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	<title>Ovarialkarzinom - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T22:59:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ovarialkarzinom&amp;diff=148202&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gerbil: /* Ursachen */</title>
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		<updated>2025-11-09T17:37:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Ursachen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = C56&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Bösartige Neubildung des Ovars&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Breite =&lt;br /&gt;
| Code-01 = 2C73&lt;br /&gt;
| Data-01 = Bösartige Neubildungen des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-02 = 2C73.0&lt;br /&gt;
| Data-02 = Karzinome des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-03 = 2C73.00&lt;br /&gt;
| Data-03 = Klarzelliges Adenokarzinom des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-04 = C73.01&lt;br /&gt;
| Data-04 = Endometrioides Adenokarzinom des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-05 = 2C73.02&lt;br /&gt;
| Data-05 = Niedriggradiges seröses Adenokarzinom des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-06 = 2C73.03&lt;br /&gt;
| Data-06 = Hochgradiges seröses Adenokarzinom des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-07 = 2C73.04&lt;br /&gt;
| Data-07 = Muzinöses Adenokarzinom des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-08 = 2C73.0Y&lt;br /&gt;
| Data-08 = Sonstige näher bezeichnete Karzinome des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-09 = 2C73.0Z&lt;br /&gt;
| Data-09 = Karzinome des Ovars, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
| Code-10 = 2C73.1&lt;br /&gt;
| Data-10 = Dysgerminom des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-11 = 2C73.2&lt;br /&gt;
| Data-11 = Bösartiger Granulosazelltumor des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-12 = 2C73.3&lt;br /&gt;
| Data-12 = Bösartiges Teratom des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-13 = 2C73.4&lt;br /&gt;
| Data-13 = Seröses Zystadenom des Ovars mit Borderline-Malignität&lt;br /&gt;
| Code-14 = 2C73.5&lt;br /&gt;
| Data-14 = Endodermaler Sinustumor nicht näher bezeichneter Lokalisation der Frau&lt;br /&gt;
| Code-15 = 2C73.Y&lt;br /&gt;
| Data-15 = Sonstige näher bezeichnete bösartige Neubildungen des Ovars&lt;br /&gt;
| Code-16 = 2C73.Z&lt;br /&gt;
| Data-16 = Bösartige Neubildungen des Ovars, nicht näher bezeichnet&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilateral ovarian serous carcinomas, gross pathology.jpg|mini|hochkant=1.6|Beidseitiges Ovarialkarzinom]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ovarialkarzinom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Eierstockkrebs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine bösartige Erkrankung der [[Eierstock|Eierstöcke]] und damit eine Form des [[Ovarialtumor]]s. Es ist in der westlichen Welt nach dem [[Endometriumkarzinom|Endometrium-]] und dem [[Zervixkarzinom]] das dritthäufigste Genitalmalignom der Frau und hat eine schlechtere [[Prognose (Medizin)#Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin|Prognose]] als jene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Das mittlere Erkrankungsalter beträgt in Deutschland 69 Jahre, wobei auch wesentlich jüngere Frauen, dann häufig in Zusammenhang mit genetischer [[Disposition (Medizin)|Prädisposition]], erkranken können.&lt;br /&gt;
Frauen in Deutschland haben ein [[Epidemiologie#Lebenszeitrisiko|Lebenszeitrisiko]] von 1,5 %, an Eierstockkrebs zu erkranken.&lt;br /&gt;
Die [[Inzidenz (Epidemiologie)|Inzidenz]] des Ovarialkarzinoms ist in den letzten 20 Jahren deutlich gesunken, wohingegen die [[Mortalität]]sraten sich auf einem etwa konstanten Niveau bewegen. Von 2005 bis 2009 fielen die alters- und bevölkerungskorrigierten Inzidenzraten bundesweit von 13,5 auf 11,5 Neuerkrankungen pro 100.000 weiblichen Einwohnern und Jahr. Die geschätzten Inzidenzraten für das Jahr 2012 lassen 7.200 Neuerkrankungsfälle erwarten, was einer alters- und bevölkerungskorrigierten Inzidenzrate von 11,0 neuen Fällen pro 100.000 weiblichen Einwohnern entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Als Auslöser für diese Tumorart sind bislang zahlreiche über das gesamte [[Genom]] verteilte und verschiedenartige [[Mutation]]en wie Vervielfältigungen und Verluste von [[Chromosom]]enabschnitten in den beteiligten Zellen festgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;D. Bell et al.&amp;quot;&amp;gt;D. Bell et al.: &amp;#039;&amp;#039;Integrated genomic analyses of ovarian carcinoma.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; 30. Juni 2011, Nr. 474, S. 609–615, [[doi:10.1038/nature10166]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Erkrankung tritt familiär gehäuft auf. Die beiden Gene [[BRCA1]] und [[BRCA2]] spielen (wie beim [[Brustkrebs]]) eine Rolle. Kinderlose und [[Spätgebärende]] haben gegenüber der Normalbevölkerung ein 2,5-fach erhöhtes Risiko, daran zu erkranken. Hormonelle [[Verhütungsmittel|Kontrazeptiva]], häufige Schwangerschaften und langes [[Stillen]] sind dagegen protektive Faktoren, da die Eierstöcke durch sie „ruhiggestellt“ werden.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|BRCA-Netzwerk – Hilfe bei familiären Krebserkrankungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Die Symptome sind oft unspezifisch, wie z.&amp;amp;nbsp;B. gastrointestinale Beschwerden, Leistungsminderung oder Blutungsstörungen, sodass die Tumoren häufig erst in fortgeschrittenem Stadium erkannt werden. In 25 % der Fälle wird über genitale Blutungen berichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Früherkennung ==&lt;br /&gt;
Es existieren keine wirksamen Methoden zur Früherkennung. Für den Nutzen eines jährlichen Screening mittels transvaginalem Ultraschall und [[Cancer-Antigen 125|CA-125]]-Bestimmung gibt es auch in der Hochrisikosituation keine [[Evidenzbasierte Medizin|Evidenz]].&amp;lt;br /&amp;gt;Der Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung ist nach einer bevölkerungsrepräsentativ quotierten Onlinebefragung von 2020 im Auftrag des [[Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen|MDS]] die häufigste Individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) bei Frauen und die zweithäufigste IGeL insgesamt. Der [[IGeL-Monitor]] des MDS bewertet diese Untersuchung mit „negativ“, da mehrere Studien zeigten, dass mit Ultraschalluntersuchung gleich viele Frauen an Eierstockkrebs sterben wie ohne Untersuchung. Dagegen würden Frauen durch Fehlalarme häufig unnötig beunruhigt und sogar eigentlich gesunde Eierstöcke entfernt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.igel-monitor.de/igel-a-z/igel/show/ultraschall-der-eierstoecke-zur-krebsfrueherkennung.html &amp;#039;&amp;#039;Ultraschall der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung&amp;#039;&amp;#039;.] [[IGeL-Monitor]]; abgerufen am 19. Oktober 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ärztliche Fachgesellschaften raten von der Früherkennungs-Untersuchung ab. So heißt es in der „[[S3-Leitlinie]] Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren“: Der Ultraschall soll nicht generell durchgeführt werden. Ein Angebot ist für Frauen über 50 Jahre, bei Auftreten von bestimmten uncharakteristischen Symptomen, sinnvoll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-035OL.html |titel=Leitlinien-Detailansicht Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren (Living Guideline) |hrsg=AWMF |abruf=2021-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Wegweisend sind beim Ovarialkarzinom der transvaginale Ultraschall, bei dem ein vergrößertes Ovar festgestellt werden kann und die Bestimmung von [[Cancer-Antigen 125|CA-125]] und [[CA 19-9]].&lt;br /&gt;
Im Anschluss kann vertiefend eine [[Computertomographie]] oder ein [[Magnetresonanztomographie|MRT]] hilfreich sein (auch zur OP-Planung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pathologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Serous Cystadenocarcinoma of the Ovary.jpg|mini|Seröses Zystadenokarzinom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mucinous Cystadenocarcinoma of the Ovary.jpg|mini|Muzinöses Zystadenokarzinom]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krukenberg Tumor.jpg|mini|[[Krukenberg-Tumor]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Brenner Tumor of Ovary.jpg|mini|[[Brenner-Tumor]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ovarialkarzinome gehen vom [[Epithel]]gewebe der Eierstöcke aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Seröses-papilläres Zystadenokarzinom (40 % der Ovarialmalignome)&lt;br /&gt;
* endometroides Karzinom (20 %)&lt;br /&gt;
* Muzinöses Zystadenokarzinom (10 %)&lt;br /&gt;
* Klarzellkarzinom (5 %)&lt;br /&gt;
* Solides Ovarialkarzinom (selten)&lt;br /&gt;
* Kleinzelliges Ovarialkarzinom vom hyperkalzämischen Typ&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Ovarian serous adenocarcinoma (2).jpg|Seröses Adenokarzinom&lt;br /&gt;
   Mucinous lmp ovarian tumour intermed mag.jpg|Muzinöser Borderline-Tumor&lt;br /&gt;
   Brenner tumour intermed mag.jpg|Brenner-Tumor&lt;br /&gt;
   SCCOHT HE 20x.jpg|Kleinzelliges Ovarialkarzinom vom hyperkalzämischen Typ&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Daneben gibt es gutartige Tumoren des Epithels, welche nicht zu den Karzinomen zählen, jedoch Vorstufen zu bösartigen Neubildungen darstellen können. Die Wahrscheinlichkeit einer malignen Entartung ist individuell sehr unterschiedlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Seröses Zystadenom (30 %)&lt;br /&gt;
* Muzinöses Zystadenom (15 %)&lt;br /&gt;
* Endometrioide Tumoren (5 %)&lt;br /&gt;
* [[Brenner-Tumor]] (2 %)&lt;br /&gt;
* Adenomatoidtumor (sehr selten)&lt;br /&gt;
* Zystadenofibrom&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liste enthält nur solche Tumoren, die histologisch dem Epithel entstammen. Daneben finden sich in den Eierstöcken jedoch auch gut- und bösartige Neubildungen anderer Herkunft. Hierzu gehören Tumoren des sexuell differenzierten und nichtdifferenzierten Gonadenmesenchyms sowie Keimzelltumoren ([[Teratom]] und [[Gonadoblastom]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Muzinöses Ovarialkarzinom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Das muzinöse Ovarialkarzinom (MOC) ist wesentlich seltener als das seröse. Es unterscheidet sich in vielen Punkten gravierend von den übrigen Ovarialkarzinomen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morice&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Philippe Morice, Sebastien Gouy, Alexandra Leary |Titel=Mucinous Ovarian Carcinoma |Sammelwerk=New England Journal of Medicine |Band=380 |Nummer=13 |Datum=2019-03-28 |ISSN=0028-4793 |Seiten=1256–1266 |DOI=10.1056/NEJMra1813254}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz seiner Größe wird es in 80 % der Fälle im Stadium FIGO I diagnostiziert und hat deshalb eine wesentlich bessere Prognose als das seröse Ovarialkarzinom.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lauren C Peres, Kara L Cushing-Haugen, Martin Köbel, Holly R Harris, Andrew Berchuck |Titel=Invasive Epithelial Ovarian Cancer Survival by Histotype and Disease Stage |Sammelwerk=JNCI: Journal of the National Cancer Institute |Band=111 |Nummer=1 |Datum=2019-01-01 |ISSN=0027-8874 |Seiten=60–68 |Online=https://academic.oup.com/jnci/article/111/1/60/4990606 |Abruf=2019-04-07 |DOI=10.1093/jnci/djy071 |PMC=6335112 |PMID=29718305}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch das Genexpressionsprofil unterscheidet sich deutlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=V. A. Heinzelmann-Schwarz, M. Gardiner-Garden, S. M. Henshall, J. P. Scurry, R. A. Scolyer |Titel=A distinct molecular profile associated with mucinous epithelial ovarian cancer |Sammelwerk=British Journal of Cancer |Band=94 |Nummer=6 |Datum=2006-03-27 |ISSN=0007-0920 |Seiten=904–913 |DOI=10.1038/sj.bjc.6603003 |PMC=2361366 |PMID=16508639}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insbesondere [[Galectin-4]] (LGALS4) wird stark und spezifisch in muzinösen Ovarialkarzinomen exprimiert. Die Expression ist geringer in gutartigen muzinösen [[Zyste (Medizin)|Zysten]] und [[Borderlinetumor]]en. Dieses unterstützt das Tumorprogressionsmodell einer Entwicklung von gutartigen muzinösen Zysten über atypische Proliferation zum invasiven Karzinom. LGALS4 sollte als früher Marker für muzinösen Ovarialkarzinomen verwendbar sein. Häufige Tumormarker sind CEA oder CA19-9, während bei serösen Ovarialkarzinomen CA125 vorherrscht. Auch der Altersdurchschnitt der Patienten ist deutlich geringer. Eine SEER-Analyse ([[Surveillance, Epidemiology and End Results]]) fand in 26 % der muzinösen Ovarialkarzinome ein Alter unter 44 Jahre. Das mittlere Alter betrug 53 Jahre beim muzinösen und 61 Jahre beim serösen Ovarialkarzinom. Ein weiterer Unterschied besteht in der Empfindlichkeit gegenüber einer platinhaltigen Chemotherapie. Während über 70 % der serösen Ovarialkarzinome auf diese Chemotherapie ansprechen, sind es beim muzinösen Ovarialkarzinomen nur 20 % bis 60 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J Alexandre, I Ray-Coquard, F Selle, A Floquet, P Cottu |Titel=Mucinous advanced epithelial ovarian carcinoma: clinical presentation and sensitivity to platinum-paclitaxel-based chemotherapy, the GINECO experience |Sammelwerk=Annals of Oncology: Official Journal of the European Society for Medical Oncology |Band=21 |Nummer=12 |Datum=2010-12 |ISSN=1569-8041 |Seiten=2377–2381 |DOI=10.1093/annonc/mdq257 |PMID=20494964}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entwicklung des muzinösen Ovarialkarzinomen zeigt Parallelen zur Entwicklung von kolorektalen Karzinomen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Morice&amp;quot; /&amp;gt; In 40 % bis 75 % besteht eine [[G-Protein Ras|KRAS]]-Mutation. Auch [[HER2]]-[[Amplifikation (Genetik)|Amplifikation]] oder [[p53|TP53]]-Mutation kommen früh in der Entwicklung von muzinösen Karzinomen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kuang-Leei Chang, Ming-Yung Lee, Wan-Ru Chao, Chih-Ping Han |Titel=The status of Her2 amplification and Kras mutations in mucinous ovarian carcinoma |Sammelwerk=Human Genomics |Band=10 |Datum=2016-12-28 |ISSN=1473-9542 |DOI=10.1186/s40246-016-0096-9 |PMC=5192568 |PMID=28031051}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eierstock kann auch Metastasierungsziel anderer Tumoren sein. So sind 10 % aller [[Ovarialtumor]]en metastatische Tumoren. Am häufigsten finden sich darunter Tumoren des Verdauungstrakts (30 % bis 70 %) wie der [[Krukenberg-Tumor]] (Metastase eines [[Magenkarzinom]]s), Tumoren der Brust (10 % bis 30 %) und des [[Uterus]] (ebenfalls 10 % bis 30 %). Der [[Tumormarker]] [[Cancer-Antigen 125|CA-125]] gehört v.&amp;amp;nbsp;a. zum serösen, [[CA 19-9]] zum muzinösen Ovarialkarzinom. Ein weiterer relevanter Tumormarker ist [[CA 72-4]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadien ==&lt;br /&gt;
Die Stadien der [[FIGO-Klassifikation]] entsprechen beim Ovarialkarzinom praktisch dem &amp;#039;T&amp;#039;-Wert der [[TNM-Klassifikation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Stadien nach [[TNM-Klassifikation]] und [[FIGO]] (Fédération Internationale de Gynécologie et d’Obstétrique):&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;L. H. Sobin, M. K. Gospodarowicz, Ch. Wittekind: &amp;#039;&amp;#039;UICC: TNM classification of malignant tumors.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Wiley-Blackwell, Oxford 2009, ISBN 978-1-4443-3241-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ch. Wittekind, H.-J. Meyer: &amp;#039;&amp;#039;TNM Klassifikation maligner Tumoren.&amp;#039;&amp;#039; 7. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2010, ISBN 978-3-527-32759-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! TNM&lt;br /&gt;
! FIGO&lt;br /&gt;
! Kriterien&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0EEFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
! T1&lt;br /&gt;
| I&lt;br /&gt;
| Tumor begrenzt auf Ovarien&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F0FFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1a&lt;br /&gt;
| IA&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Tumor auf ein Ovar begrenzt&lt;br /&gt;
* Kapsel intakt&lt;br /&gt;
* kein Tumor auf der Oberfläche des Ovars&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F0FFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1b&lt;br /&gt;
| IB&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Tumor auf beide Ovarien begrenzt&lt;br /&gt;
* Kapsel intakt&lt;br /&gt;
* kein Tumor auf der Oberfläche beider Ovarien&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F0FFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1c&lt;br /&gt;
| IC&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Tumor begrenzt auf ein Ovar oder beide Ovarien&lt;br /&gt;
* Kapseldurchbruch&lt;br /&gt;
* Tumor auf der Oberfläche oder Tumorzellen im [[Aszites]] oder der Peritonealspülflüssigkeit&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0EEFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
! T2&lt;br /&gt;
| II&lt;br /&gt;
| Tumor befällt ein Ovar oder beide Ovarien und breitet sich im Becken aus&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F0FFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 2a&lt;br /&gt;
| IIA&lt;br /&gt;
| Ausbreitung auf Implantate an Gebärmutter und/oder [[Eileiter]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F0FFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 2b&lt;br /&gt;
| IIB&lt;br /&gt;
| Ausbreitung auf andere Beckengewebe&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F0FFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 2c&lt;br /&gt;
| IIC&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Ausbreitung im Becken (2a oder 2b)&lt;br /&gt;
* Tumorzellen im [[Aszites]] oder der [[Peritoneum|Peritonealspülflüssigkeit]]&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E0EEFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
! T3&lt;br /&gt;
| III&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Tumor befällt ein Ovar oder beide Ovarien&lt;br /&gt;
* histologisch nachgewiesene Peritonealmetastasen außerhalb des Beckens und/oder regionäre [[Lymphknotenmetastase]]n&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F0FFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 3a&lt;br /&gt;
| IIIA&lt;br /&gt;
| mikroskopische Peritonealmetastasen jenseits des Beckens&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F0FFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 3b&lt;br /&gt;
| IIIB&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* makroskopische Peritonealmetastasen jenseits des Beckens&lt;br /&gt;
* größte Ausdehnung ≤ 2 cm&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#F0FFFF&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 3c&lt;br /&gt;
| IIIC&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Peritonealmetastasen jenseits des Beckens&lt;br /&gt;
* größte Ausdehnung &amp;gt; 2 cm&lt;br /&gt;
* und/oder regionäre Lymphknotenmetastasen&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFF5EE&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Nx&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Es kann keine Aussage zu regionären Lymphknotenmetastasen getroffen werden.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFF5EE&amp;quot;&lt;br /&gt;
! N0&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Keine Metastasen in den regionären Lymphknoten.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFF5EE&amp;quot;&lt;br /&gt;
! N1&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Metastasen in den regionären Lymphknoten.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEE9BF&amp;quot;&lt;br /&gt;
! M0&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| Keine Fernmetastasen nachweisbar.&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#EEE9BF&amp;quot;&lt;br /&gt;
! M1&lt;br /&gt;
| IV&lt;br /&gt;
| Der Tumor hat Fernmetastasen gebildet (ausgenommen [[Peritonealkarzinose|Peritonealmetastasen]]).&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#FFFACD&amp;quot;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach neuen genetischen Untersuchungen lässt sich das Ovarialkarzinom im fortgeschrittenen Stadium aufgrund des abweichenden Musters von Genaktivitäten der Tumorzellen in vier unterschiedliche Subtypen aufteilen. Ein nunmehr für diese Tumorart vorliegender „Krebs-Genom-Atlas“ soll künftig auf den jeweiligen Subtyp zugeschnittene, individualisierte Therapien ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;D. Bell et al.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1912 gelang [[Otto von Franqué]] die Heilung eines Eierstockkrebses mit Röntgenbestrahlung. Ausgebaut wurde die Bestrahlungstechnik der Ovarien dann durch [[Bernhard Krönig]] und [[Carl Joseph Gauß]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute besteht die Behandlung in der Regel aus einer an das Erkrankungsstadium angepassten Kombination aus [[Operation (Medizin)|Operation]] und [[Adjuvante Therapie|adjuvanter]] [[Chemotherapie]]. Für Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium steht seit Dezember 2011 zudem eine Antikörpertherapie zur Verfügung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Avastin&amp;quot;&amp;gt;[[Fachinformation]] [http://www.fachinfo.de/FachInfo/data/fi/pdf/00/87/008726.pdf Avastin] (PDF; 265&amp;amp;nbsp;kB), Stand 02/2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Operation ===&lt;br /&gt;
Die Operation dient einerseits der Sicherung der Diagnose und genauen [[Stadienbestimmung (Onkologie)|Stadienbestimmung]]. Über einen [[median]]e [[Laparotomie]] wird der gesamte Unterleib systematisch auf Krebsbefall untersucht. Zusätzlich werden Gewebeproben zur [[Histologie|histologischen]] Beurteilung entnommen. Andererseits verfolgt die Operation das Ziel einer möglichst vollständigen Entfernung aller sichtbaren Krebsgeschwüre. Dabei bestimmt die Radikalität der Tumorreduktion (als einziger beeinflussbarer Prognosefaktor) maßgeblich die Heilungsaussichten.&lt;br /&gt;
Damit möglichst keine Krebszellen im Körper verbleiben, umfasst die Standard-Operation die Entfernung der [[Eierstöcke]] und [[Eileiter]], der [[Gebärmutter]], des [[Omentum majus|großen Netzes]] sowie der [[Lymphknoten]]. Abhängig vom Krankheitsstadium kann die Entnahme weiterer Organteile, wie zum Beispiel Teilen des Darms, notwendig sein. Nur bei einem gesicherten Frühstadium (FIGO-Stadium&amp;amp;nbsp;IA) ist eine [[fertilität]]serhaltende Operation möglich. Hierbei werden die Gebärmutter und der nicht befallene Eierstock bei bestehendem Kinderwunsch erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AGO&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-035OLl_Maligne_Ovarialtumoren_Diagnostik_Therapie_Nachsorge_2013-06_1.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Leitlinie Maligne Ovarialtumore; Diagnostik, Therapie und Nachsorge&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF |wayback=20150923205747}} Kommission Ovar der Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologie Onkologie (AGO) e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burges&amp;quot;&amp;gt;A. Burges, B. Schmalfeldt: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/106176/Ovarialkarzinom-Diagnostik-und-Therapie?src=search &amp;#039;&amp;#039;Ovarialkarzinom – Diagnostik und Therapie.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl Int.&amp;#039;&amp;#039; 2011; 108(38), S. 635–641. [[doi:10.3238/arztebl.2011.0635]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Um nicht sichtbare Peritonealmetastasen während einer Operation zu behandeln, gibt es die Möglichkeit einer hyperthermen intraperitonealen Chemoperfusion (HIPEC). Eine erwärmte Lösung, welche mit einem Chemotherapeutikum (zum Beispiel [[Cisplatin]] oder [[Mitomycin&amp;amp;nbsp;C]]) versehen ist, wird über etwa eine Stunde im Bauchraum verteilt. Dadurch gelangt das Medikament auch zu schlecht durchbluteten Metastasen und durch die Erwärmung lässt sich eine Wirkungssteigerung erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.klinikumfrankfurt.de/kliniken-und-institute/klinik-fuer-allgemein-viszeral-gefaess-und-thoraxchirurgie/besondere-medizinische-behandlungsverfahren/hipec.html |titel=HIPEC {{!}} Klinikum Frankfurt Hoechst |abruf=2019-10-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chemotherapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Post-|Postoperativ]] wird standardmäßig eine [[platin]]haltige Chemotherapie durchgeführt. Im Frühstadium FIGO IA, Grad 1 kann hierauf verzichtet werden. Bis zum Stadium FIGO IIA wird z.&amp;amp;nbsp;B. mit [[Carboplatin]] behandelt. Im fortgeschrittenen Stadium wird mit einem [[Taxane|Taxan]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[Paclitaxel]], kombiniert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AGO&amp;quot; /&amp;gt; Im April 2019 hat das [[Ausschuss für Humanarzneimittel|CHMP]] der [[Europäische Arzneimittel-Agentur|Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA)]] eine positive Zulassungsempfehlung für den [[PARP-Inhibitor]] [[Olaparib]] (Handelsname: &amp;#039;&amp;#039;Lynparza&amp;#039;&amp;#039;, Hersteller: [[AstraZeneca]]) zur &amp;#039;&amp;#039;1st-line-Therapie&amp;#039;&amp;#039; abgegeben. In der Regel kommt es dann auch zu einer entsprechenden Zulassung durch die Europäische Kommission.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.astrazeneca.com/content/astraz/media-centre/press-releases/2019/lynparza-receives-positive-eu-chmp-opinion-for-1st-line-maintenance-treatment-of-brca-mutated-advanced-ovarian-cancer-26042019.html Lynparza receives positive &amp;#039;&amp;#039;EU CHMP opinion for 1st-line maintenance treatment of BRCA-mutated advanced ovarian cancer&amp;#039;&amp;#039;.] AstraZeneca, Pressemitteilung, 29. April 2019; abgerufen am 2. Mai 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Antikörpertherapie ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ergänzend zur Chemotherapie ist seit Dezember 2011 der monoklonale Antikörper [[Bevacizumab]] für die Behandlung von Patientinnen mit einem fortgeschrittenen Ovarialkarzinom (FIGO-Stadium IIIB-IV) zugelassen. Der [[Angiogenese]]hemmer bindet an [[Wachstumsfaktor (Protein)|Wachstumsfaktoren]] des Tumors und verhindert somit die Neubildung von Blutgefäßen, die für die Versorgung des Tumors mit Sauerstoff und Nährstoffen zuständig sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Avastin&amp;quot; /&amp;gt; Es konnte eine Verlängerung des mittleren [[Progredienz|progressionsfreien]] Überlebens auf 14,1 Monate gegenüber 10,3 Monaten in der Kontrollgruppe nachgewiesen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Burger&amp;quot;&amp;gt;R. A. Burger et al.: &amp;#039;&amp;#039;Incorporation of Bevacizumab in the Primary Treatment of Ovarian Cancer&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;N Engl J Med.&amp;#039;&amp;#039;, 2011; 365, S. 2473–2483; PMID 22204724. [[doi:10.1056/NEJMoa1104390]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rezidivtherapie ===&lt;br /&gt;
Bei einem Wiederauftreten eines Ovarialkarzinoms kann insbesondere dann operativ therapiert werden, wenn die Primär-OP vollständig war, der [[Allgemeinzustand]] gut ist und weniger als 500&amp;amp;nbsp;ml [[Aszites]] vorliegt (positiver [[AGO-Score]]). Nachfolgend können platin-[[Sensibilität (Medizin)|sensible]] Tumoren ([[Rezidiv]] nach mehr als 6&amp;amp;nbsp;Monaten) mit Cisplatin in Kombination mit [[PEGylierung|pegyliertem]] [[liposom]]alen [[Doxorubicin]], [[Paclitaxel]] und [[Gemcitabin]] kombiniert werden. Als Alternative steht Doxorubicin mit [[Trabectedin]] zur Verfügung. Bei Frührezidiven unter 6&amp;amp;nbsp;Monaten (Platin-[[Resistenz]]) „sollte die Erhaltung der Lebensqualität gegenüber anderen Therapiezielen im Vordergrund stehen“. Eine Kombinationstherapie bietet hier keinen Vorteil. Es wird eine Monotherapie mit pegyliertem liposomalen Doxorubicin, Topotecan, Gemcitabin oder Paclitaxel empfohlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AGO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim rezidivierten Platin-sensiblen high grade serösen Ovarialkarzinom kann eine Therapie mit Olaparib das Progressions-freie Überleben (PFS) erhöhen. Voraussetzung für die Therapie ist u.&amp;amp;nbsp;a. der Nachweis einer [[BRCA]]-Mutation im Tumor oder in der Keimbahn, was auf etwa 20 % der Patientinnen zutrifft. Im März 2017 hat die [[Food and Drug Administration|US-Arzneimittelbehörde FDA]] mit [[Niraparib]] (Handelsname: &amp;#039;&amp;#039;Zejula&amp;#039;&amp;#039;, Hersteller: [[Tesaro]]) einen weiteren PARP-Inhibitor zur Behandlung des Ovarialkarzinoms und verwandter Malignome zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fda.gov/drugs/informationondrugs/approveddrugs/ucm548487.htm Niraparib (ZEJULA)] FDA, Pressemitteilung, 27. März 2017; abgerufen am 27. November 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://files.shareholder.com/downloads/AMDA-Z6KN1/4164484410x0x934849/52B39B23-4A61-475B-955F-2F9C99645F81/Zejula_FDA_approval_news_release_032417.pdf Tesaro Announces U.S. FDA Approval Of Zejula™ (Niraparib) For Women With Recurrent Ovarian Cancer.] (PDF) Tesaro, Pressemitteilung, 27. März 2017; abgerufen am 19. September 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Europäische Kommission]] (EC) hat im November 2017 die Zulassung für &amp;#039;&amp;#039;Zejula&amp;#039;&amp;#039; (Niraparib) in der [[Europäische Union|Europäischen Union]] EU erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ir.tesarobio.com/news-releases/news-release-details/tesaro-announces-european-commission-approval-zejular-women TESARO Announces European Commission Approval of ZEJULA® for Women With Recurrent Ovarian Cancer] Tesaro, Pressemitteilung,  20. November 2017; abgerufen am 27. November 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prognose ==&lt;br /&gt;
Entscheidend für die [[Prognose#Medizin, Zahnmedizin und Tiermedizin|Prognose]] sind das Tumorstadium bei Stellung der Diagnose, der [[Histologie|histologische]] Befund und vor allem die Größe des nach der Operation verbliebenen Tumorrestes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prognose des Ovarialkarzinoms ist sehr uneinheitlich und schwankt in Abhängigkeit von dem Tumorstadium bei Diagnosestellung, aber auch in Abhängigkeit vom histologischen Befund und von der Menge des bei der ersten Operation zurückgelassenen Tumorrestes. Die 5-Jahres-Überlebensrate (über alle Erkrankten gemittelt) liegt bei über 50 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.cancer.org/cancer/types/ovarian-cancer/detection-diagnosis-staging/survival-rates.html |titel=Ovarian Cancer Survival Rates {{!}} Ovarian Cancer Prognosis |sprache=en |abruf=2023-06-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
| Stadium    || 5-Jahres-Überlebensrate (Gesamt)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://seer.cancer.gov/statfacts/html/ovary.html |titel=Cancer of the Ovary - Cancer Stat Facts |sprache=en |abruf=2023-06-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;||  &amp;lt; 50 Jahre&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://seer.cancer.gov/statistics-network/explorer/application.html?site=61&amp;amp;data_type=4&amp;amp;graph_type=5&amp;amp;compareBy=stage&amp;amp;chk_stage_104=104&amp;amp;chk_stage_105=105&amp;amp;chk_stage_106=106&amp;amp;chk_stage_107=107&amp;amp;series=age_range&amp;amp;chk_age_range_1=1&amp;amp;chk_age_range_9=9&amp;amp;chk_age_range_141=141&amp;amp;chk_age_range_157=157&amp;amp;hdn_sex=3&amp;amp;race=1&amp;amp;advopt_precision=1&amp;amp;advopt_show_ci=on&amp;amp;hdn_view=0&amp;amp;advopt_show_apc=on&amp;amp;advopt_display=2#resultsRegion0 |titel=SEER*Explorer Application |abruf=2023-06-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || &amp;gt; 65 Jahre&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Lokale Metastasen  || 92 % || 95 % || 89 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Regionale Metastasen || 73 % || 84 % || 59 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Fernmetastasen || 32 % || 49 % || 23 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{AWMF|https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-035OL.html|Diagnostik, Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren|S3|[[Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe|Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe]]|2024}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Alexander Burges, Barbara Schmalfeldt&lt;br /&gt;
   |Titel=Ovarialkarzinom: Diagnostik und Therapie&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Dtsch Arztebl Int&lt;br /&gt;
   |Nummer=108 (38)&lt;br /&gt;
   |Datum=2011&lt;br /&gt;
   |Seiten=635–641&lt;br /&gt;
   |Online=[https://www.aerzteblatt.de/archiv/ovarialkarzinom-16db98d2-4ff6-4dd0-81c3-1ef0718d853c Übersichtsarbeit]}}&lt;br /&gt;
* Marius Wunderle: &amp;#039;&amp;#039;Familiärer Brust- und Eierstockkrebs.&amp;#039;&amp;#039; W. Zuckschwerdt Verlag, München 2019, ISBN 978-3-86371-244-0 (Reihe: Facharzt-Sprechstunde)&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Eierstockkrebs/eierstockkrebs.html Information zum Ovarialkarzinom.] krebsdaten.de, Zentrum für Krebsregisterdaten im [[Robert Koch-Institut]]&lt;br /&gt;
* Sarah DeWeerdt: [https://www.spektrum.de/news/eierstockkrebs-behandeln-erst-die-eileiter-dann-die-eierstoecke/2092074 &amp;#039;&amp;#039;Erst die Eileiter, dann die Eierstöcke?&amp;#039;&amp;#039;] in [[Spektrum.de]] vom 12. Januar 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Onkologische Krankheiten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4013746-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bösartige Tumorbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erkrankung des Eierstocks]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gerbil</name></author>
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