<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Palmersdorfer_Hof</id>
	<title>Palmersdorfer Hof - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Palmersdorfer_Hof"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Palmersdorfer_Hof&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-23T22:56:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Palmersdorfer_Hof&amp;diff=1269727&amp;oldid=prev</id>
		<title>84.176.228.238: /* Literatur/Quellen */ +1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Palmersdorfer_Hof&amp;diff=1269727&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-01-16T12:34:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur/Quellen: &lt;/span&gt; +1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palmersdorfer Hof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; an der Kreisstraße 7 im Osten [[Brühl (Rheinland)|Brühls]], dessen Ursprung auf das 10. Jahrhundert zurückgeht und der zu dieser Zeit dem [[Kölngau]] zugehörig war, ist eine historisch bedeutende Stätte der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dresmann, Seite 1, Verweis auf F. Lau: „Entwicklung der kommunalen Verfassung und Verwaltung der Stadt Köln bis zum Jahre 1386“, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Hof gilt im Gegensatz zu den geschichtlich früher belegten Ansiedlungen der Stadtteile [[Pingsdorf]] und [[Kierberg]] (Mereche), die erst im 20. Jahrhundert eingemeindet wurden, als älteste Ansiedlung des Brühler Kerngebietes.&lt;br /&gt;
[[Datei:Palmersdorfer-Hof-Brühl-032.jpg|mini|hochkant=1.40|Palmersdorfer Hof]]&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Geschichte des &amp;#039;&amp;#039;Palmersdorfer Hofes&amp;#039;&amp;#039;, „zu Palmerstorp“, geht auf das Jahr 929 zurück. Das [[Adel]]sgut soll nach [[Aegidius Gelenius]] auch eine römische Gründung gewesen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosellen schreibt: „Gelenius, welcher Ursprung und Namen der meisten Dörfer am Vorgebirge von römischen Großen ableitet, nimmt an, dass auch das östlich ganz in der Nähe von Brühl gelegene und hierzu gehörige adelige Gut Palmersdorf seinen Namen von einem Römer Palmatius habe, und nennt es deshalb Palmatii pagus“ (Gelen S. 256 (&amp;#039;&amp;#039;palmatii pagus&amp;#039;&amp;#039; lateinisch, Dorf, [[Gau]]))&amp;lt;/ref&amp;gt; Urkundliche Hinweise geben den Aufschluss, dass [[Liste der Erzbischöfe und Bischöfe von Köln|Kölner Erzbischöfe]] in diesem Gebiet größere Besitzungen hatten. Erstes Land in diesem Gebiet erhielten die [[Ordensschwester|Schwestern]] des [[St. Cäcilien (Köln)|St. Cäcilienstiftes in Köln]] durch Erzbischof [[Wichfrid]] (auch Wigfriied) im Jahr 929.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kretzschnar&amp;quot;&amp;gt;Frank Kretzschnar, Seite 54&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Nachfolger Wichfrids, Erzbischof [[Brun (Köln)|Brun]], schenkte im Jahr 961 durch &amp;#039;&amp;#039;Diploma&amp;#039;&amp;#039; (Urkunde) ebenfalls an St. Cäcilien in Köln einen und einen halben [[Manse|Mansus]] in Palmersdorf an die Schwestern des Kölner Ordens.&amp;lt;ref&amp;gt;Rosellen S. 81 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palmersdorfer Bach und Motte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Palmersdorfer-Hof-Brühl-Westseite-049.JPG|mini|hochkant|Südtrakt mit Erlen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Palmersdorfer-Hof-Brühl-Insel-045.JPG|mini|hochkant|Historische Motte, eventuell noch 10. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
Das [[Quellgebiet]] am [[Ville (Rheinland)|Villerücken]] im Westen Brühls versorgte schon in früher Zeit die Menschen mit reinem Wasser, vor dem Abbau des natürlichen Wasserspeichers der [[Rheinisches Braunkohlerevier|Braunkohle]] allerdings in größerer Menge als heute. Einer dieser von den Hängen der Ville kommenden Bachläufe durchfloss die waldbestandene Ebene am Westrand der inneren [[Kölner Bucht]] (hier das Gebiet der späteren Gemeinde Brühl), der in Richtung des um 820 „Waslicia“ genannten [[Wesseling]] dem Rhein zuführende Palmersdorfer Bach. Er trieb [[Mühle]]n an und war in der Landwirtschaft für die Bewässerung unabdingbar. Das Bachgewässer diente aber auch dem Schutz vor Angriffen [[Marodeur|marodierender]] Banden. So waren nicht nur die Hofanlagen mit tiefen Wassergräben umgeben, sondern auch eine südlich der Höfe auf einer Insel im 10. Jahrhundert errichtete kleine Fliehburg ([[Motte (Burg)|Motte]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solche in den [[Flussaue|Talauen]] gelegene [[Fliehburg]]en, mit [[Palisade]]n verstärkte und mittig errichtete [[Wehrturm|Wehrtürme]] (anfangs aus Holz, dann Stein), finden sich an vielen Orten des Rhein-Erft-Kreises.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Kretzschmar, Seite 26&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besitz des Cäcilienstiftes ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Palmersdorfer-Hof-Brühl-Wegekreuz-057.JPG|mini|hochkant|Das Kreuz markiert die Lage der ehemaligen Zufahrt der Hofanlage]]&lt;br /&gt;
Zu dem ausgedehnten Landbesitz der hier gegründeten klösterlichen [[Vogt]]ei gehörte der Palmersdorfer [[Fronhof]], der nach der [[Schenkung]] an die Ordensschwestern von St. Cäcilien an ihren jeweiligen [[Vogt|Klostervogt]] zu [[Lehen]] gegeben wurde. Diesem Gut gehörte neben einer Anzahl kleinerer Hofstellen als zweites großes Gehöft der Cäcilienhof an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unter Kloster Burbach ===&lt;br /&gt;
Spätestens in der Mitte des 13. Jahrhunderts fand in Palmersdorf ein Besitzerwechsel statt. Eine Güterliste des Jahres 1256 führt unter anderem auch Palmersdorf zu den Besitzungen des [[Kloster Marienborn Hürth-Burbach|Zisterzienserinnenklosters]] in Burbach auf. Bestätigt wurde dies durch eine Urkunde des gleichen Jahres, in der Papst [[Alexander IV. (Papst)|Alexander]] das Kloster mit seinen Besitzungen unter seinen Schutz stellte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hüsgen, Seite 160&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hofgut des Deutschen Ritterordens ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Palmersdorfer-Hof-Brühl-Tor-Innenhof-039.jpg|mini|hochkant|Herrenhaus, Eingang Innenhof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Palmersdorfer-Hof-Brühl-Wappen-036.JPG|mini|hochkant|Wappen des Deutschen Ordens (1750)]]&lt;br /&gt;
Im Verlauf der kriegerischen Ereignisse um die Kandidatur von [[Wilhelm Egon von Fürstenberg]] für Thron und Bischofsstuhl des Kölner Erzbistums und Kurfürstentums wurde 1689 neben dem [[Schlösser Augustusburg und Falkenlust|Brühler Schloss]] auch der Palmersdorfer Hof zerstört. Ob nach der Zerstörung ein sofortiger Wiederaufbau oder ein Besitzwechsel stattfand, liegt im Dunkel. Ein im heutigen Torbogen des Herrenhauses erhaltener konischer Schlussstein zeigt die Jahreszahl 1750 und impliziert den Wechsel der Besitzverhältnisse durch ein ebenfalls abgebildetes Wappenkreuz des [[Deutscher Orden|Deutschen Ritterordens]] als neuen Eigentümers des Hofes. [[Hochmeister]] war Kurfürst [[Clemens August I. von Bayern|Clemens August]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kretzschnar&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weltliche Eigentümer ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Palmersdorfer-Hof-Brühl-Fachwerk-029.JPG|mini|hochkant|Fachwerk um 1700]]&lt;br /&gt;
Mit der [[Okkupation]] des Rheinlandes durch Frankreich im Jahr 1794 und der folgenden [[Säkularisation]] verlor der Palmersdorfer Hof seinen letzten kirchlichen Eigentümer. Der Orden wurde enteignet, und um 1809 wurde der Hof versteigert. Ein Teil der Hofanlage, der ehemalige Haupthof von St. Cäcilien, wurde nach 1820 aufgegeben und abgerissen. Eine Federzeichnung der Anlage Palmersdorfs zeigt einen Kartenausschnitt um 1820. Er zeigt den zu dieser Zeit noch zwischen mehreren Gebäuden und einem Vierseithof hervortretenden Bach, der dann in seinem weiteren Verlauf einen Teich und die Gräben der Motte füllt.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Kretzschmar, Seiten 26, 54&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutige Eigentümergemeinschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Palmersdorfer-Hof-Brühl-Innenhof-037.jpg|mini|hochkant|Innenhof]]&lt;br /&gt;
Das Anwesen besteht aus einer Gruppe mehrerer miteinander verbundener Gebäude, die um einen rechteckigen Innenhof angeordnet sind. Die jetzt vorhandenen in den 1980er Jahren umgebauten Gebäude waren überwiegend Folgebauten des 18. Jahrhunderts, von denen jedoch nur die restaurierten [[Fassade]]n erhalten wurden. So stammt das [[Fachwerkhaus|Fachwerk]] der ehemaligen Scheune wahrscheinlich aus der Zeit um 1700. Aus der Hofanlage wurde ein zu Wohnzwecken aufgeteilter Privatbesitz in 30 unterschiedlichen Größeneinheiten gestaltet. Das historische Gesamtbild eines [[barock]]en [[Vierkanthof]]es der von freier [[Flur (Gelände)|Flur]] umgebenen Hofanlage Palmersdorf blieb im Wesentlichen erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur/Quellen ==&lt;br /&gt;
* Robert Wilhelm Rosellen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pfarreien des Dekanates Brühl.&amp;#039;&amp;#039; J. P. Bachem, Köln 1887.&lt;br /&gt;
* F. Lau: &amp;#039;&amp;#039;Die erzbischöflichen Beamten der Stadt Köln während des 12. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Lübeck 1891.&lt;br /&gt;
* [[Wilfried Hansmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler des Erftkreises: Stadt Brühl&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler von Nordrhein-Westfalen. I. Rheinland&amp;#039;&amp;#039;, Band 7.3). Hrsg. vom [[Kultusministerium NRW|Kultusminister des Landes Nordrhein-Westfalen]] in Verbindung mit dem [[Landschaftsverband Rheinland]]. Gebr. Mann Verlag, Berlin 1977, ISBN 3-7861-3000-0, S. 153/154.&lt;br /&gt;
* Frank Kretzschmar: &amp;#039;&amp;#039;Mühlen, Bauten und versteckte Winkel im Rhein-Erft-Kreis&amp;#039;&amp;#039;. J. P. Bachem Verlag, Köln 2004, ISBN 3-7616-1834-4.&lt;br /&gt;
* Hermann J. Hüsgen: &amp;#039;&amp;#039;Das Zisterzienserinnenkloster Burbach&amp;#039;&amp;#039;. In: Erftkreis (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klöster und Stifte im Erftkreis&amp;#039;&amp;#039;. Hürth 1988, ISBN 3-7927-1044-7, S. 227–254.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Palmersdorfer Hof}}&lt;br /&gt;
* [https://www.palmersdorferhof.de/index.php Website des Palmersdorfer Hofs]&lt;br /&gt;
* [https://www.kuladig.de/Objektansicht/O-136812-20150821-5 Objektansicht Palmersdorfer Hof] bei Kultur.Landschaft.Digital des Landschaftsverbands Rheinland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50/49/37.7/N|EW=6/55/20/E|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Brühl (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Brühl (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodendenkmal im Rhein-Erft-Kreis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>84.176.228.238</name></author>
	</entry>
</feed>