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	<title>Palatalisierung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T22:23:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Freigut am 24. März 2025 um 08:17 Uhr</title>
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		<updated>2025-03-24T08:17:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Phon&lt;br /&gt;
|IPA=ʲ&lt;br /&gt;
|IPA-Nummer=421&lt;br /&gt;
|IPA-Beschreibung=hochgestellte [[Minuskel]] [[j]]&lt;br /&gt;
|IPA-Code=U+2B2&lt;br /&gt;
|X-SAMPA=&amp;#039;&lt;br /&gt;
|X-SAMPA-ALT=_t &lt;br /&gt;
|Kirshenbaum=&amp;lt;pzd&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palatalisierung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die stellungsbedingte Änderung eines Lautes durch Hebung des Zungenrückens in Richtung des harten [[Gaumen]]s ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;palatum&amp;#039;&amp;#039;}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Palatalisierung wird in der [[Internationales Phonetisches Alphabet|IPA]]-Lautschrift mit dem Zeichen {{IPA-Phon|ʲ}} dargestellt: [{{IPA|pʲ}}, {{IPA|tʲ}}, {{IPA|sʲ}}] etc. In der [[Keltologie]] und in der [[Slawistik]] wird üblicherweise eine Umschrift mit den [[Konsonant]]en nachgestellten Strichen verwendet: /g′/, /d′/, /f′/ usw. im Gegensatz zu /g/, /d/, /f/ usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Palatalisierung wird sowohl in der [[Synchronie|synchronischen]] als auch in der [[Diachronie|diachronischen]] [[Sprachwissenschaft]] benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachen mit palatalen Phonemen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Non-palatalised bilabial.svg|miniatur|125px|Zungenstellung der russischen nicht palatalisierten Laute [b] und [p]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Vorgang der Palatalisierung, bei denen also zur Primärartikulation zusätzlich der Zungenrücken an den harten Gaumen angenähert wird, bezeichnet man in der [[Phonetik]] als [[Sekundärartikulation]].&lt;br /&gt;
Auch im [[Deutsche Sprache|Deutschen]], wie auch in den anderen Sprachen der Welt, kommt es zu stellungsbedingter Palatalisierung von Konsonanten. So besteht ein Unterschied zwischen dem /k/ in &amp;#039;&amp;#039;Kuh&amp;#039;&amp;#039; und in &amp;#039;&amp;#039;Kiel&amp;#039;&amp;#039;. Bei der Aussprache des /k/ im &amp;#039;&amp;#039;Kiel&amp;#039;&amp;#039; bewegt sich die Zunge in Vorwegnahme des /i/ in Richtung des harten Gaumens. Jedoch ergibt sich im Deutschen bei („falscher“) Verwendung des jeweils anderen Lautes keinerlei Bedeutungsunterschied.&lt;br /&gt;
In manchen Sprachen hat dieser Vorgang allerdings eine distinktive, das heißt bedeutungsunterscheidende Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palatalisierung im Englischen ===&lt;br /&gt;
Die [[englische Sprache]] kennt schon in der [[Altenglische Sprache|altenglischen]] Sprachstufe umfangreiche Palatalisierungen von Konsonanten vor und nach bestimmten (altenglischen) Vokalen. Vor diesem Hintergrund erklärt sich einerseits der Gegensatz etwa zwischen englisch &amp;#039;&amp;#039;cheese, chin, church, bench, drench, yell, yellow, day, way&amp;#039;&amp;#039; und deutsch &amp;#039;&amp;#039;Käse, Kinn, Kirche, Bank, tränken&amp;#039;&amp;#039; (die neuenglische Bedeutung ‚durchnässen‘ ist sekundär), &amp;#039;&amp;#039;gellen, gelb, Tag, Weg&amp;#039;&amp;#039;. Anderseits geht auch die unterschiedliche Lautung des (ursprünglichen) Konsonanten in englische Wortpaaren wie &amp;#039;&amp;#039;speak&amp;#039;&amp;#039; ‚sprechen‘ und &amp;#039;&amp;#039;speech&amp;#039;&amp;#039; ‚Rede‘, &amp;#039;&amp;#039;cold&amp;#039;&amp;#039; ‚kalt‘ und &amp;#039;&amp;#039;chill&amp;#039;&amp;#039; ‚kühlen, Kühle‘ oder &amp;#039;&amp;#039;dawn&amp;#039;&amp;#039; ‚Tagesanbruch‘ und &amp;#039;&amp;#039;day&amp;#039;&amp;#039; ‚Tagesanbruch‘ darauf zurück, dass je nach Lautumgebung in altenglischer Zeit eine Palatalisierung eingetreten ist oder nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palatalisierung in den romanischen Sprachen ===&lt;br /&gt;
Siehe hierzu: [[Romanische Palatalisierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palatalisierung in der russischen Sprache ===&lt;br /&gt;
[[Datei:palatalised Bilabial.svg|miniatur|125px|Zungenstellung der russischen palatalisierten Laute [b’] und [p’]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Palatalisierung von [[Konsonant]]en hat in der [[Russische Sprache|russischen Sprache]], im [[Belarussische Sprache|Belarussischen]] und im [[Ukrainische Sprache|Ukrainischen]] eine [[Phonematik|phonematische]] Funktion. Fast alle Konsonanten werden im Russischen in einer harten oder weichen (palatalisierten) Form gesprochen. Beide Aussprachevarianten der jeweiligen Konsonantenlaute sind bedeutungsunterscheidend, das heißt die Palatalisierung ist hier „phonologisiert“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein russisches hartes „r“ ([[Kyrillisches Alphabet|kyrillisch]] &amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039;) und ein palatalisiertes (weiches) „r“ sind zwei verschiedene [[Phonem]]e der russischen Sprache.&lt;br /&gt;
So unterscheiden sich &amp;#039;&amp;#039;рад&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|rat}}] („froh (sein)“) und &amp;#039;&amp;#039;ряд&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|rʲat}}] („Reihe“) durch die unterschiedliche Aussprache des &amp;#039;&amp;#039;р&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palatalisierung in den goidelischen Sprachen ===&lt;br /&gt;
In den [[Goidelische Sprachen|goidelischen Sprachen]], d.&amp;amp;nbsp;h. im [[Irische Sprache|Irischen]] und im [[schottisch-gälische Sprache|Schottisch-Gälischen]], im [[Manx (Sprache)|Manx]] jedoch nur noch zum Teil, werden palatalisierte von nicht-palatalisierten Konsonanten immer und in jeder Position [[Phonem|phonemisch]] unterschieden. Das heißt, in diesen Sprachen gibt es vollständig phonemisierte Doppelreihen von [[Konsonant]]en. Die einzige Ausnahme bildet in vielen [[Dialekt]]en das [[Stimmloser glottaler Frikativ|„h“]], da eine Palatalisierung des „h“ aufgrund seiner Physiologie als Hauchlaut nicht möglich ist. Ersatzweise wird in den anderen Dialekten der Laut /x’/ ([[Stimmloser palataler Frikativ|/ç/]]) verwendet, um keine Leerstelle im Doppelsystem entstehen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Merkmal der goidelischen Sprachen ist bereits im [[Irische Sprache|archaischen Irisch]] (vor ca. [[600]] n. Chr.) während komplexer [[Morphophonologie|morphophonologischer]] Prozesse durch [[Apokope (Sprachwissenschaft)|Apokope]] (Endsilbenwegfall) und [[Synkope (Sprachwissenschaft)|Synkope]] (Binnensilbenwegfall) entstanden. Im [[1974]] ausgestorbenen, aber wiederbelebten [[Manx (Sprache)|Manx]] ist die Palatalität nur noch in einigen Fällen [[Phonem|phonemisch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist dabei, dass sich das Vorhandensein/die Abwesenheit der Palatalisierung in einem [[Konsonant]]en nicht nur [[Wortschatz|lexikalisch]] auswirkt, sondern auch [[Grammatik|grammatisch]]-[[Morphologie (Sprache)|morphologisch]].&lt;br /&gt;
So werden zum Beispiel in der ersten nominalen [[Flexion]]sklasse der [[Genitiv]] und der [[Plural]] ausschließlich durch Palatalisierung des [[Auslaut]]es gebildet: &amp;#039;&amp;#039;amhrán&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|/aura:n/}} („Lied“, Nom. Sg.) und &amp;#039;&amp;#039;amhráin&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|/aura:n’/}} („Liedes“ bzw. „Lieder“, Gen. Sg. und Nom. Pl.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch muss bei jedem einzelnen [[Konsonant]]en jedes Wortes die Palatalität unterschieden werden. Konsonantengruppen werden stets &amp;#039;&amp;#039;als Ganzes&amp;#039;&amp;#039; palatalisiert bzw. nicht palatalisiert gesprochen. In der Schreibung wird dies im Irischen und im Schottischen fast immer durch Umgebung von „a“, „o“ und/oder „u“ (nicht palatalisiert) bzw. „e“ und/oder „i“ (palatalisiert) auf beiden Seiten des Konsonanten/der Konsonantengruppe kenntlich gemacht. Diese [[Buchstabe]]n werden bisweilen nur zu diesem Zweck eingefügt und dann nicht gesprochen. Im Manx ist dies aufgrund der auf dem [[Englische Sprache|Englischen]] beruhenden [[Orthographie]] nicht der Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkenswert ist die Rolle der Palatalität in der Lyrik. In der traditionellen [[Irischsprachige Literatur|irischen Lyrik]] reimen sich die Wörter entsprechend den in den [[Traktat]]en zur [[Lyrik]] beschriebenen Konsonantenklassen, die sich von heutigen Klassifizierungsmustern zum Teil deutlich unterscheiden. Palatalisierte und nicht palatalisierte Versionen eines Konsonanten gehören jedoch nicht einer Klasse an und können sich daher nicht reimen. So reimt sich &amp;#039;&amp;#039;dhamh&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|/ɣav/}} zwar mit &amp;#039;&amp;#039;gar&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|/gar/}} (/v/ und /r/ gehörten einer Klasse an), jedoch nicht mit &amp;#039;&amp;#039;déanaimh&amp;#039;&amp;#039; {{IPA|/d’eːniv’/}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachgeschichtlicher Lautwandel durch Palatalisierung ==&lt;br /&gt;
Im Verlauf der Sprachgeschichte können sich die [[Laut]]e einer Sprache ändern. Einer der [[Phonetik|phonetisch]] bedingten Gründe, die zu Lautveränderungen einer Sprache beitragen, ist die Palatalisierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Palatalisierungsprozesse im Slawischen ===&lt;br /&gt;
Im [[Urslawische Sprache|Urslawischen]] gibt es mehrere Palatalisierungsschübe, deren Auswirkungen zu markanten Merkmalen der slawischen Sprachen gegenüber den anderen indoeuropäischen Sprachen wurden. Bei den Palatalisierungen des Urslawischen wurden die [[Velar]]e /g/, /k/ und /x/ zu /ʒ/, /tʃ/ und /ʃ/ bzw. /z/, /ts/ und /s/, die durch vorangehende bzw. folgende Vokale der vorderen Reihe ausgelöst wurden. Die j-Wirkung betraf neben den Velaren auch andere Konsonanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erste Palatalisierung ====&lt;br /&gt;
Die erste Palatalisierung hat regressive Wirkrichtung, d.&amp;amp;nbsp;h. ein Vokal wirkt auf einen &amp;#039;&amp;#039;vorangehenden&amp;#039;&amp;#039; Velaren. Auslöser sind die Vokale der vorderen Reihe. Zusätzlich zu den oben genannten Velaren entwickelte sich die Konsonantengruppe &amp;#039;&amp;#039;sk&amp;#039;&amp;#039; dabei zu &amp;#039;&amp;#039;šč&amp;#039;&amp;#039; (heute durch das russische Graphem &amp;#039;&amp;#039;щ&amp;#039;&amp;#039; ausgedrückt) weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;drug-ъ&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; neurussisch &amp;#039;&amp;#039;drug&amp;#039;&amp;#039;: keine Palatalisierung, da &amp;#039;&amp;#039;ъ&amp;#039;&amp;#039; kein Vokal der vorderen Reihe ist&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;drug-ьb-a&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; nruss. &amp;#039;&amp;#039;družba&amp;#039;&amp;#039;: Palatalisierung &amp;#039;&amp;#039;g &amp;gt; ž&amp;#039;&amp;#039;, ausgelöst durch &amp;#039;&amp;#039;ь&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
weitere Beispiele im Neurussischen: &amp;#039;&amp;#039;bog&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;božij&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;pekar&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;pečka&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ploskij&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;ploščad&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweite Palatalisierung ====&lt;br /&gt;
Die zweite Palatalisierung hat ebenfalls regressive Wirkrichtung. Ausgelöst wird sie von den Vokalen &amp;#039;&amp;#039;ě&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;i&amp;#039;&amp;#039;, sofern diese aus den indoeuropäischen [[Diphthong]]en &amp;#039;&amp;#039;ai̯̯&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;oi̯&amp;#039;&amp;#039; entstanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;kěna&amp;#039;&amp;#039; (&amp;lt; &amp;#039;&amp;#039;kaina&amp;#039;&amp;#039;) &amp;gt; nruss. &amp;#039;&amp;#039;cena&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;na oblakěchъ&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; na oblacěchъ&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;na nogě&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; [[Tschechische Sprache|tschechisch]] &amp;#039;&amp;#039;na noze&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Palatalisierung wurde im Deklinationsparadigma und im Imperativ des Russischen wieder rückgängig gemacht (vgl. &amp;#039;&amp;#039;na oblakach&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;na noge&amp;#039;&amp;#039;), ist jedoch in anderen slawischen Sprachen erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dritte Palatalisierung ====&lt;br /&gt;
Die dritte Palatalisierung hat progressive Wirkrichtung, d.&amp;amp;nbsp;h. ein Vokal (in diesem Falle ь, i und ę) wirkt auf einen nachfolgenden Velar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;otьkъ&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; nruss. &amp;#039;&amp;#039;otec&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vierte Palatalisierung ====&lt;br /&gt;
Die vierte Palatalisierung ist ein Sonderfall der zweiten Palatalisierung, jedoch steht zwischen Velar und Vokal der Konsonant &amp;#039;&amp;#039;v&amp;#039;&amp;#039;. Es handelt sich somit um eine Fernassimilation und nicht, wie bei den anderen Palatalisierungen, um eine Kontaktassimilation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die 4. Palatalisierung gibt es lediglich zwei Beispiele:&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;květy&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; nruss. &amp;#039;&amp;#039;cvety&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[polnische Sprache|polnisch]] &amp;#039;&amp;#039;kwiat&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;gvězda&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; nruss. &amp;#039;&amp;#039;zvezda&amp;#039;&amp;#039; (vgl. tschechisch &amp;#039;&amp;#039;hvězda&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== j-Wirkung ====&lt;br /&gt;
Bei der so genannten &amp;#039;&amp;#039;j-Wirkung&amp;#039;&amp;#039; wird ein Konsonant durch ein nachfolgendes &amp;#039;&amp;#039;j&amp;#039;&amp;#039; palatalisiert. Neben den Velaren betrifft dies auch andere Konsonanten. Im heutigen Russisch sind die Produkte dieses Lautprozesses z.&amp;amp;nbsp;B. in den Formen der 1. Person Singular vieler Verben der &amp;#039;&amp;#039;i-Konjugation&amp;#039;&amp;#039; sichtbar (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;platit&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;plaču&amp;#039;&amp;#039;). Bei den Labialen erfolgt unter der j-Wirkung der Einschub eines &amp;#039;&amp;#039;l&amp;#039;&amp;#039; (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;ljubit&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;ljublju&amp;#039;&amp;#039;). Ein solches, so genanntes &amp;#039;&amp;#039;L-Epenthetikum&amp;#039;&amp;#039; liegt auch im Namen der russischen Stadt [[Jaroslawl]] vor (&amp;#039;&amp;#039;Jaroslavjь&amp;#039;&amp;#039; &amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Jaroslavlь&amp;#039;&amp;#039;), die nach ihrem Gründer [[Jaroslaw der Weise|Jaroslaw dem Weisen]] benannt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rainer Eckert (Linguist)|Rainer Eckert]], Emilia Crome, Christa Fleckenstein: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der russischen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Enzyklopädie, Leipzig 1983.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Görlach]]: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die englische Sprachgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; 5., vollständig überarbeitete Auflage. Winter, Heidelberg 2002, ISBN 978-3-8253-1410-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.christianlehmann.eu/ling/lg_system/phon/index.html?https://www.christianlehmann.eu/ling/lg_system/phon/roman_palatalisierung.html Romanische Palatalisierung. Ch.Lehmann]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Phonetische Gesetze]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Linguistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Freigut</name></author>
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