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	<title>Ozokerit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T14:38:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ozokerit&amp;diff=859719&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MüllerMarcus: sinnlos, ungebräuchliche Einheiten zu verwenden</title>
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		<updated>2025-12-27T14:35:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;sinnlos, ungebräuchliche Einheiten zu verwenden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Ozokerite-385911.jpg|mini|Ozokerit aus Colton, [[Utah County]], USA (Glänzende Probe oben rechts ist 38 mm breit)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ozokerit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vom griechischen ozokēros, „duftendes Wachs“), auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdwachs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergwachs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bergtalg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, ist seiner chemischen Zusammensetzung nach ein uneinheitliches Gemenge verschiedener (aliphatischer und aromatischer) [[Kohlenwasserstoffe]] mit geringen Anteilen an [[Alkohole]]n, [[Ester]]n, [[Porphyrine]]n und weiteren Spurensubstanzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Häufig ist das gereinigte Ozokerit mit hohen Anteilen von [[Paraffin]]wachs verschnitten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Dieter Jakubke, Hans Jeschkeit (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brockhaus abc Chemie, Band 1 / A–K&amp;#039;&amp;#039;. 5. Auflage, F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1987, S. 356.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften/Aussehen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Zusammensetzung ist die Farbe von Ozokerit hellgelb bis dunkelbraun. Es ist fettig schmierig bis wachsartig bröckelig&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/ozokerit/48720&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und hat einen muscheligen Bruch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/MineralData?mineral=Ozokerite &amp;#039;&amp;#039;Ozokerit (Ozokerite)&amp;#039;&amp;#039;]. In: Mineralienatlas – Fossilienatlas.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ozokerit gehört zu den Mikrowachsen und besteht durchschnittlich aus 15 % [[Wasserstoff]] und 85 % [[Kohlenstoff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physikalische Eigenschaften == &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ozokerit zeichnet sich durch hohe Wärmekapazität und geringe Wärmeleitfähigkeit aus. Die [[Dichte]] variiert je nach Zusammensetzung zwischen etwa 0,94 bis 0,96&amp;amp;nbsp;g/cm&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;. Die Schmelztemperatur variiert bei 58 bis 98&amp;amp;nbsp;[[Grad Celsius|°C]], sehr selten sind auch höhere Temperaturen möglich. &lt;br /&gt;
Varianten von Ozokerit sind zum einen &amp;#039;&amp;#039;Kenderbal&amp;#039;&amp;#039; mit einem Schmelzpunkt von 58 bis 60&amp;amp;nbsp;°C und zum anderen das sehr ähnliche, aber in der Konsistenz unterschiedliche &amp;#039;&amp;#039;Neftgil&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kir&amp;#039;&amp;#039; aus Swätoi-Ostrow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abbau und Sorten ==&lt;br /&gt;
Ab 1875 wurde Ozokerit aus oberflächennahen Erdschichten gewonnen&amp;lt;ref&amp;gt;https://materialarchiv.ch/de/ma:material_1506?type=all&amp;amp;n=Hintergrund&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
und in tieferen Schichten liegenden, zum Teil unter hohem Druck stehenden [[Flöz]]en abgebaut. Größere Vorkommen liegen bei [[Boryslaw]] und [[Dzwieniasz]] in Ost-[[Galizien]] (heute in der Ukraine); weitere in [[Gaming]] in [[Niederösterreich]], West-Galizien, [[Ungarn]], [[Kroatien]], in der [[Walachei (Region)|Walachei]] und [[Moldau (Region)|Moldau]], bei [[Newcastle upon Tyne|Newcastle]] in [[England]], Insel [[Pirallahı (Insel)|Swjatoi Ostrow]] (Aserbaidschan) sowie auch auf der [[Tscheleken-Halbinsel]] im [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meer]], in Turkmenistan (südlich [[Balkanabat]]), in [[Transkaukasien]], [[Iran]], [[Ägypten]], [[Algerien]], [[Kanada]] und [[Mexiko]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Galizien]] erfolgt der Abbau von Ozokerit manuell und wird nur in einer der Minen (in einer Tiefe von 200 Metern und einer Breite von 225 Metern) für Transport und Lüftung durch mechanische Maschinen unterstützt. In Abbauprozessen, in denen herkömmliche Schächte benutzt werden, wird Ozokerit mit Hilfe von Bohrmaschinen gewonnen und danach von Hand sortiert. In seltenen Fällen, bei denen die Reinigung von Ozokerit nicht möglich ist, wird die Mischung in großen, extra angefertigten Kesseln erhitzt, bis das Ozokerit an die Oberfläche steigt und somit vom Gestein separiert wird. Für eine abschließende Reinigung wird das Ozokerit erneut erhitzt und in Kegelform gegossen, in der es auf den Markt kommt. Rohes, unbearbeitetes Ozokerit wird u.&amp;amp;nbsp;a. mit Schwefelsäure und abschließend mit Holzkohle gereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die natürlichen Vorkommen von Ozokerit sind nahezu vollständig erschöpft.&amp;lt;ref&amp;gt;https://materialarchiv.ch/de/ma:material_1506?type=all&amp;amp;n=Grundlagen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Gewinnungsmethoden bezeichnete man seine Rohprodukte als &amp;#039;&amp;#039;Stufenwachs&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Waschwachs&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Klaubwachs&amp;#039;&amp;#039; und nach einer Reinigungsstufe als &amp;#039;&amp;#039;Schmelzwachs&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Handel unterschied man folgende Arten:&lt;br /&gt;
* Durch Raffination erhaltenes reines Ozokerit wird als [[Ceresin]] (auch &amp;#039;&amp;#039;Zeresin&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Diese Bezeichnung galt ursprünglich nur für das polnische (Vorkommen in der Karpatenregion) raffinierte Erdwachs.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Janistyn: &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der modernen Parfümerie und Kosmetik&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1966, S. 259.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kenderbal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete man ein mit Öl und Erde vermischtes Produkt von schmieriger Konsistenz.&amp;lt;ref name=&amp;#039;Grafe 310-311&amp;#039;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lep&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ton (Bodenart)|Ton]], der mit Ozokerit getränkt ist.&amp;lt;ref name=&amp;#039;Grafe 310-311&amp;#039;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Ozokerit wurde bereits vor über 2000 Jahren im Tagebau gewonnen und war im östlichen Mittelmeerraum ein wertvolles Handelsgut. Neben der Einbalsamierung von Mumien wurde es auch als Heizmaterial und zur Herstellung von Kerzen und Fackeln verwendet. Daneben benutzte man es als Schmiermittel für Wagenräder und setzte es in Babylon sogar als Mörtel ein.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/ozokerit/48720&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neuzeitlich gab es für Ozokerit vielseitige Verwendungsbeispiele, wie die [[Kerze#Materialien|Wachskerzenproduktion]], als [[Möbelpolitur]], für [[Schuhcreme|Schuh-]] und Ledercreme, in der [[Schuhmacher|Schusterei]], als [[Kabel]]wachs, zum [[Imprägnieren]] und in der [[Galvanoplastik]], früher in großen Mengen zur Herstellung von [[Vaseline]].&amp;lt;ref name=&amp;#039;Grafe 310-311&amp;#039;&amp;gt;Victor Grafe (Hrsg.): Moritz Dolch, Leopold Singer: &amp;#039;&amp;#039;Grafes Handbuch der organischen Warenkunde.&amp;#039;&amp;#039; Band IV, 2. Halbband: &amp;#039;&amp;#039;Konservierung. Kohle und Erdöl&amp;#039;&amp;#039;. C. E. Poeschel, Stuttgart 1928, {{DNB|366093177}}, S.&amp;amp;nbsp;310–311.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ozokerit ist weitgehend durch synthetische Erdölprodukte verdrängt worden, die teilweise immer noch unter dieser Bezeichnung gehandelt werden;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Römpp Chemie Lexikon |Hrsg=J. Falbe, M. Regitz |Band=M-Pk |Auflage=9 |Verlag=Thieme |Ort=Stuttgart |Datum=1995 |ISBN=3-13-102759-2 |Seiten=3185}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Ullmanns Enzyklopädie der Technischen Chemie]] wird Ozokerit ab der 5. Auflage (1985–1996) nicht mehr besprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitweilig wurde Ozokerit als Salben- und Cremegrundlage genutzt, auch für [[Lippenstift]]e und [[Pomade]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Janistyn: &amp;#039;&amp;#039;Taschenbuch der modernen Parfümerie und Kosmetik&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart 1966, S. 260.&amp;lt;/ref&amp;gt;  In Kosmetikprodukten wird Ozokerit in der Liste der Inhaltsstoffe als {{INCI|Name=OZOKERITE |ID=78292 |Abruf=2021-12-12}} aufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste individueller Mineralgemenge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alison Fleig Frank: &amp;#039;&amp;#039;Oil Empire: Visions of Prosperity in Austrian Galicia.&amp;#039;&amp;#039; Harvard University Press, Cambridge (MA) 2005, ISBN 0-674-01887-7.&lt;br /&gt;
* Heinrich Eduard Gintl: &amp;#039;&amp;#039;Galizisches Petroleum und Ozokerit.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Wien 1873 [https://permalink.obvsg.at/AC16124070 OBV]&lt;br /&gt;
* Josef Muck: &amp;#039;&amp;#039;Der Erdwachsbergbau in [[Boryslaw]].&amp;#039;&amp;#039; Julius Springer Verlag, Berlin 1903, {{DNB|1019637145}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* E. K. Lasarenko: &amp;#039;&amp;#039;Über die Fahlerze.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mineralogičeskij sbornik L&amp;#039;vovskogo Geologičeskogo Obščestva&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 10 (1956), S. 171–211, {{ISSN|0376-1827}}. (russ.)&amp;lt;ref&amp;gt;vollständiger Name der Fachzeitschrift: Минералогический сборник Львовское геолгическое общество при Львовском государственный университет имени Ивана Франка. Redakteur: Е. К. Лазаренко.&amp;lt;/ref&amp;gt;--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Carl Maria Paul]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Petroleum- und Ozokerit-Vorkommnisse Ostgaliziens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der k.-k. geologischen Reichsanstalt&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 31 (1881), 1. Lieferung, S. 131–168 ([https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/JB0311_131_A.pdf PDF])&lt;br /&gt;
* Heinrich Perutz: &amp;#039;&amp;#039;Die Industrie der Mineralöle, des Petroleums, Paraffins und der Harze, nebst sämmtlichen damit zusammenhängenden Industriezweigen&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Gerold, Wien 1868–1880 (Reprint: Nabu Press, 2011, ISBN 978-1-271-35345-3).&lt;br /&gt;
* Eduard Windakiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Erdöl und Erdwachs in Galizien.&amp;#039;&amp;#039; A. Hölder, Wien 1875, {{OCLC|63549316}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ozokerite}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Natürlicher Werkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mineralgemenge]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MüllerMarcus</name></author>
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