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	<title>Panama-Hut - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Panama-Hut&amp;diff=77188&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Format</title>
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		<updated>2025-07-09T06:45:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Format&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Monticristi Straw Hat Optimo.jpg|mini|Panama-Hut &amp;#039;&amp;#039;Montecristi&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Panama-Hut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in [[Spanische Sprache|spanischsprachigen]] Ländern auch &amp;#039;&amp;#039;Jipijapa&amp;#039;&amp;#039;) ist ein hand[[Flechten (Technik)|geflochtener]] [[Strohhut]] aus [[Lateinamerika]], dessen Fertigung im 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert in [[Ecuador]] begann und sich dann allmählich verbreitete. Er wird aus dem feinen, sogenannten „Toquillastroh“ des [[Scheibenblumengewächse]]s (&amp;#039;&amp;#039;[[Carludovica]] palmata&amp;#039;&amp;#039;, auch „Panama-Hut-Pflanze“) hergestellt und ist nicht zu verwechseln mit dem traditionell in Panama getragenen [[Pintao]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2012 würdigte die [[UNESCO]] die Webkunst des Hutflechtens aus „Toquillafasern“ als [[immaterielles Kulturerbe]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://ich.unesco.org/en/RL/traditional-weaving-of-the-ecuadorian-toquilla-straw-hat-00729 Traditional weaving of the Ecuadorian toquilla straw hat.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Unesco]]&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Intangible Cultural Heritage&amp;#039;&amp;#039;, Dezember 2012, mit Bilderstrecke und Video, 10:55&amp;amp;nbsp;Min., aufgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sigsig, Ecuador (13705085994).jpg|mini|Hutladen in Ecuador]]&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;toquilla&amp;#039;&amp;#039; für die zur Herstellung verwendeten Blattfasern&amp;lt;ref&amp;gt;[[Richard Spruce]]: &amp;#039;&amp;#039;Palmæ Amazonicæ, sive Enumeratio Palmarum in itinere suo per regiones Americæ æquatoriales lectarum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of the [[Linnean Society of London]].&amp;#039;&amp;#039; Botany, Volume 11, Issue 50–51, 1869, S.&amp;amp;nbsp;181, {{doi|10.1111/j.1095-8339.1869.tb00056.x}}, Taylor and Francis, London 1871, (Sammelband).&amp;lt;/ref&amp;gt; entstammt dem Spanischen.&amp;lt;ref&amp;gt;John Stevens: &amp;#039;&amp;#039;A new dictionary spanish and english and english and spanish.&amp;#039;&amp;#039; J. Darby, ... [mit acht weiteren Autoren], London 1726, {{OCLC|915432958}}, [https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=ucm.5326755163&amp;amp;view=1up&amp;amp;seq=724&amp;amp;q1=toquilla online-Beleg] auf &amp;#039;&amp;#039;babel.hathitrust.org&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;724, Spalte HAU: „&amp;#039;&amp;#039;An hatband&amp;#039;&amp;#039;, Toquílla.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Zeit der [[Geschichte Südamerikas#Eroberung|Eroberung Südamerikas]] war dies in Spanien eine Kopfbedeckung für Frauen.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Lynch, Mitchell D. Strauss: &amp;#039;&amp;#039;Ethnic Dress in the United States.&amp;#039;&amp;#039; Rowman &amp;amp; Littlefield, 2014, ISBN 978-0-7591-2150-8, S.&amp;amp;nbsp;225, {{Google Buch |BuchID=tiEvBQAAQBAJ |Hervorhebung=toquilla}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die falsche Herkunftsbezeichnung des „Panama-Hutes“ verfestigte sich in mehreren Schritten. Die erste Verwechslung des realen Herkunftslandes Ecuador mit [[Panama]] fand im Jahr 1855 statt, als der für [[Napoleon III.]] gedachte &amp;#039;&amp;#039;sombrero de paja toquilla&amp;#039;&amp;#039; in Panama eingeschifft wurde. Für die Franzosen galt damit Panama als Ursprung dieses Huttyps.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tagesspiegel&amp;quot;&amp;gt;Michael Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/nicht-aus-dem-kopf-zu-bringen-wo-kommt-der-panamahut-her-doch-nicht-etwa-aus-panama/7571332.html Nicht aus dem Kopf zu bringen: Wo kommt der Panamahut her? Doch nicht etwa aus Panama?]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 30.&amp;amp;nbsp;Dezember 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert durften Güter, die in Südamerika ohne Mitwirkung von in den USA beheimateten Firmen produziert wurden, nicht direkt aus den Ursprungsländern in die USA eingeführt werden. Die zentrale Sammel- und Zollstelle für deren USA-Import war allein Panama. Daher trugen alle diese Hüte, aus welchem Land sie ursprünglich auch stammten, die Zollstempel aus Panama. Man nannte sie daher in den USA kurzerhand „panama hat“. Dieser Begriff hat sich dann in mehreren Sprachen durchgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Eckehart Wolff: {{Webarchiv|url=http://www.hcjb.de/fileadmin/_migrated/content_uploads/Geschichte_Lateinamerikas.pdf |wayback=20170307050213 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Ecuadors und Lateinamerikas.&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;[[Radio HCJB]]. Die Stimme der Anden&amp;#039;&amp;#039;, S.&amp;amp;nbsp;116–118.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als US-Präsident [[Theodore Roosevelt]] bei einer Besichtigung des [[Panamakanal]]s im Jahr 1906 einen ecuadorianischen Toquilla-Strohhut trug, gingen die Fotoaufnahmen um die Welt und setzten endgültig den heutigen Namen „Panama-Hut“ fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tagesspiegel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktionsorte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bécal.jpg|mini|Das „Panama-Hut-Monument“ auf dem [[Zócalo]] von Bécal (Mexiko)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Panama-Hut wird seit 1630 in den Provinzen [[Manabí]] und [[Azuay]] in [[Ecuador]] hergestellt; Zentren der [[Manufaktur]]en sind die Städte [[Montecristi]] und Jipijapa ([[Provinz Manabí]]) sowie [[Cuenca (Ecuador)|Cuenca]] (Azuay). In Cuenca sind die größten und bekanntesten Exporteure ansässig. Diese Hüte werden auch in Peru, Kolumbien, Nicaragua und [[Mexiko]] hergestellt: Seit ein Priester im Jahr 1859 die zur Produktion nötige Palmenpflanze hier einführte, lebt in der Stadt [[Bécal]] im mexikanischen Bundesstaat [[Campeche (Bundesstaat)|Campeche]] ein Großteil der Einwohner vom Flechten dieser speziellen Kopfbedeckung. In der näheren Umgebung von Bécal befinden sich etwa 2000 Kalksteinhöhlen, in denen die dazu erforderliche Luftfeuchtigkeit herrscht. Auf dem [[Zócalo]] des Ortes steht ein großes Panama-Hut-Monument.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;Panamahut&amp;quot; bezieht sich nur auf Material und Verarbeitung, eine bestimmte Hutform ist damit nicht verbunden. Trotzdem sind die weitaus meisten Panamahüte als [[Fedora (Filzhut)|Fedora]] ausgeführt, also mit weicher, länglicher Krone mit Kniff sowie relativ breiter, weicher Krempe. Es gibt sie aber auch etwa als [[Stetson]], [[Fedora (Filzhut)#Variationen|Trilby]], [[Melone (Hut)|Melone]] und sogar [[Homburg (Hut)|Homburg]]. Auch Strohhüte für Damen sind in Panama-Machart erhältlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Panama Hat factory in Cuenca, Ecuador.jpg|mini|Hutmanufaktur in [[Cuenca (Ecuador)]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Großteil der Panama-Hüte entsteht nicht in großen Fabriken, sondern in Heimarbeit von unabhängigen [[Hut]]-[[Weber]]n. Oft kultivieren diese sogar die Pflanzen selbst, um deren Blätter zu verwenden. Die Strünke werden kurz in Wasser abgekocht und danach zum [[Trocknung|Trocknen]] im Schatten aufgehängt. Danach werden die Blätter (&amp;#039;&amp;#039;cogollos&amp;#039;&amp;#039;) von Hand, mit den Fingernägeln oder mit einem spitzen Metallkamm&amp;lt;ref&amp;gt;Niir Board Of Consultants &amp;amp; Engineers: &amp;#039;&amp;#039;Natural Fibers.&amp;#039;&amp;#039; National Institute Of Industrial Research, 2005, ISBN 978-81-86623-98-5, S.&amp;amp;nbsp;512, {{Google Buch |BuchID=rkF7DwAAQBAJ}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; aufgefächert und die dünnen [[Faser]]n herausgezogen. Dabei entsteht die spätere Fertigungsqualität des Hutes: je dünner die Fasern, desto höher die Qualität. Die Fasern werden nun mit [[Schwefel]]&amp;amp;shy;dämpfen in einem Behälter gebleicht und danach getrocknet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hut wird nun gewoben,&amp;lt;ref&amp;gt;Brent Black: [https://www.brentblack.com/ Verfahrensschritte der Panamahut-Herstellung.] In: &amp;#039;&amp;#039;brentblack.com&amp;#039;&amp;#039;, (englisch), mit weiteren links auf der Internetseite, aufgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; indem der Weber (&amp;#039;&amp;#039;tejedor&amp;#039;&amp;#039;) mit den &amp;#039;&amp;#039;cruzado&amp;#039;&amp;#039; von der „Kronenmitte“ (&amp;#039;&amp;#039;plantilla&amp;#039;&amp;#039;) her beginnt, mehrere Fasern miteinander zu verknüpfen. Man unterscheidet verschiedene Webarten: die klassischen &amp;#039;&amp;#039;Cuenca/Llano&amp;#039;&amp;#039; ([[Köperbindung|Herringbone, Fischgrat]]-Muster – fester) und &amp;#039;&amp;#039;Brisa&amp;#039;&amp;#039; (Diamantenmuster) sowie &amp;#039;&amp;#039;Crochet&amp;#039;&amp;#039; (gehäkelt), &amp;#039;&amp;#039;Fancy&amp;#039;&amp;#039; (verschiedenfarbiges Stroh wird verwoben)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://panamahats.co.uk/panama-weaves-and-qualities/ Panama Weaves and Qualities.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;panamahats.co.uk&amp;#039;&amp;#039;, aufgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Torcido&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;New Order&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Nathaniel Cerf: {{Webarchiv | url=https://www.hats-plus.com/chronicles/how-to-grade-a-panama-hat/ | wayback=20180817055903 | text=&amp;#039;&amp;#039;How to Grade a Panama Hat.&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;hats-plus.com&amp;#039;&amp;#039;, 12.&amp;amp;nbsp;Mai 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt auch die Webart &amp;#039;&amp;#039;Twisted&amp;#039;&amp;#039;, hier entstehen kleine Luftlöcher im Geflecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das flache Oberteil fertiggestellt, legt der Weber den [[Werkstück|Rohling]] auf einem Block ab, meist einen großen Stein, der auf einem [[Pflock|Pfosten]] ruht. Auf den Hutrohling wird ein Holzstamm gesetzt, mit einem kleinen Kissen darauf, auf das sich nun der Weber mit seinem Brustkasten legt, um unter sich das Seitenteil und die [[Hutkrempe|Krempe]] weiter zu flechten. Dadurch entsteht die für [[ecuador]]ianische [[Hutmacher]] typische, stehende und zugleich nach vorne gebeugte Arbeitshaltung. Am Ende dieses Prozesses wird der Hut „geschlossen“, indem meist ein weiterer Weber (&amp;#039;&amp;#039;rematador&amp;#039;&amp;#039;) das Stroh am Ende der Krempe zurückbindet. Danach stellt der &amp;#039;&amp;#039;azocador&amp;#039;&amp;#039; den Krempenrand fertig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Fertigstellen des Rohlings schneidet der &amp;#039;&amp;#039;cortador&amp;#039;&amp;#039; nun noch grob überstehendes Stroh ab, wäscht dann die Hüte mit einer speziellen Seife und bleicht sie danach nochmals. Die Bleichung erfolgt wieder mit Schwefeldämpfen oder [[Wasserstoffperoxid]],&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Hoelzgen: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7964846.html Leichter als ein Blatt Papier.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 17.&amp;amp;nbsp;August 1998, Nr.&amp;amp;nbsp;34.&amp;lt;/ref&amp;gt; was eine sehr weiße Farbe ergibt (hier kann auf die nachfolgenden Schwefelbehandlungen verzichtet werden). Die Bleichung mit Peroxid schwächt aber die Faser, so dass diese sich gummiartig anfühlt.&amp;lt;ref&amp;gt;Brent Black: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.brentblack.com/montecristi-panama-hat-prices-explained.html Color of Straw.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;brentblack.com&amp;#039;&amp;#039;, (englisch), aufgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hüte können auch in verschiedenen Farben gefärbt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur vollständigen Bleichung, sowie zum [[Sicherheit|Schutz]] und um die Verbindungsstellen des Strohs zu [[Glätten (Fertigungsverfahren)|glätten]], kann der Rohling auch einer speziellen Behandlung unterzogen werden. Dabei wird von dem &amp;#039;&amp;#039;apeleador&amp;#039;&amp;#039; mit einem [[Hartholz]]&amp;amp;shy;klöppel Gummi- und [[Schwefel]]&amp;amp;shy;pulver vorsichtig in das [[Gewebe (Textil)|Gewebe]] hineingeklopft und der Hut zugleich weichgeklopft. Danach nimmt wieder der &amp;#039;&amp;#039;cortador&amp;#039;&amp;#039; die „Feinrasur“ der Hüte vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend bügelt der &amp;#039;&amp;#039;planchador&amp;#039;&amp;#039; den Hut mit Holzformen, Ledergürteln und Schwefelpulver in Form. Das erste Bügeln kann auch schon vor der Bearbeitung des &amp;#039;&amp;#039;apeleadors&amp;#039;&amp;#039; geschehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann bringt der „Blocker“ den Rohling mit [[Feuchtigkeit]], [[Wärme]] und [[Druck (Physik)|Druck]] in seine eigentliche Form. Er zieht den Hut zunächst über einen Einheitsblock, wo er vorgeformt wird, um ihn danach in einem zweiten Schritt über einem spezielleren Block in seine endgültige Form zu pressen. Am Ende der Arbeitsschritte steht die Formung der Hutkrempe, dabei werden verschiedene Holzformen (&amp;#039;&amp;#039;flange&amp;#039;&amp;#039;) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oftmals werden die Hüte nicht vor Ort fertiggestellt, stattdessen liefern viele Weber den Rohling in einer größeren [[Manufaktur]] ab. Alternativ zur Manufaktur bearbeitet und gestaltet eine Modistin den Rohling auf traditionelle Weise weiter und formt ihn so erst zum eigentlichen Hut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je enger die Fasern sind, umso langwieriger und aufwendiger ist die Herstellung. Daher können feinste Panama-Hüte mehrere Tausend [[US-Dollar]] kosten, der Rekord liegt derzeit bei 100.000&amp;amp;nbsp;$.&amp;lt;ref&amp;gt;Cyril Foiret: &amp;#039;&amp;#039;[https://trendland.com/the-hat-for-100000/ The Hat for $100,000.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trendland&amp;#039;&amp;#039;, 11.&amp;amp;nbsp;August 2009, (englisch), aufgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zwischenhändler drücken den Preis, um der Nachfrage nach Massenware gerecht zu werden. Dabei wird oft nach traditioneller Art – unter Auslassung gewisser Verfahrensschritte – gearbeitet und auch anderes Stroh verwendet (z.&amp;amp;nbsp;T. künstliches), welches billiger ist. Der Hut hat dann nicht mehr die originalen, guten Gebrauchseigenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Billigere Hüte werden auch mit einer wasser- und schmutzabweisenden Imprägnierung ausgerüstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Qualität der Panamahüte wird nach verschiedenen Systemen bestimmt:&lt;br /&gt;
* nach der Anzahle der Ringe (&amp;#039;&amp;#039;Vueltas&amp;#039;&amp;#039;) bei der Krone. Diese Variante ist aber nicht sonderlich genau, weil die Weber mit verschiedenen Webstilen arbeiten.&lt;br /&gt;
* die Dichte der Fasern (&amp;#039;&amp;#039;Counts&amp;#039;&amp;#039;) pro [[Quadratzoll]]&lt;br /&gt;
* nach einem &amp;#039;&amp;#039;Grade-System&amp;#039;&amp;#039;, wobei dieses nicht einheitlich festgelegt ist; allgemein gilt: je höher der &amp;#039;&amp;#039;Grade&amp;#039;&amp;#039;, umso feiner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; gallery widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;180px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bécal Panama Hat Production.JPG|Auftrennen der Palmfasern vor dem Trocknen&lt;br /&gt;
Sigsig, Ecudor (13704804055).jpg|Flechten der Hutkrone (&amp;#039;&amp;#039;plantilla&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;Brent Black: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.brentblack.com/pages/tour2_page_06.html A Hat is born 6. Beginning the Weaving.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;brentblack.com&amp;#039;&amp;#039;, 14.&amp;amp;nbsp;Juni 2020, (englisch), aufgerufen am 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 2020.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Panama Hat Manufacture 2.JPG|Rohling eines Panamahutes in einer Manufaktur in [[Cuenca (Ecuador)]]&lt;br /&gt;
Panama Hat Manufacture 1.JPG|Der Hut erhält hier in einer Presse seine endgültige Form.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Benutzung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Panama boite.jpg|mini|Zusammengerollter Panamahut in der zugehörigen Kiste, nur für [[humid]]e Klimazonen geeignet.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein guter Panama-Hut lässt sich im Herkunftsland ohne Weiteres zusammengerollt in einer Büchse transportieren, ohne dass Fasern beschädigt werden oder die Form leidet. Bei vergleichsweise geringerer Luftfeuchtigkeit, etwa in Europa, lässt sich der Hut jedoch nicht mehr rollen. Außerdem sollte er nicht am Kopf zusammengedrückt werden, da sonst die Fasern leicht brechen. Der Panama-Hut sollte nicht an der Krone abgenommen oder aufgesetzt werden, sondern eigentlich nur an der Krempe, um Faser-Bruchschäden durch das Zusammendrücken zu vermeiden. Da aber die wenigsten Benutzer darauf achten, sind die Hüte in der Regel mit einer Verstärkung (&amp;#039;&amp;#039;crown protecting&amp;#039;&amp;#039;) an der vorderen Innenseite der Krone ausgestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berühmte Träger ==&lt;br /&gt;
Zu den berühmten Trägern des Panama-Huts gehörten: [[Napoleon III.]], [[Theodore Roosevelt]], [[John D. Rockefeller]], [[Ernest Hemingway]], [[Winston Churchill]], [[Harry S. Truman]], [[Erich Honecker]], [[David Hilbert]] und [[Paul Newman]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tagesspiegel&amp;quot; /&amp;gt; Der Begründer der türkischen Republik, [[Mustafa Kemal Atatürk]], verbot 1925 per [[Hutgesetz]] den Männern das Tragen der traditionellen orientalischen Kopfbedeckungen zugunsten von Hüten; seine erste Kopfbedeckung war ein Panama-Hut.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:right;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; gallery widths=&amp;quot;200px&amp;quot; heights=&amp;quot;180px&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Roosevelt and the Canal.JPG|Theodore Roosevelt (Mitte) auf einem [[Dampfbagger]] beim [[Panamakanal]], 1906&lt;br /&gt;
J.D. Rockefeller and wife (LOC) (2163498218).jpg|[[John Davison Rockefeller|John D. Rockefeller]] (Mitte) mit seiner Frau [[Laura Spelman Rockefeller|Laura]], um 1910&lt;br /&gt;
Ataturk-hatreform.jpg|[[Kemal Atatürk]], Anfang der 1920er-Jahre&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tom Miller: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren des Panamahutes: eine wirklich ungewöhnliche Reise.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzt von Dörte Fuchs und Jutta Orth, Gruner und Jahr, Hamburg 2002, ISBN 978-3-934385-68-9.&lt;br /&gt;
* Tom Miller: &amp;#039;&amp;#039;The Panama hat trail: A Journey From South America.&amp;#039;&amp;#039; Morrow, New York 1986, [[National Geographic]], 2001, ISBN 978-0-688-06395-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Stilikone Panamahut.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilm, Deutschland, 2011, 52:08 Min., Buch und Regie: Jörg Daniel Hissen, Produktion: MedienKontor FFP, [[Geo (Zeitschrift)#Fernsehen|GEO]], [[arte]], Reihe: &amp;#039;&amp;#039;360° GEO Reportage&amp;#039;&amp;#039;, Erstsendung: 21.&amp;amp;nbsp;Mai 2011 bei arte, [http://www.geo.de/GEO/geo-tv/ecuador-stilikone-panamahut-68248.html Inhaltsangabe] von [[Geo (Zeitschrift)|Geo]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.youtube.com/watch?v=DAjZ2cnqu9A Genuine Montecristi Fino (aka Panama Hat) – A Small Glimpse at its Process.]&amp;#039;&amp;#039; Dokumentarfilm, USA, 2011, 19:11 Min., Regie: Joseph Rosenbaum, Pablo Franco, Produktion: MillineryEzone.com, Internetpublikation: 25.&amp;amp;nbsp;März 2011 in [[YouTube]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Panama hats|Panama-Hüte}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Ecuador)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde (Südamerika)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Repräsentatives immaterielles Kulturerbe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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