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	<title>Painted Pebble - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T10:18:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Painted_Pebble&amp;diff=1671705&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Eschenmoser: lf</title>
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		<updated>2024-10-13T15:11:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Painted Pebbles&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der englische Ausdruck für bemalte Kieselsteine. Das Bemalen von Kieseln ist als Aktivität für Kinder beliebt&amp;lt;ref&amp;gt;Pia Padellla, TOPP Steine bemalen. Betzold Verlag, ISBN 978-3-7724-7679-2&amp;lt;/ref&amp;gt;, wird aber auch von Erwachsenen als [[Hobby]] betrieben. Meist kommen dabei [[Ölfarbe]]n, aber auch Filzstifte zum Einsatz. Beliebt ist auch ein Überzug aus Klarlack.&lt;br /&gt;
[[Datei:Galet peint MHNT.PRE.2006.0.93.jpg|mini|Bemalter Kiesel aus Frankreich]]&lt;br /&gt;
Bemalte Kiesel kommen unter anderem in der [[Höhle von Mas d’Azil]] im [[Abri Gay]], im Spät[[mesolithikum]] Mitteleuropas ([[Birseck-Eremitage]]) und in der [[Schottland|schottischen]] [[Eisenzeit]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Bei den Painted Pebbles handelt es sich um bemalte [[Kies]]elsteine aus lokalem [[Quarzit]], die mit Punkten, Halbkreisen oder Kreisen, geschwungene Linien, Kreuzen, Dreiecken und in einem Fall ein [[Pentagramm|Drudenfuß]] versehen sind. Manche Zeichnungen haben Ähnlichkeit mit den auf [[Piktischer Symbolstein|piktischen Symbolsteine]] dargestellten Motiven. Die Größe der Kiesel reicht von 23&amp;amp;nbsp;auf 14&amp;amp;nbsp;mm bis 94&amp;amp;nbsp;auf 77,5&amp;amp;nbsp;mm, die überwiegende Zahl liegt bei etwa 30&amp;amp;nbsp;auf 50&amp;amp;nbsp;mm und lässt sich somit gut in der Hand halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Painted pebbles.jpg|mini|Painted Pebbles im [[National Museum of Scotland|Schottischen Nationalmuseum]] in [[Edinburgh]]]]&lt;br /&gt;
== Zeitliche und kulturelle Zuordnung in Schottland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:GB-lerwick-clickimin-03.jpg|mini|Einer der Fundorte: der [[Broch von Clickhimin]]]]&lt;br /&gt;
Sofern die lokalen Fundumstände eine [[Stratigraphie (Archäologie)|stratigraphische Einordnung]] ermöglichten, wurden die Steine zunächst dem Zeitraum zwischen dem zweiten und dem achten Jahrhundert zugerechnet. Für zwei Steine wurde auch eine frühere Herstellung diskutiert, wobei bei diesen eine [[fluviatil]]e Umlagerung in ältere Siedlungsschichten nicht ausgeschlossen werden konnte. Durch Funde von Mitte der 2000er Jahre konnte mittlerweile der Nachweis erbracht werden, dass die Steine bereits in der [[Eisenzeit#Westeuropa|mittleren Eisenzeit]], also vor der [[v. Chr.|Zeitenwende]] in Gebrauch waren. Die überwiegende Zahl stammt aus oder aus dem Umfeld von eisenzeitlichen [[Broch (Turm)|Brochs]], und hierbei von solchen, für die eine spätere Nutzung durch piktische Bevölkerung nachgewiesen wurde. Der Stein von [[Buckquoy]] wurde ebenfalls in einer piktischen Siedlungsstelle gefunden. Der Einzelfund vom Hallow Hill im Westen von [[St&amp;amp;nbsp;Andrews]] in [[Fife]] lag in einem [[Großbritannien in römischer Zeit|römerzeitlichen]] Kindergrab, das anhand der übrigen [[Grabbeigabe|Beigaben]] auf das erste bis dritte Jahrhundert datiert werden konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Welchem Zweck die Painted Pebbles gedient haben, ist bislang ungeklärt. Als am wahrscheinlichsten gilt, dass es sich um [[Apotropäische Handlung|magische Steine]] handelt, die dem Träger Gesundheit versprechen, Krankheiten abwehren oder heilen oder sonstige Vorteile verschaffen sollten. Für diese Theorie spricht, dass derartige Steine, als „Charm-stones“ oder „Cold-stones“ bezeichnet, in den nördlichen Regionen der britischen Inseln, aber auch auf [[Island]], eine lange Tradition hatten. In Wasser getaucht sollten sie dem Trinkenden Heilung von Krankheit versprechen. So berichtet [[Adomnan von Iona|Adomnan]] in seiner &amp;#039;&amp;#039;Lebensgeschichte von [[Columban von Iona|St.&amp;amp;nbsp;Columban]]&amp;#039;&amp;#039; für die Zeit um 565 von der Benutzung eines derartigen Steines und es ist ein Fall aus [[Angus (Schottland)|Angus]] dokumentiert, wo ein solcher noch 1870 von einem Bauern in einem Lederbeutel um den Hals getragen wurde. Ein Stein aus der Siedlung Bayanne House bei [[Sellafirth]] auf der Insel [[Yell (Insel)|Yell]] wurde zusammen mit Artefakten gefunden, die als Ausstattung eines [[Schamane]]n betrachtet werden. Quarzkiesel waren auf den britischen Inseln als Grabbeigaben seit der Bronzezeit bekannt, möglicherweise als „Lichtstein“, der Tod und Wiedergeburt symbolisieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestützt wird die Magie-Theorie von der Tatsache, dass die beiden Steine von [[Sand Wick (Unst)|Sandwick]] an der Südostküste von [[Unst]] gemeinsam mit Schlacken aus der Eisenverarbeitung gefunden wurden. In manchen Kulturkreisen werden Schmieden [[Schmied in der Kultur|magische Kräfte und Verbindungen zur jenseitigen Welt]] zugesprochen. Auch der Stein von [[Portmahomack]] wurde in einem Bereich gefunden, in dem Kupfer hergestellt wurde. Der Melder, Martin Carver, war dort Leiter einer Ausgrabung, bei der eine piktische Klosteranlage aus dem 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entdeckt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Angelika Franz: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/archaeologie-mathe-genies-in-der-britischen-wildnis-a-587033.html Mathe-Genies in der britischen Wildnis.]&amp;#039;&amp;#039; Spiegel Online, 3.&amp;amp;nbsp;November 2008, abgerufen am 7.&amp;amp;nbsp;August 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als weitere Möglichkeiten vorgeschlagen wurden die Verwendung als [[Schleuder (Waffe)|Schleuderstein]], wobei die Bemalung entweder die Treffsicherheit [[Magie|magisch]] erhöhen oder den Eigentümer des Steines markieren sollte, aber auch die Funktion als [[Spielstein]] eines (ansonsten nicht bekannten) Spieles oder als [[Kultobjekt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;nms&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Über die verwendeten Farben lassen sich keine Aussagen treffen, da deren braune Überreste bisher nicht für eine Untersuchung ausreichten. [[Experimentelle Archäologie|Experimentell]] konnten Anfang der 2010er Jahre gute Ergebnisse unter Verwendung eines [[Pech (Stoff)|pechartigen]] Materials erzielt werden, das als Rückstand bei der Verfeuerung von [[Torf]] entsteht. Dieser ist im Norden der britischen Inseln verbreitet an der Erdoberfläche zu finden, seine Nutzung als Heizmaterial auf den [[Shetland]]s bereits für die frühe Eisenzeit nachgewiesen. Aufgebracht wurde das Material mit einem Strohhalm, für die rundlichen Formen wurden halbierte [[Federkiel]]e sowie die Stängel von [[Engelwurzen]] benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundgeschichte und -orte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Old Scatness Dig - geograph.org.uk - 355975.jpg|mini|Ausgrabungen am Old Scatness]]&lt;br /&gt;
Die beiden ersten belegten Funde stammen von Ausgrabungen, die 1870 und 1871 von William Traill im [[Broch von Burrian]] durchgeführt wurden. Sie blieben unbeachtet, da sie in dem erst ein Jahrzehnt später veröffentlichten Bericht nur am Rande erwähnt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;William Traill: &amp;#039;&amp;#039;Results of excavations at the broch of Burrian, North Ronaldsay, Orkney, during the summers of 1870-1871&amp;#039;&amp;#039; Archaeologia Scotica, Vol.&amp;amp;nbsp;5, Band&amp;amp;nbsp;2, S.&amp;amp;nbsp;341–364, Edinburgh 1880. [http://archaeologydataservice.ac.uk/archiveDS/archiveDownload?t=arch-352-1/dissemination/pdf/arch_scot_vol_005/05_341_364.pdf Digitalisat] PDF-Datei, 1,8&amp;amp;nbsp;MB (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1890 begann der Unternehmer und Parlamentsabgeordnete [[Francis Tress-Barry]], rund um seinen Wohnsitz [[Keiss Castle]] in [[Caithness]] archäologische Ausgrabungen durchführen zu lassen. Unter den im ersten Jahrzehnt seiner Aktivität untersuchten Objekten waren neun Brochs. Aufgrund sich widersprechender Aufzeichnungen waren darunter entweder drei oder vier verschiedene, in denen er insgesamt elf Painted Pebbles fand. Mit dem [[Road Broch von Keiss]] ([[Kirk Tofts]], 1&amp;amp;nbsp;Stein) und dem [[Broch von Keiss]] ([[West Broch]], 3&amp;amp;nbsp;Steine) konnten zwei davon identifiziert werden. Bei den übrigen sieben Painted Pebbles ist die Lokalität unklar. An verschiedenen Orten konnten bis 2014 insgesamt 55&amp;amp;nbsp;Steine gefunden werden. Mit 14&amp;amp;nbsp;Painted Pebbles als besonders ertragreich erwiesen sich Ausgrabungen, die seit Anfang der 2000er Jahre am [[Old Scatness]] auf [[Mainland (Shetland)|Mainland]], der Hauptinsel der [[Shetland]]s, durchgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt 35&amp;amp;nbsp;Steine wurden auf den Shetlands gefunden, vier auf den [[Orkney]], 12 im Norden von [[Highland (Council Area)|Highland]] sowie drei, jeweils Einzelfunde, in anderen Regionen Schottlands. Bei einem in [[Crosskirk]], Caithness, gefundenen Stein, ergaben spätere Untersuchungen, dass die Einfärbung natürlichen Ursprungs war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Acht der Steine werden im [[National Museums of Scotland|Schottischen Nationalmuseum]] in [[Edinburgh]] ausgestellt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;nms&amp;quot;&amp;gt;[http://nms.scran.ac.uk/database/record.php?usi=000-190-000-988-C Painted Pebbles] auf der Website der Schottischen Nationalmuseen, abgerufen am 5.&amp;amp;nbsp;August 2018 (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; weitere befinden sich im [[Orkney Museum]] in [[Kirkwall]], im [[Shetland Museum]] in [[Lerwick]] sowie im [[Hunterian Museum and Art Gallery|Hunterian Museum]] der [[University of Glasgow|Universität Glasgow]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robbie Arthur, Jenny Murray: &amp;#039;&amp;#039;Painting the stones black: solving the mystery of painted quartz pebbles.&amp;#039;&amp;#039; Archaeology Reports Online 14, Glasgow 2014. Mit einer Liste der bis dahin gefundenen Objekte, zusammengestellt von Anna Ritchie. [http://www.archaeologyreportsonline.com/PDF/ARO12_Painted_Pebbles.pdf Online verfügbar], PDF-Datei, 1,11&amp;amp;nbsp;MB (englisch)&lt;br /&gt;
* Anna Ritchie: &amp;#039;&amp;#039;Painted pebbles in early Scotland.&amp;#039;&amp;#039; In: Proceedings of the Society of Antiquaries of Scotland&amp;amp;nbsp;104 (1971–1972), S. 291–301. [http://archaeologydataservice.ac.uk/catalogue/adsdata/arch-352-1/dissemination/pdf/vol_104/104_297_301.pdf Digitalisat], PDF-Datei, 448&amp;amp;nbsp;kB (englisch)&lt;br /&gt;
* [[Joseph Anderson (Prähistoriker)|Joseph Anderson]]: &amp;#039;&amp;#039;Notices of Nine Brochs along the Caithness Coast from Keiss Bay to Skirza Head, excavated by Sir Francis Tress Barry, Bart., M.P., of Keiss Castle, Caithness.&amp;#039;&amp;#039; In: Proceedings of The Society of Antiquaries of Scotland, Band&amp;amp;nbsp;35, 1900–1901, S.&amp;amp;nbsp;112–148. (englisch)[http://archaeologydataservice.ac.uk/catalogue/adsdata/arch-352-1/dissemination/pdf/vol_035/35_112_153.pdf Digitalisat], PDF-Datei, 2,9&amp;amp;nbsp;MB (englisch)&lt;br /&gt;
* Francis Tress Barry: &amp;#039;&amp;#039;Notes on painted pebbles from the Keiss brochs.&amp;#039;&amp;#039; In: Proceedings of the [[Society of Antiquaries of London]], 17 (1897–99), S.&amp;amp;nbsp;191f. (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Canmore|356518|Keiss, Kirk Tofts, ‘road’ Broch}}; mit Zeichnungen der von Tress Barry gefundenen Steine (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hobby]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Schottland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pikten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magisches Objekt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Eschenmoser</name></author>
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