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	<title>PRESTEL - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T13:14:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=PRESTEL&amp;diff=1429498&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Coronium: /* PRESTEL-Patentierung und Lizenzgebühren für Hyperlinks im Internet */ Nutze Vorlage Patent</title>
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		<updated>2026-03-01T21:02:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;PRESTEL-Patentierung und Lizenzgebühren für Hyperlinks im Internet: &lt;/span&gt; Nutze Vorlage Patent&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Abkürzung. Zu Bedeutungen des Wortes siehe [[Prestel]].}}&lt;br /&gt;
[[Bild:Prestel-Terminal.jpg|mini|Tandata Td1400 Prestel Terminal, von der Nottingham Building Society für den Home Banking Service ausgegeben. Fernbedienungs-Tastatur und Dockingstation wurden mit einem Fernsehgerät oder Monitor und einer normalen Telefonleitung verbunden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;PRESTEL&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Kofferwort aus „press telephone“) war ein interaktives über die normale Telefonleitung geliefertes und auf einem Fernsehbildschirm angezeigtes [[Informationssystem]] in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]]. Es wurde ab 1972 entwickelt, 1979 offiziell eingeführt und hatte nie mehr als 90.000 Anwender. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der [[General Post Office]] entwickelt war es neben dem französischen [[Minitel]] Grundlage für die Entwicklung des [[Bildschirmtext|Bildschirmtext Btx]] der [[Deutsche Bundespost|Deutschen Bundespost]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung und Markteinführung in Großbritannien ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1972 an wurde von der Entwicklungsbehörde der britischen Post unter der Leitung des Ingenieurs [[Samuel Fedida]] das System &amp;#039;&amp;#039;[[Viewdata]]&amp;#039;&amp;#039; entwickelt, mit dessen Hilfe über eine Telefonleitung Daten eines Großrechners auf den Fernsehbildschirm übertragen werden konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Bezeichnung PRESTEL wurde der Dienst dann 1979 offiziell von der britischen Post eingeführt. Die Seiten nach PRESTEL-Standards ähnelten den heute noch eingesetzten [[Teletext|Videotext]]-Seiten mit einer Pseudografik aus farbigen [[ASCII]]-Zeichen („Klötzchengrafik“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik und Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein modifizierter Fernsehbildschirm wurde zur Anzeige eines nicht-scrollenden Fensters mit 40 × 24 Textzeichen mit einfachsten ASCII-Grafiken verwendet, entsprechend dem CEPT1 Standard von 1981. PRESTEL bot schon 1980 ein weitreichendes Informationsangebot, sowohl von der PRESTEL Abteilung der britischen Post als auch von Drittanbietern, und auch von Regierung und Parlament. Die Daten wurden in einem in London basierten zentralen Update-Computer (genannt &amp;#039;&amp;#039;Duke&amp;#039;&amp;#039;) eingegeben und dann auf verschiedenen im ganzen Land verteilten Satellitenservern gespiegelt, denen ebenfalls literarische und kulturelle Namen gegeben wurden (z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;Dryden, Kipling, Derwent, Enterprise, Dickens, Keats, Bronte, Eliot&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Austen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrenzter Erfolg und Übergang zum Internet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der Kosten der Anschaffung und der zum Teil hohen Kosten für Abrufe mancher Inhalte pro Seite konnte sich PRESTEL nie weitverbreitet durchsetzen. Der Erfolg war bescheiden und verzeichnete zu keinem Zeitpunkt mehr als 90.000 Nutzer. Im Vergleich dazu erreichte der Bildschirmtext BTX in Deutschland bis 1989 120.000 Nutzer und zählte bis zum Ende der 1990er Jahre knapp 850.000 Nutzer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johanna Lutteroth |Titel=Einführung des Bildschirmtextes |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2013-08-30 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/geschichte/einfuehrung-des-bildschirmtextes-a-951247.html |Abruf=2023-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1990, als PRESTEL bereits auf die inzwischen von der britischen Postbehörde getrennte und privatisierte [[BT Group|British Telecom]] (BT) übergegangen war, begann das Ende des eigentlichen PRESTEL Systems, als BT sich entschied, gar keine Inhalte mehr zur Verfügung zu stellen, sondern nur noch telekommunikative Infrastruktur. Mit der wachsenden Popularität des Internets wurden auch letzte Anwendungen von PRESTEL in geschlossenen Benutzergruppen, vorwiegend für Wirtschaftsdaten und ähnliches, Schritt für Schritt eingestellt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Hackerangriff auf Prinz Philip zur Einführung des ersten britischen Computerkriminalitätsgesetzes ==&lt;br /&gt;
Steve Gold und sein journalistischer Kollege Robert Schifreen erreichten es, in den Prestel Viewdata-Dienst von BT einzudringen und Zugang zum persönlichen Nachrichtenfeld von Prinz Philip zu erlangen. Dieser Vorfall in Bezug auf Prinz Philip ereignete sich als Höhepunkt einer Serie zunehmend verzweifelter Versuche, BT zu aktivieren, nachdem das Unternehmen kein Interesse daran gezeigt hatte, die Sicherheit seines Systems zu verstärken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ursprünglich als Hackangriff auf den Zugang zu Prinz Philips Nachrichtenfach begann, führte später zur Festnahme der beiden technikbegeisterten Journalisten und zu einer rechtlichen Verfolgung, die im ersten Computerkriminalitätsgesetz Großbritanniens ihren Höhepunkt fand&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=John Leyden |url=https://www.theregister.com/2015/03/26/prestel_hack_anniversary_prince_philip_computer_misuse/ |titel=How a hack on Prince Philip&amp;#039;s Prestel account led to UK computer law |sprache=en |abruf=2023-08-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== PRESTEL-Patentierung und Lizenzgebühren für Hyperlinks im Internet ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viewdata und PRESTEL waren 1975 von der britischen Post im Vereinigten Königreich als [[Patent]] eingetragen, welches daher inzwischen abgelaufen ist. Rechtsstreitigkeiten gab es aber um die entsprechenden US-Patente. In den USA wurde das Patent beim ersten Antrag nicht erteilt, weil Samuel Fedida vergessen hatte, den Patentantrag ausreichend zu frankieren.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/Ade-du-schoener-Schaltstern-58341.html Ade, du schöner Schaltstern].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[heise online]].&amp;#039;&amp;#039; 28. August 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1980 wurde der Antrag allerdings zum zweiten Mal eingereicht und letztlich 1989 erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=4873662| Code=A| Titel=Information handling system and terminal apparatus therefor| A-Datum=1980-08-15| V-Datum=1989-10-10| Anmelder=Post Office| Erfinder=Desmond J. Sargent}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierauf beruhte unter anderem 2000 eine Klage von [[BT Group|BT]] in den USA, mit dem sie von allen Lizenzen für [[Hyperlink]]s im Web einforderte. Die Klage wurde 2002 in den USA abgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.heise.de/newsticker/meldung/US-Gericht-sieht-in-Nutzung-von-Hyperlinks-keine-Patentrechtsverletzung-57366.html US-Gericht sieht in Nutzung von Hyperlinks keine Patentrechtsverletzung].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[heise online]].&amp;#039;&amp;#039; 23. August 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Samuel Fedida und Rex Malik: &amp;#039;&amp;#039;The Viewdata Revolution.&amp;#039;&amp;#039; Associated Business Press, London 1979, ISBN 0-85227-214-6&lt;br /&gt;
* Eric Somers: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.atarimagazines.com/creative/v9n5/123_A_users_view_of_Prestel.php A user’s view of Prestel].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Creative Computing.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 9, No. 5, Mai 1983, S. 123&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.crowsnest.co.uk/prestel/index.htm A Fanfare for Prestel],&amp;#039;&amp;#039; Texte und Bilder aus einer Werbebroschüre von 1980 in &amp;#039;&amp;#039;The Crowsnest&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://iml.jou.ufl.edu/carlson/History/Prestel.htm Online Timeline: Prestel],&amp;#039;&amp;#039; historischer Abriss von David Carlson&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Prestel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Telefonnetz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Informatik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Internets]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Coronium</name></author>
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