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	<title>Palikoi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T21:55:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-09-20T00:02:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palikoi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Παλικοί|Palikoí|de=Rückkehrer|la=Palici}}) sind [[Chthonische Götter|chthonische]] Zwillingsgottheiten [[Sizilien]]s in der griechisch-römischen Mythologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mythos ==&lt;br /&gt;
Die Palikoi gelten als Kinder des [[Zeus]] und der Thalia.&amp;lt;ref&amp;gt;Macrobius 5,19,15&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Ambrosius Theodosius Macrobius|Macrobius]] wird aus dem verlorenen gegangenen Stück &amp;#039;&amp;#039;Aitnaiai&amp;#039;&amp;#039; des [[Aischylos]] zitiert. Demnach war Thalia (oder auch [[Aitne (Mythologie)|Aitne]]/Aitna/Aetna) ein sizilisches Mädchen, das von Zeus geschwängert und – wie so häufig – anschließend von der Eifersucht der Zeusgattin [[Hera]] derart verfolgt wurde, dass sie sich wünschte, der Erdboden möge sie verschlingen. Das geschah in diesem Fall auch, aber nach Ende der Schwangerschaft tat die Erde sich wieder auf und gab die Zwillingssöhne frei (daher der Name „Rückkehrer“). Der damals eben in Sizilien angekommene Aischylos soll das Stück zur Aufführung gebracht haben, um sich dem Tyrannen [[Hieron I. von Syrakus|Hieron]] zu empfehlen, der kurz zuvor die Stadt [[Aitne (Sizilien)|Aitne]] gegründet hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einer anderen Version gelten die Palikoi als Söhne des [[Hephaistos]] und der [[Okeanide]] [[Aitna]],&amp;lt;ref&amp;gt;Servius 9,584&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. des mit Hephaistos identifizierten [[Adranos]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plutarch]], &amp;#039;&amp;#039;Timoleon&amp;#039;&amp;#039; 12&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=dio&amp;gt;[[Diodor]] 14,37&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Nonnos von Panopolis|Nonnos]] werden die lemnischen [[Kabiren]] mit den sizilischen Palikoi identifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Nonnos, &amp;#039;&amp;#039;[[Dionysiaka]]&amp;#039;&amp;#039; 30,42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Palikoi Gottheiten der [[Sikeler]].&lt;br /&gt;
Das Heiligtum, das sich in der Nähe eines Sees, des &amp;#039;&amp;#039;Palicorum Lacus&amp;#039;&amp;#039; ([[Lago di Nafta]]) befand, wurde 1962 in einer Grotte bei [[Palagonia]] entdeckt, die am Fuß eines heute &amp;#039;&amp;#039;Rochitella&amp;#039;&amp;#039; genannten Hügels liegt. Ein Kultbetrieb bestand vom 6. Jahrhundert v. Chr. bis in die Kaiserzeit. Der See ist zwar nur klein, galt aber schon in frühester Zeit als heilig aufgrund der unter der Wasseroberfläche befindlichen vulkanischen Ausgasungen, vor allem an zwei Stellen, an denen bei heftigem Gasaustritt [[Geysir]]-ähnliche Erscheinungen auftraten und das Wasser in Fontänen in die Höhe schoss. Diese zwei Stellen werden bei [[Diodor]] &amp;#039;&amp;#039;Krateras&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|κρατῆρας|kratḗras|de=[Vulkan-]Kessel}}) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eben die vulkanischen Gase und Schwefelausdünstungen machten den Aufenthalt aber unangenehm, die Palikoi galten zudem als düstere, unterirdische Gottheiten. Bei [[Ovid]] liegt der See auf dem Weg des Gotts [[Pluton|Pluto]], der die frisch geraubte [[Proserpina]] in die Unterwelt bringt. Aber das Heiligtum gewährte Asyl, gab [[Orakel]] und man suchte es auf, um besonders verlässliche Eide zu schwören, denn man glaubte, dass die Zwillingsgötter jeden, der an ihrer Stätte einen Meineid schwor, auf der Stelle blind machen würden (so bei Diodor). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es muss eine große Scheu vor dem Bruch eines bei den Palikoi geschworenen Eides gegeben haben, denn Diodor berichtet, das Heiligtum sei insbesondere ein Asyl für entlaufene [[Sklaverei im antiken Rom|Sklaven]] gewesen, die sich sonst nicht vor der Brutalität ihrer Herren zu retten wussten. Im heiligen Bezirk waren sie aber sicher und konnten so lange bleiben, bis sie mit ihren Herren eine humane Behandlung betreffende Zugeständnisse ausgehandelt hatten, und diese durch bei den Palikoi geschworenen Eide gesichert waren. So groß sei die heilige Scheu der grausamen Herren, dass kein Fall bekannt sei, in dem ein solcher Eid je gebrochen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Diodor 11,88,6–7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ruf des Heiligtums als Asyl für entlaufene Sklaven mag auch der Grund gewesen sein, dass es als Ort der Verhandlungen im [[Zweiter Sklavenkrieg|Zweiten Sklavenkrieg]] 102 v. Chr. ausgewählt wurde. [[Salvius (Tryphon)|Salvius]], der „König“ der aufständischen Sklaven, brachte den Palikoi dort als Dank für ihre seit jeher den Sklaven gewährte Hilfe großzügige Opfer dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Diodor 36,3,7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des Heiligtums gründete der Sikulerführer [[Duketios]] 453 v.&amp;amp;nbsp;Chr. die Stadt &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palike&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; als Zentrum seines Sikulerreiches, indem er die 459 v.&amp;amp;nbsp;Chr. ebenfalls von ihm gegründete Stadt [[Menainon]] in die Ebene verpflanzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Diodor 11,88,6; [[Stephanos von Byzanz]] s.&amp;amp;nbsp;v. Παλική&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Diodor, &amp;#039;&amp;#039;Bibliotheke&amp;#039;&amp;#039; 11,88f; 36,3,3 und 36,7,1&lt;br /&gt;
* [[Ambrosius Theodosius Macrobius|Macrobius]], &amp;#039;&amp;#039;convivia primi diei Saturnaliorum&amp;#039;&amp;#039; („Tischgespräche am Saturnalienfest“) 5,19,15–31&lt;br /&gt;
* Ovid, &amp;#039;&amp;#039;[[Metamorphosen (Ovid)|Metamorphosen]]&amp;#039;&amp;#039; 5,406f&lt;br /&gt;
* [[Maurus Servius Honoratius|Servius]], &amp;#039;&amp;#039;commentarius in Vergilii Aeneida&amp;#039;&amp;#039; 9,584&lt;br /&gt;
* [[Strabon]], &amp;#039;&amp;#039;Geographica&amp;#039;&amp;#039; 6,2,9&lt;br /&gt;
* [[Vergil]], &amp;#039;&amp;#039;Aeneis&amp;#039;&amp;#039; 9,585&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gaetano G. Cosentini: &amp;#039;&amp;#039;Intorno al mito siciliano dei Palici.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Kraft der Vergangenheit. Mythos und Realität der klassischen Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Akten der deutsch-italienischen Tagung des Centrum Latinitatis Europae Berlin, 29. – 30. November 2003. Hrsg. von Gherardo Ugolini. Altertumswissenschaftliche Texte und Studien. Band 39. Olms, Hildesheim u.&amp;amp;nbsp;a. 2005, S. 159–168.&lt;br /&gt;
* {{DNP|9|187|188|Palikoi|Jean-Luc Lamboley}}&lt;br /&gt;
* Laura Maniscalco, B.E. McConnell: &amp;#039;&amp;#039;The sanctuary of the divine Palikoi (Rocchicella di Mineo, Sicily). Fieldwork from 1995 to 2001.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Archaeology.&amp;#039;&amp;#039; 107, 2003, S. 145–180.&lt;br /&gt;
* [[William Smith (Lexikograf)|William Smith]]: &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Greek and Roman Geography.&amp;#039;&amp;#039; 1854, s.&amp;amp;nbsp;v. &amp;#039;&amp;#039;Palicorum Lacus&amp;#039;&amp;#039; [http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus:text:1999.04.0064:entry=palicorum-lacus-geo]&lt;br /&gt;
* {{RE|XVIII,3|100|123|Palikoi|[[Konrat Ziegler]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.theoi.com/Georgikos/Palikoi.html Palikoi] im Theoi Project (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120747537|VIAF=13146259}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orakelstätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Männliche Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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