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	<title>PaRDeS - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T12:20:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=PaRDeS&amp;diff=460474&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: Unicode-Steuerzeichen</title>
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		<updated>2024-11-09T08:24:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unicode-Steuerzeichen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PaRDeS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Akronym]] für die klassische [[Judentum|jüdische]] [[Interpretation]] von Texten beim [[Tora]]studium. Die &amp;#039;&amp;#039;Pardes-[[Typologie (Bibel)|Typologie]]&amp;#039;&amp;#039; beschreibt vier verschiedene Ansätze der [[Exegese]] des [[Tanach]] und anderer heiliger Texte in der Tradition des [[Rabbinisches Judentum|rabbinischen Judentums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auflösung des Akronyms ==&lt;br /&gt;
* Der erste Konsonant [[Pe]] steht für &amp;#039;&amp;#039;Pschat&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|פְּשָׁט&amp;amp;lrm;}}), das bedeutet die &amp;#039;&amp;#039;einfache&amp;#039;&amp;#039;, wörtliche Bedeutung.&lt;br /&gt;
* Der zweite Konsonant [[Resch]] steht für &amp;#039;&amp;#039;Remes&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|רֶמֶז&amp;amp;lrm;}}), d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;#039;&amp;#039;Anspielung&amp;#039;&amp;#039;, [[Allegorie]].&lt;br /&gt;
* Der dritte Konsonant [[Daleth]] steht für &amp;#039;&amp;#039;Drasch&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|דְּרַשׁ&amp;amp;lrm;}}), &amp;#039;&amp;#039;interpretative, [[Homiletik|homiletische]] Bedeutung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Der letzte Konsonant [[Samech]] steht für &amp;#039;&amp;#039;Sod&amp;#039;&amp;#039; ({{heS|סוֹד&amp;amp;lrm;}}), d.&amp;amp;nbsp;h. &amp;#039;&amp;#039;Geheimnis&amp;#039;&amp;#039;, und enthält [[Mystik|mystische]], vielfach [[Esoterik|esoterische]] Bedeutungen. Mit ihrem Studium sollte erst begonnen werden, nachdem die drei ersten Ebenen studiert und verstanden wurden. Diese Ebene nennt man siebzigfältig, da es möglich ist Texte vielfach neu zu lesen, wenn man die [[Gematrie]] („die Welt vermessen“, daher auch das Wort Geometrie) und andere hermeneutische Textmethoden dazu benutzt. Aus allen möglichen Ebenen des Sod, also siebzig, was sich aus dem Zahlenwert des Wortes selbst errechnen lässt (סוד = 70 sod), und den drei anderen, „weltlichen“ Ebenen ergibt sich somit der Sinn des Notariqon חן („Gnadenschönheit“ als einfacher Wortsinn) für „verborgene Weisheit“ oder „geheime Weisheit“ חכמה  ניסתרה und lässt somit die Sinnigkeit des Wortes Chochma חכמה mit dem Zahlenwert 73 errechnen bzw. vermessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auslegung der Tora ==&lt;br /&gt;
Über klassische Lesarten hinaus lassen sich mit Hilfe dieses Systems einige Bibelstellen in einem neuen, nicht wörtlichen Sinn interpretieren. Ein Beispiel dafür ist [[3. Buch Mose]], Kapitel 20, Vers 10, wo für Ehebrecher und Ehebrecherin der Tod gefordert wird. Insbesondere im [[Liberales Judentum|liberalen Judentum]] wird diese Forderung heute nicht mehr wörtlich genommen. Allegorisch kann Ehebruch als Abwendung von Gott als Quelle allen Lebens verstanden werden. Unter &amp;#039;&amp;#039;Drasch&amp;#039;&amp;#039; sind  persönliche Ansichten zur Bedeutung der Ehe denkbar, und die letzte Ebene &amp;#039;&amp;#039;Sod&amp;#039;&amp;#039; kann als [[Mystische Hochzeit|Unio mystica]] zwischen Mensch und Gott verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Beispiel für die vierfache Interpretation eines Verses bietet der bekannte Ausdruck „ein Land, das von Milch und Honig fließt“, der in der Bibel etwa 20-mal wiederholt wird. Im wörtlichen Sinn ist hier wohl [[Ziegenmilch]] und Dattelhonig zu verstehen, im übertragenen Sinn ein Land von Überfluss und Fruchtbarkeit. Ebenfalls in die Kategorie &amp;#039;&amp;#039;Remes&amp;#039;&amp;#039; gehört die Tatsache, dass laut der &amp;#039;&amp;#039;[[Gematria]]&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;chalaw&amp;#039;&amp;#039;, das hebräische Wort für &amp;#039;&amp;#039;Milch&amp;#039;&amp;#039;, einen Zahlenwert von 8+30+2=40 hat. Dies soll auf die 40 Tage hindeuten, die [[Mose]]s auf dem Berg [[Sinai (Berg)|Sinai]] verbrachte. Auf der nächsten Ebene &amp;#039;&amp;#039;Drasch&amp;#039;&amp;#039; wird die Tora öfters mit Milch und Honig verglichen; im [[Hohelied]] steht: „Milch und Honig sind unter deiner Zunge“. In einem mystischen Sinn, gemäß dem [[Zohar|Sohar]], werden Milch und Honig schließlich mit der mündlich überlieferten Tora in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit dem &amp;#039;&amp;#039;Paradies&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
Das PaRDeS-System wird oft als [[Mystik|mystisch]] mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;pardes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Hebräische Sprache|hebrä.]] פרדס) verbunden angesehen. Das Wort [[Garten Eden|Paradies]] hat dieselbe altiranische bzw. [[Persische Sprache|persische]] Wurzel wie &amp;#039;&amp;#039;pardes&amp;#039;&amp;#039; in der [[Hebräische Sprache|hebräischen Sprache]]. Im [[Avestisch]]en steht es für ein umgrenztes „eingehegtes Gebiet“ wie einen herrschaftlichen Park, einen Tier-, Lust- oder Zaubergarten; in der griechischen Übersetzung der Bibel wurde &amp;#039;&amp;#039;[[Paradeisos]]&amp;#039;&amp;#039; zur Bezeichnung des „[[Garten Eden]]“ verwendet.&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;pardes&amp;#039;&amp;#039; erscheint nur in drei Büchern des [[Tanach]], namentlich im [[Hohes Lied|Hohelied Salomos]] 4:13, im Buch [[Kohelet]] 2:5 und im Buch [[Nehemia]] 2:8. An der ersteren Textstelle bedeutet es  [[Garten]], an der zweiten und dritten Textstelle [[Park]]. Im [[Talmud]] wird &amp;#039;&amp;#039;pardes&amp;#039;&amp;#039; für den [[Garten Eden]] und das  [[Paradies|Himmlische Eden]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche Weber’s &amp;quot;Jüdische Theologie,&amp;quot; 2. Ed., 1897, S. 344 et seq.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von diesem Gebrauch kommt die [[Christentum|christliche]] Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;Paradies&amp;#039;&amp;#039; für das [[Himmel (Religion)|Himmelreich]] (&amp;#039;&amp;#039;in den Himmel kommen&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=65&amp;amp;letter=P Paradise] in der [[Jewish Encyclopedia]]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Darüber hinaus findet es sich in der mystischen Pardes-Erzählung über die Vier, die in den Pardes eintreten, von denen aber nur einer unversehrt wieder heraustritt (tChag 2,3-4; jChag 2,1; bChag 14-15b; Hekhalot Zutarti Par. 339).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbindung mit dem &amp;#039;&amp;#039;Garten&amp;#039;&amp;#039; ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;[[GiNaT]]&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Akronym]] für die klassische [[Judentum|jüdische]] [[Interpretation]] von Texten beim Torastudium. Die &amp;#039;&amp;#039;GiNaT&amp;#039;&amp;#039;-[[Typologie (Bibel)|Typologie]] beschreibt drei zusätzliche Ansätze der [[Exegese]] des Tanachs und anderer heiliger Texte in der Tradition des [[Rabbinisches Judentum|rabbinischen Judentums]]. Die &amp;#039;&amp;#039;PaRDeS&amp;#039;&amp;#039;-Methodik besagt, dass der Tanach ([[Hebräische Sprache|hebrä.]] תנ״ך) vierlagig angelegt wurde. Die Ginat-Methodik spricht von einem weiteren dreifachen Wortsinn. „Ginat“ bedeutet aus dem Hebräischen „Garten“. Das Wort GiNaT ([[Hebräische Sprache|hebrä.]] גנת) wird aus den Anfangsbuchstaben der Worte: Gematria, [[Notarikon]] und [[Temura]] zusammengesetzt.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gematria&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Methode zur Interpretation von Worten mit Hilfe von Zahlenwert, da jedes Zeichen der Schrift des Tanach gleichwohl als eine Zahl verstanden wird. Es gab also keine eigenen Zahlzeichen, sondern die „Buchstaben“ (man nennt sie korrekterweise Zeichen) sind gleichzeitig die Zahlen. Dadurch ergibt sich für jedes Wort ein bestimmter Wert, den wir heute mit unseren indischen Zahlen bezeichnen. Unter jeder Zahl subsumieren sich so nun viele Worte und Phrasen etc. Je höher der Wert, desto mehr Möglichkeiten werden dadurch logischerweise unter einer Zahl subsumierbar. Aus den Zahlenwerten werden dann Bedeutungen  und Verbindungen abgeleitet, weil man die unter einem Wert subsumierten Worte und Phrasen, sogar ganze Sätze, als korrespondierend bezeichnet, was bedeutet, dass das eine mit dem anderen eng verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Notarikon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Methode, mit der Anfangs- oder Endbuchstaben eines Wortes verbunden werden, um ein anderes Wort zu bilden. Daraus lassen sich andere, neue Worte oder Sätze finden.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Temura&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Methode, um ein Wort zu erläutern, indem dessen Buchstaben miteinander vertauscht werden. Dadurch entsteht eine erklärende oder verborgene Bedeutung. Schließlich kann man gerade vielbuchstabige Wörter oft noch zerteilen und dadurch eine andere Lesart gewinnen. Diese Methode kann erweitert werden, indem man alle Wortunterteilungen aufhebt und nun versucht den Text neu sinnreich zu unterteilen und dann zu lesen. Diese Methode kann wiederum mit allen anderen Methoden verknüpft werden. Die Pardes-Ginat-Methode oder die Paradies-Garten-Methode besagt also, dass alles in der Bibel einen dreiundsiebzigfachen Sinn hat. Der siebenfache Sinn von den vier Ebenen in PaRDeS und den drei Ebenen von Ginat. Genauso kann man auch drei „weltliche“ Methoden zählen und vier Methoden, um den mystischen Weisheiten gerecht zu werden, und so ebenfalls eine Siebenfachheit feststellen. Daraus lässt sich dann eine Siebzigfachheit des Verborgenen, des Sod, errechnen. Dazu addiert man drei „weltliche“ Interpretationsebenen und erhält so insgesamt dreiundsiebzig semantische Ebenen, was dem Zahlenwert des Wortes für Weisheit, hebr. חוכמה (chokma) entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tawriya]]&lt;br /&gt;
* [[Vierfacher Schriftsinn]]&lt;br /&gt;
* [[Allegorie]]&lt;br /&gt;
* [[Atbasch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Isaac Heinemann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die wissenschaftliche Allegoristik des jüdischen Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hebrew Union College Annual.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 23, 1950/1951, {{ZDB|1392696-2}}, S. 611–643.&lt;br /&gt;
* [[Daniel Krochmalnik]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Garten der Schrift. Wie Juden die Bibel lesen.&amp;#039;&amp;#039; Sankt-Ulrich-Verlag, Augsburg 2006, ISBN 3-936484-67-8.&lt;br /&gt;
* [[Albert van der Heide]]: &amp;#039;&amp;#039;PaRDeS.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Amsterdamse Cahiers voor exegese en Bijbelse Theologie.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 3, 1982, {{ISSN|0169-250X}}. S. 118–165.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.hagalil.com/judentum/kabbala/pardes.htm PaRDeS: Ein Garten köstlicher Worte] von Rabbi Lawrence Kushner&lt;br /&gt;
* [http://www.kolel.org/pages/5764/ekev.html Erwachsenenzentrum für das Studium des liberalen Judentums (englisch)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exegese]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kabbala]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
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