdensch-kanaal-eruitzien~aa7853ad/ |titel=Doortrekken A15: zó gaat de brug over het Pannerdensch Kanaal eruitzien |sprache=NL |datum=2020-02-05 |abruf=2023-09-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pannerdensch Kanaal}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pannerden}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Pannerdensche Overlaat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Pannerdensch Kanaal}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gelderseilandverhaalt.nl/van-stuwwal-tot-schutterij/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=77&amp;amp;Itemid=588&amp;amp;lang=de Die Vorlandgebiete Rijnwaarden] auf &amp;#039;&amp;#039;gelderseilandverhaalt.nl&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pannerdenskanal}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanal in den Niederlanden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lingewaard]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanal in Gelderland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Rhein|0Pannerdensch Kanaal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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