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	<title>Otto zu Stolberg-Wernigerode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T07:34:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Fan-vom-Wiki: /* Feudalherr, Industriemagnat und Schlossherr */ Tippfehler</title>
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		<updated>2026-03-03T01:17:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Feudalherr, Industriemagnat und Schlossherr: &lt;/span&gt; Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode 1876.jpg|mini|hochkant|Teilkolorierter Holzstich (1876)]]&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|behandelt den Politiker. Zum gleichnamigen Historiker (seinem Enkel) siehe [[Otto zu Stolberg-Wernigerode (Historiker)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Graf zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ab 1890 &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fürst zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Oktober]] [[1837]] in [[Gedern]]; † [[19. November]] [[1896]] auf [[Schloss Wernigerode]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] Politiker der [[Deutsches Kaiserreich|Kaiserzeit]] und [[Vizekanzler (Deutschland)|Vizekanzler]] unter [[Otto von Bismarck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Otto zu [[Stolberg (Adelsgeschlecht)|Stolberg-Wernigerode]] kam am 30. Oktober 1837 als drittes und letztes Kind&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gothaischer genealogischer Hofkalender auf das Jahr 1839 |Sammelwerk=Hofkalender |Band=III. Abth. Stolberg |Nummer=1. Hauptlinie Wernigerode |Auflage=76. |Verlag=Justus Perthes |Ort=Gotha |Datum=1838 |Seiten=221 f. |Online=https://www.google.de/books/edition/Gothaischer_genealogischer_Hof_Kalender/PQVTAAAAcAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Stolberg+Hofkalender&amp;amp;pg=RA3-PA221&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2023-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; des Erbgrafen [[Hermann zu Stolberg-Wernigerode]] und seiner Frau Emma, geborene Gräfin zu [[Erbach (Adelsgeschlecht)#Ältere Linie: Erbach-Fürstenau|Erbach-Fürstenau]], auf dem Schloss im [[Großherzogtum Hessen|hessischen]] [[Gedern]] zur Welt. Der Vater verstarb, erst 39 Jahre alt, kurz vor Ottos viertem Geburtstag aus Verzweiflung über den Verlust seines ältesten Sohnes Albrecht. Otto erhielt zunächst Hausunterricht, ab Herbst 1850 besuchte er die [[Gerd Eilers|Eilersche Erziehungsanstalt]] in [[Freiimfelde/Kanenaer Weg|Freiimfelde]] bei [[Halle (Saale)]]. Da er sich dort nicht wohlfühlte, schickte ihn das Familienoberhaupt, sein Großvater [[Henrich zu Stolberg-Wernigerode|Henrich]], auf das Gymnasium in [[Duisburg]]. Dort galt er als mittelmäßiger Schüler mit Hang zur Bummelei und zur Unaufmerksamkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Breitenborn: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Bismarcks – Die politische Karriere des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Nation, Berlin 1984, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Abitur im Sommer 1856 studierte Otto in [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]] und [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] [[Staatsrecht (Deutschland)|Staatsrecht]], [[Geschichtswissenschaft]] und [[Volkswirtschaftslehre|Nationalökonomie]], wobei ihm neben einem „Geleitsmann“ noch ein Reitknecht und ein [[Kammerdiener]] zur Verfügung standen. Einen formalen Studienabschluss erreichte Otto nicht, stattdessen bildete eine längere Reise im Sommer/Herbst 1858 nach der [[Schweiz]] und [[Italien]] den Abschluss seiner Ausbildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herrschaftsantritt und Militärdienst ===&lt;br /&gt;
Ottos [[Vormund]] und Großvater Henrich war Februar 1854 gestorben, hatte jedoch festgelegt, dass Otto erst mit 21 Jahren, dem damaligen [[Volljährigkeit]]salter, die Nachfolge antreten dürfe. In der Zwischenzeit fungierten sein Onkel [[Botho zu Stolberg-Wernigerode]] und ein Neffe seines Großvaters, [[Wilhelm zu Stolberg-Wernigerode]], als Vormünder. Botho leitete die Verwaltung der Grafschaft de jure in der Zeit der Vormundschaft und de facto auch in den ersten Jahren danach, als Otto kaum in Wernigerode anwesend war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl als Angehöriger einer [[Mediatisierung#Mediatisierte Grafen- und Fürstenhäuser („Standesherren“)|mediatisierten]] Familie nicht [[wehrpflicht]]ig, hatte der auf [[Renommee]] bedachte Otto sich schon während seiner Studienzeit im Februar 1857 als [[Offizier]] [[à la suite]] der [[Preußische Armee|preußischen Armee]] anstellen lassen. Im Januar 1859 begann er seinen tatsächlichen Militärdienst als [[Dienstgrade des Deutschen Heeres (Deutsches Kaiserreich)#Subalternoffiziere|Seconde-Lieutenant]] im Regiment [[Gardes du Corps]]. Seine reguläre Offiziersprüfung legte Otto erst im März 1860 ab. Im Mai 1861 schied er aus dem aktiven Dienst aus, wurde aber auch anschließend (wie zumindest bei Hochadligen üblich) weiter befördert. Während der Militärzeit knüpfte er enge Kontakte zum späteren Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm I.]] und dessen Sohn [[Friedrich III. (Deutsches Reich)|Friedrich Wilhelm]] sowie zu anderen Angehörigen des [[Hoher Adel|Hochadels]], aber auch zu den Spitzen der preußischen Verwaltung und zu den in [[Berlin]] anwesenden ausländischen [[Diplomat]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Breitenborn: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Bismarcks – Die politische Karriere des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Nation., Berlin 1984, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die Teilnahme an der Krönung Wilhelms I. in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] im Oktober 1861 und der Besuch der [[Weltausstellung London 1862|Weltausstellung in London]] im August 1862 erweiterten den Gesichtskreis wie die persönlichen Kontakte Ottos, bis hin zum damaligen [[Prince of Wales]], dem späteren König [[Eduard VII.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Jahre als „Regierender“ Graf ===&lt;br /&gt;
Obwohl die [[Grafschaft Wernigerode]] Teil des [[Königreich Preußen|Königreiches Preußen]] war, verfügte das jeweilige Oberhaupt der gräflichen Familie als Nachfolger der ehemals dieses Territorium souverän regierenden Herren über bestimmte Sonderrechte. So standen ihm Sitz und Stimme im [[Provinziallandtag der Provinz Sachsen]], wegen der [[Grafschaft Hohnstein]] in der Ersten Kammer der [[Ständeversammlung des Königreichs Hannover]] und wegen der [[Herrschaft Gedern]] auch in der Ersten Kammer der [[Landstände des Großherzogtums Hessen]] zu. Auch durfte er einen Teil der in der Grafschaft wirkenden Beamten und Geistlichen selbst ernennen und für den Rest der preußischen Regierung zumindest Personalvorschläge [[Präsentation (Ernennung)|präsentieren]]. Bis 1848 stand dem Grafen auch die Gerichtsbarkeit in seiner Grafschaft zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange Preußen eine absolute Monarchie gewesen war, wurden Art und Umfang dieser Sonderrechte in Verträgen zwischen der Krone und jeder der rund 20 standesherrlichen Familien festgelegt. Nach der [[Deutsche Revolution 1848/1849#Preußen|Revolution 1848]] beanspruchte jedoch der [[Preußischer Landtag#Im konstitutionellen Preußen 1849–1918|Preußische Landtag]], insbesondere dessen [[Liberalismus|liberale]] Abgeordneten, ein Mitbestimmungsrecht. Dies betraf erstmals den 1862 neu abgeschlossenen [[Rezess]]. Dadurch wurde&lt;br /&gt;
* das bisher nur dem Grafen unterstehende [[Konsistorium]] der Grafschaft dem preußischen [[Evangelischer Oberkirchenrat (Preußen)|Oberkirchenrat]] unterstellt&lt;br /&gt;
* die Gerichtsorganisation neu geregelt&lt;br /&gt;
* eine Optionsmöglichkeit für die Aufhebung der bisherigen gräflichen [[Grundsteuer]]freiheit vereinbart&lt;br /&gt;
Eine Kommission des Landtages legte nach staatsrechtlicher Untersuchung der mit mehreren Standesherren abgeschlossenen, unter sich ähnlichen Verträge einen Bericht vor, wonach sowohl das Recht auf Präsentation von Richtern und anderen Justizbeamten als auch jegliche Steuerfreiheit mit der preußischen [[Preußische Verfassung (1848/1850)|Verfassung]] unvereinbar seien. Auch wenn die Regierung letztlich nicht der Meinung der Abgeordneten folgte, verursachte diese „Einmischung der [[Untertan]]en“ in herrschaftliche Vertragsverhältnisse Otto erheblichen Ärger und Sorge.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Breitenborn: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Bismarcks – Die politische Karriere des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Nation, Berlin 1984, S. 71–72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1862 nahm Otto das erste Mal an den Verhandlungen des Provinziallandtages in [[Merseburg]] teil und wurde sogleich in den Provinzialausschuss, das Leitungsgremium des Landtages unter Vorsitz des [[Landmarschall#Preußen|Landtagsmarschalls]], Ottos Onkel Botho, gewählt. Seit dem Sommer 1863 bemühte Otto sich, zwecks Unterstützung der im [[Preußischer Verfassungskonflikt|Heeres- und Verfassungskonflikt]] befindlichen Regierung unter [[Otto von Bismarck]] bei den im Oktober anstehenden Wahlen zum [[Preußisches Abgeordnetenhaus|Abgeordnetenhaus]], um die Gründung eines konservativen Provinzialvereins, die allerdings erst am 15. Dezember 1863 zustande kam. Otto wurde dessen erster Präsident. Bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen der [[Provinz Sachsen]] im September 1865 hatte Otto sein erstes längeres persönliches Gespräch mit Bismarck, bei dem er einen guten Eindruck hinterließ. Unmittelbar nach der Feier besuchte der preußische Kronprinz mit seiner Frau [[Victoria von Großbritannien und Irland (1840–1901)|Viktoria]] zum ersten Mal Wernigerode.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1859 war Otto Mitglied des [[Johanniterorden]]s, zunächst, da er das 30. Lebensjahr noch nicht erreicht hatte, als vom König ernannter (minderberechtigter) „Ehrenritter“. Aufgrund dieser Mitgliedschaft wurde Otto im [[Deutscher Krieg|Krieg von 1866]] als [[Ordonnanzoffizier]] zu den das [[Königreich Hannover]] besetzenden [[13. Division (Deutsches Kaiserreich)#Deutscher Krieg|Truppen]] kommandiert, wo er sich um die Einrichtung von Lazaretten und andere Bedürfnisse der Verwundeten kümmerte.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Breitenborn: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Bismarcks – Die politische Karriere des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Nation, Berlin 1984, S. 105–106.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Ende des Krieges wurde Otto zum [[Rittmeister]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der weitere politische Aufstieg ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottosw.jpg|mini|hochkant|Porträt von Otto zu Stolberg-Wernigerode, um 1866]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1867 kandidierte Otto als ausdrücklich regierungsfreundlicher Kandidat für den konstituierenden [[Norddeutscher Reichstag|Norddeutschen Reichstag]] in einem Wahlkreis, der sowohl die Grafschaft Wernigerode als auch das Gebiet um [[Halberstadt]] umfasste. Durch massive Beeinflussung der Wähler, die nach den Wahlen auch am 8. März 1867 im Norddeutschen Reichstag zur Sprache kam, gelang es ihm, das Mandat zu erringen. Als einer der jüngsten Abgeordneten fungierte Otto auf der Eröffnungssitzung als vorläufiger [[Schriftführer]]. Er trat keiner [[Fraktion (Politik)|Fraktion]] förmlich bei, sondern hospitierte bei den damals neugegründeten [[Freikonservative Partei|Freikonservativen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Breitenborn: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Bismarcks – Die politische Karriere des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Nation, Berlin 1984, S. 125–128.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Aufenthalt in Berlin bot ihm auch Gelegenheit, die Kontakte zu Angehörigen der königlichen Familie, zu Bismarck und anderen Spitzen der preußischen Gesellschaft zu vertiefen. In den am 31. August 1867 gewählten ersten ordentlichen Norddeutschen Reichstag wurde er nicht mehr gewählt. Stattdessen wurde Stolberg-Wernigerode 14. September 1867 zum ersten [[Oberpräsident]]en der neu errichteten [[Provinz Hannover]] ernannt. Die preußische Staatsregierung hoffte, durch ihn, der ja bis 1866 auch Hannoveraner Staatsbürger gewesen war, die neue Provinz schneller in den Staat zu integrieren. Dies gelang in seiner bis 1872 dauernden Amtszeit auch weitgehend, da er sich aktiv für eine möglichst große Selbstverwaltung der Provinz einsetzte und die Verwaltungsstrukturen nur behutsam änderte. Zeitgleich mit der Ernennung zum Oberpräsidenten wurde Stolberg-Wernigerode zum [[Major]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem 30. Geburtstag nahm Stolberg-Wernigerode den erblichen Sitz seiner Familie im [[Preußisches Herrenhaus|Herrenhaus]] selbst ein und war schon aus diesem Grunde regelmäßig in Berlin, wo es meist auch zu Gesprächen mit Bismarck oder dem jeweiligen preußischen Innenminister kam. Andererseits beanspruchten ihn das Berliner und das Hannoveraner Amt so sehr, dass er die Verwaltung der Grafschaft mittels [[Vollmacht]]en fast vollständig in die Hände von Beamten gab.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Breitenborn: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Bismarcks – Die politische Karriere des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Nation, Berlin 1984, S. 154.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. März 1871 fanden die [[Reichstagswahl 1871|Wahlen zum ersten Reichstag]] des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]] statt. Stolberg-Wernigerode sah im heimatlichen Wahlkreis Magdeburg 8 gegen den [[Altliberale]]n [[August von Bernuth]], dem er 1867 unterlegen war, keine Chance für sich und kandidierte daher im Wahlkreis Hannover 5, zu dem u.&amp;amp;nbsp;a. [[Melle]], [[Diepholz]] und [[Wittlage]] gehörten. Seine Kandidatur wurde auch von der [[Nationalliberale Partei|Nationalliberalen Partei]] unterstützt, da der aussichtsreichste Gegenkandidat [[Ludwig Brüel (Politiker)|Ludwig Brüel]] Mitglied der [[Partikularismus|partikularistischen]] [[Deutsch-Hannoversche Partei|Deutsch-Hannoverschen Partei]] war. Gleichfalls 1871 wurde Stolberg-Wernigerode zum Landtagsmarschall des Provinziallandtages der Provinz Sachsen ernannt, so dass er neben seiner amtlichen Tätigkeit noch drei Parlamentsmandate wahrnahm. Dies bedeutete ein äußerst unstetes Leben, bei dem er Frau und Kinder nur selten und kurz sah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1872 starb überraschend der Präsident des Preußischen Herrenhauses, Ottos Onkel [[Eberhard zu Stolberg-Wernigerode]]. Für die Verabschiedung der anstehenden [[Kulturkampf#Deutsche Geschichte|Kulturkampfgesetze]] sowie der neuen [[Kreisordnung (Preußen)|Kreisordnung]] suchte Bismarck einen unbedingt loyalen Nachfolger, da die scharfe Opposition der [[Konservative Partei (Preußen)|Altkonservativen]] um [[Hans Hugo von Kleist-Retzow]] bereits im Abgeordnetenhaus deutlich geworden war. Bismarcks Wahl fiel auf Otto, der unter der Bedingung zustimmte, von seinem Amt in Hannover bald entbunden zu werden. Am 22. Oktober 1872 wurde er mit 84 von 167 abgegebenen Stimmen zum Herrenhaus-Präsidenten gewählt, am 27. Februar 1873 als Oberpräsident abberufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Breitenborn: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Bismarcks – Die politische Karriere des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Nation, Berlin 1984, S. 194 und 204.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Reichstagswahl 1874]] wechselte Stolberg-Wernigerode wiederum den Wahlkreis. Nunmehr trat er im Wahlkreis Hannover 13 an, wozu neben [[Goslar]] und [[Zellerfeld]] auch die gräfliche Herrschaft [[Ilfeld]] zählte. Zur [[Reichstagswahl 1877]] verteidigte er dieses Mandat, schied aber wegen der gesetzlichen Bestimmungen mit der Ernennung zum Stellvertreter des Reichskanzlers 1878 aus dem Reichstag aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1876 stimmten beide Häuser des Preußischen Landtags einem Gesetz zu, welches die Rechtsverhältnisse aller drei Linien des Stolberger Grafenhauses entscheidend änderten: Zumindest &amp;#039;&amp;#039;de jure&amp;#039;&amp;#039; verloren sie zum 1. Oktober 1873 weitgehend ihre Privilegien in der Verwaltung und Rechtsprechung: Die gräfliche Regierung wurde aufgelöst und von der Provinzialregierung ein Landrat sowie Amtsvorsteher ernannt, außerdem entfielen die Virilstimmen in den Landtagen der Provinzen Sachsen und Hannover. Seitdem bezeichnete sich Stolberg-Wernigerode auch nicht mehr als Regierender Graf. &amp;#039;&amp;#039;De facto&amp;#039;&amp;#039; behielten die Grafen ihren bisherigen Einfluss allerdings weitgehend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1875 brachte eine Frage des höfischen Rangs und Streitereien um den Vortritt am [[Sankt Petersburg]]er Zarenhof Bismarck in die Notwendigkeit von Personalveränderungen. Der bisherige deutsche [[Botschafter]] in [[Wien]], [[Hans Lothar von Schweinitz]], wurde nach Petersburg versetzt und Stolberg-Wernigerode zu seinem Nachfolger in Wien ernannt. Zu seinen Mitarbeitern gehörten zeitweise [[Herbert von Bismarck]] und [[Bernhard von Bülow]]. Der ebenfalls in Wien zu dieser Zeit eingesetzte Adolf Graf von Keller (1843–1894) musste auf Druck des österreichischen Außenministeriums 1877 wegen erwiesener nachrichtendienstlicher Tätigkeit im Gastland seines Postens enthoben werden.&amp;lt;ref&amp;gt; Christian Zweng, Die Preußischen Generale 1866–1920, Deutsches Institut für Phaleristik und Militärgeschichte, Band 8, Osnabrück 2014, S.&amp;amp;nbsp;179f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zur Abberufung als Botschafter im Juli 1878 erfreute sich Stolberg-Wernigerode des besonderen Vertrauens sowohl Kaiser [[Franz Joseph I.|Franz Josephs I.]] als auch des [[Österreich-Ungarn|österreichisch-ungarischen]] Außenministers [[Gyula Andrássy|Graf Andrássy]].&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Breitenborn: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Bismarcks – Die politische Karriere des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039;. Verlag der Nation, Berlin 1984, S. 239 und 251.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vizekanzler ===&lt;br /&gt;
Direkt aus dem Wiener Amt heraus wurde Stolberg-Wernigerode gemäß dem im März 1878 verabschiedeten [[Stellvertretungsgesetz]] zum ersten Stellvertreter des Reichskanzlers und zum Vizepräsidenten des preußischen [[Staatsminister (Deutschland)|Staatsministeriums]] berufen. Damit galt er als vermutlicher Nachfolger Bismarcks. Seine größte Leistung in dieser Position gelang ihm zweifelsohne im Herbst 1879, als er den Widerstand von Kaiser [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Wilhelm&amp;amp;nbsp;I.]] gegen den geplanten [[Zweibund]] mit [[Österreich]] brechen konnte, womit das wichtige Bündnis beider Staaten gegen [[Russisches Kaiserreich|Russland]] unterzeichnet werden konnte. Im April 1880 brachte er für den krankheitsbedingt verhinderten Bismarck die [[Samoa-Vorlage]] in den Reichstag ein, die jedoch von den Abgeordneten mit 128 zu 112 Stimmen abgelehnt wurde, was der deutschen Kolonialpolitik einen Rückschlag versetzte. Aufgrund häufiger Meinungsverschiedenheiten mit dem „Eisernen Kanzler“ legte der Graf das Amt des Vizekanzlers am 20. Juni 1881 nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Ämter und Ehrenämter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlossfriedhof Grabplatte Otto Fürst zu Stolberg-Wernigerode (1837-1896).jpg|mini|Grabstätte auf dem Schlossfriedhof Wernigerode]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch blieb er Preußen und dem Kaiserhaus treu verbunden und übernahm 1884 den Posten des Oberst[[kämmerer]]s (bis 1894). Von 1885 bis 1888 war er [[Minister des königlichen Hauses (Preußen)|Minister des königlichen Hauses]]. Im Jahre 1890 wurde ihm von Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] das Führen eines Reichsfürstentitels aus dem Jahre 1742 genehmigt, auf dessen Annahme sein Vorfahre Graf [[Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode|Christian Ernst]] verzichtet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Freiherr von Houwald: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburg-Preußische Standeserhebungen und Gnadenakte für die Zeit 1873–1918&amp;#039;&amp;#039;. C. A. Starke, Görlitz 1939, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1884 wurde er [[Corpsschleifenträger]] der [[Corps Saxo-Borussia Heidelberg|Saxo-Borussia]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten]] 1960, Hrsg. [[Otto Gerlach (Jurist)|Otto Gerlach]]. Im Selbstverlag des Verbandes Alter Corpsstudenten, Druck. C. L. Mettcker &amp;amp; Co. Jever, Kassel 1961, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;66&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 899.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er starb 59-jährig in [[Wernigerode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hohe Ansehen, das er zeitlebens genoss, zeigt sich vor allem durch die vielen Ämter, die er außerhalb der Politik innehatte: [[Komtur (Amt)|Kommendator]] des [[Johanniterorden]]s (1867–1876)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johann Heinrich v. Brunn |Titel=Geschichte der Provinzial-Sächsischen Genossenschaft des Johanniter-Ordens 1853 bis 1980 |Nummer=Regierende Kommendatoren der Provinzial-Sächsischen Genossenschaft |Verlag=Bonner Universitäts-Buchdruckerei Gebr. Scheur GmbH &amp;amp; Co. KG |Ort=Bonn |Datum=1981 |Seiten=14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und später ab 1891&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Heinz Gollwitzer]] |Titel=Die Standesherren. Die politische und gesellschaftliche Stellung der Mediatisierten 1815–1918. |TitelErg=Ein Beitrag zur deutschen Sozialgeschichte |Auflage=2 |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=1964 |DNB=451613287 |Seiten=298. Anm. 118}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kanzler des [[Schwarzer Adlerorden|Schwarzen Adlerordens]], Vorsitzender der außerordentlichen Generalsynode der [[Evangelische Kirche der altpreußischen Union|Evangelischen Landeskirche der älteren Provinzen Preußens]] von 1875, des Zentralkomitees der deutschen Vereine und des preußischen Vereins vom [[Deutsches Rotes Kreuz|Roten Kreuz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sozialpolitik ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Otto zu Stolberg-Wernigerode Gedenktafel Gedern.jpg|mini|hochkant|Gedenktafel im [[Gedern]]er Schlosspark mit falschem Sterbedatum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch vor Bismarck trat Otto zu Stolberg-Wernigerode für eine Sozialpolitik mit umfassender Fürsorge für das Wohl der Arbeiter, deren elendige Lebensumstände er erkannte, ein. Er entwarf die Stolberger [[Sozialgesetzgebung]], durch die er in der Grafschaft erstmals Arbeiterkrankenkasse, Pensionskasse und Unfallversicherung einrichtete. Sie war ein Vorläufer von [[Otto von Bismarck#Sozialgesetzgebung|Bismarcks Sozialgesetzgebung]]. Mit Zugeständnissen an die Arbeiterklasse wollte Stolberg-Wernigerode den Einfluss der [[Sozialdemokratie]] verringern und die bestehende Ordnung erhalten. Gerade als Mitglied des &amp;#039;&amp;#039;Verbandes zur Verbesserung der ländlichen Arbeitsverhältnisse&amp;#039;&amp;#039;, der in erster Linie im Sinne der Großgrundbesitzer die wirtschaftlichen Verhältnisse seiner Zeit aufrechterhalten sollte, war ihm dies ein zentrales Anliegen. So stimmte er Bismarcks straffen [[Sozialistengesetze]]n von 1878 zwar zu, war aber keineswegs glühender Befürworter dieses Gesetzeswerks, weil er dessen Scheitern vermutlich voraussah.&amp;lt;ref&amp;gt;Zu seinen sozialpolitischen Initiativen im Herbst 1878 vgl. [[Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Sozialpolitik 1867 bis 1914]], I. Abteilung: &amp;#039;&amp;#039;Von der Reichsgründungszeit bis zur Kaiserlichen Sozialbotschaft (1867–1881)&amp;#039;&amp;#039;, 1. Band: &amp;#039;&amp;#039;Grundfragen staatlicher Sozialpolitik. Die Diskussion der Arbeiterfrage auf Regierungsseite vom preußischen Verfassungskonflikt bis zur Reichstagswahl 1881&amp;#039;&amp;#039;, bearbeitet von [[Florian Tennstedt]] und Heidi Winter unter Mitarbeit von [[Wolfgang Ayaß]] und Karl-Heinz Nickel. Steiner, Stuttgart 1994, ISBN 3-437-50376-6, Nr. 150 u. Nr. 153.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feudalherr, Industriemagnat und Schlossherr ===&lt;br /&gt;
Stolberg-Wernigerode gehörte zeit seines Lebens zu den reichsten Männern Preußens. Grundlage dafür waren die großen Waldungen sowie die Eisenhütten und Gießereien im Harz. Ihm gehörten 520&amp;amp;nbsp;km² Grundbesitz und zahlreiche Fabriken, auch in [[Magdeburg]], unter anderem Zuckerfabriken. Seine Betriebe erbrachten in den 1870er Jahren Gewinne von etwa 1,5 Millionen Mark jährlich. Stolberg-Wernigerode trug er maßgeblich zur wirtschaftlichen Entwicklung des Gebietes bei. Da er Zugang zu fortschrittlichen Kreisen des Großbürgertums hatte, konnte er seinen Besitz wirtschaftlich auf der Höhe der Zeit halten. Die Erzeugnisse seiner Eisenhütte in [[Ilsenburg (Harz)|Ilsenburg]] wurden international hoch gelobt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen, beispielsweise auf der [[Weltausstellung Paris 1867|Weltausstellung 1867]] in [[Paris]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet aller dienstlich bedingten Abwesenheiten blieb Otto zu Stolberg-Wernigerode sehr heimatverbunden. Er residierte mit seiner Familie im Schloss Wernigerode. In den Jahren von 1862 bis 1893 ließ er die Burg vom Architekten [[Carl Frühling (Architekt)|Carl Frühling]] im großen Stil umbauen und schuf damit ein Leitbild des norddeutschen [[Historismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 wurde er Mitglied der [[Astrolabe-Compagnie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Am 22. August 1863 heiratete Otto zu Stolberg-Wernigerode in [[Staniszów|Stonsdorf in Niederschlesien]] seine damals 26-jährige Cousine, die Prinzessin [[Anna Reuß zu Köstritz]], die er von Kindheit an kannte, denn beider Mütter waren Schwestern. Am 28. August trafen die Eheleute in Wernigerode ein, wo Otto einen Empfang mit großem Pomp organisiert hatte. Aus der Ehe gingen im Laufe der Zeit vier Söhne und drei Töchter hervor,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gothaischer Genealogischer Hofkalender nebst diplomatisch-statistischem Jahrbuch. 1896 |Sammelwerk=Hofkalender |Band=II. Abt. Stolberg |Nummer=I. Linie Stolberg-Wernigerode |Auflage=133 |Verlag=Justus Perthes |Ort=Gotha |Datum=1895 |Seiten=242 |Online=https://www.google.de/books/edition/Gothaischer_Hof_Kalender_zum_Nutzen_und/gtj_0ro8mV4C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Stolberg+Wernigerode+Hofkalender&amp;amp;pg=PA242&amp;amp;printsec=frontcover |Abruf=2023-05-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wobei Otto deren Erziehung weitgehend seiner Frau überließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Christian-Ernst zu Stolberg-Wernigerode|Christian Ernst]] (1864–1940), 2. Fürst zu Stolberg-Wernigerode ⚭ 1891 Gräfin Marie zu [[Castell (Adelsgeschlecht)|Castell-Rüdenhausen]] (1864–1942)&lt;br /&gt;
* Elisabeth (1866–1928) ⚭ 1885 Graf [[Constantin zu Stolberg-Wernigerode]] (1843–1905)&lt;br /&gt;
* Hermann (1867–1913) ⚭ 1910 Prinzessin Dorothea zu [[Solms-Hohensolms-Lich]] (1883–1942)&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm zu Stolberg-Wernigerode (Diplomat)|Wilhelm]] (1870–1931) ⚭ 1910 Prinzessin Elisabeth zu [[Erbach-Schönberg]] (1883–1966)&lt;br /&gt;
* Heinrich (1871–1874)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://st.museum-digital.de/object/48814 Trauerbrief, den Tod des Sohnes Heinrich betreffend. Wernigerode, den 15. Juli 1874, in: Schloß Wernigerode.], in: [[Museum-digital|Museum digital]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Marie (1872–1950) ⚭ 1902 Graf [[Wilhelm zu Solms-Laubach]] (1861–1936)&lt;br /&gt;
* Emma (1875–1956) ⚭ 1894 Fürst [[Karl zu Solms-Hohensolms-Lich]] (1866–1920)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgeber ==&lt;br /&gt;
Der [[Ottofels]] bei Wernigerode wurde nach Otto zu Stolberg-Wernigerode benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Konrad Breitenborn]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste Bismarcks. Die politische Karriere des Grafen Otto zu Stolberg-Wernigerode.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Nation, Berlin 1984, ISBN 3-373-00394-6 (und weitere Auflagen).&lt;br /&gt;
* Konrad Breitenborn: &amp;#039;&amp;#039;Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode (1837–1896). Deutscher Standesherr und Politiker der Bismarckzeit. Ausgewählte Dokumente.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Jüttners Buchhandlung, Wernigerode 1993, ISBN 3-910157-01-7.&lt;br /&gt;
* Konrad Breitenborn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Lebenserinnerungen des Fürsten Otto zu Stolberg-Wernigerode (1837–1896).&amp;#039;&amp;#039; Verlag Jüttners Buchhandlung, Wernigerode 1996, ISBN 3-910157-03-3.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Heffter]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Fürst zu Stolberg-Wernigerode&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historische Studien.&amp;#039;&amp;#039; H. 434). Band 1. Herausgegeben von Werner Pöls. Matthiesen, Husum 1980, ISBN 3-7868-1434-1.&lt;br /&gt;
* Olesya Herfurth, [[André Niedostadek]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Graf und Fürst zu Stolberg-Wernigerode – Pionier des Sozialrechts.&amp;#039;&amp;#039; In: [https://www.lto.de/recht/feuilleton/f/otto-graf-fuerst-stolberg-wernigerode-pionier-sozialrecht/ Legal Tribune ONLINE vom 19. November 2016].&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Herse]]: &amp;#039;&amp;#039;Otto Fürst zu Stolberg-Wernigerode.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteldeutsche Lebensbilder.&amp;#039;&amp;#039; 1. Band: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbilder des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag der Historischen Kommission, Magdeburg 1926, S. 344–356.&lt;br /&gt;
* {{ADB|54|551|564|Stolberg-Wernigerode, Otto Fürst zu|[[Eduard Jacobs]]|ADB:Stolberg-Wernigerode, Otto Fürst zu}}&lt;br /&gt;
* [[Jochen Lengemann]]: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 374.&lt;br /&gt;
* Klaus-Dieter Rack, Bernd Vielsmeier: &amp;#039;&amp;#039;Hessische Abgeordnete 1820–1933. Biografische Nachweise für die Erste und Zweite Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen 1820–1918 und den Landtag des Volksstaats Hessen 1919–1933&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 19 = &amp;#039;&amp;#039;Arbeiten der Hessischen Historischen Kommission.&amp;#039;&amp;#039; NF Bd. 29). Hessische Historische Kommission, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-88443-052-1, Nr. 886.&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|409||Stolberg-Wernigerode, Otto Fürst zu|Steffen Wendlik|118618555}}&lt;br /&gt;
* Steffen Wendlik: &amp;#039;&amp;#039;Otto Fürst zu Stolberg-Wernigerode (1837–1896) – Standesherr, Politiker und Unternehmer.&amp;#039;&amp;#039; In: Philipp Fürst zu Stolberg-Wernigerode, Jost-Christian Fürst zu Stolberg-Stolberg (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Stolberg 1210–2010. Zur achthundertjährigen Geschichte des Geschlechts.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Janos Stekovics, Dößel 2010, ISBN 978-3-89923-252-3, S. 246–277.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode|Graf Otto zu Stolberg-Wernigerode, Biographie (Zeitschriftenartikel 1878)}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118618555}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|118618555}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=118618555|titel=Stolberg-Wernigerode, Otto Fürst zu|datum=2019-12-16}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberpräsidenten der preußischen Provinz Hannover&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kabinett Bismarck&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=[[Henrich zu Stolberg-Wernigerode|Henrich]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=[[Christian-Ernst zu Stolberg-Wernigerode|Christian-Ernst]]&lt;br /&gt;
|AMT=[[Stolberg (Adelsgeschlecht)|Graf zu Stolberg-Wernigerode]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=1854–1896&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER2=[[Hans Lothar von Schweinitz]]&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER2=[[Heinrich VII. Reuß zu Köstritz|Heinrich VII. Reuß zu Schleiz-Köstritz]]&lt;br /&gt;
|AMT2=[[Deutsche Botschaft Wien|Deutscher Botschafter in Österreich]]&lt;br /&gt;
|ZEIT2=1876–1878}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118618555|LCCN=n80134150|VIAF=50018446}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stolbergwernigerode, Otto Zu}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landesminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vizekanzler (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Reichstagsabgeordneter (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ersten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:General der Kavallerie (Königreich Preußen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Titularfürst (Stolberg)|Otto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Titulargraf (Stolberg-Wernigerode)|Otto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Stolberg (Linie Wernigerode)|Otto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Präses einer Synode (Altpreußische Union)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1837]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stolberg-Wernigerode, Otto zu&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stolberg-Wernigerode, Otto Graf zu; Stolberg-Wernigerode, Otto Fürst zu&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker, Vizekanzler unter Otto von Bismarck, MdR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Oktober 1837&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Gedern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. November 1896&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Schloss Wernigerode]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fan-vom-Wiki</name></author>
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