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	<title>Panajot Chitow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-21T11:40:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Panajot_Chitow&amp;diff=1618612&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Finian: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-09-04T16:06:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Panayot-Hitov.jpg|mini|Panajot Chitow]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Panajot Iwanow Chitow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{BgS|Панайот Иванов Хитов}}; * [[11. November]] [[1830]] in [[Sliwen]]; † [[22. März]] [[1918]] in [[Russe (Stadt)|Russe]], heute [[Bulgarien]]) war ein bulgarischer [[Heiducken|Heiducke]], [[Woiwode]] und Freiheitskämpfer während der [[Bulgarische Wiedergeburt|Bulgarischen Nationalen Wiedergeburt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Panajot Chitow wurde 1830 in der südbulgarischen, zu damaligen Zeitpunkt im [[Osmanisches Reich|osmanischen Reich]] gelegenen „Stadt der 100 Woiwoden“ Sliwen als Sohn eines wohlhabenden Schafzüchters geboren. 1858 wurde er [[Heiducken|Hajduke]] in der [[Tschetnik|Tscheta]] von [[Georgi Trankin]]. Zwei Jahre später, nach dem Tode von Trankin, wurde er von den anderen Hajduken zum Tschetaführer gewählt. Seine Freischar war zu jener Zeit die aktivste in ganz Südostbulgarien. Unter seiner Führung standen unter anderem [[Chadschi Dimitar]], [[Stojan Papazow]] und [[Djado Schelko]]. Zwischen 1864 und 1865 nahm er Kontakt mit [[Georgi Rakowski]], dem Ideologen des bulgarischen Freiheitskampfes auf. Auf seinen Einfluss ist auch zurückzuführen, dass Chitow seine Tscheta auflöste, um eine neue zu gründen und sie in den Dienst der Befreiung Bulgariens von der osmanischen Herrschaft zu stellen. Zu diesem Zweck rekrutierte Chitow 1864 unter der bulgarischen Bevölkerung in [[Belgrad]] und [[Kragujevac]] Kämpfer. Unter seiner Führung setzte sich die Tscheta in die bergige Region um [[Pirot]] und [[Berkowiza]] ab, um gegen die Fremdherrscher zu kämpfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Erfahrung wurde Chitow von Rakowski im &amp;#039;&amp;#039;Vorübergehenden Gesetz der Tschetas für den Sommer 1867&amp;#039;&amp;#039; (bulg. &amp;quot;Привременен закон за народните и горски чети от 1867-лето&amp;quot;) zum „Obersten Bulgarischen Woiwoden“ (bulg. главен български войвода) erklärt. Damit unterstanden alle bulgarischen Tschetas der militärischen Führung von Chitow. Rakowski und Chitow zielten damit auf eine Koordination der militärischen Aktionen im Kampf gegen die Fremdherrscher. Nach dem überraschenden Tod Rakowskis am 28. April 1867 scheiterten die großen Pläne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chitow setzte die Arbeit im Sinne Rakowskis, dass Bulgarien nur von außen militärisch befreit werden kann, jedoch fort. Er überquerte mit einer 30 Mann starken Tscheta bei [[Oltenița]]-[[Tutrakan]] die rumänisch-osmanische Grenze in Richtung [[Balkangebirge]]. Fahnenträger der Tscheta, die in der Region um Sliwen und [[Kotel]] tätig war, war [[Wasil Lewski]]. Sein Ziel war nicht, einen weiteren unvorbereiteten Aufstand zu provozieren, sondern vielmehr Strukturen für einen späteren, groß angelegten und gut vorbereiteten Aufstand zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August des gleichen Jahres 1867 verbündete er sich mit der Tscheta von [[Filip Totju]]. Die zwei Tschetas überquerten das Balkangebirge von Ost nach West Richtung Serbien. Erneut In Serbien angekommen, setzte sich Chitow in Belgrad als Pensionär zur Ruhe, er erhielt von Serbien eine Rente. Seine Kontakte und Erfahrungen waren auch von dem serbischen Machthaber geschätzt und sie versuchten ihn für ihre Seite zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit (1868–1871) blieb Chitow mit dem neuen Ideologen des bulgarischen Freiheitskampfes, seinem ehemaligen Fahnenträger Wasil Lewski in engem Kontakt. Beide hatten jedoch Differenzen, wie dieser Freiheitskampf aussehen sollte. Während Lewski Verfechter der Idee war, dass ein erfolgreicher Kampf nur aus dem Volke im unterjochten Bulgarien heraus stattfinden konnte und zu diesem Zweck in Bulgarien ein Netz von revolutionären Komitees aufbaute, sah der große Woiwodenführer den Erfolg nur in der Befreiung von außen mit Unterstützung der Nachbarländer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chitow vertrat die Idee, dass der bulgarische Befreiungskampf mit den serbischen Kampf gegen das Osmanische Reich koordiniert werden sollte. Zu diesem Zeitpunkt erkannte der 38-jährige Woiwode klar, dass die kleinen verstreuten Freischaren nicht in der Lage waren, das starke Militär des Osmanischen Reiches zu besiegen. Obwohl er sich verpflichtet fühlte, den jungen Revolutionären in der Person von Lewski und des neugegründeten &amp;#039;&amp;#039;Bulgarischen zentralen revolutionären Komitees&amp;#039;&amp;#039; in Bukarest zu helfen, versuchte er erneut, durch geheime Vereinbarungen mit ausländischen Woiwoden das Gebiet der Freischärler auszuweiten. Ohne Absprache mit Lewski und dem inzwischen in Bukarest gegründeten [[Bulgarisches Revolutionäres Zentralkomitee|Bulgarischen Revolutionären Zentralkomitee]] (BRZK), ging Chitow im August 1871 eine Verpflichtung mit dem Montenegrinischen Woiwoden Matanovic ein, einen gemeinsamen gleichzeitigen Aufstand in Bulgarien, Bosnien, Herzegowina und Albanien zu organisieren und durchzuführen. &lt;br /&gt;
[[Datei:Panayot Hitov.jpg|mini|links|Panajot Chitow als Bürger von Russe]]&lt;br /&gt;
Erst im April 1872 wurde Chitow Mitglied des BRZK. Im selben Jahr veröffentlichte er seine Memoiren („Die Balkan-Hajduken“, ins Deutsche übersetzt von Rosen, Leipzig 1878). Im [[Serbisch-Osmanischer Krieg|Serbisch-Türkischen Krieg]] wurde Chitow, wie [[Hajduk Welko]] zum Woiwoden ernannt und kämpfte an der Seite der Serben. Im Juli 1877 wurde Chitow jedoch zum Hauptwoiwoden der bulgarischen Tschetas von [[Filip Totju]], [[Iljo Wojwoda]] und [[Christo Makedonski]] in der serbischen Armee. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ideen Chitows scheiterten am Widerstand innerhalb des BRZKs. Auf Grund seiner langjährigen Erfahrung kam Panajot Chitow zu dem Schluss, dass der [[Bulgarischer Aprilaufstand 1876|Aprilaufstand]] von 1876 scheitern werde und beteiligte sich nicht daran, obwohl man in ihm, wie von Rakowski schon zuvor vorgeschlagen, den Anführer der Tschetas und Oberste Woiwode gesehen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Aprilaufstand“ wurde blutig niedergeschlagen, aber hinterließ „eine unheilbare Wunde“ im Herz des Osmanischen Reiches. Er führte zum [[Russisch-Osmanischer Krieg (1877–1878)|Russisch-türkischen Krieg]] von 1877 bis 1878, der Bulgarien die Freiheit brachte. Panajot Chitow nahm als Freiwilliger und Anführer einer Tscheta aktiv am Krieg teil und half mit seiner Kenntnis des Geländes und der geheimen Pfade den russischen Truppen, das Balkangebirge zu überqueren. Er erhielt dafür zwei Tapferkeitsmedaillen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Befreiung Bulgariens ließ sich Chitow in Russe nieder, wo er politisch tätig war. Wie in seinen Jugendjahren trat er einer revolutionären Organisation bei, die das teilunabhängige Fürstentum Bulgarien und die unter türkischer Herrschaft stehende Provinz [[Ostrumelien]] (Südbulgarien) vereinen wollte, die nach dem Berliner Vertrag von 1878 getrennt waren. 1885 war Chitow in seiner Heimatstadt Sliwen an der Spitze eines der Komitees des [[Bulgarisches geheimes revolutionäres Zentralkomitee|Bulgarischen Geheimen Zentralen Revolutionären Komitees]] (BGZRK), das gegen die Regierung in der osmanische Provinz putschte und die Vereinigung Bulgariens proklamierte. Im anschließenden [[Serbisch-Bulgarischer Krieg|Serbisch-Bulgarischen Krieg]] nahm Chitow als Freiwilliger teil. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem gescheiterten Putsch der prorussischen Kräfte gegen den bulgarischen Fürsten [[Alexander I. (Bulgarien)|Alexander I.]], der von [[Russland]] unterstützt wurde, folgte ein Gegenputsch. Nach der Wiedereinsetzung des Zaren und der folgenden Regentschaft des Ministerpräsidenten [[Stefan Stambolow]] geriet Chitow, wegen seiner prorussischen Politik in Ungnade. Chitow wurde 1892 wegen der Unterstützung prorussische Kräfte ins Gefängnis gesteckt. Dank der großen Unterstützung durch die Bevölkerung konnte Chitow gegen eine zu den damaligen Zeiten kolossale Kaution von 5.000 Lewa das Gefängnis verlassen. {{Zitat|Dass ich es erleben musste, von Bulgaren eingekerkert zu werden}}, schrieb danach Panajot Chitow mit Bitterkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chitow starb am 22. März 1918 in Russe im Alter von 87 Jahren. Zuvor beschrieb er sein stürmisches Leben in einem kleinen Buch mit dem Titel „&amp;#039;&amp;#039;Meine Reise im Stara-Planina-Gebirge und das Leben einiger bulgarischer alter und neuer Woiwoden&amp;#039;&amp;#039;“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2013 trägt der [[Hitov Spur]] seinen Namen, ein Gebirgskamm im [[Grahamland]] in der Antarktis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Konstantin Jireček]], Alexander Neroslawsky: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Bulgaren&amp;#039;&amp;#039;, Textor Verlag, 2008, ISBN 3938402113, S. 552–575&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129005363|LCCN=n/82/12417|VIAF=25670803}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Chitow, Panajot}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heiduck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bulgarische Wiedergeburt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bulgare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1830]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Chitow, Panajot&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Chitow, Panajot Iwanow; Hitov, Panayot Ivanov; Хитов, Панайот Иванов (bulgarisch) &lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bulgarischer Revolutionär, Woiwode, Freiheitskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. November 1830&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Sliwen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. März 1918&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Russe (Stadt)|Russe]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Finian</name></author>
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