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	<title>Paffrather Kalkmulde - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Glewe: HC: Ergänze Kategorie:Paffrath (Bergisch Gladbach)</title>
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		<updated>2025-10-12T10:42:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Paffrath_(Bergisch_Gladbach)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Paffrath (Bergisch Gladbach) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Paffrath (Bergisch Gladbach)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Naturraum in Deutschland&lt;br /&gt;
 |NAME=Paffrather Kalkmulde&amp;lt;br /&amp;gt;Paffrather Kalksenke&lt;br /&gt;
 |IDENTIFIKATOR=338.23&lt;br /&gt;
 |FOTO=Paffrather Kalkmulde.1.jpg&lt;br /&gt;
 |BILDBESCHREIBUNG1=Die Paffrather Kalkmulde nach [[Ulrich Jux]]: Am nordwestlichsten Punkt lag die [[Grube Romeo]], nordöstlich die [[Grube Luther]] mit dem Betriebspunkt [[Grube Luther#Grubenfeld Katharinaglück|Katharinaglück]] und südlich die [[Grube Consolidierte Catharina II]].&lt;br /&gt;
 |SYSTEMATIK=HNGD&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG1_IDENTIFIKATOR=&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG1=Mittelgebirgsschwelle&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG2_IDENTIFIKATOR=&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG2=Rheinisches Schiefergebirge&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG3_IDENTIFIKATOR=&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG3=&lt;br /&gt;
 |HAUPTEINHEITENGRUPPE_IDENTIFIKATOR=33&lt;br /&gt;
 |HAUPTEINHEITENGRUPPE=Süderbergland&lt;br /&gt;
 |UEBER-HAUPTEINHEIT_IDENTIFIKATOR=338&lt;br /&gt;
 |UEBER-HAUPTEINHEIT=Bergische Hochflächen&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG4_IDENTIFIKATOR=338.2&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG4=Südbergische Hochfläche&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG5_IDENTIFIKATOR=&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG5=&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG6_IDENTIFIKATOR=&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG6=&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG7_IDENTIFIKATOR=&lt;br /&gt;
 |ORDNUNG7=&lt;br /&gt;
 |BREITENGRAD=50/59/48/N &lt;br /&gt;
 |LÄNGENGRAD=7/09/24/E&lt;br /&gt;
 |REGION-ISO=DE-NW&lt;br /&gt;
 |ORTSBEREICH=&lt;br /&gt;
 |GEMARKUNG=&lt;br /&gt;
 |GEMEINDE=Bergisch Gladbach&lt;br /&gt;
 |GEMEINDE2=Kürten&lt;br /&gt;
 |GEMEINDE3=Odenthal&lt;br /&gt;
 |KREIS=&lt;br /&gt;
 |BUNDESLAND=Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
 |STAAT=Deutschland&lt;br /&gt;
 |POSKARTE=Deutschland Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paffrather Kalkmulde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergisch Gladbach-Paffrather Mulde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gladbach-Paffrather Mulde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gladbach-Paffrather Kalkmulde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Paffrather Kalksenke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine geologische [[Synklinale|Muldenstruktur]], die zum Großteil auf dem Stadtgebiet von [[Bergisch Gladbach]] liegt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist laut dem [[Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands]] eine [[Naturraum|naturräumliche Einheit]] mit der Ordnungsnummer 338.23 und zählt zu der [[Südbergische Hochfläche|Südbergischen Hochfläche]] (338.2) innerhalb der [[Bergische Hochflächen|Bergischen Hochflächen]] (338).&amp;lt;ref name=&amp;quot;HNG&amp;quot;&amp;gt;Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands: Blatt 108/109: Düsseldorf/Erkelenz (Karlheinz Paffen, Adolf Schüttler, [[Heinrich Müller-Miny]]) 1963; 55 S. und Digitalisat der zugehörigen [http://geographie.giersbeck.de/karten/109.pdf Karte] (PDF; 7,4&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Benannt ist die Mulde nach dem Bergisch Gladbacher Stadtteil [[Paffrath]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Paffrather Kalkmulde erstreckt sich als Dreieck mit der größeren Länge zwischen [[Kürten]] (Westliche Teile der Ortsbereiche [[Biesfeld]], Blissenbach, [[Dürscheid]], [[Lenzholz]], [[Miebach (Kürten)|Miebach]] und [[Spitze (Kürten)|Spitze]]) im Osten und [[Katterbach (Bergisch Gladbach)|Katterbach]] im Westen. Dort grenzt sie unmittelbar an den [[Köln]]er Stadtteil [[Köln-Dünnwald]]. Die kleinere Länge hat sie zwischen [[Lustheide]] im Bereich des [[Kinderdorf Bethanien|Kinderdorfs Bethanien]] im Süden und [[Seelsheide]] (Katterbach) im Norden. Im Norden zählen auch die südlichen Teile der [[Odenthal]]er Ortsbereiche um [[Altehufe]] und [[Eikamp]] zu der Kalkmulde. Am Südrand grenzt die Mulde im Bereich des [[Milchborntal]]s an das [[Variszisches Gebirge|Variszische Gebirge]]. Hier überdecken unterdevonische Schichten das Oberdevon der südlichen Muldenflanke. Im Westen bildet die tertiäre Bruchlinie des [[Rhein]]tals die Begrenzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Strunde]] zerteilt die Mulde, die auch an der Oberfläche als Geländevertiefung wahrnehmbar ist, in zwei ungleich große Flügel. Im äußersten Nordosten wird die Mulde vom [[Dürschbach]]tal durchquert. Sie senkt sich dabei um ca. 40 bis 60 Meter in das umgebende Bergland ein und besitzt dabei eine mittlere Höhe von 160 bis 200 Meter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HNG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Paffrather Kalkmulde wird [[Naturraum|naturräumlich]] von der [[Bechener Hochfläche]] (Nr.&amp;amp;nbsp;338.21) im Norden, von der [[Kürtener Hochfläche]] (Nr.&amp;amp;nbsp;338.220) und der [[Bärbroicher Höhe]] (Nr.&amp;amp;nbsp;338.224) im Osten, von der [[Sülzhochfläche]] (Nr.&amp;amp;nbsp;338.41) und im Süden dem [[Bensberg-Forsbacher Gebirgsrand]] (Nr.&amp;amp;nbsp;338.40) umschlossen. Im Westen grenzt die [[Niederrheinische Bucht]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Vorderseite des Riffs.jpg|mini|links|Vorderseite des Riffs In der Schlade im Stadtteil [[Hebborn]] in Bergisch Gladbach]]&lt;br /&gt;
Landschaftlich bestimmen offenes und häufiges [[Grünland]] mit einzelnen kleinen Waldarealen und Obstanbaugebiete das Aussehen des Naturraums. An den Steilhängen des Strundetals dominiert [[Rotbuchenwald]]. Der Bachlauf der Strunde begünstigte die Ansiedlung von [[Protoindustrie|protoindustriellen]] gewerblichen Anlagen, die als Wurzel der Bergisch Gladbacher Industrie zu gelten haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HNG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie und Böden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Paffrather-Kalkmulde.2.jpg|mini|[[Seigerriss]] der Paffrather Kalkmulde nach Ulrich Jux]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bachschwinde Miebach.jpg|mini|links|Die Bachschwinde in [[Miebach (Kürten)|Miebach]] erkennt man auf der linken Bildseite mit Obstbäumen und Fichten bepflanzt.]]&lt;br /&gt;
Die in der Mulde zutage tretenden [[Schichtung|Gesteinsschichten]], überwiegend [[Riffkalk#Massenkalk|Massen-]] und [[Plattenkalk]]e mit einem ehemaligen Gehalt von Erzen, reichen vom unteren [[Eifelium]] ([[Mitteldevon]]) bis in das [[Famennium]] ([[Oberdevon]]). Chemische Verwitterungsprozesse führten zur Bildung von unauffälligen [[Doline]]n und [[Verwitterung]]staschen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HNG&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Große Teile der Paffrather Kalkmulde sind [[Karst]]gebiet, bei dem sich durch den überwiegend unterirdischen [[Wasserhaushalt (Hydrologie)|Wasserhaushalt]] fortgesetzt Veränderungen mit Hohlräumen ergeben, die oftmals bis an die Oberfläche reichen. In Miebach gibt es am südöstlichen Berghang eine [[Ponor|Bachschwinde]], in der das vom Berg abfließende Wasser in einer oberflächlichen leichten Mulde im Untergrund verschwindet und erst im [[Strunde]]tal wieder austritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schichtenfolge ergibt sich aus dem rechts abgebildeten Muldenprofil, das anhand von leitenden Fossilienfunden hauptsächlich dem [[Frasnium]] und dem [[Givetium]] zugeordnet werden kann:&amp;lt;ref name=&amp;quot;jux-decheniana&amp;quot;&amp;gt;Ulrich Jux: &amp;#039;&amp;#039;Zur stratigraphischen Gliederung des Devonprofils von Bergisch Gladbach (Rheinisches Schiefergebirge).&amp;#039;&amp;#039; In: [[Decheniana]], Naturhistorischer Verein der Rheinlande und Westfalens, Bd. 127: Heft 1/2, 1964, S. 159–174.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen guten Überblick kann man sich verschaffen, wenn man das als Bodendenkmal ausgewiesene [[Geotop]] in der [[Schlade (Bergisch Gladbach)|Schlade]] besucht. Dort sind auch Tafeln aufgestellt, die Erläuterungen zu den einzelnen Stationen abgeben und dabei auf die Gesamtsituation in der Kalkmulde eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frasnium ===&lt;br /&gt;
* Hombacher Schichten&lt;br /&gt;
* Tonschiefer &lt;br /&gt;
* Refrather Schichten&lt;br /&gt;
* Oberer Plattenkalk&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Givetium ===&lt;br /&gt;
* Hornstein-Partie&lt;br /&gt;
* Unterer Plattenkalk&lt;br /&gt;
* Bücheler Schichten&lt;br /&gt;
* Torringer Schichten&lt;br /&gt;
* Sandige Honseler Schichten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Böden überwiegen [[Löss|Löß]]lehme sowie tief- bis mittelgründige Verwitterungslehme. Der dem Kalkgestein eigene Wasserhaushalt, die dafür typische [[Flora]] und [[Fauna]] und die ergiebige Bodennutzung heben die Kalkmulde landschaftlich von der &lt;br /&gt;
Umgebung deutlich ab. Dies betrifft insbesondere den Übergang zur westlich vorgelagerten Paffrather Kalkterrasse, die durch einen abgesunkenen Muldensockel unterhalb einer [[Kies]]- und [[Sand]]decke charakterisiert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HNG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Norden, Osten und Süden umgebende Bergland weist im Gegensatz zur Kalkmulde vorwiegend [[Tonschiefer]] und [[Grauwacke]]n auf. Die unterschiedliche Widerstandsfähigkeit der Gesteine innerhalb der Mulde spiegeln sich in Form von höher aufragenden [[Dolomit (Gestein)|dolomitisierten]] [[Kalkstein]] und Riffkalken wider.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HNG&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Montecaris strunense.2.jpg|mini|Der Krebs des Strundetals (lat.: &amp;#039;&amp;#039;Montecaris strunense&amp;#039;&amp;#039;) ist ein seltenes Fossil aus der Sammlung von [[Ulrich Jux]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ctenurella gladbachensis original.jpg|mini|links|&amp;#039;&amp;#039;[[Ctenurella gladbachensis]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein ca. 19 cm langer [[Panzerfisch]] aus dem [[Strunde]]tal. Das Art-[[Epitheton]] bezieht sich auf den Fundort Bergisch Gladbach.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Martin Weber: &amp;#039;&amp;#039;Weltberühmte Fische und Krebse aus dem Devon des Strundetals in Bergisch Gladbach&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Fundgeschichten – Archäologie in Nordrhein-Westfalen&amp;#039;&amp;#039;, Schriften der Bodendenkmalpflege in NRW, Band 9, Hrsg. Thomas Otten, Römisch-Germanisches Museum der Stadt Köln und Verlag von Philipp Zabern, Mainz 2010, S. 24&amp;amp;nbsp;ff. ISBN 978-3-8053-4204-9&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die ausgezeichnete Fossilerhaltung machte diese Gegend geologisch weit über Deutschland hinaus bekannt. Bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurden paläontologische Untersuchungen mit Material aus der Paffrather Mulde publiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Franz Beuth]]: &amp;#039;&amp;#039;Juliae et montium subterranea sive fossilium variorum per utrumque ducatum hinc inde repertorum syntagma, in quo fingula breviter recensentur ac describuntur, quae quidem collecta hucusque servantur in museo Francisci Beuth&amp;#039;&amp;#039;, Düsseldorpii 1776&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Samuel Schröter]]: &amp;#039;&amp;#039;Von den versteinten Amoniten und Terebratuliten, besonders von den Terebratuliten im Bergischen und in der Eifel&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Abh. versch. Gegenstände Naturgesch.&amp;#039;&amp;#039; 2, Halle 1777, S. 335–404.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die alten [[Steinbruch|Steinbrüche]] auf dem Gebiet, in denen noch vor 100 Jahren Kalksteine und [[Dolomit (Gestein)|Dolomit]] abgebaut wurden und die als ausgezeichnete Fundstellen für [[Fossil]]ien dienten, sind seit langem aufgelassen. Fossilfunde sind hier zwar noch möglich, in der Regel aber selten. Eine sehr bedeutsame Fundstelle neuerer Zeit war 1970 der Neubau des Kreishauses in Bergisch Gladbach-Heidkamp. Im Zentrum der Paffrather Mulde wurde hier die bis dahin noch unbekannte [[Knoppenbissen]]-Formation des Famenniums angeschnitten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früher im Bergisch Gladbacher [[Bürgerhaus Bergischer Löwe]] ausgestellte Sammlung von Fundstücken aus der Paffrather Kalkmulde ist aus Kostengründen überwiegend in den Kellerräumen der [[Villa Zanders]] eingelagert worden. In der Ausstellung im Bergischen Löwen befindet sich nur eine kleine Auswahl an Fossilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Untersuchung der Geologie der Paffrather Kalkmulde begann bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1837 untersuchte [[Heinrich Ernst Beyrich]] erstmals die [[Stratigraphie (Geologie)|Stratigraphie]] der Kalkmulde und teilte die Abfolge in eine ältere und eine jüngere ein. In der zweiten Auflage der [[Lethaea Geognostca]] (1851–1856) des [[Heinrich Georg Bronn]] erfolgte die Zuordnung der beiden Schichten in das Mitteldevon. 1842 vermuteten [[Roderick Murchison]] und [[Adam Sedgwick]] bereits eine Muldenstruktur.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jux-decheniana&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der besondere Reichtum an Fossilien in der Kalkmulde zog zahlreiche [[Paläontologie|paläontologische]] Forscher in das Gebiet. Zu nennen wären [[Franz Beuth]], [[Johann Samuel Schröter]], [[August Goldfuß]], [[Adolphe d’Archiac]] und [[Édouard de Verneuil]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hilden&amp;quot;&amp;gt;Hans Dieter Hilden: &amp;#039;&amp;#039;Geologie der Paffrather Kalkmulde&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Erbe des Erzes&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Die Gruben in der Paffrather Kalkmulde und Westfalens, Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-932326-49-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erste systematische Aufnahme der Schichtenfolge erfolgte durch den Geologen Georg Meyer 1879, der zur zeitlichen Bestimmung auch die paläontologische Erkenntnisse verwendete. Obwohl seine Bestimmung im Detail unstimmig war, so erfasste er zuerst die besondere Schichtfolgen des Forschungsareals und bestätige die 1842 von Murchison &amp;amp; Sedgwick getroffene Annahme bezüglich der Muldenstruktur und die Altersbestimmung Beyrichs. Weitere Bearbeiter wie [[Fritz Frech]] (1886) und E. Schulz (1883) bestätigten Meyers Ergebnisse, führten aber teilweise auch durch ihre Ergebnisse in die Irre. Frank Winterfeld (1896) bezweifelte die Forschungen der Nachfolger Meyers und setzte sich kritisch mit dessen Ergebnissen selbst auseinander, die er im Prinzip bestätigte, aber im Detail korrigierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jux-decheniana&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Winterfelds Untersuchungen, die von [[Gotthard Fliegel]] 1923 im Rahmen seiner geologischen Aufnahme des Rheinlands kartiert wurden, ergaben schließlich die richtige Profil-Zuordnung der Schichtungen. Auch Einlagerungen von Riffkalken, die Meyer bereits auffielen aber nicht von ihm eingeordnet werden konnten, wurden durch Winterfelds Studien den richtigen Schichten zugeordnet. Fliegel wiederum führte in seiner Kartierung neue Bezeichnungen für die gefundenen Schichten ein, die dann auch Aufnahme in das offizielle [[Geologische Karte|geologische Kartenwerk]] 1:25.000 fanden. 1963 revidierte [[Ulrich Jux]] die Benamungen Fliegels und fasste sie gemäß zeitgenössischen geologischen Kenntnissen neu zusammen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jux-decheniana&amp;quot; /&amp;gt; Die neueren geologischen Karten beruhten auf dessen Forschungsarbeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hilden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 2000 führte der [[Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen|Geologische Dienst Nordrhein-Westfalen]] eine 500 m tiefe Probebohrung durch, mit deren Hilfe nach über 200 Jahren geologischer Forschung die Gesteinsfolge aufgrund der Funde von Leitfossilien, hauptsächlich [[Conodonten]], abschließend festgelegt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hilden&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergbau ==&lt;br /&gt;
Bei der Ablagerung der mittel- und oberdevonischen Schichten fixierten sich Schwermetallmengen im Gestein. Sie konnten durch [[Salinität|salinare]] und höhertemperierte Lösungen aus dem Gestein ausgelaugt und mobilisiert werden. Das [[Meer]]wasser der [[Tertiär|tertiärzeitlichen]] Überflutungen der Nordsee löste die Metall-[[Ion]]en aus. Mit der [[Dolomit (Gestein)|Dolomitisierung]] der [[Kalkstein]]e war ein Volumenschwund verbunden, der es den erzhaltigen Lösungen erleichterte, in das Gestein einzudringen. Dort kam es zu [[Stoffaustausch]] und zu [[Kristallisation|Umkristallisationen]]. Bei diesem Prozess wurden [[Eisen]], [[Zink]] in Form von [[Smithsonit|Galmei]], [[Arsen]] und [[Mangan]] freigesetzt, wodurch sich entsprechende [[Lagerstätte]]n bildeten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bergbau&amp;quot;&amp;gt;[[Herbert Stahl]] (Redaktion), [[Gerhard Geurts]], Hans-Dieter Hilden, [[Herbert Ommer]]: Das Erbe des Erzes, Band 3, Die Gruben in der Paffrather Kalkmulde. Bergisch Gladbach 2006, ISBN 3-932326-49-0&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bensberger Erzrevier]] wurden im Bereich der Paffrather Kalkmulde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts um 60 Erzgruben und 14 [[Braunkohle]]gruben [[Verleihung (Bergbau)|verliehen]]. Zu den größten Erzgruben gehörten die Gruben [[Grube Consolidierte Catharina II|Consolidierte Catharina II]], [[Grube Luther|Luther]], [[Grube Eduard &amp;amp; Amalia|Eduard &amp;amp; Amalia]], [[Grube Prinz Wilhelm|Prinz Wilhelm]], [[Grube Britannia|Britannia]] und [[Grube Albert (Bergisch Gladbach)|Albert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutzgebiete ==&lt;br /&gt;
Folgende Naturschutzgebiete liegen in oder an der Paffrather Kalkmulde.&lt;br /&gt;
* [[Naturschutzgebiet Die Schlade]]&lt;br /&gt;
* [[Naturschutzgebiet Ehemaliger Kalksteinbruch bei Eichhof]]&lt;br /&gt;
* [[Naturschutzgebiet Kalkbuchenwald zwischen Hove und Weyermühle]]&lt;br /&gt;
* [[Naturschutzgebiet Steeger Berg]]&lt;br /&gt;
* [[Naturschutzgebiet Strundetal]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Zwergenhöhle Herrenstrunden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Jux]]: &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie zur Geologie und Paläontologie des Bergisch Gladbach-Bensberger Raumes 1775–1977&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sonderveröffentlichung des Geologischen Instituts der Universität zu Köln&amp;#039;&amp;#039; Bd. 32). Köln 1977&lt;br /&gt;
* Christoph Hartkopf-Fröder, Maurice Treel: &amp;#039;&amp;#039;Late Famennian miospore assemblages from the Bergisch Gladbach-Paffrath Syncline, Rhenish Slate Mountains, Germany&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Annales de la Société géologique de Belgique&amp;#039;&amp;#039; 116, 1994, S. 333–357 ([http://popups.ulg.ac.be/0037-9395/index.php?id=1941&amp;amp;file=1&amp;amp;pid=1939 Digital])&lt;br /&gt;
* Christoph Hartkopf-Fröder, Matthias Piecha (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Palaeontology and facies of the late Famennian in the Paffrath Syncline (Rhenish Massif, Germany)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Courier Forschungsinstitut Senckenberg&amp;#039;&amp;#039; Bd. 251).  Frankfurt a. M. 2004, ISBN 978-3-510-61371-7&lt;br /&gt;
* Ulrich Jux: &amp;#039;&amp;#039;4.1.13 Bergisch Gladbach-Paffrather Mulde.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Stratigraphie von Deutschland VIII. Devon&amp;#039;&amp;#039;, (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften&amp;#039;&amp;#039; Bd. 52). Hannover 2008, ISBN 978-3-510-49200-8, S. 402–416.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
Der Artikel basiert unter anderem auf den folgenden drei Webseiten.&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle | autor=Sven von Loga | url=http://www.vonloga.net/fossilien/paffrath.htm | titel=Fundstellen und Fossilien: Paffrather Mulde (Bergisch Gladbach) | zugriff=2012-10-02}} &amp;lt;!-- ursprünglich: http://www.fossilien.svloga.de/paffrath.htm abgerufen am 21. 9. 2007 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle | hrsg=Geologischer Dienst NRW | url=http://www.gd.nrw.de/cgi-bin/suche/suche.pl?file=a_pjpa01.htm&amp;amp;such=paffrather&amp;amp;auswahl=&amp;amp;maxwort=50&amp;amp;maxdocs=25&amp;amp;maxzeil=10 | titel=Oberdevon der Paffrather Mulde |zugriff=2007-09-21}}&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle | hrsg=Naturfreunde Köln | url=http://www.naturfreunde-koeln.de/landestreffen2004/Brosch%20Landestreffen%202004.htm | titel=Broschüre Landestreffen NRW am 2. Mai 2004 in Bergisch Gladbach-Herkenrath | zugriff=2007-09-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4370579-0|VIAF=242270194}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie des Rheinischen Schiefergebirges|Paffrather Mulde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fossillagerstätte in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergisches Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Rheinisch-Bergischer Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bergisch Gladbach)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paffrath (Bergisch Gladbach)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Glewe</name></author>
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