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	<title>Paludikultur - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T22:55:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paludikultur&amp;diff=1505159&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Drahkrub: Änderung 262076240 von Geobotaniker rückgängig gemacht: Unnötige Relativierungen zerschiessen den Satzbau.</title>
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		<updated>2025-12-03T08:22:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/262076240&quot; title=&quot;Spezial:Diff/262076240&quot;&gt;262076240&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Geobotaniker&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Geobotaniker&quot;&gt;Geobotaniker&lt;/a&gt; rückgängig gemacht: Unnötige Relativierungen zerschiessen den Satzbau.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:DESIRE 3 - Pelkininkyste LT-I.jpg|mini|alt=Vier aneinandergefügte Bilder: links oben ein Stapel großer Halmbündel in einer Scheune, rechts oben ein Haus mit Reetdach, links unten ein Raupenfahrzeug mit großem „Staubsaugerrüssel“ und rechts unten ein schwarzer Wasserbüffel auf einer feuchten Wiese|Paludikultur-Möglichkeiten: Geerntetes Röhricht, Reetdach, Erntemaschine und [[Wasserbüffel]]]]&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paludikultur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[lateinisch]] &amp;#039;&amp;#039;palus&amp;#039;&amp;#039; „Morast, Sumpf“ und &amp;#039;&amp;#039;cultura&amp;#039;&amp;#039; „Bewirtschaftung“) ist die land- und forstwirtschaftliche Nutzung nasser [[Moor]]standorte. Ein traditionelles Beispiel ist der Anbau von Röhrichten für [[Reetdach|Dachreet]]. Neuere Varianten sind die [[Kultivierung]] von Pflanzen zur Energiegewinnung aus [[Biomasse]] oder von [[Torfmoose]]n als Torfersatz für [[Kultursubstrat]]e im [[Gartenbau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ganzjährig hohe Wasserstände soll der Erhalt bzw. die Erzeugung von [[Ökosystemdienstleistung]]en erreicht werden, z.&amp;amp;nbsp;B. Speicherung von Kohlenstoff, Hochwasserschutz oder Biodiversität.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Paludikultur - Bewirtschaftung nasser Moore|Hrsg=Wendelin Wichtmann; Christian Schröder; Hans Joosten|Jahr=2016|ISBN=978-3-510-65282-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher ist ein wichtiges Ziel der Paludikultur der Erhalt oder die Neubildung von [[Torf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgangsbedingungen ==&lt;br /&gt;
=== Trockenlegung und Wiedervernässung von Mooren ===&lt;br /&gt;
Moore machen lediglich 3 % der Landfläche der Erde aus, speichern jedoch mit 450 [[Gigatonne (Masse)|Gt]] etwa ein Drittel des weltweiten Bodenkohlenstoffs&amp;lt;ref&amp;gt;S. D. Bridgham, J. P. Megonigal, J. K. Keller u. a.: &amp;#039;&amp;#039;The Carbon Balance of North American Wetlands&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Wetlands&amp;#039;&amp;#039;. Band 26, Nr. 4, 2006, S. 889–916.&amp;lt;br /&amp;gt;R. K. Dixon, A. M. Solomon, S. Brown u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Carbon Pools and Flux of Global Forest Ecosystems.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Science.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 263, 1994, S. 185–190.&amp;lt;/ref&amp;gt; und etwa doppelt so viel Kohlenstoff wie der gesamte Waldbestand der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/naturschutz/Mooratlas_2023.pdf Mooratlas 2023]&amp;#039;&amp;#039; (PDF; S. 10)&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis heute werden [[Moor]]e großflächig für Land- und Forstwirtschaft sowie [[Torfabbau]] entwässert. Dadurch werden die über Jahrtausende gebildeten Torfe belüftet und von Mikroben zersetzt. Die Folgen sind eine [[Bodendegradation|Bodendegradierung]] und Moorsackung. Dieser sogenannte „Teufelskreis der Moornutzung“&amp;lt;ref&amp;gt;H. Kuntze (1983): &amp;#039;&amp;#039;Probleme der modernen landwirtschaftlichen Moornutzung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Telma&amp;#039;&amp;#039;. Band 13, S. 137–152.&amp;lt;/ref&amp;gt; führt zum Verlust von standorttypischer [[Biodiversität]] sowie Verlust der Wasserfilter-, Wasserspeicher- und Rückhaltefunktion und steigert die Belastung von Grund- und Oberflächenwasser zusätzlich durch Nährstoffausträge. Durch Absenken der Grundwasserhorizonte entstehen andauernde [[Folgekosten]] auch nach Ende der Ertragszuwächse. Die fortwährende Degradierung macht diese Flächen zudem langfristig nicht mehr nutzbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem aber setzen entwässerte Moorböden enorme Mengen des [[Treibhausgas]]es [[Kohlenstoffdioxid]] frei. Weltweit sind 0,3 % der Moore entwässert; diese emittieren zwei Gt CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; jährlich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAO&amp;quot;&amp;gt;FAO, Wetlands International, Hans Joosten, Marja-Liisa Tapio-Biström und Susanna Tol (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Peatlands - guidance for climate change mitigation by conservation, rehabilitation and sustainable use&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Rom 2012. ISBN 978-92-5-107302-5, [https://www.fao.org/3/an762e/an762e.pdf fao.org] (PDF; 5,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das ist ein Drittel der Treibhausgase aus Land- und Forstwirtschaft, also 6 % der gesamten vom Menschen verursachten Kohlenstoffemissionen, und entspricht der dreifachen Menge des globalen Flugverkehrs.&amp;lt;ref&amp;gt;IPCC (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aviation and the Global Atmosphere.&amp;#039;&amp;#039; Arendal 2001. {{Webarchiv |url=http://www.grida.no/climate/ipcc/aviation/index.htm |wayback=20051125072054 |text=digitale Version}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Entwässerte Moore sind damit Hotspots der Emission von Treibhausgasen und ihre [[Wiedervernässung]] ein wichtiger Beitrag zum [[Klimaschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Claudia Oehmke und Wendelin Wichtmann |Titel=Festbrennstoffe aus Paludikultur – Produktivität und Verbrennungseignung von Halmgut aus nassen und wiedervernässten Mooren |Datum=2011 |Online=[https://www.moorwissen.de/files/doc/publikationen/Oehmke_Wichtmann_-_Festbrennstoffe_aus_Paludikultur_-_ARTIKEL.pdf PDF]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Vergleich der Treibhausgasemissionen bei Paludikultur auf intakten und wiedervernässten Mooren ergab, dass eine Bewirtschaftung in den meisten Fällen nur auf wiedervernässten Mooren sinnvoll ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=Paludiculture as a sustainable land use alternative for tropical peatlands: A review|Sammelwerk=Science of The Total Environment|Nummer=753|DOI=10.1016/j.scitotenv.2020.142111}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flächenbedarf der Menschheit ===&lt;br /&gt;
Angesichts des Nutzungsdrucks einer wachsenden Weltbevölkerung rechnen Experten nationaler und internationaler Organisationen damit, dass Moorflächen der Landwirtschaft auch in Zukunft zur Verfügung stehen müssen. Damit sie als Kohlenstoff- und Wasserspeicher funktionieren, empfiehlt etwa die [[Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen|FAO]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAO&amp;quot; /&amp;gt; Moore nicht zu entwässern, sondern als nasse oder wiedervernässte Standorte durch Paludikultur zu nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fao.org/climate-change/en/ |titel=Peatlands and organic soils |hrsg=FAO |sprache=en |abruf=2019-09-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Produktionsalternative kann Paludikultur somit die Akzeptanz in der Bevölkerung steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Verbreitung der Paludikultur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Paludi-bederkesa-1 hg.jpg|mini|alt=Ein Feld mit Reihen sattgrüner Pflänzchen zwischen dunkelbrauner Erde mit vielen Pfützen und einigen Markierungspfosten; im Hintergrund Reihen von Bäumen und ein wolkenbedeckter Himmel|Versuchsfeld für eine Rohrkolben-Paludikultur in Niedersachsen.]]&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
Das Konzept wurde an der [[Universität Greifswald]] (u. a. von [[Hans Joosten]]) entwickelt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.moorwissen.de/hintergrund.html Hintergrund] auf moorwissen.de&amp;lt;/ref&amp;gt; geht aber auf Vorläufer zurück und wird international angewendet, unter anderem auch in den Tropen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Zu Dienle Tan, Massimo Lupascu und Lahiru S. Wijedasa |Titel=Paludiculture as a sustainable land use alternative for tropical peatlands: A review |Sammelwerk=Science of the Total Environment |Band=753 |Datum=2021 |ArtikelNr=142111 |Sprache=en |DOI=10.1016/j.scitotenv.2020.142111}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paludikultur in den Tropen ===&lt;br /&gt;
Die überwiegend den [[Bantu]] zugehörige lokale Bevölkerung der größten bekannten Torflandschaft der Tropen, [[Cuvette Centrale]] im [[Kongobecken]], sichert ihren Lebensunterhalt oft durch Fischerei, Jagd, die Ernte von Waldprodukten wie Palmwedel für Dachkonstruktionen und kleinräumige Landwirtschaft, beispielsweise mit [[Maniok]], Bananen, Ziegen oder Hühnern, wobei vor allem [[Terra Firme|Terra-firme-Wald]] land- oder forstwirtschaftlich genutzt wird und traditionelle nomadische Lebensweisen zurückgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Greta C. Dargie, Ian T. Lawson, Tim J. Rayden, Lera Miles, Edward T. A. Mitchard, Susan E. Page, Yannick E. Bocko, Suspense A. Ifo und Simon L. Lewis |Titel=Congo Basin peatlands: threats and conservation priorities |Sammelwerk=Mitigation and Adaptation Strategies for Global Change |Band=24 |Nummer=4 |Datum=2019 |Seiten=669–686 |Sprache=en |DOI=10.1007/s11027-017-9774-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die derzeitige Nutzung der Torfgebiete wird als relativ nachhaltig angesehen und kann dem Konzept der Paludikultur zugerechnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paludikultur in nördlichen Moorgebieten ===&lt;br /&gt;
Paludikultur-Versuchsflächen sind mittlerweile an mehreren Standorten in Deutschland zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Projekte und Praxisbeispiele |url=https://www.moorwissen.de/projekte-und-praxis.html |werk=Greifswald Moor Centrum |abruf=2023-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[#Paludikultur auf Hochmoor|Anbau von Torfmoosen]] wurde auch in Kanada über sechs Jahre hinweg getestet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rémy Pouliot, Sandrine Hugron und Line Rochefort |Titel=Sphagnum farming: A long-term study on producing peat moss biomass sustainably |Sammelwerk=Ecological Engineering |Band=74 |Datum=2015 |Seiten=135–147 |Sprache=en |DOI=10.1016/j.ecoleng.2014.10.007}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produkte aus Paludikultur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nasses Moor als Rohstofflieferant- Mooratlas 2023 Grafik 36.png|thumb|Für Paludikultur geeignete Arten und Anwendungsbereiche daraus gewonnener Produkte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paludikultur-Produkte können in Landwirtschaft, Industrie und Handwerk, Energieproduktion und anderen Branchen genutzt werden. Eine Nutzung ortstypischer Pflanzenarten ist dabei anzustreben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Bei einigen angebauten Pflanzen können für die Ernte spezielle Maschinen eingesetzt werden, bei anderen müssen solche Erntemaschinen erst noch entwickelt werden. Es kann weiterhin unterschieden werden, ob die Pflanzen gezielt angebaut wurden oder sowieso vorhandener Aufwuchs verwertet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=Klimaschonende, biodiversitätsfördernde Bewirtschaftung von Niedermoorböden|Autor=Felix Närmann, Friedrich Birr, Moritz Kaiser, Monique Nerger, Vera Luthardt, Jutta Zeitz und [[Franziska Tanneberger]]|Hrsg=Bundesamt für Naturschutz|Jahr=2021|DOI=10.19217/skr616|ISBN=978-3-89624-377-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paludikultur auf Niedermoor ===&lt;br /&gt;
Geeignete Paludikultur-Pflanzen für wiedervernässte [[Niedermoor]]e sind in Mitteleuropa:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Halmgüter wie [[Schilfrohr|Schilf]], [[Seggen]] oder [[Rohrglanzgras]]&lt;br /&gt;
* Kräuter, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Fieberklee]] und [[Baldriane|Baldrian]]&lt;br /&gt;
* Gehölze, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Weiden (Gattung)|Weiden]] (auch in Form von [[Kurzumtriebsplantage]]n&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;) oder [[Schwarz-Erle|Schwarzerle]]&lt;br /&gt;
* Nahrungsmittel wie [[Moosbeeren|Moosbeere]] und [[Rohrkolben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Röhricht]]e und Riede lassen sich stofflich als form- und abbaubare [[Verpackung]]stechnologie, [[Baustoff|Bau-]] und [[Dämmstoff]] verwerten oder in Form von Briketts, Pellets oder Biogas zur Energiegewinnung. Die gewonnene Biomasse lässt sich als regionaler [[nachwachsender Rohstoff]] energetisch zur dezentralen Wärme- und Stromerzeugung nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tobias Dahms, Claudia Oehmke, Astrid Kowatsch, Susanne Abel, Sabine Wichmann, Wendelin Wichtmann und Christian Schröder |Titel=Paludi-Pellets-Broschüre. Halmgutartige Festbrennstoffe aus nassen Mooren |Ort=Greifswald |Datum=2017 |Auflage=2 |Online=[https://www.moorwissen.de/files/doc/publikationen/paludi_pellets_broschuere/downloads/Dahms%20et%20al.%20%282017%29%20Paludi-Pellets-Brosch%C3%BCre.pdf PDF]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist der Biomasse aus Energieträgern wie Mais- oder Grassilage auf drainierten Mooren in der Bilanz klar überlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Wichtmann und S. Wichmann: &amp;#039;&amp;#039;Paludikultur: Standortgerechte Bewirtschaftung wiedervernässter Moore / Paludicultur – site adapted management of re-wetted peatlands.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TELMA Beiheft.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, 2011, S. 215–234.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Biomasse von 1 ha Schilf (8 t) entspricht dem Energiegehalt von 3000 l [[Heizöl]].&amp;lt;ref&amp;gt;C. Schröder, T. Dahms, S. Wichmann, W. Wichtmann, H. Joosten: &amp;#039;&amp;#039;Paludikultur – Ein regionales Bioenergiekonzept für Mecklenburg-Vorpommern.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Universität Rostock, Rostock 2012, 76 Seiten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Halmgüter wie Schilf und Seggen haben einen ähnlich hohen Heizwert wie Holz.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Couwenberg: &amp;#039;&amp;#039;Biomass energy crops on peatlands: on emissions and perversions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;IMCG-Newsletter.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, 2007, S. 12–14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abgesehen von der Nutzung pflanzlicher Erzeugnisse können Niedermoorstandorte mit angrenzenden trockenen Mineralbodenbereichen auch durch [[Wasserbüffel]] beweidet werden, die Fleisch und Milch liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |titel=Wasserbüffel auf Niedermoor-Standorten |url=https://www.moorwissen.de/wasserbueffel.html |abruf=2023-01-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paludikultur auf Hochmoor ===&lt;br /&gt;
[[Torfmoose]] (lat. &amp;#039;&amp;#039;Sphagnum&amp;#039;&amp;#039;) lassen sich auf degradierten [[Hochmoor]]en kultivieren und als Alternative zu gering zersetztem Weißtorf in gartenbaulichen Kultursubstraten verwenden. Der weltweite Bedarf an Weißtorf beträgt jährlich 30 Mio. m³. Dieser wird bisher durch Torfabbau gewonnen, was zur Zerstörung sensibler Ökosysteme und zur Freisetzung von CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; führt. Die Vorräte an abbaubarem Weißtorf in West- und Mitteleuropa sind nahezu erschöpft, Deutschland z.&amp;amp;nbsp;B. importiert als derzeit europaweit größter Substratproduzent und -nutzer für den Erwerbsgartenbau 1,8 Mio. m³. Der Anbau von Torfmoosen auf wiedervernässten Hochmoorflächen führt dagegen zu einer Verringerung der Kohlenstofffreisetzung&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Günther, G. Jurasinski, K. Albrecht, G. Gaudig, M. Krebs und S. Glatzel |Titel=Greenhouse gas balance of an establishing Sphagnum culture on a former bog grassland in Germany |Sammelwerk=Mires and Peat |Band=20 |Datum=2017 |ArtikelNr=2 |Sprache=en |DOI=10.19189/MaP.2015.OMB.210}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist somit eine Möglichkeit, hochwertige Kultursubstrate als nachwachsenden Rohstoff nachhaltig zu produzieren. Die wirtschaftliche Rentabilität des Torfmoosanbaus ist allerdings bisher ungeklärt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=S. Wichmann, A. Prager und G. Gaudig |Titel=Establishing Sphagnum cultures on bog grassland, cut-over bogs, and floating mats: procedures, costs and area potential in Germany |Sammelwerk=Mires and Peat |Band=20 |Datum=2017 |ArtikelNr=3 |Sprache=en |DOI=10.19189/MaP.2016.OMB.235}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Amtsblatt der Europäischen Union, Reihe L: BESCHLUSS Nr. 529/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates. Brüssel 21. Mai 2013. {{EUR-Lex-Rechtsakt|reihe=L|jahr=2013|amtsblattnummer=165|anfangsseite=80|endseite=97|format=PDF|titel=Amtsblatt der Europäischen Union – BESCHLUSS Nr. 529/2013 }}&lt;br /&gt;
* G. Gaudig u. a. (2014): &amp;#039;&amp;#039;Moornutzung neu gedacht: Paludikultur bringt zahlreiche Vorteile.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;ANLiegen Natur.&amp;#039;&amp;#039; Band 36, Nr. 2, S. 67–74 ([https://www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/doc/an36204gaudig_et_al_2014_paludikultur.pdf anl.bayern.de], PDF; 0,9 MB)&lt;br /&gt;
* Institut für Botanik und Landschaftsökologie Universität Greifswald (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Paludikultur. Perspektiven für Mensch und Moor.&amp;#039;&amp;#039; Greifswald 2011 ({{Webarchiv |url=http://www.paludiculture.uni-greifswald.de/doc/paludiculture_broschuere.pdf |wayback=20150924063611 |text=paludiculture.uni-greifswald.de}}, PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB)&lt;br /&gt;
* Institut für Botanik und Landschaftsökologie Universität Greifswald (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Paludiculture. Sustainable productive utilisation of rewetted peatlands.&amp;#039;&amp;#039; Greifswald 2012.&lt;br /&gt;
* Anke Nordt: &amp;#039;&amp;#039;Paludikultur&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/naturschutz/Mooratlas_2023.pdf Mooratlas. Daten und Fakten zu nassen Klimaschützern]&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 2023, S. 36–37.&lt;br /&gt;
* Umweltbundesamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/entwickeln-von-anreizen-fuer-paludikultur-zur Abschlussbericht: Entwickeln von Anreizen für Paludikultur zur Umsetzung der Klimaschutzziele 2030 und 2050],&amp;#039;&amp;#039; Dessau-Roßlau 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Paludiculture|Paludikultur}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Gesellschaft für Moor- und Torfkunde e. V.&amp;#039;&amp;#039; (DGMT): [https://www.dgmtev.de dgmtev.de]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- 25-4-023: &amp;quot;Seite nicht gefunden&amp;quot; * [[Universität Greifswald]], [https://paludikultur.de/ paludikultur.de: &amp;#039;&amp;#039;Paludikultur – Land- und Forstwirtschaft auf wiedervernässten Mooren&amp;#039;&amp;#039;] --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://moorwissen.de/torfmooskultivierung.html moorwissen.de: &amp;#039;&amp;#039;Torfmooskultivierung&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- 25-4-023: &amp;quot;Fehler beim Laden der Seite!&amp;quot; ** &amp;#039;&amp;#039;Greifswald Moor Centrum&amp;#039;&amp;#039;, [https://www.greifswaldmoor.de/files/images/pdfs/201908_Broschuere_Klimaschutz%20auf%20Moorböden_2019.pdf greifswaldmoor.de: &amp;#039;&amp;#039;Klimaschutz auf Moorböden&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 3,6&amp;amp;nbsp;MB) --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft]] (Deutschland): [https://www.torffrei.info torffrei.info]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1160452644}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moorwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Form der Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universität Greifswald]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Drahkrub</name></author>
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