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	<title>Palmentang - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T02:17:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Palmentang&amp;diff=2591691&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-14417-62: /* Beschreibung */</title>
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		<updated>2026-03-08T15:28:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beschreibung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Palmentang&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Laminaria hyperborea&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Johan Ernst Gunnerus|Gunn.]]) [[Michael Heggelund Foslie|Foslie]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Laminaria&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Laminariaceae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Laminariales&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Braunalgen&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Phaeophyceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Stramenopile&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Stramenopiles&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Laminaria hyperborea.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Palmentang (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Laminaria hyperborea - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-214.jpg|mini|Illustration aus &amp;#039;&amp;#039;Köhlers Medizinal-Pflanzen&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palmentang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Braunalgen]]art aus der Ordnung der [[Laminariales]]. Er bildet an den Küsten im Nordostatlantik ausgedehnte [[Tangwald|Tangwälder]] und kommt auch in der Nordsee und Ostsee vor. Er wird zur Gewinnung von [[Alginat]] wirtschaftlich genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Palmentang ist ein stattlicher mehrjähriger [[Seetang|Tang]] von palmenähnlichem Habitus, der 2 bis 3 m lang werden kann. Der [[Sporophyt]] ist mit einem kräftigen krallenartigen, konischen Haftorgan ([[Rhizoid]]) am felsigen Untergrund befestigt. Oberhalb davon gliedert sich der [[Thallus]] in einen Stiel ([[Cauloid]]) und eine blattartige Fläche ([[Phylloid]]) und weist differenzierte Gewebe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stiel ist rund, steif und besitzt eine raue, runzelige Oberfläche, die oft von [[Rotalgen]] besiedelt wird. Die Länge des Stiels erreicht abhängig von der besiedelten Wassertiefe 0,2–1,5 (selten bis&amp;amp;nbsp;2)&amp;amp;nbsp;m. Er besteht aus einer Rindenschicht und einem Zentralkörper, in dem Leitungsbahnen verlaufen und [[sekundäres Dickenwachstum]] durch [[Jahresring]]e erkennbar ist. Das braune, lederartig derbe Phylloid mit einer Länge bis 1,5&amp;amp;nbsp;m ist fingerförmig geteilt und ist durch einen herzförmigen Blattansatz gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Palmentang unterscheidet sich vom ähnlichen [[Fingertang]] (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria digitata&amp;#039;&amp;#039;) durch seinen runden, steifen, rauen Stiel sowie die hellere Blattfläche mit herzförmig ausgerandeter Blattbasis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Laubwechsel ===&lt;br /&gt;
Das [[Phylloid]] (Blatt) des Palmentangs wird in jedem Jahr erneuert. Bereits im Winter werden dazu die im alten Laub gespeicherten Reservestoffe in die Wachstumszone transportiert. Mit zunehmendem Licht wächst im Frühling von der Blattbasis her ein neues Phylloid heran, dem das vorjährige Blatt noch bis Anfang Mai aufsitzt. Dann wird das alte Laub meist bei Sturm abgerissen und in großen Mengen an den Strand gespült.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Der Palmentang besitzt einen [[Generationswechsel]] mit zwei sehr verschiedenen Generationen. Der sichtbare Tang ist der [[diploid]]e [[Sporophyt]]. Im Herbst und Winter werden auf dem Phylloid in unregelmäßigen dunkleren Flecken ([[Sorus|Sori]]) die schlauchförmigen Sporangien gebildet. In jedem [[Sporangium]] entstehen durch [[Meiose]] 32 bewegliche [[Zoospore]]n. Diese wachsen zum [[haploid]]en [[Gametophyt]] heran, der aus mikroskopisch kleinen, verzweigten Zellfäden besteht. Bei niedrigen Temperaturen (4–10 °C) werden hier die Eizellen und Spermatozoiden gebildet. Nach der Befruchtung setzt die [[Zygote]] sich fest und keimt zu einem jungen Sporophyten aus. Die Jungtange werden mit zwei oder drei Jahren erstmals [[fertil]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Palmentang kann bis 15 Jahre alt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ukmarinesac&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
Die Stiele des Palmentangs sind oft von zahlreichen [[epiphyt]]ischen [[Rotalgen]] besetzt, beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Palmaria palmata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Phycodrys rubens]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Membranoptera alata]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Ptilota gunneri]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Cryptopleura ramosa]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ukmarinesac&amp;quot; /&amp;gt; In größerer Tiefe sind die Thalli häufig von [[Moostierchen]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Membranipora membranacea]]&amp;#039;&amp;#039;) überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei massenhafter Beweidung durch den grünen [[Seeigel]] &amp;#039;&amp;#039;[[Strongylocentrotus droebachiensis]]&amp;#039;&amp;#039; können die Bestände des Palmentangs völlig zurückgedrängt werden. In den überweideten Zonen dominieren dann mehr als fünf Jahre lang koralline Krustenalgen und Seeigel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ukmarinesac&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Der Palmentang ist vor den Küsten des östlichen [[Nordatlantik]] von [[Island]] und [[Norwegen]] bis nach [[Spanien]] und zu den [[Kanaren]] verbreitet. Er kommt auf geeignetem Substrat auch in der [[Nordsee]] und [[Ostsee]] vor,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Algaebase&amp;quot; /&amp;gt; beispielsweise bei [[Helgoland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er besiedelt das [[Sublitoral]] und bildet auf felsigem Untergrund dichte [[Tangwald|Tangwälder]]. In der Nordsee wächst er in 1–4&amp;amp;nbsp;m Tiefe unterhalb der Niedrigwasserlinie als geschlossener Bestand, bis hinab zu einer maximalen Tiefe von 8&amp;amp;nbsp;m kommt er nur noch lückig vor. In klarem Wasser kann er jedoch bis in 24&amp;amp;nbsp;m Tiefe bestandsbildend wachsen und bis zu einer Tiefe von 32&amp;amp;nbsp;m vordringen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;seaweed&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Die [[Erstbeschreibung]] des Palmentangs erfolgte 1766 durch {{person|[[Johan Ernst Gunnerus]]}} unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Fucus hyperboreus&amp;#039;&amp;#039; (in: &amp;#039;&amp;#039;[[Flora Norvegica]]&amp;#039;&amp;#039; 34, Abb. 3, Nr. 61). {{person|[[Michael Heggelund Foslie]]}} stellte die Art 1884 in die Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Laminaria]]&amp;#039;&amp;#039; (in: &amp;#039;&amp;#039;Über die Laminarien Norwegens&amp;#039;&amp;#039;. Christiania Videnskabers Selskabs Forhandlinger 14, S. 42).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Algaebase&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Synonym (Taxonomie)|Synonyme]] für &amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039; {{person|(Gunnerus) Foslie}} sind &amp;#039;&amp;#039;Fucus hyperboreus&amp;#039;&amp;#039; {{person|Gunnerus}}, &amp;#039;&amp;#039;Fucus scoparius&amp;#039;&amp;#039; {{person|Ström}}, &amp;#039;&amp;#039;Hafgygia cloustonii&amp;#039;&amp;#039; {{person|(Edmondston) Aresch.}}, &amp;#039;&amp;#039;Laminaria cloustonii&amp;#039;&amp;#039; {{person|Edmondston}} und &amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039; f. &amp;#039;&amp;#039;compressa&amp;#039;&amp;#039; {{person|Foslie}}.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Algaebase&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039; gehört zur Familie [[Laminariaceae]] innerhalb der Ordnung der [[Laminariales]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Früher wurden die angespülten oder bei Niedrigwasser geernteten Tange als [[Dünger]] verwendet. Im Mittelalter war die Veraschung der Algen (Kelp) von wirtschaftlicher Bedeutung, um daraus [[Alkalien]] zu gewinnen, die für die [[Seifenherstellung|Seifen-]] und [[Glasherstellung]] benötigt wurden. Später kam die Tangveraschung noch einmal zur Erzeugung von [[Iod]] zur Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute ist Palmentang ein wichtiger Lieferant von [[Alginat]], das beispielsweise in der Lebensmittel-, Kosmetik-, Textil-, Kautschuk- oder Papierindustrie eingesetzt wird. Hauptlieferanten sind [[Norwegen]] und [[Schottland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Braune&amp;quot; /&amp;gt; Die Ernte in [[Irland]] wurde in den letzten Jahren beendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;seaweed&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* P. Kornmann, P.H. Sahling: &amp;#039;&amp;#039;Meeresalgen von Helgoland – Benthische Grün-, Braun- und Rotalgen.&amp;#039;&amp;#039; Biologische Anstalt Helgoland, Hamburg 1983, {{ISSN|0017-9957}}, S. 144–149. (Abschnitte Beschreibung, Laubwechsel, Entwicklung, Vorkommen, Ökologie, Nutzung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Algaebase&amp;quot;&amp;gt;Michael D. Guiry, G.M Guiry: [http://www.algaebase.org/search/species/detail/?species_id=d1b6c3a1b4f933c9c &amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea.&amp;#039;&amp;#039; In: Algaebase – World-wide electronic publication, National University of Ireland, Galway], abgerufen am 28. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Braune&amp;quot;&amp;gt;Wolfram Braune: &amp;#039;&amp;#039;Meeresalgen. Ein Farbbildführer zu den verbreiteten benthischen Grün-, Braun- und Rotalgen der Weltmeere&amp;#039;&amp;#039;. Ruggell: Gantner, 2008, ISBN 978-3-906166-69-8, S. 196–197.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;seaweed&amp;quot;&amp;gt;Michael Guiry: [http://www.seaweed.ie/descriptions/Laminaria_hyperborea.php &amp;#039;&amp;#039;The Seaweed Site: information on marine algae: Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 28. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;ukmarinesac&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.ukmarinesac.org.uk/communities/habitats-review/hr12_3.htm |wayback=20120331122725 |text=&amp;#039;&amp;#039;Ecological relationships&amp;#039;&amp;#039; UK Marine Special Areas of Conservation |archiv-bot=2024-04-11 00:03:10 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Laminaria hyperborea|Palmentang (&amp;#039;&amp;#039;Laminaria hyperborea&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
* Scinexx: [http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-21808-2017-08-24.html Algenzucker gegen Arthritis? Polysaccharid aus Braunalgen könnte Knorpelabbau in den Gelenken stoppen] vom 24. August 2017&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Braunalgen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-14417-62</name></author>
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