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	<title>Palagonit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-03T23:40:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Palagonit&amp;diff=851129&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ringwoodit: /* Entstehung */ Link eingefügt</title>
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		<updated>2024-08-26T20:14:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung: &lt;/span&gt; Link eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Einhyrningur.jpg|mini|Palagonitrücken [[Einhyrningur]] in Südisland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Palagonit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein vollständig [[Devitrifikation|devitrifiziertes]], gelblich-braunes, ehemaliges [[Vulkanisches Glas|Gesteinsglas]], das aus [[Basalt|basaltischer Lava]] entstanden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IgneousRock&amp;quot; /&amp;gt; Es ist nach dem Ort [[Palagonia]] auf [[Sizilien]] benannt&amp;lt;ref name=&amp;quot;heimatjahrbuch-vulkaneifel&amp;quot; /&amp;gt; und bildet einen wichtigen Bestandteil von Palagonittuff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
{{Galerie&lt;br /&gt;
| Name = Palagonit im Mikroskop&lt;br /&gt;
| Größe = 300&lt;br /&gt;
| align = right&lt;br /&gt;
| captionalign = left|Datei:Palagonit LPL.jpg|Palagonit (Dünnschliff, LPL): Von Sprüngen und Blasenräumen aus erfolgende Umwandlung des Gesteinsglases in andere Minerale (Kerlingarfjöll, Island)|Datei:Palagonit XPL.jpg|Palagonit (Dünnschliff, XPL): Neben den Umwandlungsprodukten in Spalten und Blasenräumen ist auch das Glas selbst tw. umgewandelt und dann schwach doppelbrechend&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Palagonit bildet sich durch den Prozess der Palagonitisierung besonders in dem Gestein [[Hyaloklastit]], welches entsteht, wenn es zu einer hydromagmatischen (subaquatischen oder subglazialen) Eruption basaltischer Laven kommt. Durch die schlagartige Abkühlung erstarrt die Lava glasig, das heißt ohne zu kristallisieren, wobei das Glas ([[Sideromelan]]) leicht und intensiv fragmentiert und – zusammen mit Gesteinsbruchstücken und Schlackenfragmenten – um die Ausbruchsstelle herum abgelagert wird. Durch [[Alteration (Geologie)|Alteration]] unter Einfluss von Wasser bilden sich aus dem Glas [[Tonminerale]], [[Zeolithgruppe|Zeolithe]] und Eisenhydroxide, welche die Partikel zementieren und dem Gestein Festigkeit verleihen. Diese Mineralphasen sind makroskopisch nicht erkennbar, ihre Bildung führt jedoch dazu, dass das Material seinen ursprünglichen Glasglanz verliert und matt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vinx&amp;quot; /&amp;gt; Darüber hinaus wird das zweiwertige [[Eisen]] [[Oxidation|oxidiert]], so dass der Anteil an dreiwertigen Eisen steigt und die Gesteinsfarbe des entstehenden Palagonittuffs bräunlich wird. Die Umwandlung des Glases verläuft [[Exotherme Reaktion|exotherm]], und die Reaktion produziert selbst genug Wärme, um die Umwandlung in Gang zu halten und in kurzer Zeit abzuschließen, wie man an den jungen Palagonittuffen der Insel [[Surtsey]] studieren konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gudmundsson&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpiegelOnline&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[pyroklastit]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;ische Ablagerungen basaltischer Zusammensetzung (basaltische [[Tuff]]e und [[Lapilli]]) können der Palagonitisierung unterliegen, sofern sie über einen entsprechenden Glasanteil verfügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Übergang von dem (pyroklastischen oder hyaloklastischen) Ursprungsgestein zum Palagonittuff ist fließend, eine genaue Abgrenzung daher nicht immer möglich. Auch die Abgrenzung von Palagonittuff zu [[Bentonit]] ist unscharf, da letzterer im Wesentlichen über seinen Gehalt an Tonmineralen definiert wird, so dass Überlappungen möglich sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich wurde vermutet, dass Palagonit nur bei Eruptionen unter Eisbedeckung entsteht; dies ist jedoch mittlerweile widerlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Neben der [[Typlokalität]] auf Sizilien ist Palagonittuff bzw. Palagonit in Europa insbesondere auf [[Island]] weit verbreitet, da dort durch die Eruption von [[Magma|Magmen]] im engen Kontakt mit Meerwasser oder dem Eis der (insbesondere in der geologischen Vergangenheit stärker als heute) vergletscherten Vulkane genügend Wasser für die Palagonitisierungsreaktion zur Verfügung steht. Im Isländischen hat Palagonittuff den Namen &amp;#039;&amp;#039;móberg&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirge]] sind Vorkommen von Palagonittuff insbesondere aus der [[Eifel]] bekannt, wobei diese aus pyroklastischen Gesteinen (Tuffen) hervorgegangen sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot; /&amp;gt; Rechtsrheinisch gibt es ein kleinräumiges Vorkommen hyaloklastitischer Abkunft ([[Obertiefenbach (Beselich)|Beselicher]] Palagonittuff).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steindlberger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
Palogonit wird lokal als Mauerstein genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steindlberger&amp;quot; /&amp;gt; Zwischen den Orten [[Pelm]] und [[Hohenfels-Essingen|Essingen]] gibt es Vorkommen von Palagonit am Gyppenberg, das zur Anfertigung von [[Backofenstein]]en verwendet wurde. Palagonit besitzt „in hohem Grade die Bereitschaft zu Ionenaustausch und wird deshalb zur Herstellung von Wasserfiltern verwendet“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;heimatjahrbuch-vulkaneifel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Zirkel]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Petrographie&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände, Marcus, Bonn 1866; Neuauflage: BiblioBazaar, 2008, ISBN 978-0-559-74517-1.&lt;br /&gt;
* [[Mineralienatlas:Palagonit|Palagonit]] im [[Mineralienatlas]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gudmundsson&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= A. Gudmundsson | Titel= Lebende Erde – Facetten der Geologie Islands | Verlag= Mál og Menning | Ort= Reykjavik | Datum= 2007 | Seiten= 57-60}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;heimatjahrbuch-vulkaneifel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Wilhelm Meyer (Geologe)|Wilhelm Meyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der Eifel&amp;#039;&amp;#039;, Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1986, ISBN 3-510-65127-8, zitiert nach Thea Merkelbach: &amp;#039;&amp;#039;Backofensteinbrüche im Kreis Daun&amp;#039;&amp;#039; [https://www.heimatjahrbuch-vulkaneifel.de//VT/hjb2007/hjb2007.101.htm Online verfügbar auf www.heimatjahrbuch-vulkaneifel.de], abgerufen am 9. April 2019.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IgneousRock&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Titel= Igneous Rocks: A Classification and Glossary of Terms | Hrsg= R. W. Le Maitre | Auflage= 2. | Verlag= Cambridge University Press | Ort= Cambridge | Datum= 2004 | ISBN= 0-521-61948-3 | Seiten= 124}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyer&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor= W. Meyer | Titel= Geologie der Eifel | Auflage= 3. | Verlag= Schweizerbart | Ort= Stuttgart | Datum= 1994 | ISBN= 3-510-65161-8 | Seiten= 379–380}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;SpiegelOnline&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle | autor= Gerrit Kubicki, Tim Scholz | url= https://www.spiegel.de/einestages/50-jahre-surtsey-die-geburt-einer-insel-a-951306.html | titel= Insel-Geburt 1963. Eiland aus Feuer und Asche | werk= spiegel.de | hrsg= Spiegel Online | datum= 2013-11-14 | zugriff= 2019-04-09}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steindlberger&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= Enno Steindlberger | Titel= Vulkanische Gesteine aus Hessen und ihre Eigenschaften als Naturwerksteine | Sammelwerk= Geologische Abhandlungen Hessen | Band= 110 | Verlag= Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie | Ort= Wiesbaden | Datum= 2003 | ISBN= 3-89531-812-4 | Seiten=88–89 | Online= [https://www.gbv.de/dms/goettingen/366130757.pdf online verfügbar bei gbv.de] | Format= PDF | Abruf= 2019-04-09}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vinx&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur | Autor= R. Vinx | Titel= Gesteinsbestimmung im Gelände | Auflage= 3. | Verlag= Spektrum | Ort= Heidelberg | Datum= 2011 | ISBN= 978-3-8274-2748-9 | Seiten= 258–259}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanisches Glas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ringwoodit</name></author>
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