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	<title>Paladin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Paladin&amp;diff=88914&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* Dichtung */ Typographie (Klammern kursiv)</title>
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		<updated>2026-01-12T18:04:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Dichtung: &lt;/span&gt; Typographie (Klammern kursiv)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paladin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Plural]] Paladine, von {{LaS|&amp;#039;&amp;#039;palatinus&amp;#039;&amp;#039;}}) ist ein mit besonderer Würde ausgestatteter [[Adliger]], meist ein [[Ritter]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Ausgangspunkt der Geschichte des Wortes &amp;#039;&amp;#039;Paladin&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Für die Geschichte siehe Brockhaus multimedial 2004, Paladin&amp;lt;/ref&amp;gt; ist das &amp;#039;&amp;#039;Palatium&amp;#039;&amp;#039; auf dem &amp;#039;&amp;#039;[[Palatin (Rom)|Mons Palatinus]]&amp;#039;&amp;#039; (Hügel Palatin). Auf diesem Hügel in [[Rom]] nahmen Kaiser [[Augustus]] und seine Nachfolger ihren Wohnsitz und hatten später dort auch ihre Regierungsgebäude. Vom Wort &amp;#039;&amp;#039;Palatium&amp;#039;&amp;#039; stammen auch die Wörter &amp;#039;&amp;#039;[[Palast]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Königspfalz|Pfalz]]&amp;#039;&amp;#039; ab. Bezogen auf den Regierungssitz bedeutet &amp;#039;&amp;#039;palatinus&amp;#039;&amp;#039; so viel wie „zum Kaiserpalast gehörig“. Als Person ist ein &amp;#039;&amp;#039;Palatinus&amp;#039;&amp;#039;, später in Konsonantenerweichung ([[Lenisierung]]) der &amp;#039;&amp;#039;Paladin&amp;#039;&amp;#039;, eine Person, die dem Kaiser besonders nahesteht. In vielen Sprachen lautet der Begriff sehr ähnlich, etwa im Spanischen &amp;#039;&amp;#039;paladín&amp;#039;&amp;#039; und im Englischen &amp;#039;&amp;#039;paladin&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antike ===&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] wurde anfangs das Personal so bezeichnet, das im Palast des Kaisers lebt, später vor allem dessen treueste Gefolgsleute, im Gegensatz zu vom Palast unabhängigen Adligen. In der Antike war der „Palatinus“ eine einflussreiche Person, da der Kaiser seine Palastangehörigen mit hohen Würden (Aufgaben, Verantwortung, Vollmachten) ausstattete. Aufgrund der sakralen Persönlichkeit eines Kaisers (zum Kaiser als [[pontifex maximus]] siehe [[Kaiser#Sakraler Aspekt des Kaisertums|hier]]) wurde schon zu dieser Zeit eine sakrale Dimension auf die Paladine übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Seine größte Bedeutung erlangte der Paladin im [[Mittelalter]]. Sieben [[Kurfürst]]en wurden bestimmt, den König zu wählen, zu küren, und lange Zeit regierte dieser durch das [[Reisekönigtum]], der Hofstaat blieb nicht an einer Hauptstadt, sondern zog von einer [[Königspfalz]] zur nächsten. Die Paladine dieser Zeit werden geschichtswissenschaftlich anders genannt: Aus &amp;#039;&amp;#039;palatinus&amp;#039;&amp;#039; wurde die Pfalz, und damit waren die &amp;#039;&amp;#039;palatini&amp;#039;&amp;#039; [[Pfalzgraf]]en, und der Ort, an dem sie wohnten, wurde ebenfalls Pfalz genannt, genau wie das dazugehörige Land. Die Königspfalz war einer der Stützpunkte des römisch-deutschen Königs im Reich. Der Pfalzgraf (comes palatinus) war der Verwalter der Pfalz und in dessen Abwesenheit Vermittler zwischen Reich und Kaiser. Der Name und die Geschichte der [[Kurpfalz]] spiegeln die wechselvolle Geschichte dieser Beziehung wider, denn der dort wohnende Pfalzgraf war gleichzeitig außerdem seit 1214, endgültig seit 1356, einer der sieben Kurfürsten und, neben dem sächsischen Kurfürsten, einer von zwei Stellvertretern des Kaisers in dessen Abwesenheit. ([[Reichsvikar]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Palatin (Ungarn)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Gartenlaube (1871) b 672.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Die drei Paladine des deutschen Kaisers&amp;#039;&amp;#039;, Zeichnung von [[Wilhelm Camphausen]], 1871 in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Gartenlaube]]&amp;#039;&amp;#039;: [[Albrecht von Roon]], [[Otto von Bismarck]] und [[Helmuth Karl Bernhard von Moltke]]]]&lt;br /&gt;
Als „Paladin“ wurden auch in der [[Neuzeit]] von [[Monarchie|Monarchen]] Personen ausgezeichnet, besonders in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] und dem [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] [[Bismarck]]s. Auch [[Hitler]] nannte seinen „zweiten Mann im Staat“, [[Hermann Göring]], „Paladin“.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Marthens: &amp;#039;&amp;#039;Erster Paladin des Führers und Zweiter Mann im Reich&amp;#039;&amp;#039;. Paderborn 1985, ISBN 3-506-77474-3.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Paul (Schriftsteller)|Wolfgang Paul]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermann Goering: Hitler&amp;#039;s Paladin or Puppet?&amp;#039;&amp;#039; London 1998, ISBN 1-85409-429-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dichtung ==&lt;br /&gt;
Als „Paladin“ werden in der Dichtung später auch die zwölf ritterlichen Gefolgsleute [[Karl der Große|Karls des Großen]] in der mittelalterlichen französischen Epik &amp;#039;&amp;#039;([[chanson de geste]])&amp;#039;&amp;#039; ab dem 11. Jahrhundert bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese fiktiven Charaktere sind frei an historische [[Franken (Volk)|fränkische]] Gefolgsleute des 8. Jahrhunderts angelehnt sowie durch historische Ereignisse wie die Konfrontation des [[Frankenreich]]s mit den [[Umayyaden]] in der [[Marca Hispanica]] sowie der Schlacht am Pass von [[Roncesvaux]] beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Paladine in der mittelalterlichen Literatur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Notre Dame (15237277342).jpg|mini|Kaiser Karl der Große mit seinen beiden Paladinen Roland und Oliver, Plastik von Charles Rochet und Louis Rochet (1878) vor der [[Kathedrale Notre-Dame de Paris]]]]&lt;br /&gt;
Die zwölf Paladine werden in verschiedenen Romanen unterschiedlich benannt, oft erscheinen auch mehr als zwölf. Allen Geschichten gemeinsam sind jedoch die Paladine Roland und Oliver.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der mittelalterlichen Literatur standen die Geschichten um die Paladine Karls des Großen in der Popularität den Sagen um [[König Artus]] und die Ritter der [[Tafelrunde]] in nichts nach. In der Literatur der [[Renaissance]] trugen insbesondere [[Ludovico Ariosto]] und [[Torquato Tasso]] zur Verbreitung des Stoffes bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den zwölf Paladinen Karls des Großen werden im [[Rolandslied]] folgende Namen gegeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Hruotland|Roland]], Neffe Karls des Großen und Hauptheld der Geschichten&lt;br /&gt;
* Oliver, Rolands Freund und stärkster Verbündeter&lt;br /&gt;
* ferner Gérin, Gérier, Bérengier, Otton, Samson, Engelier, Ivon, Ivoire, Anséis, Girard&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte wurde später auch durch die italienischen Romane von Ludovico Ariosto und Torquato Tasso benutzt, die den italienischen Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;paladino&amp;#039;&amp;#039; verwendeten und die Namen leicht abwandelten. Die von den Italienern festgelegten Varianten der Gestalten und der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;paladino&amp;#039;&amp;#039; wurden später in der hispanischen Barockdichtung, insbesondere 1624 im großen Epos &amp;#039;&amp;#039;El Bernardo&amp;#039;&amp;#039; des Mexikaners [[Bernardo de Balbuena]] weiter verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Paladin als Synonym ===&lt;br /&gt;
Im übertragenen Sinne wird der Begriff verwendet, um einen kühnen, unerschütterlich gläubigen Ritter und tapferen [[Held]]en zu bezeichnen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, gegen [[das Böse]] zu streiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Basierend auf Textstellen des Rolandslieds ist Paladin als Synonym für „der beste Freund“ in den meisten westlichen Sprachen geläufig. So betitelt im Rolandslied Karl der Große [[Hruotland|Roland]] mit den Worten: „…&amp;amp;nbsp;mein Paladin, mein bester Freund“, als er die Nachricht vom Tod Rolands erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff wird, auch spöttisch, verwendet, um einen treuen Gefolgsmann oder Anhänger einer Person zu bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;Duden: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Paladin]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rezeption in moderner Fantasy-Literatur und Rollenspielen ===&lt;br /&gt;
In [[Fantasy]]-[[Rollenspiel (Spiel)|Rollenspielen]] sind Paladine heilige Ritter der Kirche oder gesandt von einer Gottheit oder einem Gott, um in deren Sinne und im Namen der Ehre zu handeln. Ein strahlendes Äußeres und heroische Posen prägen ihr Bild. Oft werden sie mit Hieb- und Stichwaffen und in prunkvollen Rüstungen dargestellt, welche ggf. von einer Aura umgeben sind. Oftmals besitzen sie zudem engelsgleiche Flügel auf dem Rücken. Sie agieren auch mit unterstützenden Zaubern, insbesondere Heilzaubern, und Formen von Magie, die gegen das jeweilige Böse gerichtet sind. In diesen Übertragungen in die Fantasie finden sich sozusagen die weitreichenden Rechte aus der Geschichte wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Paladin}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römische Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Altfranzösisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur des Mittelalters]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adelsprädikat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rittertum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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