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	<title>Panamerikanismus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Kolja21: /* US-Interventionen in der Karibik und Mittelamerika */ +US-amerikanischer Angriff auf Venezuela 2026</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;US-Interventionen in der Karibik und Mittelamerika: &lt;/span&gt; +&lt;a href=&quot;/index.php?title=US-amerikanischer_Angriff_auf_Venezuela_2026&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;US-amerikanischer Angriff auf Venezuela 2026 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;US-amerikanischer Angriff auf Venezuela 2026&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Americas (orthographic projection) blank.svg|280px|mini|[[Amerika]]]]&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Panamerikanismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden die den [[Amerika|amerikanischen]] Erdteil betreffenden [[Panbewegungen]] mit Ursprüngen im 19. Jahrhundert bezeichnet. Darin sind Bewegungen mit dem Ziel eingeschlossen, politische, diplomatische, soziale und wirtschaftliche Beziehungen und Kooperationen gemeinsamen Interesses zwischen den Staaten der amerikanischen Kontinente herzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei unterscheiden sich grundsätzlich zwei verschiedene politische Strategien für einen Zusammenschluss bzw. gemeinsame Politik der amerikanischen Staaten, der von den USA ausgehende (angelsächsische) &amp;#039;&amp;#039;Interamerikanismus&amp;#039;&amp;#039; als Hauptformen und der (lateinamerikanische) &amp;#039;&amp;#039;Hispanoamerikanismus&amp;#039;&amp;#039; südamerikanischer Staaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hispanoamerikanismus ==&lt;br /&gt;
Der Hispanoamerikanismus (auch: Panhispanismus) basiert auf Ideen des europäischen [[Nationalismus]] und der [[Romantik]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gran Enciclopedia de España y América, Band VI, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er umfasst verschiedene Unterströmungen wie den [[Paniberismus]], der Bestrebungen zum Zusammenschluss aller spanisch- und portugiesischsprachigen Länder Zentral- und Mittelamerikas bezeichnet, den [[Panlatinismus]], der zusätzlich ehemalige französische Kolonien einbezieht, oder den &amp;#039;&amp;#039;Indioamerikanismus&amp;#039;&amp;#039;. Der Begriff Hispanoamerikanismus umfasst in seiner Wortherkunft lediglich die spanischsprachigen Gebiete Amerikas, wird aber auch synonym für alle südamerikanischen [[Pan-Bewegungen]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anti-koloniale Phase ===&lt;br /&gt;
Hispanoamerikanistische Ideen basieren auf der politischen Arbeit des [[Südamerika|südamerikanischen]] Unabhängigkeitskämpfers [[Simón Bolívar]], der 1826/27 zur ersten &amp;#039;&amp;#039;Panamerikanischen Konferenz&amp;#039;&amp;#039; einlud, um den konföderativen Zusammenschluss der ehemals spanischen Kolonien zu den &amp;#039;&amp;#039;Vereinten Staaten von Südamerika&amp;#039;&amp;#039; zu erreichen. In seinem 1815 geschriebenen Brief [[Carta de Jamaica]], in dem er europäische Länder zur Unterstützung des südamerikanischen Unabhängigkeitskampfes aufrief, formulierte er diese Idee eines hispanoamerikanischen Zusammenschlusses. Als Hauptmotiv kann der erstrebte Schutz der erkämpften Unabhängigkeit mittelamerikanischer Regionen vor der spanischen Krone und anderer europäischer Mächte angesehen werden. Der [[Panama-Kongress]], der 1826 auf Betreiben Bolívars abgehalten wurde, war ein erster Versuch, hispanoamerikanische Interessen zu bündeln. Das von Bolívar persönlich beherrschte Konglomerat südamerikanischer Staaten (heutiges Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru, Bolivien) brach 1830 an einzelstaatlichen Interessen auseinander. Nach 1838 zerfiel auch die [[Zentralamerikanische Föderation]]. Separatismus und Regionalismus der lateinamerikanischen Staaten standen dem hispanoamerikanischen Konzept entgegen. Das bolivianische Konzept lateinamerikanischer Integration blieb jedoch ein von vielen nachfolgenden Theoretikern bewundertes Modell.&amp;lt;ref&amp;gt;Gregorio Recondo: &amp;#039;&amp;#039;El sueño de la Patria Grande. Ideas y Antecedentes Integracionistas en América Latina.&amp;#039;&amp;#039; Buenos Aires 2001, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anti-imperialistische Phase ===&lt;br /&gt;
1891 formulierte der Kubaner [[José Martí]] in seinem Essay &amp;#039;&amp;#039;[[Nuestra América]]&amp;#039;&amp;#039; (Unser Amerika) einen neuen, anti-imperialistischen Panamerikanismus, der sich vor allem gegen die immer mehr auf Zentralamerika zugreifende Übermacht der USA richtete. Er distanzierte sich dabei von Begriffen wie &amp;#039;&amp;#039;Latinoamerikanismus&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hispanoamerikanismus&amp;#039;&amp;#039; und plädierte für den Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Nuestra América&amp;#039;&amp;#039;, der iberische, lateinamerikanische und indigene Traditionen einschließen sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Latin América.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of contemporary latin american and caribbean cultures.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, S. 836–837.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[José Enrique Rodó]], [[Blanco Fombona]], [[José Vasconcelos]] und [[Pedro Henríquez Ureña]] betonten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in ihren Werken die Besonderheiten der &amp;#039;&amp;#039;Mestizaje&amp;#039;&amp;#039; (die Vermischung hispanischer und indigener Ethnien) und ihren eigenständigen, manchmal herausgehobenen, Stand gegenüber anderen Völkern. [[Che Guevara]] griff den Anti-Imperialismus Martís später auf. In den 80er-Jahren bildete sich auf Initiative einiger lateinamerikanischer Intellektueller die [[Contadora-Gruppe]], um ohne Mitwirken der USA militärische Konflikte in Zentralamerika beizulegen. Aus ihr ging 1986 die [[Rio-Gruppe]] hervor, der 24 lateinamerikanische Länder angehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit den 1990er Jahren ===&lt;br /&gt;
Seit den 1990er Jahren entzündet sich ein Konflikt um die von den USA geförderte [[Amerikanische Freihandelszone]] (ALCA) und den von Brasilien, Venezuela und anderen südamerikanischen Staaten favorisierten Regionalzusammenschluss des [[Mercosur]]. Mexiko ist bereits Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;Nordamerikanischen Freihandelszone&amp;#039;&amp;#039; [[NAFTA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 wurde das Format der Amerika-Gipfel etabliert, bei denen die Vereinigten Staaten und die Länder Lateinamerikas aufeinander treffen. Zu Beginn gehörte zum gemeinsamen Ideal, die eigene Unabhängigkeit gegenüber externen Mächten zu sichern, mittlerweile werden die Gipfel als Instrument der US-Außenpolitik angesehen. Ursprünglich sollten die Gipfel dem Konzept der westlichen Hemisphäre ebenso wie jenem des Panamerikanismus dienen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Günther Maihold |Titel=Amerika-Gipfel mit hemisphärischen Divergenzen: warum Lateinamerika auf Unabhängigkeit setzt und was das für Europa bedeutet |Band=42 |Verlag=Stiftung Wissenschaft und Politik -SWP- Deutsches Institut für Internationale Politik und Sicherheit |Ort=Berlin |Datum=2022 |Online=https://www.ssoar.info/ssoar/handle/document/81326 |Abruf=2023-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Venezuela]] erklärte zudem Präsident [[Hugo Chávez]] 1999, die [[Bolivarische Revolution]] in der Tradition Bolívars fortzuführen. Gemeinsam mit [[Fidel Castro]] gründete er 2004 die [[Bolivarianische Allianz für Amerika]] (ALBA), die sich einen wirtschaftlichen Zusammenschluss der lateinamerikanischen Staaten ohne eine dominierende Rolle der USA zum Ziel gesetzt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Beginn der 2020er Jahre sieht Günther Maihold eine wachsende Entfremdung zwischen den USA und ihren Partnern in Mittel- und Südamerika. Er sieht bei den Staaten Lateinamerikas und der Karibik keine Bereitschaft in den „hemisphärischen Austausch zu investieren“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interamerikanismus ==&lt;br /&gt;
Interamerikanistische Theorien befassen sich mit Zusammenschlüssen auf der Ebene des gesamten amerikanischen Kontinents. Teilweise wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Panamerikanismus&amp;#039;&amp;#039; auch synonym für diese Unterform verwendet. Der Interamerikanismus ist jünger als der Hispanoamerikanismus und sieht seine Ursprünge ideengeschichtlich im Panamerikanismus [[Simón Bolívar]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== US-amerikanische Hinterhof-Politik ===&lt;br /&gt;
Häufig wird der nordamerikanische Panamerikanismus als Wegbereiter US-amerikanischer Interventionen in Zentralamerika gesehen. Basierend auf der [[Monroe-Doktrin]] begannen die [[USA]] in den 1820er-Jahren eine intensive Interessenpolitik im lateinamerikanischen „Hinterhof“. 1823 verhinderte diese Politik ein französisches Eingreifen zugunsten des zusammenbrechenden spanischen Kolonialreiches, 1865 erzwang sie den Abzug der Franzosen aus Mexiko und beendete 1903 die britisch-deutsch-italienische Seeblockade Venezuelas während der [[Venezuela-Krise]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1889 existieren Organisationsformen wie das &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsbüro Amerikanischer Republiken&amp;#039;&amp;#039; bzw. das &amp;#039;&amp;#039;Internationale Büro Amerikanischer Republiken&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;Panamerikanische Union&amp;#039;&amp;#039; und die [[Organisation Amerikanischer Staaten]] (OAS). Auch [[Panamerikanische Konferenz]]en wurden gemeinsam mit lateinamerikanischen Vertretern durchgeführt, beginnend 1889 mit der [[Panamerikanische Konferenz (1889)|ersten Konferenz]] in Washington. Der OAS steht der US-Außenminister vor (bis 1923 offiziell, seitdem faktisch). Vor allem in [[Mittelamerika]] und der [[Karibik]] führte diese Politik zu zahlreichen direkten militärischen Interventionen der USA und zur wirtschaftlichen Durchdringung. Panamerikanismus schließt unter dem Vorwand notwendiger  Reformen und der Überwindung kultureller Unterschiede auch die Förderung der protestantischen Mission im katholischen Lateinamerika ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== US-Interventionen in der Karibik und Mittelamerika ===&lt;br /&gt;
* Nicaragua: 1833, 1855–57, 1867, 1894, 1896, [[US-Militärintervention in Nicaragua 1909–1925|1909–25]], [[US-Militärintervention in Nicaragua 1926–1933|1926–33]], [[Contra-Krieg|1981–90]]&lt;br /&gt;
* Mexiko: [[Mexikanisch-Amerikanischer Krieg|1845–48]], 1914, 1916–17&lt;br /&gt;
* Honduras: 1863, 1896, 1903, 1905, 1907, 1911–13, 1917, 1919, 1924–29&lt;br /&gt;
* Kuba: [[Spanisch-Amerikanischer Krieg|1898]], 1901–03, 1906–09, 1912, 1917–19, 1921–23, 1933, [[Invasion in der Schweinebucht|1961]], [[Kuba-Krise|1962]]&lt;br /&gt;
* Panama: 1901, 1902, 1903, 1908, 1912–14, 1917–18, 1921, 1964, [[US-Invasion in Panama|1989–90]]&lt;br /&gt;
* Dominikanische Republik: 1869–70, 1903–05, 1907, 1914, 1916–24, 1965–66&lt;br /&gt;
* Haiti: 1914, 1915–35, 1944, 1994–95, 2004, 2010&lt;br /&gt;
* Costa Rica: 1919&lt;br /&gt;
* Guatemala: 1920, 1954&lt;br /&gt;
* Grenada: [[US-Invasion in Grenada|1983]]&lt;br /&gt;
* Puerto Rico: [[Geschichte Puerto Ricos#Invasion von 1898|1898]]&lt;br /&gt;
* Venezuela: [[US-amerikanischer Angriff auf Venezuela 2026|2026]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Panamerikanischer Kongress]]&lt;br /&gt;
* [[Beziehungen zwischen Lateinamerika und den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
* [[Paniberismus]]&lt;br /&gt;
* [[Panamerikanische Spiele]], [[Panamericana]]&lt;br /&gt;
* [[Union Südamerikanischer Nationen]], [[Andengemeinschaft]], [[Mercosur]]&lt;br /&gt;
* [[ABC-Staaten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Detlef Nolte: &amp;#039;&amp;#039;Die USA und die Amerikas. Kooperation und Konflikt in der westlichen Hemisphäre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Politik USA.&amp;#039;&amp;#039; Springer VS 2020, ISBN 978-3-658-23844-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Richard Cándida Smith: &amp;#039;&amp;#039;Improvised Continent: Pan-Americanism and Cultural Exchange.&amp;#039;&amp;#039; University of Pennsylvania Press, Philadelphia 2017, ISBN 978-0-8122-4942-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Panamerikanismus| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kolja21</name></author>
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