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	<title>Otyń - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T21:35:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oty%C5%84&amp;diff=282681&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Redaktor GLAM: Higher resolution version of image</title>
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		<updated>2025-11-18T22:15:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Higher resolution version of image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Wappen             = [[Datei:POL Otyń COA.svg|111px|Wappen von Otyń]]&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft       = Lebus&lt;br /&gt;
| Powiat             = Nowosolski&lt;br /&gt;
| PowiatLink         = Nowosolski&lt;br /&gt;
| Gemeinde           = Otyń&lt;br /&gt;
| GemeindeLink       = Gmina Otyń&lt;br /&gt;
| Breitengrad        = 51&lt;br /&gt;
| Breitenminute      = 51&lt;br /&gt;
| Breitensekunde     = 0&lt;br /&gt;
| Längengrad         = 15&lt;br /&gt;
| Längenminute       = 43&lt;br /&gt;
| Längensekunde      = 0&lt;br /&gt;
| OrtEinwohner       = 1200&lt;br /&gt;
| OrtEinwDatum       = 2004&lt;br /&gt;
| OrtFläche          = 8.11&lt;br /&gt;
| Höhe               = &lt;br /&gt;
| Postleitzahl       = 67-106&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl     = 68&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen    = FNW&lt;br /&gt;
| Straße1            = [[Zielona Góra]]–[[Breslau]]&lt;br /&gt;
| Schienen1          = &lt;br /&gt;
| Flughafen1         = [[Flughafen Posen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otyń&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Deutsch Wartenberg&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Stadt im [[Powiat Nowosolski]] in der [[Woiwodschaft Lebus]] in Polen. Sie ist Sitz der [[Gmina Otyń|gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde]] mit etwa 6900 Einwohnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Ortschaft liegt im Westen [[Niederschlesien]]s an der [[Ochel (Fluss)|Ochel]], kurz vor deren Mündung in die [[Oder]], etwa zwölf Kilometer südöstlich von [[Zielona Góra]] (&amp;#039;&amp;#039;Grünberg in Schlesien&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsch-Wartenberg-Sammlung Duncker (5416085).jpg|mini|Schloss Deutsch-Wartenberg um 1857, Sammlung [[Alexander Duncker]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Otyn rynek wsch.JPG|mini|Marktplatz im Stadtzentrum]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Otyń - ruiny klasztoru.jpg|mini|Schloss- und Klosterruine]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stacja kolejowa w Otyniu.jpg|mini|Bahnhofsgebäude, erbaut Ende des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Otyn church.jpg|mini|hochkant|Stadtkirche]]&lt;br /&gt;
1313 erfolgte die erste Erwähnung der Stadt Wartenberg, sie war eine adelige Gründung. Im Jahre 1332 entstand die Stadtpfarrkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1488 befand sich Wartenberg im Besitz der Familie [[Zobeltitz (Adelsgeschlecht)|Zabeltitz]], anschließend gehörte die Ortschaft unmittelbar der Krone Böhmen. 1516 wurde die Familie von [[Rechenberg (sächsisch-schlesisches Adelsgeschlecht)|Rechenberg]] Eigentümer der Stadt. Die [[Grundherrschaft]] hatte ihren Sitz in einem Wasserschloss an der Ochel etwas außerhalb der Stadt. Infolge der [[Reformation]] wurde die Stadt nach 1555 vollständig evangelisch. Als Johann Georg Freiherr von Rechberg ohne männlichen Nachkommen 1610 starb, sollte sein Gutsbesitz auf jemand aus der Seitenlinie der Familie, Melchior Freiherr von Rechenberg auf [[Sława|Schlawa]] (nach dessen Tod 1625 an seinen Sohn Balthasar von Rechenberg), übergehen. Hans Ernst Freiherr von und zu Sprinzenstein, kaiserlicher [[Oberst|Obrist]] und Kammerpräsident, erhob dagegen jedoch als Schwiegersohn des Verstorbenen für seine Ehefrau, Helena Freiin von Rechenberg (1592–1628), Anspruch auf die [[Herrschaft (Territorium)|Herrschaft]] Deutsch Wartenberg. Die nun folgenden Streitigkeiten über die Besitznachfolge zogen sich über einige Jahrzehnte hin und sorgten in Schlesien für großes Aufsehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vergleiche [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10323303_00002.html &amp;#039;&amp;#039;Collegii Iurisconsultorum in Academia Ingolstadiensi consilia sive responsa…&amp;#039;&amp;#039;] Ingolstadt 1614, auf reader.digitale-sammlungen.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sprinzenstein konnte sich als Katholik und vor allem Förderer der [[Jesuiten]] durchsetzen und legte ein Jahr nach dem Tod seiner Ehefrau als Erbe der Herrschaft den Huldigungseid auf [[Ferdinand II. (HRR)|Kaiser Ferdinand II.]] ab. Er starb ohne Nachkommen am 2. November 1639 und vermachte seinen Grundbesitz dem Jesuitenorden unter der Auflage, dass dieser zu Lebzeiten unter Verfügung seiner zweiten Ehefrau, Eleonra Gräfin von [[Harrach]] († 30. Dezember 1645), verblieb. Erst nach Ende des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] konnten die Jesuiten 1649 das Erbe antreten, wobei ihr Erscheinen in Wartenberg selbst nochmals durch den Abzug der Schweden aus dem [[Herzogtum Glogau|Fürstentum Glogau]] bis in den Herbst 1650 verzögert wurde. Nun erhob die Familie Rechenberg erneut Ansprüche auf die Herrschaft Deutsch Wartenberg. Schließlich verwies der Kaiser 1661 die Familie zur endgültigen Ruhe in dieser Angelegenheit. In der Zeit der Jesuiten entwickelte sich der [[Weinbau]]. Seit 1662 ist eine Tuchmacherzunft in der Stadt belegt. Die Stadtpfarrkirche wurde im Stil des [[Barock]] umgestaltet. 1681 errichteten die Jesuiten das noch teilweise vorhandene Schloss an der Ochel. Um diese Zeit wurde auch das Rathaus errichtet (1844 [[Klassizismus|klassizistisch]] umgebaut). 1705 entstand die Schlosskirche. 1766 gab es in Wartenberg eine Baumwollmanufaktur, eine Tuchfabrik, Strumpfwirkstühle und Seidenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Aufhebung des Jesuitenordens]] 1776 wurde der preußische Staat Besitzer der Herrschaft. Dieser verkaufte sie 1787 an [[Peter von Biron]], Herzog von [[Kurland]] und [[Herzogtum Sagan|Sagan]]. Die Stadt hatte damals 699 Einwohner. Der Stadtname Wartenberg erhielt 1788 den Zusatz &amp;#039;&amp;#039;Deutsch&amp;#039;&amp;#039;, um sie von &amp;#039;&amp;#039;Polnisch-Wartenberg&amp;#039;&amp;#039; im nördlichen Niederschlesien, das zum gleichen Zeitpunkt den Namen [[Groß-Wartenberg]] erhielt, zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Peter von Birons Tod erbte im Jahre 1800 seine Tochter [[Dorothea von Sagan|Dorothea]], vermählte Herzogin von [[Edmond de Talleyrand-Périgord|Talleyrand-Périgord]], die Herrschaft Deutsch-Wartenberg; nach ihrem Tode ging sie 1862 über an ihre Kinder Herzog Alexander von Dino, Marquis von Talleyrand-Périgord und Pauline, Marquise von Talleyrand-Périgord, die auch als „Duchesse de Sagan“ in [[Marcel Proust]]s Werk bekannt wurde. 1879 verkaufte Alexander von Dino die Stadt und den Teil der Herrschaft, die auf der rechten Oderseite lagen, an [[Staatsminister (Deutschland)|Staatsminister]] a. D. [[Karl Rudolf Friedenthal]] († 1890), der von seiner Tochter Renate verh. Freiin von [[Lancken (Adelsgeschlecht)|Lancken-Wakenitz]] (* 1868 in Berlin) beerbt wurde. In den 1920er Jahren verwandelte sie das Gut mit einer Größe von 4314 ha in eine Grundbesitz-GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den rechts der Oder liegenden Teil der Herrschaft, der als Herrschaft Kleinitz (&amp;#039;&amp;#039;Klenica&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet wurde, erbte um 1870 Pauline de Talleyrand und erbaute dort ein Jagdschloss neben dem alten Schloss. Nach ihr ging Kleinitz an ihre Tochter Marie de Castellane, die mit dem Fürsten Anton Friedrich Wilhelm Radziwill, einem Enkel von [[Anton Radziwiłł]], verheiratet war. Die [[Radziwiłł|Radziwills]] ließen beide Schlösser 1903 ausbauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900 nahm die Fahrradfabrik „Edelweiß“ ihre Produktion auf. Mit der Inbetriebnahme der Eisenbahnstrecke [[Neusalz]] – [[Kontopp]] erhielt die Stadt im Jahre 1901 einen Anschluss an das [[Eisenbahnnetz]]. 1927 verkauften Radziwills Erben, die Fürsten [[Haus Czartoryski|Czartoryski]], Kleinitz an die Schlesische [[Landgesellschaft]] und das Gut wurde parzelliert. Bis 1945 gehörte Deutsch Wartenberg zum [[Landkreis Grünberg i. Schles.|Landkreis Grünberg]] im [[Regierungsbezirk Liegnitz]] in der preußischen [[Provinz Niederschlesien]] des [[Deutsches Reich|Deutschen Reichs]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde die Stadt von der [[Rote Armee|Roten Armee]] besetzt. Zuvor wurden Einwohner mit bereitgestellten Bussen für „3 Tage vorübergehend“ evakuiert. Kurz danach wurde sie unter [[Volksrepublik Polen|polnische]] Verwaltung gestellt. Für Deutsch Wartenberg führten die Polen die Ortsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Otyń&amp;#039;&amp;#039; ein. In der Folgezeit wurden die Stadtbewohner von der örtlichen polnischen Verwaltungsbehörde aus Deutsch Wartenberg [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|vertrieben]] und durch Polen ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 verlor Otyń, das nur noch 600 Einwohner besaß, die Stadtrechte, da nach polnischem Kommunalrecht dafür eine Mindesteinwohnerzahl von 2000 erforderlich ist. Zum 1. Januar 2018 erhielt Otyń wieder Stadtrechte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Dziennik Ustaw|titel=Rozporządzenie Rady Ministrów z dnia 24 lipca 2017 r.|titelerg=w sprawie ustalenia granic niektórych gmin i miast, nadania niektórym miejscowościom statusu miasta, zmiany nazwy gminy oraz siedzib władz niektórych gmin|jahr=2017|pos=1427|abruf=2023-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerzahlen vor 1945 ==&lt;br /&gt;
* 1933: 954&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=gruenberg.html|name=Landkreis Grünberg (poln. Zielona Góra)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1939: 927&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Ruine des ehemaligen gotischen Schlosses aus dem 15. Jahrhundert, das später als [[Jesuiten]]kloster diente.&lt;br /&gt;
* Spätgotische Pfarrkirche zum Hl. Kreuz von 1585.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schulwesen ==&lt;br /&gt;
Otyń hat zwei Kindergärten, eine Grundschule und ein Gymnasium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Zur [[Gmina|Stadt- und Landgemeinde]] Otyń gehören die Stadt selbst und eine Reihe Dörfer mit Schulzenämtern. Die Fläche der Gemeinde umfasst 9164 Hektar, davon sind 44,5 % Wälder.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gmina Otyń}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Karl Josef Raabe]] (1780–1849), Maler&lt;br /&gt;
* [[Georg Neumann (Politiker)|Georg Neumann]] (1901–1963), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Kurt Essen]] (1904–1993), evangelischer Pfarrer, Verfolgter des Naziregimes und Friedensaktivist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Weczerka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Schlesien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 316). 2., verbesserte und erweiterte Auflage. Kröner, Stuttgart 2003, ISBN 3-520-31602-1, S. 161f.&lt;br /&gt;
* [[Dehio-Handbuch]] der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 722f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://otyn.pl/ Website der Stadt] auf otyn.pl (polnisch).&lt;br /&gt;
* [https://e-musial.pl/index.php/galeria/category/10-otyn-deutsch-wartenberg Galerie von alten Fotos.] auf e-musial.pl&lt;br /&gt;
* [http://www.parafia-otyn.pl/ Katholische Pfarrei.] auf parafia-otyn.pl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1136043748|LCCN=|VIAF=7580149919449406650004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Otyn}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Lebus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gmina Otyń]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1313]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redaktor GLAM</name></author>
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