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	<title>Ovotestis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T15:19:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ovotestis&amp;diff=750782&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian-Zet: Gegen den Anschein: keine Ovotestes in Maulwurf-Weibchen.</title>
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		<updated>2026-03-25T22:42:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gegen den Anschein: keine Ovotestes in Maulwurf-Weibchen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ovotestis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwitterdrüse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zwittergonade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch Testovar&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willibald Pschyrembel]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)|Pschyrembel Klinisches Wörterbuch]].&amp;#039;&amp;#039; Bearbeitet von Helmut Hildebrandt, 258. Auflage. de Gruyter, Berlin 1998, ISBN 3-11-014824-2, S. 1178&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine [[Gonade]] (Keimdrüse), die die Funktion von [[Eierstock]] (&amp;#039;&amp;#039;Ovar&amp;#039;&amp;#039;) und [[Hoden]] (&amp;#039;&amp;#039;Testis&amp;#039;&amp;#039;) vereint und daher sowohl [[Eizelle]]n als auch [[Spermium|Spermien]] produzieren kann. Ovotestes finden sich regulär bei verschiedenen Gruppen der [[Schnecken]] und bei manchen [[Seescheiden]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=[[Volker Storch]], [[Ulrich Welsch]]| Titel=Kurzes Lehrbuch der Zoologie| Seiten=256| Auflage=7| Verlag=Gustav Fischer| Ort=Stuttgart, Jena, New York| Jahr=1994| ISBN=3-437-20507-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ansonsten sind solche Zwitterdrüsen die Ausnahme, denn Individuen der meisten [[Hermaphroditismus|zwittrigen]] Tiere besitzen Eierstock und Hoden anatomisch getrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Fehlbildung können Ovotestes auch bei anderen Tierarten inklusive des Menschen vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwitterdrüsen bei Schnecken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Biomphalaria glabrata ovotestis.png|mini|Zwitterdrüse der Süßwasserschnecke &amp;#039;&amp;#039;[[Biomphalaria glabrata]]&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Zwitterdrüsen treten bei den fast ausschließlich zwittrigen [[Heterobranchia]], darunter [[Hinterkiemerschnecken]] (Opisthobranchia) und [[Lungenschnecken]] (Pulmonata), auf. Die Zwitterdrüsen sind je nach [[Art (Biologie)|Art]] aus einem oder mehreren Lappen und diese je nach Art und Größe des Tieres aus einzelnen bis tausenden &amp;#039;&amp;#039;Acini&amp;#039;&amp;#039;, blind endenden, abgerundeten oder birnenförmigen Schläuchen, innerhalb derer die Keimzellen gebildet werden, wobei Ei- und Spermienzellen in verschiedenen Verwandtschaftsgruppen entweder in separaten Regionen oder über den gesamten Acinus verteilt gebildet werden. Die beiden Arten von Keimzellen werden dabei häufig nicht gleichzeitig gebildet, wobei [[Proterandrie]] (Bildung von Spermien vor der Bildung von Eizellen) die Regel und [[Proterogynie]] die Ausnahme ist. Durch diese zeitliche Trennung wird eine [[Selbstbefruchtung]] verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Karl M. Wilbur, N. H. Verdonk, J. A.M. van den Biggelaar|Herausgeber=A. S. Tompa| Sammelwerk = The Mollusca| Band =7| Titel=Reproduction| Seiten=51| Verlag=Academic Press| Ort=Orlando| Jahr=2013| ISBN=9780080926599}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ovotestes als Fehlbildungen ==&lt;br /&gt;
Ovotestes können als Fehlbildungen bei verschiedenen Säugetieren auftreten, darunter Menschen, Mäuse und Hunde. Bei echtem [[Hermaphroditismus]] (Hermaphroditismus verus) entwickelt sich die Anlage der Keimdrüsen dabei nicht zu einem reinen Eierstock oder Hoden, sondern weist Gewebe beider Organe auf. &lt;br /&gt;
Hermaphroditen mit zwei [[Gonosom]] X-Chromosomen haben dabei meist entweder eine Ovotestis und ein Ovar oder zwei Ovotestes, während Hermaphroditen mit einem X- und einem Y-Chromosom zu 75 % einen rechten Hoden und ein Ovar oder einen Ovotestis und nur selten zwei Ovotestes aufweisen. Der Anteil des Ovar- und Hodengewebes kann dabei fast vollständig auf einer Seite oder irgendwo in der Mitte liegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Herausgeber=R.S. Verma| Sammelwerk = Advances in Genome Biology| Band =4| Titel=Genetics of Sex Determination| Seiten=58| Verlag=JAI Press| Ort=Middlesex| Jahr=1996| ISBN=9780080526171}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==  Problem: Maulwurf  ==&lt;br /&gt;
Die weiblichen Gonaden der Maulwürfe (Gattung [[Eurasische Maulwürfe|Talpa]]) bestehen aus einer äußeren Schicht, die als Ovar funktioniert. Der Kernbereich dieser Keimdrüsen sieht jedoch wie bei Hoden aus. Dazu kommen eine zweilappige [[Prostata]], zwei [[Bulbourethraldrüse|Harnröhrendrüsen]] und eine penisartige [[Klitoris]]. Diese Merkmale führten zu der [[Hypothese]], in dieser Tiergattung gäbe es  Zwitter.&amp;lt;ref&amp;gt;Francesca Beolchini, Lorena Rebecchi, Ernesto Capanna, Roberto Bertolani: &amp;#039;&amp;#039;Female gonad of moles, genus Talpa (Insectivora, mammalia): Ovary or ovotestis?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Exp Zool&amp;#039;&amp;#039; 286, 7, 2000: 745–754.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun wurde bei zwei Maulwurf-Arten (&amp;#039;&amp;#039;T. europaea&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;T. romana&amp;#039;&amp;#039;) gefunden, dass die äußere Schicht der weiblichen Gonaden befruchtungsfähige, reguläre Eizellen entwickelten. Im strangartigen Kernbereich bildeten sich jedoch niemals Spermien. Die Untersuchungen ließen keinen Zweifel: Solche Gonaden sind echte Eierstöcke. Zumindest diese beiden Maulwurfsarten sind getrenntgeschlechtlich – trotz der eigenartig strukturierten Gonaden in den Weibchen. &lt;br /&gt;
* Mit einem anscheinend eindeutigen [[Phänotyp]] muss nicht immer die von ihm erwartete Funktion gekoppelt sein. &lt;br /&gt;
* An der [[Geschlechtsbestimmung]] wirken viele Gene mit.&lt;br /&gt;
Die Erklärung fliefert ein Gen, das bei Säugern die Entwicklung der Hoden bestimmt. Es handelt sich um die geschlechtsbestimmende Region des Y-Chromosoms, kurz SRY (&amp;#039;&amp;#039;Sex determining Region of Y&amp;#039;&amp;#039;). &lt;br /&gt;
Und SRY sei selbstverständlich nicht im XX-Paar des weiblichen, wohl aber im [[Gonosom]]enpaar XY des männlichen [[Karyotyp]]s gegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;Antonio Sánchez, M Bullejos, M Burgos, C Hera, C Stamatopoulos, R Diaz De la Guardia, Rafael Jiménez: &amp;#039;&amp;#039;Females of four mole species of genus Talpa (insectivora, mammalia) are true hermaphrodites with ovotestes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mol Reprod Dev&amp;#039;&amp;#039; 44, 3, 1996: 289–294. [[doi: 10.1002/(SICI)1098-2795(199607)44:3&amp;lt;289.]] &amp;lt;/ref&amp;gt; Inzwischen hat man begonnen, die DNA-Sequenz der SRY genauer zu untersuchen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexey Bogdanov,  Maria Sokolova, Irina Bakloushinskaya: &amp;#039;&amp;#039;Specificity of key sex determination genes in a mammal with ovotestes: The European mole Talpa europaea.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Animals (Basel)&amp;#039;&amp;#039; 14, 15, 2024: 2180. [https://www.mdpi.com/2076-2615/14/15/2180 Offener Artikel.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschlechtsorgan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malakologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie (Wirbellose)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie der Fische]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie der Säugetiere]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fehlbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hoden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Eierstock]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian-Zet</name></author>
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