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	<title>Ottomar Domnick - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T21:29:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ottomar_Domnick&amp;diff=743578&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tfjt: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-09-22T08:49:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:SammlungDomnick.jpg|mini|Sammlung Domnick]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ottomar Wolfgang Johannes Domnick&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. April]] [[1907]] in [[Greifswald]]; † [[14. Juni]] [[1989]] in [[Nürtingen]]) war ein deutscher [[Psychiatrie|Psychiater]], Filmautor und Kunstsammler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Domnick war der zweite Sohn des Rechtsanwalts Theodor Domnick und der Lehrerin Hildegard Domnick, geborene Rohde. Nach der mittleren Reife arbeitete er zunächst als Mechaniker, bevor er am Gymnasium in [[Demmin]] das Abitur machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er studierte von 1927 bis 1933 an den Universitäten [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]], [[Universität Greifswald|Greifswald]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Universität Rostock|Rostock]]&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe dazu den Eintrag der [http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200022120 Immatrikulation] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; Medizin. Nach der Promotion über &amp;#039;&amp;#039;Fremdkörper im Organismus&amp;#039;&amp;#039; 1937 war er Medizinalpraktikant im [[Rudolf-Virchow-Krankenhaus]]. Im Anschluss daran ließ er sich bei [[Karl Kleist (Mediziner)|Karl Kleist]] zum Facharzt für [[Neurologie]] und Psychiatrie ausbilden. Er leitete ab 1938 eine eigene Klinik in [[Bad Cannstatt]] und heiratete im selben Jahr seine Kollegin Dr. Margaret (Greta) Gerhardt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsausbruch wurde Domnick zum Wehrdienst einberufen. Nach der Grundausbildung in [[Prag]] arbeitete er ein Jahr in einem Reservelazarett in Cannstatt. Von 1941 bis 1943 war er Arzt im Nordabschnitt der Ostfront und dann ab 1943 in [[Breslau]] stationiert. 1945 entkam er aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft und richtete in Stuttgart mit seiner Frau eine neue psychiatrische Praxis ein. Diese wurde 1951 zur Privatklinik erweitert und bis 1983 von ihm geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben seiner Arbeit als Mediziner engagierte er sich vor allem für die Künste. Er unterhielt zahlreiche Kontakte zu Malern und Kunstliebhabern im Stuttgarter Raum. Mit [[Willi Baumeister]] war er bis zu dessen Tod 1955 eng befreundet. 1947 veranstaltete er in seiner Praxis und Wohnung einen Zyklus von Ausstellungen und Vorträgen mit [[Fritz Winter (Maler)|Fritz Winter]]. 1948 wurde er beauftragt, den deutschen Beitrag zur ersten Pariser Kunstausstellung nach dem Krieg auszurichten, an der wieder deutsche Maler beteiligt waren. Dort lernte er [[Hans Hartung]] kennen, über den er im Selbstverlag die erste deutschsprachige Monografie herausgab. Seine beträchtliche Kunstsammlung wurde von 1952 bis 1955 als Leihgabe in mehreren Museen präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Domnick schrieb Drehbücher und produzierte Dokumentar- und Spielfilme. Sein avantgardistischer Film &amp;#039;&amp;#039;[[Jonas (1957)|Jonas]]&amp;#039;&amp;#039; errang mehrere Preise und erregte ein lebhaftes Echo bei Kritik und Publikum. Er spielte [[Violoncello]], veranstaltete Konzerte und sammelte abstrakte Kunstwerke aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. In Nürtingen ließ er 1967 inmitten eines Landschaftsschutzgebietes durch [[Paul Stohrer]] ein Museum für seine [[Sammlung Domnick|Sammlung]], das inzwischen öffentlich zugänglich ist, erbauen. In seiner Sammlung finden sich viele Wegbereiter der Moderne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stuttgarter Zeitung, Stuttgart Germany |url=https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.aussichtspunkte-in-stuttgart-und-der-region-abstrakte-kunst-voll-auf-der-hoehe.d49a2b58-72af-4679-afd3-6f8b79189421.html |titel=Aussichtspunkte in Stuttgart und der Region: Abstrakte Kunst – voll auf der Höhe |sprache=de |abruf=2021-01-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Musik und Film interessierte Domnick sich für Sportwagen. Am 26. Mai 1950 legte er den Grundstein für die [[Porsche]]-Tradition, Kundenautos am Werk in Zuffenhausen persönlich abzuholen, als er seinen [[Porsche 356]] Sportwagen in Fischsilber mit der Chassisnummer 5005 bekam&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://christophorus.porsche.com/de/2022/402/editorial-sebastian-rudolph.html |titel=Editorial: Kontinuität braucht Dynamik |werk=christophorus-site |abruf=2022-08-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Für den Spezialisten für Neurologie und Psychiatrie war es ein Traum, der erste Porsche-Kunde in Deutschland zu sein. Domnick war damals 43 Jahre alt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://newsroom.porsche.com/en/2020/company/porsche-70-years-factory-collection-zuffenhausen-20840.html |titel=70 years of Porsche factory collection in Stuttgart-Zuffenhausen |sprache=en |abruf=2020-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1972 war Domnick mit &amp;#039;&amp;#039;Augenblicke&amp;#039;&amp;#039; Teilnehmer der [[Documenta 5]] in [[Kassel]] in der Abteilung &amp;#039;&amp;#039;Filmschau: Reflexionsfilm&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kinderlose Ehepaar Domnick vermachte seinen gesamten Besitz dem Land [[Baden-Württemberg]], welches daraus 1996 die ‚Stiftung Domnick‘ machte. Auf Domnick geht außerdem der Domnick-Cello-Preis zurück, der seit 1982 an junge Solisten vergeben wird. Sein Bruder [[Hans Domnick]] war ein deutscher Filmproduzent und Dokumentarfilmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SammlungDomnick.JPG|mini|Gedenktafel am Haus der Sammlung Domnick]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neue Kunst – Neues Sehen. Eine Einführung in das Wesen der modernen Malerei&amp;#039;&amp;#039;, 1953&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Willi Baumeister&amp;#039;&amp;#039;, 1954 ([https://willi-baumeister.org/de/content/dvd-tipp-%E2%80%9Ewilli-baumeister%E2%80%9C-1954-von-ottomar-domnick DVD])&lt;br /&gt;
* 1957: [[Jonas (1957)|Jonas]]&lt;br /&gt;
* 1960: [[Gino (1960)|Gino]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ohne Datum&amp;#039;&amp;#039;, 1962&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;N.N.&amp;#039;&amp;#039;, 1968/69&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Augenblicke&amp;#039;&amp;#039;, 1972&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Domnick über Domnick&amp;#039;&amp;#039;, 1979&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
1957 wurde Domnick für &amp;#039;&amp;#039;Jonas&amp;#039;&amp;#039; mit dem [[Deutscher Kritikerpreis|Deutschen Kritikerpreis]] sowie mit einem [[Bambi (Auszeichnung)|Bambi]] als künstlerisch wertvollstem Film ausgezeichnet. Die [[Landesärztekammer Baden-Württemberg]] verlieh ihm als erstem 1970 die Hans-Neuffer-Plakette und ein Jahr später die Albert-Schweitzer-Medaille.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Redaktionsbüro Harenberg |Titel=Knaurs Prominentenlexikon 1980. Die persönlichen Daten der Prominenz aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft |TitelErg=Mit über 400 Fotos |Verlag=Droemer Knaur |Ort=München/Zürich |Datum=1979 |ISBN=3-426-07604-7 |Kapitel=Domnick, Ottomar Wolfgang Johannes |Seiten=86 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1976 ernannte ihn die [[Universität Stuttgart]] zum Honorarprofessor. 1979 wurde Ottomar Domnick mit dem [[Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg]] ausgezeichnet. 1988 erhielt er das [[Filmband in Gold]] für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gerd Meier, Rüdiger Koschnitzki: &amp;#039;&amp;#039;Ottomar Domnick – Regisseur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film]]&amp;#039;&amp;#039;, Lieferung 13, 1989.&lt;br /&gt;
* Tilmann von Stockhausen: &amp;#039;&amp;#039;Der gescheitere Mäzen? Ottomar Domnick und die Staatsgalerie Stuttgart.&amp;#039;&amp;#039; In: Thomas W. Gaehtgens, Martin Schieder (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mäzenatisches Handeln. Studien zur Kultur des Bürgersinns in der Gesellschaft. Festschrift für Günter Braun zum 70. Geburtstag.&amp;#039;&amp;#039; Fannei und Walz, Berlin 1998, S. 179–195.&lt;br /&gt;
* Werner Esser: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Stuttgarter Aufbruch&amp;quot; oder &amp;quot;Die Zukunft hatte schon begonnen&amp;quot;. Ottomar Domnick, [[Franz Marc]], die Staatsgalerie und das erste Sammlermuseum des Landes&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Neuordnungen. Südwestdeutsche Museen in der Nachkriegszeit&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg, Redaktion Dina Sonntag, Silberburg-Verlag, Tübingen 2002, S. 117–135, ISBN 3-87407-503-6.&lt;br /&gt;
* Werner Esser: &amp;#039;&amp;#039;Weltsprache Abstraktion. Ottomar Domnick, früher Rufer in der Wüste&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kunst in Stuttgart. Epochen, Persönlichkeiten, Tendenzen&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von Dietrich Heißenbüttel, Hampp Verlag, Stuttgart 2013, S. 132–147, ISBN 978-3-942561-19-8.&lt;br /&gt;
* Vera Romeu: &amp;#039;&amp;#039;Kunstsammler und leidenschaftliche Porsche-Fahrer. Greta und Ottomar Domnick&amp;#039;&amp;#039;. In: Schwäbische Heimat, 72. Jg. 2021, Heft 3, S. 5–13 ([https://journals.wlb-stuttgart.de/ojs/index.php/sh/article/view/1124 online])&lt;br /&gt;
* [[Martin Schieder]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Blick des anderen. Die deutsch-französischen Kunstbeziehungen 1945–1959&amp;#039;&amp;#039; (mit einem Vorwort von Werner Spies und einem Gedicht von K. O. Götz), Akademie-Verlag, Berlin 2005 (Passagen/Passages, Bd. 12), S. 91–117. ISBN 978-3-05-004148-3.&lt;br /&gt;
* Guntram Vogt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ottomar Domnicks JONAS. Entstehung eines Avantgardefilms.&amp;#039;&amp;#039; Materialien und Dokumente (incl. CD). Aus dem Nachlass herausgegeben und kommentiert von Guntram Vogt. ibidem-Verlag Stuttgart 2007. ISBN 3-89821-597-0&lt;br /&gt;
* Werner Esser: &amp;#039;&amp;#039;Film und Freundschaft. Ein Archivreport zu Ottomar Domnicks Filmportrait Willi Baumeister, 1954.&amp;#039;&amp;#039; In: Begleitheft zur DVD 2015, hrsg. von Archiv Baumeister im Kunstmuseum Stuttgart, Willi Baumeister Stiftung und Stiftung Domnick, S. 8–25 (https://willi-baumeister.org/de/content/dvd-tipp-%E2%80%9Ewilli-baumeister%E2%80%9C-1954-von-ottomar-domnick).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118526669}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0231671}}&lt;br /&gt;
* [http://www.domnick.de/ Sammlung Domnick]: Über Domnick und seine Aktivitäten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118526669|LCCN=n83146385|VIAF=93508920}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Domnick, Ottomar}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mäzen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Deutschen Filmpreises]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Baden-Württemberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (documenta)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Nürtingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Greifswald)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1989]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Domnick, Ottomar&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Domnick, Ottomar Wolfgang Johannes&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunstsammler, Mediziner und Autor&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. April 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Greifswald]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Juni 1989&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nürtingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tfjt</name></author>
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