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	<title>Overbode - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Overbode&amp;diff=660081&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nicowa: /* Geschichte */</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Overbode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war in den [[Nordalbingien|nordelbischen]] [[Gau]]en [[Dithmarschen]], [[Holstein]] und [[Stormarn]] ein regionaler militärischer Anführer. Ab dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert handelte es sich vorübergehend auch um ein politisches Amt. Zudem hatte der Overbode richterliche Befugnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Amtes sind unbekannt. Während die Forschung im 19. Jahrhundert vermutete, es könnte sich aus dem altsächsischen Gauvorsteher entwickelt haben, wird heute überwiegend angenommen, das Amt sei erst unter den [[Billunger]]n im 10. oder 11. Jahrhundert entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Laur: &amp;#039;&amp;#039;Goding und Gogericht in Holstein und Niedersachsen.&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte: Germanistische Abteilung, Bd. 111.&amp;#039;&amp;#039; 1994, S. 536–549, hier S. 539 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese hatten nördlich der [[Elbe]] das [[Heerbann|Aufgebotsrecht]] über die waffenfähigen Männer. Der Overbode wäre demnach der örtliche Beauftragte der Billunger gewesen. Erstmals erwähnt wird das Amt in der Zeugenliste einer Urkunde des [[Erzbistum Bremen|Bremer Erzbischofs]] [[Hartwig I. (Bremen)|Hartwig I.]] aus dem Jahr 1162 als &amp;#039;&amp;#039;houerbodo&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Mecklenburgisches Urkundenbuch]] Bd. I, Urkunde Nr. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt; In lateinischen Quellen wird der Overbode bereits um 1148 als &amp;#039;&amp;#039;vexillifer&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, also als &amp;#039;&amp;#039;Bannerträger&amp;#039;&amp;#039;. Weitere Bezeichnungen in lateinischer Sprache sind &amp;#039;&amp;#039;prefectus&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;signifer provincie&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;iudex&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;senior terrae&amp;#039;&amp;#039;. Insgesamt gesehen stellt das Amt eine ältere Einrichtung dar, die sich vor Beginn der Herrschaft der [[Grafen von Schauenburg und Holstein|Schauenburger Grafen]] entwickelt hatte. Der Overbode verfügte in seinem [[Gau]] bei einer Bedrohungslage über das Aufgebotsrecht zum Schutz der Gaugrenze. Eine politische Führungsrolle innerhalb des Gaues kam ihm aber offenbar zunächst nicht zu. Das änderte sich erst mit der Einsetzung der landfremden Schauenburger als Grafen. Jetzt wandelte sich das Amt des Overboden hin zum Repräsentanten der eingesessenen Bevölkerung gegenüber dem Grafen. Im Zuge der Einführung des [[Lehenswesen]]s durch die Schauenburger sah der Chronist [[Helmold von Bosau]] den Overboden als einen Zweiten nach dem Grafen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von den Sachsen besiedelten drei Gaue Dithmarschen, Holstein und Stormarn waren noch unterteilt in Gauviertel. An der Spitze des Gaues stand der Overbode als militärischer Führer und als oberster Richter. Im [[Thing]] – einer Volks- und Gerichtsversammlung – hatte der Overbode die richterliche Position inne. In jedem Gauviertel gab es den &amp;#039;&amp;#039;Boden&amp;#039;&amp;#039;, der für die militärische Sicherheit die Verantwortung übernahm. Dem &amp;#039;&amp;#039;Boden&amp;#039;&amp;#039; beigeordnet war auf der Ebene des Gauviertels ein Landesrichter. Diese drei Ämter – Overbode, Bode und Landesrichter – konnten von ihrem Inhaber vererbt werden. Eine historische Quelle für den Verwaltungsaufbau eines Gaues ist eine Urkunde, die [[Heinrich der Löwe]] am 13. September 1148&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Dose: &amp;#039;&amp;#039;Die Dasoniden. Holstein im Hochmittelalter&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1999/2007, S. 19. ([http://www.dosenmoor.de/dasonis.pdf PDF])&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Heinkenborstel]] beim Ort Innien (seit 1970 zu [[Aukrug]]) ausstellen ließ. Zeuge der Beurkundung war Landesrichter Vergotus, Sohn des Daso de Ennige (Innien).&amp;lt;ref&amp;gt; Waldmar Jury Moritz: {{Webarchiv | url=http://www.aukrug.de/daso.htm | wayback=20080924115010 | text=850 Jahre Aukrug}}, Gliederungsziffer I/4. In: Homepage Aukrug&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem die Overboden des Holstengaus, die aus dem Geschlecht der [[Ammoniden]] stammten, stellten für die ersten als Landfremde eingesetzten Grafen von Holstein und Stormarn eine starke Bedrohung dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Willert: &amp;#039;&amp;#039;Von der Frühgeschichte bis 1814&amp;#039;&amp;#039;. In: Stadt Itzehoe (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Itzehoe. Geschichte einer Stadt in Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. Bd.&amp;amp;nbsp;1, S.&amp;amp;nbsp;10f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Namentlich bekannt sind die Overboden [[Marcrad I.]] (belegt 1127–1170) und [[Marcrad II.]] (belegt 1170–1181/1182), deren Besitzungen im deutsch-slawischen Grenzraum um [[Neumünster]] lag. Mittlerweile geht man davon aus, jeder Gau hätte einen eigenen Overbode gehabt. Über die Overboden Stormanns und Dithmarschens ist nur wenig bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der folgenden Jahrhunderte sank die Bedeutung des Amtes. Im [[Spätmittelalter]] beschränkte sich die Funktion des Overbodens schließlich auf die Leitung des Gaugerichtes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lemmata Overbode: &amp;#039;&amp;#039;Gau u. Gauviertel.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt]], [[Ortwin Pelc]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holstein Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl., Wachholtz, Neumünster 2006.&lt;br /&gt;
*Günther Bock: &amp;#039;&amp;#039;Die Stormarner Overboden und der Beginn der mittelalterlichen Ostsiedlung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte&amp;#039;&amp;#039; 127 (2002), S. 35–74&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{internetquelle |url=http://www.dosenmoor.de/einleitu.htm |hrsg=Wolfgang Dose |titel=Vier Bodebezirke in Holstein|zugriff=21. Juli 2011}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schleswig-holsteinische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nicowa</name></author>
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