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	<title>Overstolzenhaus - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Overstolzenhaus&amp;diff=1517953&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MeCorbeau: /* Häufige Eigentümerwechsel */ Neues Foto</title>
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		<updated>2025-02-06T13:09:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Häufige Eigentümerwechsel: &lt;/span&gt; Neues Foto&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Köln-Altstadt-Süd Rheingasse 8 Overstolzenhaus Denkmal 124.jpg|mini|Haus der Overstolzen, erbaut um ca. 1230]]&lt;br /&gt;
Das Kölner &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Overstolzenhaus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt [[Köln]], ist neben dem [[Dreikönigenhaus (Trier)|Trierer Dreikönigenhaus]] das älteste erhaltene [[Patrizier]]haus Deutschlands und wurde überwiegend als Wohnhaus genutzt. Es liegt etwas versteckt in der Rheingasse&amp;amp;nbsp;8, [[Altstadt-Süd]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Köln - Overstolzenhaus Lithografie um 1843 von August Schott +1843.jpg|mini|Overstolzenhaus (Lithografie um 1843 von [[August Schott (Maler)|August Schott]])]] &lt;br /&gt;
Das [[Romanik|romanische]] Patrizierhaus mit den markanten [[Staffelgiebel|Stufengiebel]]n wurde [[Architekturgeschichte|bauhistorischen]] Untersuchungen zufolge etwa 1230 von Blithildis [[Overstolzen|Overstolz]] errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Peter Weyer/Ulrich Bock/Werner Schäfke: &amp;#039;&amp;#039;Kölner Alterthümer&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1993, S. 246.&amp;lt;/ref&amp;gt; Blithildis (* 1175, † 1255) war die Tochter des Stammvaters der Dynastie, Gottschalk Overstolz. Sie hatte den [[Ritter]] Werner von der Schuren geheiratet, der den Namen „Overstolz“ bei der Hochzeit mit Blithildis angenommen hatte. Nachdem er den Aufstieg in das [[Schöffe (historisch)|Schöffenkollegium]] erreicht hatte, baute er mit seiner Frau dieses Haus zur Erinnerung und zur wirtschaftlichen Nutzung durch seine [[Händler|Handelsfamilie]]. Werner Overstolz war damit ein Mitglied der [[Overstolzen]], einer reichen Kaufmannsfamilie, die im [[Geschichte der Stadt Köln#Das hochmittelalterliche Köln|Krieg]] zwischen den Kölner Bürgern und der Kirche eine wichtige Vermittlerrolle spielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus hieß damals in den [[Schreinsbücher]]n bis 1257 „Haus zur Scheuren“ (ad horreum) und besaß damit den ursprünglichen Namen des Ritters Werner von der Schuren, für dessen gesellschaftlichen Aufstieg der Stammvater Gottschalk die Weichen gestellt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Anita Wiedenau: &amp;#039;&amp;#039;Romanischer Wohnbau im Rheinland&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Werner und Blithildis vermachten das Haus 1255 ihrem Sohn Johannes Overstolz (* 1195, nach †&amp;amp;nbsp;1255). Die Besitzer haben nachfolgend anscheinend nur im Erbgang gewechselt und offensichtlich teilweise auf eine „Anschreinung“ – also [[Eintragung]] in den Schreinsbüchern – verzichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Reykers: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten von St. Gereon&amp;#039;&amp;#039;, 1960, S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häufige Eigentümerwechsel ==&lt;br /&gt;
Das Overstolzenhaus gehörte prominenten Eigentümern aus der Kölner [[Oberschicht]]. Johannes von der Schuren (jetzt Overstolz) hinterließ es 1269 seinem gleichnamigen Sohn, dessen Kinder das – jetzt wieder „Haus von Schuren“ heißende – Bauwerk 1337 an Everhard [[Hardevust]] veräußerten.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Peter Weyer/Ulrich Bock/Werner Schäfke: &amp;#039;&amp;#039;Kölner Alterthümer&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1993, S. 246.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hardevust verband es mit den Nachbarhäusern Rheingasse Nr. 4–6. Zunächst blieb es in den Reihen [[Kölner Patriziat|Kölner Patrizierfamilien]] wie Friedrich Wallrave (1424), Johann von der Reven (ab 1437), für 10.558 oberländische [[Gulden]] erwarb es Johann Blitterswich (ab 1457), Johann von Merle (ab 1458), danach ging es durch eine Enkelin an die Familie [[Hardenrath]]. Philipp Brassard erwarb das Haus 1628 und verkauft es 1668 wieder. Es folgte Franz Sebastian Georg Freiherr von Leykam (* 5. August 1754, † 23. August 1821), der [[Kurköln|kurfürstlich-kölnische]] Gesandte und Rat.&amp;lt;ref&amp;gt;1781–1785 (Mainz), 1785–1794 (Den Haag) und 1794–1803 am [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]] zu Regensburg.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er heiratete 1783 in Köln Maria Sibilla Theresia zum Pütz (* 7. Juni 1754 Köln, † 3. Juni 1784 Mainz), die Erbin des Patriziers Everhard zum Pütz, welcher den [[Jabach (Adelsgeschlecht)|Jabachschen]] Besitz in Köln geerbt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsches Geschlechterbuch, Band 152, 1970, S. 443.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es folgten die Eigentümer [[Peter Arnold Mumm|Jacob Wilhelm Mumm]] (* 1779, † 1836), Friedrich Wilhelm Bemberg (* 1711, † 1806) und der Bauunternehmer Burrenkopf.  &lt;br /&gt;
[[Datei:Fresko des 13. Jahrhunderts im Overstolzenhaus in Köln.jpg|mini|Fresko des 13. Jahrhunderts im Overstolzenhaus in Köln]]&lt;br /&gt;
Bei Herrn von Leykam drohte dem Overstolzenhaus der Abriss. Als jedoch im Oktober 1794 die [[Franzosenzeit|Franzosen]] gegen Köln anrückten, setzte sich der Eigentümer von Leykam nach [[Prag]] ab, und so blieb der alte Prachtbau stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Signon: &amp;#039;&amp;#039;Wie war zu Köln es doch vordem ...: Geschichte und Geschichten aus zwei Jahrtausenden am Rhein&amp;#039;&amp;#039;, 1972, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der letzte Eigentümer Burrenkopf plante ebenfalls 1838 den Abriss zu Gunsten eines Neubaus, doch der [[Rat der Stadt Köln]] beschloss am 13. März 1838 den Erwerb, der im Mai 1838 genehmigt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=1iINAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA35&amp;amp;dq=k%C3%B6ln+%22Johann+von+Z%C3%BClpich%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=JIwJVLLDA4ysOortgeAI&amp;amp;ved=0CCAQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=k%C3%B6ln%20%22Johann%20von%20Z%C3%BClpich%22&amp;amp;f=false Ernst Weyden, &amp;#039;&amp;#039;Das Haus Overstolz zur Rheingasse genannt Tempelhaus&amp;#039;&amp;#039;, 1842, S. 39.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie beauftragte den [[Stadtbaumeister]] [[Johann-Peter Weyer]] mit Umbau und [[Restaurierung]], während der Maler [[Michael Welter]] die Ausschmückung der Räume übernahm. Die Stadt stellte es der [[Industrie- und Handelskammer zu Köln]] zur Verfügung, die es zwischen 1843 und 1932 teilweise der [[Kölner Börse]] überließ. Am 5. Mai 1893 bezog das [[Museum für Angewandte Kunst Köln|Kölner Kunstgewerbemuseum]] einige Räume des Overstolzenhauses, bevor das Museum am 2. Mai 1900 sein neues Museumsgebäude am [[Hansaplatz (Köln)|Hansaplatz]] einweihen konnte. Zwischen 1899 und 1900 fanden innere Umbauten statt, 1907 erfolgte eine Erweiterung unter dem Stadtbaumeister [[Hans Verbeek (Architekt)|Hans Verbeek]]. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] führten [[Luftkrieg|Bombenangriffe]] am 30. Mai 1942 zu einem Feuer, die das Haus weitgehend zerstörten. Nach erheblicher Kriegszerstörung waren von der straßenseitigen Fassade lediglich das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss erhalten. Am 21. April 1955 beschloss der Rat der Stadt Köln den aufwändigen Wiederaufbau zu einem repräsentativen Bauwerk. Dabei entdeckte man bedeutende romanische Wandmalereien (siehe unten) die durch einen glücklichen Zufall alle Zerstörungen überstanden hatten, da sie hinter einer späteren Vermauerung verborgen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestaltung ==&lt;br /&gt;
Das Overstolzenhaus ist 19,50 Meter lang, 14,50 Meter breit, die Spannweite des breiteren Seitenschiffs beträgt 7,50 Meter. Das in seiner Gesamtform erhaltene und in der unteren Hälfte der Fassade originale Bauwerk ist ein hervorragendes Beispiel der [[Romanik]] in Deutschland. Das Haus besteht aus einem zweischiffigen Keller, zwei Wohngeschossen und vier Speichergeschossen. Empfangs- und Verwaltungsräume des Overstolzenhauses lagen in den unteren Geschossen. Darüber, hinter glaslosen und reich verzierten Fenstern, befand sich der prächtige Festsaal. In einem Raum ist noch eine romanische [[Wandmalerei]] erhalten, eines der seltenen Beispiele für Schmuck aus dieser Epoche mit profanem Inhalt: ritterliche [[Turnier]]szenen. Den krönenden Abschluss erfährt die Fassade des Gebäudes durch ihren imposanten [[Treppengiebel]]. Das Overstolzenhaus ist das einzig erhaltene romanische Patrizierhaus in Köln und gilt zugleich als das größte und architektonisch schönste in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die straßenseitige [[Fassade]] war im Gegensatz zur Hofseite aufwändig mit unterschiedlich geformten und verzierten Fenstern sowie einem [[Stufengiebel]] gestaltet. Im Erdgeschoss gab es eine [[asymmetrisch]]e Aufteilung: auf der linken Seite waren zwei große [[Rundbogenfenster]], in der Mitte befand sich der Kellerzugang mit einem kleinen Fenster darüber, dann ein den Keller und den Eingangsraum belichtendes geteiltes [[Fenster#Kreuzstockfenster|Stockfenster]] und schließlich eine Tür mit horizontalem [[Sturz (Architektur)|Sturz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute weist das baulich veränderte Erdgeschoss eine Reihe von fünf rechteckigen Fenstern unter Rundbogenblenden mit eingestellten [[Säule]]n auf. Im Obergeschoss gibt es fünf, ursprünglich mit Holzläden verschließbare [[Arkade|Doppelarkadenfenster]] mit schlanken Säulen und Blatt[[kapitell]]en. Über ihnen befinden sich kleine Rundfenster. Eine sogenannte Kleeblattblende bildet eine durchgehende Umrahmung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Seit Oktober 1990 wird das Overstolzenhaus von der neugeschaffenen [[Kunsthochschule für Medien Köln]] genutzt, während ein Nebengebäude die [[Deutsche Gesellschaft für Photographie]] beherbergt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Literarisch wurde das Overstolzenhaus als zentraler Schauplatz in [[Frank Schätzing]]s historischem Kriminalroman [[Tod und Teufel (Frank Schätzing)|„Tod und Teufel“]] von 1995 erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KuLaDig|KLD-344666|Overstolzenhaus in Altstadt-Süd| zugriff=2023-06-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste romanischer Profanbauten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.koeln-magazin.info/overstolzenhaus.html Köln-Magazin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50.93421|EW=6.960501|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=119709170X|LCCN=n90628125|VIAF=262388766}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altstadt-Süd]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohngebäude in Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk der Romanik in Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patrizierhaus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Overstolzen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MeCorbeau</name></author>
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