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	<title>Palimpsest - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Palimpsest&amp;diff=20506&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchmiAlf: /* Das Palimpsest des Archimedes */ Formel für pi als Math-Formel, etwas umformuliert</title>
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		<updated>2026-04-28T08:31:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Das Palimpsest des Archimedes: &lt;/span&gt; Formel für pi als Math-Formel, etwas umformuliert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|&amp;#039;&amp;#039;Palimpsest&amp;#039;&amp;#039; ist auch ein Name der [[Gnome Disks]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Codex ephremi (The S.S. Teacher&amp;#039;s Edition-The Holy Bible - Plate XXIV).jpg|250px|mini|&amp;#039;&amp;#039;[[Codex Ephraemi Rescriptus]]&amp;#039;&amp;#039; aus der &amp;#039;&amp;#039;[[Bibliothèque nationale de France]]&amp;#039;&amp;#039;, Département des manuscrits, Grec 9, fol. 60r]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palimpsest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Genus|Maskulinum]], auch [[Genus|Neutrum]], über das lateinische &amp;#039;&amp;#039;palimpsestus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;-i&amp;#039;&amp;#039; m von [[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] {{lang|grc|παλίμψηστος}} palimpsestos „wieder abgekratzt“) bezeichnet eine [[Manuskript]]seite oder {{nowrap|-rolle}}, die beschrieben war und von der durch Abschaben oder Waschen das Geschriebene wieder entfernt wurde, um sie erneut zu verwenden. In diesem Sinn war das Wort in der Antike gebräuchlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Plutarch]], &amp;#039;&amp;#039;De garrulitate&amp;#039;&amp;#039; 5; [[Catull]], &amp;#039;&amp;#039;Carmina&amp;#039;&amp;#039; 22.5; [[Marcus Tullius Cicero|Cicero]], &amp;#039;&amp;#039;Epistulae ad familiares&amp;#039;&amp;#039; 7.18.2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute wird das Wort Palimpsest im Sinn von &amp;#039;&amp;#039;Codex rescriptus&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch für „wiederbeschriebenes Blatt“) auch für das Exemplar mit dem neuen Text verwendet. Im übertragenen Sinn werden vereinzelt auch Oberflächenstrukturen als &amp;#039;&amp;#039;Palimpsest&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, die durch jüngere Einflüsse überprägt und fast unsichtbar wurden – etwa die [[Geisterkrater]] in der Mondoberfläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Vorgang des Wiederbeschreibens nennt man – entgegen der [[Etymologie|etymologischen Bedeutung]] – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palimpsestieren&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Der Grund für dieses Vorgehen waren ein herrschender Mangel an neuem Schreibmaterial beziehungsweise dessen hoher Preis. Ab der christlichen Spätantike wurde für Bücher praktisch nur noch [[Pergament]] verwendet. Etwa ab dem 5. Jahrhundert war [[Papyrus]] im Westen des Römischen Reiches sowie in dessen Nachfolgestaaten kaum noch verfügbar. Besonders in der Mitte des 7. Jahrhunderts war Schreibmaterial unerschwinglich teuer, so dass man besonders in dieser Zeit Pergamentbücher palimpsestierte. Diesem Vorgang fielen in erster Linie antike Texte zum Opfer, die Platz machen mussten für „[[Antiphonale|Antiphonarien]] oder Heiligengeschichten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Gregorovius, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, Band I, ISBN 3-406-07107-4, S. 690.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Da Schreibmaterial wie [[Pergament]] im Mittelalter sehr kostbar war, wurden beschriebene Manuskriptseiten häufig wiederverwendet. Dabei wurde das Geschriebene abgeschabt oder abgewaschen. Auch wurden bereits chemische [[Tintenlöscher|Tintenentferner]] wie [[Zitronensäure]] verwendet, um die Tinte zu beseitigen. Die meisten Palimpseste bestehen aus Pergament oder [[Papyrus]]. Spuren des Originaltextes sind oft erhalten und können heutzutage häufig mittels [[Fluoreszenz#Anwendungsgebiete|Fluoreszenzverfahren]] (früher durch [[Gallapfel]]- oder [[Giobertis Tinktur]] und [[Röntgenstrahlung]]) sichtbar gemacht werden, so dass das Lesen des alten Textes wieder möglich wird. Viele [[antike]] und [[mittelalter]]liche Texte sind nur als eine solche „Schrift unter der Schrift“ überliefert und daher lückenhaft. Einige Methoden der Sichtbarmachung ursprünglicher Texte wurden von [[Alban Dold]] entwickelt und angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wichtige Exemplare ==&lt;br /&gt;
=== Codex Ephraemi Rescriptus ===&lt;br /&gt;
Einer der wichtigsten Palimpseste ist der &amp;#039;&amp;#039;[[Codex Ephraemi Rescriptus]]&amp;#039;&amp;#039; (Paris, [[Bibliothèque nationale de France]], Département des manuscrits, Grec 9; in den Editionen der [[Septuaginta]] Sigle no C oder 04 ([[Gregory-Aland]])), von dem nur etwa 203 [[Folium|Folia]] (Blätter) der ursprünglichen 238 überdauert haben. Den Originaltext einer in [[Majuskel]]schrift geschriebenen Voll-[[Bibel]] in griechischer Sprache (Septuaginta + griechisches Neues Testament), die im 5. Jahrhundert in [[Ägypten]] hergestellt worden war, schabte man im 12. Jahrhundert ab und überschrieb ihn in griechischen [[Minuskel]]buchstaben mit Predigten von [[Ephraem der Syrer|Ephraem dem Syrer]]. Heute wird der Codex Ephraemi Rescriptus in der [[Französische Nationalbibliothek|Pariser Nationalbibliothek]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== De re publica (Cicero) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cicero, De re publica, Vat. Lat. 5757.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;De re publica&amp;#039;&amp;#039;, Fragment (Palimpsest). Biblioteca Apostolica Vaticana, Vaticanus Lat. 5757, fol. 277r (4./5. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
Auch [[Cicero]]s &amp;#039;&amp;#039;[[De re publica]]&amp;#039;&amp;#039; aus seiner ersten philosophischen Phase galt lange Zeit als verloren. Man kannte die Inhalte lediglich aus Fragmenten und Zitaten bei anderen Autoren, während eine Originalüberlieferung unauffindbar war. Nachdem [[Angelo Mai]], der eigentliche Begründer der Palimpsestforschung, mehrere Palimpseste mit bisher unbekannten Texten wie den Briefen des [[Marcus Cornelius Fronto|Fronto]] (ed. Mailand 1815),&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;M. Cornelii Frontonis Opera inedita cum epistulis item ineditis Antonini Pii, M. Aurelii L. Veri et Appiani, nec non aliorum veterum fragmentis; M. Cornelii Frontonis et aliorum aliquot veterum opera et fragmenta inedita&amp;#039;&amp;#039;, Mailand 1815.&amp;lt;/ref&amp;gt; und verschiedenen Reden Ciceros mit deren Kommentar von [[Asconius Pedianus]] (ed. Mailand 1814–1817)&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Trium orationum pro Scauro, pro Tullio, pro Flacco partes ineditae cum antiquo scholiaste item inedito, Mailand 1814; Trium orationum in Clodium et Curionem, de aere alieno Milonis, de rege Alexandrino fragmenta inedita&amp;#039;&amp;#039;, Mailand 1814; &amp;#039;&amp;#039;M. Tullii Ciceronis sex orationum partes ante nostram aetatem ineditae cum antiquo interprete ante nostram item aetatem inedito qui videtur Asconius Pedianus ad Tullianas septem orationes&amp;#039;&amp;#039;, Mailand 1817.&amp;lt;/ref&amp;gt; entdeckt und ediert hatte, fand er in der [[Vatikanische Bibliothek|Vatikanischen Bibliothek]] einen weiteren [[Pergament]]-Palimpsest (BAV Vat. lat. 5757)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://digi.vatlib.it/view/MSS_Vat.lat.5757 |titel=Manuscript – Vat.lat.5757 |hrsg=Vatican Library |abruf=2019-09-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieser enthielt weite Teile des ersten und zweiten Buches, ferner Ausschnitte des dritten, vierten und fünften Buches, aber keinerlei Spuren des sechsten. Von diesem war allerdings der Großteil ohnehin durch die gesonderte Überlieferung des [[Somnium Scipionis]] im Kommentar des im 5. Jahrhundert wirkenden Grammatikers [[Macrobius Ambrosius Theodosius|Macrobius]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jacobus Willis (Ed.), &amp;#039;&amp;#039;Ambrosii Theodosii Macrobii commentarii in somnium Scipionis (Bibliotheca Scriptorum Graecorum et Romanorum Teubneriana)&amp;#039;&amp;#039;. BSB B. G. Teubner Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1970.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Schrift ist eine [[Unziale]] des 4./5. Jahrhunderts, die von zwei verschiedenen Schreibern ausgeführt und einem weiteren Schreiber korrigiert wurde. Von Schreiber A stammen Buch I 1,1–III 2,3 und IV 2,3–V 3,5, von Schreiber B III 3,4–35,48 und V 4,6–5,7. Überschrieben war Ciceros &amp;#039;&amp;#039;De re publica&amp;#039;&amp;#039; mit Psalmkommentaren von [[Augustinus]]. Auch dieser Text wurde in einer Unziale von allerdings sehr viel kleinerem Schriftgrad geschrieben, die ins 7. Jahrhundert datiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Konrat Ziegler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;M. Tulli Ciceronis scripta quae manserunt omnia, fasc. 39 De re publica&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, 7. Auflage Leipzig 1969, S. 5–34; Tab. (mit S. 222, S. 250 des Palimpsests); &amp;#039;&amp;#039;[[Codices Latini Antiquiores]]. A palaeographical guide to Latin ms. prior to the 9th century&amp;#039;&amp;#039;, hg. von [[Elias Avery Lowe]], Band 1, Oxford 1934, Nr. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits Mai und seine Mitarbeiter erkannten, dass der ursprüngliche [[Kodex]] mit dem Cicero-Text aus Lagen von jeweils 4 aufeinandergelegten, einmal gefalteten und dann gehefteten Blättern bestanden hatte. Jeder solcher [[Pergament|Quaternio]]&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Quaternio&amp;#039;&amp;#039; (der, Plural &amp;#039;&amp;#039;Quaterniones&amp;#039;&amp;#039;) ist die Fachbezeichnung für vierlagige Codices.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte also 16 beschriebene Seiten. Zur Palimpsestierung wurden diese Quaterniones auseinandergenommen, die Blätter abgewaschen – zum Abschaben waren sie zu dünn – und die brauchbaren dann neu, d.&amp;amp;nbsp;h. in anderer Ordnung, wieder zusammengesetzt und mit dem Psalmenkommentar des Augustinus beschrieben. Der Forschung gelang es, aus diesen Blättern die ursprünglichen Quaterniones mit dem Cicerotext wieder herzustellen. Dabei war es möglich, die Lücken festzustellen, die dadurch zustande kamen, dass jeweils ganze Blätter nicht mehr vorhanden waren, so dass also die entsprechenden 4 Seiten fehlen; z.&amp;amp;nbsp;B. beim Fehlen des untersten Blattes die Seiten 1 und 2, sowie 15 und 16, beim 2. Blatt die Seiten 3 und 4, sowie 13 und 14 usw.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Darstellung der ganz oder teilweise erhaltenen Quaterniones findet man z.&amp;amp;nbsp;B. im (lateinischen) Vorwort der von [[Konrat Ziegler]] besorgten Ausgabe des Werks im Teubnerverlag.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ganze Quaterniones sind nicht enthalten. Insgesamt gewann man aus dem Palimpsest etwa ein Viertel des als verloren Geglaubten. Bei anderen Autoren überlieferte Fragmente, Zitate und Inhaltsangaben versuchte man dem Kontext entsprechend einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz des überraschenden Fundes hatte es zunächst keine intensive wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Inhalt dieses Werks gegeben. Erst ab der Zeit um den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] herum begann die deutsche Forschung, unter dem Eindruck der vor allem von Autoren aus dem [[George-Kreis]] sowie Vertretern des sogenannten [[Dritter Humanismus|Dritten Humanismus]] propagierten Neubewertung von [[Platon]]s [[Politeia]],&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Theresa Orozco: &amp;#039;&amp;#039;Platonische Gewalt. Gadamers politische Hermeneutik der NS-Zeit&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg Berlin 1995, S. 36–45.&amp;lt;/ref&amp;gt; sich mit dem Text inhaltlich genauer auseinanderzusetzen und Ciceros im Anschluss an Platon streng hierarchisch konzipiertes Staatsmodell als wegweisend für Gesellschaft und Staat der Gegenwart zu diskutieren. Unter veränderter Perspektive (Betonung des Rechtsstaatsgedankens) hält die Forschung bis heute an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Palimpsest des Archimedes ===&lt;br /&gt;
[[Datei:ArPalimTyp2.jpg|mini|Seite aus dem Palimpsest des Archimedes, unter [[Röntgenfluoreszenz]] wird die ursprüngliche Schrift sichtbar]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel ist das [[Archimedes-Palimpsest]], ein kürzlich wiederentdecktes Buch des [[Archimedes]], in dem dieser möglicherweise die Grundzüge der modernen [[Integralrechnung]] beschreibt. So konnte Archimedes den Schwerpunkt einer massiven Halbkugel und eines [[Paraboloid]]enstumpfs berechnen. Vor allem aber war er in der Lage, die Fläche zu ermitteln, die entsteht, wenn eine Parabel von einer ihrer [[Sekante]]n geschnitten wird. Flächenberechnungen werden seit der Antike untersucht. Im 5. Jahrhundert vor Christus entwickelte [[Eudoxos von Knidos]] nach einer Idee von [[Antiphon (Sophist)|Antiphon]] die [[Exhaustionsmethode]], die darin bestand, einen Körper durch [[Regelmäßiges Polygon|regelmäßige Polygone]] auszufüllen. Er konnte so Flächen als auch Volumina einiger einfacher Körper bestimmen. Archimedes verbesserte diesen Ansatz, und so gelang ihm die exakte Integration einer Parabel – ohne Benutzung eines Grenzwertbegriffs. Er bewies, dass die [[Kreiszahl]] π zwischen &amp;lt;math&amp;gt; \tfrac{223}{71}&amp;lt;/math&amp;gt;und &amp;lt;math&amp;gt; \tfrac{22}{7}&amp;lt;/math&amp;gt; liegt:&amp;lt;ref&amp;gt;William Noel, Reviel Netz: &amp;#039;&amp;#039;Der Kodex des Archimedes&amp;#039;&amp;#039;. Verlag C. H. Beck, München, 1. Auflage, 2007, S. 60.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt; 3 + \frac{10}{71} &amp;lt; \frac{6336}{2017 \frac{1}{4}} &amp;lt; \pi &amp;lt; \frac{14688}{4673 \frac{1}{2}} &amp;lt; 3 + \frac{10}{70}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Konstantin von Tischendorf]] entdeckte [[1846]] diesen Text. Obwohl er ihn damals nicht verstand, stufte er ihn dennoch als bedeutend ein. 1907 wurde er dann vom dänischen Philologen [[Johan Ludvig Heiberg (Philologe)|J.&amp;amp;nbsp;L. Heiberg]] teilweise übersetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;J. L. Heiberg: &amp;#039;&amp;#039;Eine neue Archimedeshandschrift.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hermes (Zeitschrift)|Hermes]]&amp;#039;&amp;#039; 42, 1907, S. 235–303.&amp;lt;/ref&amp;gt; Infolge des Ersten Weltkriegs geriet das Buch in Vergessenheit, bis es 1998 auf einer [[Auktion]] bei [[Christie’s]] von einem unbekannten Sammler für 2,2&amp;amp;nbsp;Millionen Dollar ersteigert und dem [[Walters Art Museum]] in Baltimore übergeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;N. G. Wilson: &amp;#039;&amp;#039;Archimedes: the palimpsest and the tradition.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Byzantinische Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039; 92/1, 1999, S. 89–101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehr als zehn Jahre lang arbeitete ein Expertenteam daran, die im 13. Jahrhundert in Palästina mit einem byzantinischen [[Euchologion]] überschriebenen Zeichnungen und Schriftzeichen erkennbar zu machen und zu übersetzen. Anfang August 2006 gelang es dabei einer Gruppe von Wissenschaftlern um den Physiker Uwe Bergmann, den ursprünglichen Text mit Röntgenstrahlung sichtbar zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reviel Netz]], [[William Noel]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kodex des Archimedes. Das berühmteste Palimpsest der Welt wird entschlüsselt.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/wissen/physik-chemie/schrift-von-archimedes-heureka-in-san-francisco-1357411.html FAZ.net – &amp;#039;&amp;#039;Schrift von Archimedes : “Heureka” in San Francisco&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Kodex C&amp;#039;&amp;#039; ist die derzeit einzig bekannte Quelle für die &amp;#039;&amp;#039;Methodenlehre&amp;#039;&amp;#039;, das &amp;#039;&amp;#039;Stomachion&amp;#039;&amp;#039; und die griechische Version von &amp;#039;&amp;#039;Über schwimmende Körper&amp;#039;&amp;#039;. Er wurde wahrscheinlich im ausgehenden 10. Jahrhundert niedergeschrieben, erkennbar an der für diese Zeit charakteristischen [[Minuskelschrift]].&lt;br /&gt;
=== Palimpseste Sankt Katharinenkloster, Sinai ===&lt;br /&gt;
Im [[Katharinenkloster (Sinai)]] wird eine einmalige Sammlung von über 160 Palimpsesten, beschrieben mit diversen Schriften und Sprachen, aufbewahrt, deren Inhalte sehr divergent sind. Darunter finden sich singuläre Texte (Evangelien, Bibeltexte, Lektionare, Apokryphen, Martyrien) aus frühen Überlieferungen im [[Griechische Sprache|Griechischen]], [[Aramäische Sprache|Aramäischen]] ([[Syrische Sprache|Syrisch]], Christlich-Palästinisch-Aramäisch), [[Kaukasisch-Albanische Sprache|Kaukasisch-Albanischen]], [[Äthiopische Sprache|Ethiopischen]], [[Georgische Sprache|Georgischen]], [[Arabische Sprache|Arabischen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sinai.library.ucla.edu/ Sinai Palimpsest Project]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch Teile der ersten bekannten Karte des Nachthimmels, die vermutlich von [[Hipparchos von Nicäa|Hipparchos]] erstellt wurde, wurden hier unter einem christlichen Text auf mittelalterlichem Pergament gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOI10.1038/d41586-022-03296-1&amp;quot;&amp;gt;Jo Marchant: &amp;#039;&amp;#039;First known map of night sky found hidden in Medieval parchment.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; [[doi:10.1038/d41586-022-03296-1]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragene Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwabenhass.jpg|mini|Beispiel für mehrfache Überschreibung bei [[Graffiti]]: Hauswand der Berliner Bäckerei Sporys, die als „Schwäbische Bäckerei“ beworben wird. Der erste Schriftzug war „Anti Schwa“ in Abwandlung von „[[Antifa]]“. Das von „[[Willkommens- und Anerkennungskultur|Refugees Welcome]] – Bring your families“ abgewandelte Motiv „Schwabees Welcome“, wurde durch ein „not“ übermalt. Oben steht das Wort „[[Schwaben in Berlin|Schwabenhass]]“]]&lt;br /&gt;
Die Technik des Palimpsestierens wurde seit Mitte des 19. Jahrhunderts mehrmals als [[Metapher]] für geistige und kreative Prozesse verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Roland Kany]]: &amp;#039;&amp;#039;Palimpsest. Konjunkturen einer Edelmetapher.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Begriffe, Metaphern und Imaginationen in Philosophie und Wissenschaftsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. von [[Lutz Danneberg]], [[Carlos Spoerhase]], [[Dirk Werle]]. Harrassowitz, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-447-05938-1, S.&amp;amp;nbsp;177–203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der englische Essayist [[Thomas De Quincey]] verglich in &amp;#039;&amp;#039;Suspiria de Profundis&amp;#039;&amp;#039; (1845) den menschlichen Geist und besonders das [[Gedächtnis]] mit einem Palimpsest:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=What else than a natural and mighty palimpsest is the human brain? Such a palimpsest is my brain; such a palimpsest, O reader! is yours. Everlasting layers of ideas, images, feelings, have fallen upon your brain softly as light. Each succession has seemed to bury all that went before. And yet in reality not one has been extinguished.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |Autor=&lt;br /&gt;
 |Quelle= [[#Literatur|Lit.]]: De Quincey, 2003, S. 150&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Was Anderes als ein natürliches und mächtiges Palimpsest ist der menschliche Geist? Solch ein Palimpsest ist mein Geist; solch ein Palimpsest, O Leser! ist der Deinige. Immerwährende Schichten von Ideen, Bildern, Gefühlen sind auf deinen Geist gefallen so sanft wie das Licht. Jede Abfolge [von Gedanken] verbrannte scheinbar alles was vorher war. Und doch wurde in Wirklichkeit keine Einzige ausgelöscht.&lt;br /&gt;
 |ref=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Achtzig Jahre später entwickelte [[Sigmund Freud]] in seiner &amp;#039;&amp;#039;Notiz über den Wunderblock&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Sigmund Freud: &amp;#039;&amp;#039;Notiz über den Wunderblock.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 11, Heft 1, S. 1–5. Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Wien 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein verwandtes Modell des menschlichen Gedächtnisses: In dem Aufsatz wählte Freud eine [[Wachstafel|wachsüberzogene Schreibtafel]], die unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Wunderblock&amp;#039;&amp;#039; in den Handel gekommen war, als eine Metapher für die Vorgänge der [[Wahrnehmung]] und des [[Bewusstsein]]s. Die druckempfindliche Tafel ermögliche ein immer neues Beschreiben und Löschen von Zeichen, wobei Spuren aller früheren Einschreibungen als unsichtbare Vertiefungen erhalten blieben. Hierin sah Freud die zwei wesentlichen Leistungen des menschlichen Gedächtnisses abgebildet: „Unbegrenzte Aufnahmefähigkeit und Erhaltung von Dauerspuren“ ([[#Literatur|Lit.]]: Freud, 1968, S. 4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Strukturalismus|Strukturalisten]] und [[Poststrukturalismus|Poststrukturalisten]] haben das Palimpsest als Denkfigur herangezogen, um Textualität und die Funktion des Schreibens zu beschreiben: Die Denkfigur hebe hervor, dass Schreiben nur im Dasein von bereits Geschriebenem existiere, untergrübe damit das Konzept vom Autor als einziger, wirklicher Quelle des Werkes und stelle so dessen Sinn an das Ende einer unendlichen Kette von Bedeutungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die Germanistik das Palimpsest zu Beginn der 1990er Jahre aufgegriffen hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Nobert Altenhofer: &amp;#039;&amp;#039;Chiffre, Hieroglyphe, Palimpsest. Vorformen tiefenhermeneutischer und intertextueller Interpretation im Werk Heines.&amp;#039;&amp;#039; In: Poesie als Auslegung. Schriften zur Hermeneutik. Hg. ders. Heidelberg: Winter 1993, S. 213–261.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ist die Denkfigur nach der Jahrtausendwende schließlich in die unterschiedlichsten Felder der Literatur- und Kulturwissenschaften vorgedrungen&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den Forschungsüberblick bei Julian Osthues: &amp;#039;&amp;#039;Literatur als Palimpsest. Postkoloniale Ästhetik im deutschsprachigen Roman der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: transcript 2017, S. 21–25; Joachim Jacob / Pascal Nicklas: Einleitung: Der Palimpsest und seine Lesarten. In: Palimpseste. Zur Erinnerung an Norbert Altenhofer. Hg. dies. Heidelberg: Winter 2004, S. 7–30.&amp;lt;/ref&amp;gt; und hat neben Arbeiten zur Intertextualitätstheorie&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. David Ramon Kerler: Postmoderne Palimpseste: Studien zur (meta-)hermeneutischen Tiefenstruktur intertextueller Erzählverfahren im Gegenwartsroman. Würzburg: Königshausen &amp;amp; Neumann 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Literaturtheorie&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Sarah Dillon: &amp;#039;&amp;#039;The Palimpsest. Literature, Criticism, Theory&amp;#039;&amp;#039;. London: continuum 2007; Hanna Eglinger: &amp;#039;&amp;#039;Der Körper als Palimpsest. Die poetologische Dimension des menschlichen Körpers in der skandinavischen Literatur der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Freiburg: Rombach 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt; und Erinnerungs-/Gedächtnistheorie&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Tatjana Petzer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte als Palimpsest. Erinnerungsstrukturen in der Poetik von Danilo Kiš&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a.: Peter Lang 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt; auch die [[Postkolonialismus|Postcolonial Studies]] befruchtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Osthues: &amp;#039;&amp;#039;Literatur als Palimpsest. Postkoloniale Ästhetik im deutschsprachigen Roman der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Bielefeld: transcript 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der literarischen [[Avantgarde]] ist das Palimpsest neben der [[Collage]] und [[Montage (Literatur)|Montage]] ein zentrales künstlerisches Verfahren. Ein Gedichtband des ukrainischen Dichters [[Wassyl Stus]] trägt den Titel &amp;#039;&amp;#039;Palimpseste&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im abstrakten [[Expressionismus]], insbesondere bei der Künstlergruppe [[CoBrA]], wird das Prinzip der Wiederbenutzung von Papieren (z.&amp;amp;nbsp;B. auch Landkarten) ebenfalls unter dem Begriff „Palimpsest“ zusammengefasst, insbesondere bei Arbeiten von [[Pierre Alechinsky]] und [[Asger Jorn]]. Zitat Pierre Alechinsky: „Ich arbeite auf verschiedenen Malgründen … Seiten aus alten Kassenbüchern, Notariatsakten, alte Rechnungen, russische Drucke, veraltete Flugkarten etc., die ich nach dem Palimpsest-Prinzip neu bearbeite, indem ich mich von der Lektüre der Alltagssorgen anderer Zeiten leiten lasse, die den unseren so ähnlich sind.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Titel der Autobiographie des amerikanischen Schriftstellers [[Gore Vidal]] sowie einer Komposition von [[Iannis Xenakis]] lauten ebenfalls &amp;#039;&amp;#039;Palimpsest&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Medizin]] wird unter &amp;#039;&amp;#039;Palimpsest&amp;#039;&amp;#039; die alkoholbedingte [[Amnesie]] (der sogenannte „Filmriss“) verstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Restaurierung]] von [[Wandmalerei]] werden Bereiche als Palimpsest bezeichnet, in denen Putz- und Malschichten unter einer bestehenden Wandmalerei erhalten geblieben sind.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Palimpsest.&amp;#039;&amp;#039; In: {{Literatur |Hrsg=Angela Weyer et al. |Titel=EwaGlos. European Illustrated Glossary Of Conservation Terms For Wall Paintings And Architectural Surfaces |TitelErg=English Definitions with translations into Bulgarian, Croatian, French, German, Hungarian, Italian, Polish, Romanian, Spanish and Turkish |Verlag=Michael Imhof |Ort=Petersberg |Datum=2015 |ISBN=978-3-7319-0260-7 |Seiten=108 |Online=[http://elearn.hawk-hhg.de/projekte/ewaglos/pages/download.php Download] |DOI=10.5165/hawk-hhg/233}} {{Webarchiv |url=http://elearn.hawk-hhg.de/projekte/ewaglos/pages/download.php |text=Download |wayback=20201125155445 |archiv-bot=2022-12-25 07:03:24 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Diplomatik]]&lt;br /&gt;
* [[Vatikanisches Palimpsest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Pierre Alechinsky zitiert nach: &amp;#039;&amp;#039;Pierre Alechinsky: Margin and Center.&amp;#039;&amp;#039; Kunstverein, Hannover 1988, (Ausstellungskatalog. Kunstverein Hannover, 28. Februar – 17. April 1988; Deutsche Fassung des Katalogs der Ausstellung im Solomon R. Guggenheim Museum, New York, 1987).&lt;br /&gt;
* Nobert Altenhofer: &amp;#039;&amp;#039;Chiffre, Hieroglyphe, Palimpsest. Vorformen tiefenhermeneutischer und intertextueller Interpretation im Werk Heines.&amp;#039;&amp;#039; In: Nobert Altenhofer: &amp;#039;&amp;#039;Poesie als Auslegung. Schriften zur Hermeneutik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Beiträge zur Germanistik.&amp;#039;&amp;#039; 26). Winter, Heidelberg 1993, ISBN 3-8253-0090-0, S. 213–261.&lt;br /&gt;
* [[Aleida Assmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Metaphorik der Erinnerung.&amp;#039;&amp;#039; In: Aleida Assmann, [[Dietrich Harth]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mnemosyne&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fischer-Taschenbücher.&amp;#039;&amp;#039; 10724, &amp;#039;&amp;#039;Fischer-Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039;). Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-596-10724-5, S. 18–22.&lt;br /&gt;
* [[Horst Blanck]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Buch in der Antike.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 1992, ISBN 3-406-36686-4.&lt;br /&gt;
* Sarah Dillon: &amp;#039;&amp;#039;The Palimpsest. Literature, Criticism, Theory.&amp;#039;&amp;#039; Continuum, London u.&amp;amp;nbsp;a. 2007, ISBN 978-0-8264-9545-7.&lt;br /&gt;
* [[Hanna Eglinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Körper als Palimpsest. Die poetologische Dimension des menschlichen Körpers in der skandinavischen Literatur der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Rombach-Wissenschaften. Reihe Nordica.&amp;#039;&amp;#039; 14). Rombach, Freiburg im Breisgau 2007, ISBN 978-3-7930-9507-1 (Zugleich: München, Universität, Dissertation, 2006).&lt;br /&gt;
* Ángel Escobar (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;El palimpsesto grecolatino como fenómeno librario y textual.&amp;#039;&amp;#039; Instituciòn „Fernando el Católico“, Zaragoza 2006, ISBN 84-7820-873-9; ([http://ifc.dpz.es/recursos/publicaciones/26/54/_ebook.pdf Digitalisat (PDF; 3&amp;amp;nbsp;MB)]).&lt;br /&gt;
* Sigmund Freud: &amp;#039;&amp;#039;Notiz über den „Wunderblock“.&amp;#039;&amp;#039; In: Sigmund Freud: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Werke.&amp;#039;&amp;#039; Band 14: &amp;#039;&amp;#039;Werke aus den Jahren 1925–1931.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. S. Fischer, Frankfurt am Main 1968, S. 1–8.&lt;br /&gt;
* [[Gérard Genette]]: &amp;#039;&amp;#039;Palimpsestes. La Littérature au second degré.&amp;#039;&amp;#039; Seuil, Paris 1982, ISBN 2-02-006116-3.&lt;br /&gt;
** Deutsche Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;[[Palimpseste. Die Literatur auf zweiter Stufe]].&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Französischen übersetzt von Wolfram Bayer und Dieter Hornig. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993, ISBN 3-518-11683-5.&lt;br /&gt;
* Joachim Jacob, [[Pascal Nicklas]]: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung: Der Palimpsest und seine Lesarten.&amp;#039;&amp;#039; In: Joachim Jacob, Pascal Nicklas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Palimpseste. Zur Erinnerung an Norbert Altenhofer&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Beiträge zur Germanistik.&amp;#039;&amp;#039; 41). Winter, Heidelberg 2004, ISBN 3-8253-1614-9, S. 7–30.&lt;br /&gt;
* David Ramón Kerler: &amp;#039;&amp;#039;Postmoderne Palimpseste. Studien zur (meta-)hermeneutischen Tiefenstruktur intertextueller Erzählverfahren im Gegenwartsroman&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Text &amp;amp; Theorie.&amp;#039;&amp;#039; 12). Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2013, ISBN 978-3-8260-5115-9 (Zugleich: Augsburg, Universität, Dissertation, 2011).&lt;br /&gt;
* [[Elias Avery Lowe]]: &amp;#039;&amp;#039;Codices Rescripti: A List of the Oldest Latin Palimpsests with Stray Observations on their Origin.&amp;#039;&amp;#039; In: Elias Avery Lowe: &amp;#039;&amp;#039;Paleographical Papers. 1907–1965.&amp;#039;&amp;#039; Band 2. Edited by Ludwig Bieler. Clarendon Press, Oxford 1972, ISBN 0-19-818220-1, S. 480–519, Tafeln 114–119, (Liste der lateinischen Palimpseste bis ca. 800).&lt;br /&gt;
* [[Otto Mazal]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechisch-römische Antike&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Buchkultur.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1999, ISBN 3-201-01716-7.&lt;br /&gt;
* [[Thomas De Quincey]]: &amp;#039;&amp;#039;Suspiria de Profundis.&amp;#039;&amp;#039; In: Thomas De Quincey: &amp;#039;&amp;#039;Confessions of an English Opium-Eater and Other Writings.&amp;#039;&amp;#039; Edited with an Introduction and Notes by Barry Milligan. Penguin, London 2003, ISBN 0-14-043901-3, S. 89–190.&lt;br /&gt;
* [[Reviel Netz]], William Noel: &amp;#039;&amp;#039;Der Kodex des Archimedes. Das berühmteste Palimpsest der Welt wird entschlüsselt.&amp;#039;&amp;#039; C. H. Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-56336-2.&lt;br /&gt;
* Julian Osthues: &amp;#039;&amp;#039;Literatur als Palimpsest. Postkoloniale Ästhetik im deutschsprachigen Roman der Gegenwart&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Interkulturalität.&amp;#039;&amp;#039; 12). transcript, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8376-3718-2.&lt;br /&gt;
* Tatjana Petzer: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte als Palimpsest. Erinnerungsstrukturen in der Poetik von Danilo Kiš&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Pegishah.&amp;#039;&amp;#039; 6). Peter Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2008, ISBN 978-3-631-56200-0 (Zugleich: Halle-Wittenberg, Universität, Dissertation, 2006).&lt;br /&gt;
* [[Harald Weinrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Schriften über Schriften. Palimpseste in Literatur, Kunst und Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; In: Harald Weinrich: &amp;#039;&amp;#039;Wie zivilisiert ist der Teufel? Kurze Besuche bei Gut und Böse.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2007, ISBN 978-3-406-56460-4, S. 23–34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Palimpsest}}&lt;br /&gt;
* [http://palin.iccu.sbn.it/ Rinascimento virtuale – Digitale Palimpsestforschung. Rediscovering written records of a hidden European cultural heritage] (Internationales Projekt zur Palimpsestforschung)&lt;br /&gt;
* [http://www.exploratorium.edu/archimedes/viewer.html Example of Archimedes writing] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.archimedespalimpsest.org/ The Archimedes Palimpsest] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.giovannipastore.it/ANTIKYTHERA.htm A fragment of Archimedes’ Planetarium] (italienisch und englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.giovannipastore.it/ARCHIMEDEs.htm &amp;#039;&amp;#039;Das Planetarium des Archimedes gefunden&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Palimpsest| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kodikologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Papyrologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchgeschichte (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchmiAlf</name></author>
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