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	<title>Palais Ferstel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:58:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Palais_Ferstel&amp;diff=985722&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bavaria1805: +Verbesserungen m. Quelle</title>
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		<updated>2025-12-28T10:58:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Verbesserungen m. Quelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Palais Ferstel Cafe Central.jpg|mini|Ansicht von der Herrengasse]]&lt;br /&gt;
Das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palais Ferstel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bank- und Börsegebäude&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, liegt an der [[Herrengasse (Wien)|Herrengasse]]/[[Freyung (Wien)|Freyung]] im [[Innere Stadt (Wien)|1. Bezirk]] von [[Wien]]. Das [[Neorenaissance]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;gebäude wurde 1856–1860 von [[Heinrich von Ferstel|Heinrich Ferstel]] errichtet und ist Sitz des [[Café Central]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Palais Ferstel 20180506-07.jpg|mini|hochkant|Ansicht von der Freyung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wien - Donaunixenbrunnen.jpg|mini|hochkant|[[Donaunixenbrunnen]] in der Passage]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1855 wurde der ganze Besitz zwischen [[Freyung (Wien)|Freyung]], Strauchgasse und [[Herrengasse (Wien)|Herrengasse]] von Franz Xaver Reichsgraf von [[Abensperg und Traun]] an die [[Oesterreichische Nationalbank|k.-k. privilegierte österreichische Nationalbank]] verkauft. Dieses Bankinstitut war schon zuvor an der Herrengasse&amp;amp;nbsp;17&amp;amp;nbsp;/ [[Bankgasse]]&amp;amp;nbsp;1 domiziliert. Die fortschreitende [[Industrialisierung]] und die damit verbundene wirtschaftliche Expansion brachte auch eine rasche Entwicklung des Geldverkehrs und des Bankwesens mit sich, so dass die bisherigen Räumlichkeiten bald nicht mehr genügten. Dieses Problem konnte nur durch einen Neubau gelöst werden, in dem auch ein Börsensaal untergebracht werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Wunsch des damaligen [[Gouverneur]]s der Nationalbank, Franz von Pipitz, sollte der Neubau &amp;#039;&amp;#039;bei strenger Beachtung von Ökonomie und bei Vermeidung eines wertlosen Luxus&amp;#039;&amp;#039; mit &amp;#039;&amp;#039;Solidität und künstlerischer sowie technischer Vollendung&amp;#039;&amp;#039; ausgeführt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Allgemeine Bauzeitung, 1860, S. 1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude sollte der Nationalbank, der [[Wiener Börse|Börse]], einem [[Wiener Kaffeehaus|Kaffeehaus]] und –&amp;amp;nbsp;ein für Wien neuartiger Gedanke&amp;amp;nbsp;– einem [[Basar]] Platz bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der beauftragte Architekt, [[Heinrich von Ferstel]], bewies in der Bewältigung der unregelmäßigen Baufläche bei denkbar günstiger Raumausnützung seine auf der Höhe der Zeit stehende Begabung. Die praktischen Erfordernisse verbinden sich mit den eigentlich künstlerischen zu einer meisterhaften Komposition. Ferstel hat es verstanden, die Räume der Notenbank, die beiden Börsensäle, die [[Ladenpassage|Passage]] mit dem Basar und das Kaffeehaus ihrer Zweckbestimmung gemäß anzulegen und dabei einen einheitlichen Stil zu wahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war ein Verfechter des „Materialbaues“, wie er im Quaderbau des Bankinstitutes deutlich zum Ausdruck kommt. Sockel, Pfeiler und Stiegen wurden aus [[Wöllersdorfer Stein]] gearbeitet, Fassadenteile wie Balkone, Gesimse, Gliederungen sowie steinerne Stiegengeländer aus dem harten, weißen [[Kaiserstein (Gestein)|&amp;#039;&amp;#039;Kaiserstein&amp;#039;&amp;#039;]] von [[Kaisersteinbruch]], während die Wandflächen aus [[St. Margarethener Kalksandstein]] hergestellt wurden. Die Innenräume wurden sehr aufwändig ausgestattet, mit Holzvertäfelung, Ledertapeten, [[Stuckmarmor|Stuccolustro]] und reicher ornamentaler Bemalung. Die Balustraden zeigen anspruchsvolle Steinmetzarbeiten, die Ecken werden von Türmchen bekrönt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fassade der Eckfront Strauchgasse&amp;amp;nbsp;/ Herrengasse erhielt zwölf Plastiken von [[Hanns Gasser]] als Schmuck, sie symbolisierten die Völker der Monarchie. Die mächtigen Rundbogen am Ausgang zur Freyung wurden mit schmiedeeisernen Gittertoren verschlossen; da der zuerst herangezogene Schlosser den Ansprüchen Ferstels nicht genügen konnte, wurde die Arbeit einem Silberschmied übertragen. Das Bauwerk weist mehrere Höfe und zwischen Herrengasse und Freyung eine Ladenpassage auf, die es zu einem [[Durchhaus]] machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1860 konnte das bereits ein Jahr zuvor fertiggestellte &amp;#039;&amp;#039;Bank- und Börsegebäude&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sammlung.wienmuseum.at/objekt/64311/ Bank- und Börsegebäude („Palais Ferstel“)]&amp;lt;/ref&amp;gt;, wie es seinerzeit offiziell genannt wurde, bezogen werden. Im folgenden Jahr wurde im glasgedeckten Durchgang der [[Donaunixenbrunnen]] aufgestellt, dessen Entwurf ebenfalls von Ferstel stammt. [[Anton Dominik Fernkorn|Anton von Fernkorn]] hat den plastischen Schmuck mit künstlerischem Einfühlungsvermögen geschaffen. Über dem marmornen Brunnenbecken erhebt sich eine Säule, bekrönt von einer Bronzefigur, dem &amp;#039;&amp;#039;[[Donauweibchen (Sagengestalt)|Donauweibchen]]&amp;#039;&amp;#039; mit wallendem Haar, das einen Fisch in der Hand hält. Darunter sind rings um die Säule drei ebenfalls aus Bronze gegossene Figuren angeordnet: Kaufmann, Fischer und Schiffbauer, also jene Berufe, die mit dem Wasser zu tun haben. Die Gesamtkosten des Bauwerks, die Innenausstattung eingeschlossen, betrugen die gewaltige Summe von 1.897.600 [[Gulden]]. Es handelt sich um ein bedeutendes Spätwerk des romantischen [[Historismus]] und einen der letzten Monumentalbauten vor der Anlage der [[Wiener Ringstraße|Ringstraße]].&amp;lt;ref&amp;gt;Dehio I, S. 530&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ursprünglich geplante Nutzung des Bank- und Börsegebäudes blieb nur wenige Jahre erhalten. Die Börse fand mit den Räumlichkeiten nicht mehr das Auslangen: 1872 übersiedelte sie in ein Provisorium, 1877 wurde am [[Wiener Ringstraße#Schottenring|Schottenring]] ein neues [[Wiener Börse (Gebäude)|Börsengebäude]] eröffnet (heute als Alte Börse bezeichnet). Die Nationalbank firmierte 1878 bis 1922 als [[Oesterreichisch-ungarische Bank]] und übersiedelte 1925 in einen schon 1913 geplanten, großzügigen Neubau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde das Gebäude bei den [[Luftangriffe auf Wien|Luftangriffen auf Wien]] besonders an der Hauptfassade stark beschädigt. In den 1960er Jahren befand sich im ehemaligen Börsensaal eine [[Basketball]]-Trainingshalle; das gesamte Gebäude wirkte stark vernachlässigt. In dieser Zeit diente das baufällige und düstere Gebäude mehrmals als Drehort für Filme, so u.&amp;amp;nbsp;a. die Spionagefilme „[[Geheime Wege]]“ (1961) mit Richard Widmark und „[[Die Haut des Anderen]]“ (1966) mit Lino Ventura.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 befasste sich der Präsident des [[Bundesdenkmalamt]]es, [[Walter Frodl]],&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1971, Heft 1/2.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit dem schwer kriegsbeschädigten Bank- und Börsegebäude in Wien. Das Büro für [[technische Geologie]] von Otto Casensky erstellte ein [[Gutachten]] über die [[Naturstein]]fassade.&amp;lt;ref&amp;gt;Fotoarchiv des Bundesdenkmalamtes&amp;lt;/ref&amp;gt; An der [[Fassade]] Freyung&amp;amp;nbsp;2 war ursprünglich über die gesamte 15,4&amp;amp;nbsp;m lange Front ein [[Balkon]] aus hartem Kaiserstein angebracht. Dieser Balkon war nicht mehr vorhanden und nur mehr knapp an der Fassade waren Reste der Trittplatten sowie der unterstützenden [[Konsole (Bauwesen)|Konsolen]] erkennbar. Im Juli 1975 erfolgte die [[Rekonstruktion]] des Balkons, und [[Steinmetz]]meister [[Friedrich Opferkuh]] aus [[Mannersdorf am Leithagebirge]] erhielt den Auftrag, den alten Zustand&amp;amp;nbsp;– aus Mannersdorfer Stein, [[Stahlbeton]] und [[Kunststein]]&amp;amp;nbsp;– wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1975–1982 wurde das Gebäude renoviert und das [[Café Central]] neu eröffnet. Seither wird das in Privatbesitz befindliche Bauwerk als „Palais Ferstel“ bezeichnet. Tatsächlich ist es jedoch nie ein [[Stadtpalais|Palais]] gewesen. In den ehemaligen Börsensälen finden nun Tagungen und Präsentationen statt. Das Café Central nützt unter anderem einen der Innenhöfe, hat seine Haupträumlichkeiten aber Ecke Herrengasse&amp;amp;nbsp;/ Strauchgasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude befindet sich aktuell im Eigentum einer 2015 von [[Karl Wlaschek]] hinterlassenen Stiftung.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Karl Wlascheks Immobilien im ersten Wiener Gemeindebezirk&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Falter (Wochenzeitung)]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 33 / 2015, 12. August 2015, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das architektonische Motiv der Eckgestaltung des Bank- und Börsegebäudes verwendeten die beiden [[Berlin]]er Architekten [[Martin Gropius]] und [[Heino Schmieden]] bei dem in den Jahren 1877 bis 1880 im Stil der [[Neorenaissance]] mit Anklängen an die florentinische Frührenaissance errichteten Gebäude der [[Bergwerksdirektion Saarbrücken|Königlich-Preußischen Bergwerksdirektion]] in [[St. Johann (Saar)]], heute [[Saarbrücken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Durchhäusern in Wien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dehio Wien Innere Stadt 2003|Dehio Wien. I. Bezirk – Innere Stadt]], Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-366-6. S. 530–534&lt;br /&gt;
* Hertha Wohlrab: &amp;#039;&amp;#039;Die Freyung&amp;#039;&amp;#039;. Zsolnay, Wien 1971.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Palais Ferstel}}&lt;br /&gt;
* [https://www.burgenkunde.at/wien/w_palais_ferstel/w_palais_ferstel.htm Palais Ferstel bei burgenkunde.at]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/12/38/N |EW=16/21/56/E |type=landmark |region=AT-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innere Stadt (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neorenaissancebauwerk in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Palais in Wien|Ferstel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1860er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ladenpassage in Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Veranstaltungsstätte in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelhandelsbauwerk in Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal (Wien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bavaria1805</name></author>
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