<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pankraz_Vorster</id>
	<title>Pankraz Vorster - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Pankraz_Vorster"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pankraz_Vorster&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T21:19:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pankraz_Vorster&amp;diff=1169207&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jesi: /* Literatur */ - Link, dieser war es nicht</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Pankraz_Vorster&amp;diff=1169207&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-11-15T15:20:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; - Link, dieser war es nicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Pankraz Vorster.jpg|mini|Zeitgenössisches Porträt von Pankraz Vorster (ca. 1790)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:St Gallen Stiftskirche Ostkrypta Grab 3 Pankraz img02.jpg|mini|Tafel am Grab Vorsters in der Ostkrypta der Stiftskirche St. Gallen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pankraz Vorster&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[31. Juli]] [[1753]] in [[Neapel]]; † [[9. September]] [[1829]] in [[Muri AG|Muri]]) war von 1796 bis 1805 der letzte [[Fürstabt]] der [[Fürstabtei St. Gallen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Vorster entstammte einer alten Familie aus dem [[Fürstenland]]. Er wurde in Neapel als Sohn des Hauptmanns Joseph Zacharias Vorster und der Gräfin Anna Maria Rosa Berni geboren. Er wuchs hauptsächlich bei seinem Onkel auf, der Pfarrer in [[Grub SG|Grub]] und [[Wittenbach SG|Wittenbach]] war. Er legte 1771 seine Profess in St. Gallen ab und lehrte Philosophie, Naturwissenschaften und Moraltheologie an der Stiftsschule.  Am 13. Juli 1777 empfing er die Priesterweihe. 1784 unternahm er mit [[Johann Nepomuk Hauntinger]] eine Bildungsreise nach Schwaben und Bayern. 1785 führt er die Opposition gegen Abt [[Beda Angehrn]] an, der durch seine grossen Investitionen und seine selbstherrliche Verwaltung in den Augen zahlreicher Mönche die Existenz des Klosters gefährdete. Im September 1788 wurde er deshalb als Vizestatthalter (&amp;#039;&amp;#039;suboeconomus&amp;#039;&amp;#039;) in die sanktgallische Exklave [[Ebringen]] bei [[Freiburg im Breisgau]] strafversetzt. Die dortige sanktgaller Ortsherrschaft stand unter österreichischer Landeshoheit. Dort kümmerte er sich vornehmlich um die Milchwirtschaft und errichtete eine Sennerei. Erst 1796 versöhnte sich Vorster mit Abt Angehrn und kehrte nach St. Gallen zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 1796 wurde Vorster zum Abt gewählt und trat unverzüglich den demokratischen Bestrebungen in den Herrschaftsgebieten des Klosters entgegen. Er musste aber 1797 der [[Fürstenland|Alten Landschaft]] ein eigenes Siegel und die Wahl eines Landrates zugestehen. Als am 3. Februar 1798 das Kapitel eigenmächtig die Untertanen in die Unabhängigkeit entliess, war die weltliche Herrschaft des Klosters am Ende. Der letzte Landvogt des Klosters in der Grafschaft [[Toggenburg]], [[Karl von Müller-Friedberg]], hatte schon am 1. Januar eigenmächtig die Toggenburger in die Unabhängigkeit entlassen. Am 14. Februar fand in [[Gossau SG|Gossau]] die konstituierende Landsgemeinde der «Freien Republik der Landschaft St. Gallen» statt. Vorster zog nach [[Neu-Ravensburg]], einer sanktgallischen Exklave nördlich des [[Bodensee]]s und erhob am 3. März 1798 formell Protest gegen das Vorgehen seiner Untertanen. Nach dem Einmarsch der Franzosen in St. Gallen versuchte Vorster vergeblich, mit einer Proklamation vom 9. Juni 1798 die Fürstabtei aus der Schweiz herauszulösen und wieder ans [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich]] anzugliedern. Mit dem Einmarsch der Truppen der Koalition in St. Gallen kehrte Vorster am 26. Mai 1799 noch einmal ins Kloster zurück und begann, die Herrschaft wieder aufzubauen. Er musste aber schon am 29. September wieder nach [[Territorialabtei Wettingen-Mehrerau|Mehrerau]] fliehen, da sich nach der Niederlage der Koalition bei [[Zürich]] das Blatt wieder gewendet hatte ([[Zweiter Koalitionskrieg]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Exil im Machtbereich Österreichs wirkte Vorster ununterbrochen für die Wiederherstellung seines Klosters. Ab 1801 residierte er vorwiegend in Ebringen, dem letzten verbliebenen Territorium der Fürstabtei.  Kompromisslos lehnte er dort alle Angebote einer Wiederherstellung des Klosters ohne Souveränitätsrechte ab. 1803 schickte er einen Abgesandten an die [[Helvetische Consulta]] in Paris, um von [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]] persönlich die Wiederherstellung des Klosters zu erlangen. Trotz der Zusicherung in der [[Mediationsakte]], dass alle Klöster wiederhergestellt werden sollten, konnte der erste Landammann von St. Gallen, [[Karl von Müller-Friedberg]] eine Wiederherstellung des Klosters St. Gallen verhindern, da die weitgehenden Forderungen Vorsters die Existenz des neu gegründeten Kantons St. Gallen gefährdet hätten. Trotzdem empfing Vorster am 17. November 1804 noch in [[Offenburg]] die Benediktion als Abt von St. Gallen durch den Basler Bischof [[Franz Xaver von Neveu]]. Darauf beschloss der Grosse Rat des Kantons St. Gallen am 8. Mai 1805 die Liquidation des Klosters. Bei Beginn des dritten Koalitionskrieges im September 1805 verliess Vorster Ebringen und gelangte über Slawonien schliesslich nach Wien. Von dort forderte er 1806 vom Kanton die lebenslange Herrschaft über Ebringen und eine jährliche Pension von 4000 Gulden. 1806 verlor jedoch Österreich endgültig die Kontrolle über den Breisgau und der Kanton St. Gallen ging daher auf Vorsters territoriale Forderungen nicht ein, sondern verkaufte Ebringen 1807 an Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorster muss trotz seines Einsatzes als Totengräber des Klosters bezeichnet werden, da er jede Kompromisslösung verhinderte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorster blieb aus Sicht der katholischen Kirche weiterhin Abt von St. Gallen, da die Aufhebung des Klosters nicht kirchlich sanktioniert war. 1814/15 bemühte sich Vorster am [[Wiener Kongress]] persönlich um eine Wiederaufrichtung der Klosterherrschaft, konnte aber nur erwirken, dass der Kongress ihm am 20. November 1815 eine Pension von 6000 Gulden zusprach, die der Kanton St. Gallen zu leisten hatte. Mit der Unterstützung des Papstes versuchte Vorster daraufhin wenigstens die Errichtung eines [[Bistum St. Gallen|Bistums St. Gallen]] zu erreichen, scheiterte jedoch auch damit am 16. Juli 1816 vor der eidgenössischen [[Tagsatzung]]. Im gleichen Jahr verlegte er seinen Wohnsitz nach [[Arth SZ|Arth]]. Ab 1819 zog er sich verbittert ins [[Kloster Muri]] zurück, wo er 1829 starb. Formell blieb er bis zu seinem Tod Abt von St. Gallen, da das Kloster aus Sicht der katholischen Kirche erst 1845 aufgehoben wurde. Sein Leichnam wurde 1923 in die [[Stiftskirche St. Gallen|Kathedrale St. Gallen]] überführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Peter Erhart]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Tagebuch des St. Galler Fürstabts Pankraz Vorster 1796–1808&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien 2024 (Itinera Monastica; IV)&lt;br /&gt;
** Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;1796–1798,&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-205-21790-9.&lt;br /&gt;
** Bd. 2: &amp;#039;&amp;#039;1799–1807.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-205-22054-1.&lt;br /&gt;
** Bd. 3: &amp;#039;&amp;#039;1808–1829&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 978-3-205-22057-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ADB|40|312|319|Vorster, Pankraz|[[Johannes Dierauer]]|ADB:Vorster, Pankraz}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=J.&amp;amp;nbsp;M. |Titel=Vorster, Pankraz |Sammelwerk=[[Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz]] |Band=7 |Ort=Neuenburg |Datum= |Seiten=300 |Online=https://biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz/Vilarzel_Wallimann_277_400.pdf |Format=PDF |KBytes=52700}}&lt;br /&gt;
* Alfred Meier: &amp;#039;&amp;#039;Abt Pankraz Vorster und die Aufhebung der Fürstabtei St. Gallen.&amp;#039;&amp;#039; Freiburg i.Ue. 1954 (= &amp;#039;&amp;#039;Studia Friburgensia.&amp;#039;&amp;#039; NF 8).&lt;br /&gt;
* [[Werner Vogler (Archivar)|Werner Vogler]]: &amp;#039;&amp;#039;Abt Pankraz Vorster von St. Gallen und der Wiener Kongress 1814/15.&amp;#039;&amp;#039; St. Gallen 1982.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pankraz Vorster.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Helvetia Sacra]] III/1/2 (1986), S. 1348–1350.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20160811021538/http://www.wilnet.ch/default.aspx?Command=PrdtDetail&amp;amp;prdtName=7838d22b-b770-42a7-8df9-489c12a74ea9 &amp;#039;&amp;#039;Abt Pankraz Vorster (1796–1805)&amp;#039;&amp;#039;] im Stadtlexikon der Stadt Wil (Memento vom 11. August 2016 im Internet Archive)&lt;br /&gt;
* {{HLS|21746|Autor=Lorenz Hollenstein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste|VORGÄNGER=[[Beda Angehrn]]|NACHFOLGER=-|AMT=[[Liste der Äbte des Klosters St. Gallen|Abt von St. Gallen]]|ZEIT=[[1767]]–[[1796]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120089173|VIAF=45124048}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vorster, Pankraz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abt (St. Gallen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweizer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1753]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1829]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vorster, Pankraz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Forster, Pankratius&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=letzter Abt der Fürstabtei St. Gallen&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=31. Juli 1753&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neapel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. September 1829&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Muri AG]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
	</entry>
</feed>