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	<title>Otto von Simson - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_von_Simson&amp;diff=2738838&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hisselsberger: /* Veröffentlichungen (Auswahl) */ ISBN ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-30T17:52:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Veröffentlichungen (Auswahl): &lt;/span&gt; ISBN ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[File:Grab Otto von Simson.jpg|thumb|Das Grab von Otto von Simson und seiner ersten Ehefrau Louise Alexandra auf dem [[Friedhof Dahlem]] in Berlin.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Georg von Simson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Juli]] [[1912]] in [[Berlin]]; † [[23. Mai]] [[1993]] ebenda) war ein deutscher [[Kunstgeschichte|Kunsthistoriker]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Otto von Simson entstammte einer der angesehensten Familien im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]]. Sein Urgroßvater [[Eduard von Simson]] (1810–1899) war 1848 Präsident der [[Frankfurter Nationalversammlung]] und ab 1871 Präsident des [[Reichstag (Deutsches Kaiserreich)|Reichstags]]. In der von [[Alfred Messel]] erbauten und mit einer umfangreichen Kunstsammlung französischer Impressionisten ausgestatteten Villa des Großvaters [[Franz Oppenheim]] (1852–1929) in [[Berlin-Wannsee]] wuchs von Simson wie seine Schwester [[Vita Petersen|Vita]] (1915–2011) als Kind des Diplomaten [[Ernst von Simson]] (1876–1941) und seiner Frau Martha Oppenheim (1882–1971) auf. Nach dem Abitur am [[Arndt-Gymnasium Dahlem|Arndtgymnasium in Berlin-Dahlem]] studierte Simson ab 1932 Kunstgeschichte bei [[Wilhelm Pinder]] in München, wo er 1936 mit der Arbeit &amp;#039;&amp;#039;Zur weltlichen [[Apotheose]] im Barock, besonders zur Medici-Galerie des [[Peter Paul Rubens|P.&amp;amp;nbsp;P. Rubens]]&amp;#039;&amp;#039; promoviert wurde. In einem Interview mit Richard Candida Smith führt er 1991 aus, dass [[Hans Gerhard Evers]] ihn am meisten beeinflusst und als eigentlicher Unterstützer seiner Dissertation gewirkt habe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://static.library.ucla.edu/oralhistory/pdf/submasters/21198-zz0008zns8-1-submaster.pdf |autor=Richard Candida Smith |titel=Interview mit Otto von Simson |datum=1991-11-07 |werk=The J. Paul Getty Trust |sprache=en |abruf=2026-03-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der evangelisch getaufte und zum Katholizismus konvertierte Simson jüdische Vorfahren hatte, floh er nach zwischenzeitlicher Redakteurstätigkeit für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Hochland (Zeitschrift)|Hochland]]&amp;#039;&amp;#039; 1939 vor der nationalsozialistischen Verfolgung und emigrierte in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]]. Dort war er zuerst Professor für Geschichte und Kunstgeschichte am Marymount College in [[Tarrytown (New York)|Tarrytown, New York]]. 1943 wechselte er ans [[University of Notre Dame#Geschichte|St. Mary’s College]] nach Notre Dame, [[Indiana]]. Seit 1945 war er Mitglied des Art Department und des Committee on Social Thought der [[University of Chicago]], zuerst als Assistant Professor, ab 1947 als Associate Professor. 1951 wurde er dort zum Full Professor ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Remigration in die Bundesrepublik 1957 war Simson für das [[Auswärtiges Amt|Auswärtige Amt]] als Delegierter bei der [[UNESCO]] tätig und dort bis 1964 Mitglied des Executive Board. Von 1959 bis 1965 wirkte er daneben als Gastprofessor in [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]]. Als ordentlicher Professor für moderne Kunstgeschichte wurde er 1964 an die [[Freie Universität Berlin]] berufen, wo er bis zur Emeritierung 1979 auch Direktor des Kunstgeschichtlichen Instituts war. 1968 war er unter dem Eindruck des „ideologischen Terrors linksradikaler Gruppen“ in der FU maßgeblich am Aufbau der &amp;#039;&amp;#039;[[Notgemeinschaft für eine freie Universität]]&amp;#039;&amp;#039; beteiligt. Betroffen davon waren mehrere zurückgekehrte Emigranten wie [[Richard Löwenthal]], [[Ernst Fraenkel (Politikwissenschaftler)|Ernst Fraenkel]] und [[Ernst Eduard Hirsch|Ernst E. Hirsch]], die 1933 als Juden ihre Universität hatten verlassen und fliehen müssen. Sie fühlten sich an die Erlebnisse nach 1933 erinnert. 1969 war von Simson Mitglied des [[Montagsklub]]. Zwischen 1971 und 1973 hatte er Gastprofessuren an der [[Brown University]] und in [[Harvard University|Harvard]] inne. Er wurde 1973 zum Mitglied der [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die UNESCO blieb er daneben in verschiedenen Zusammenhängen tätig und setzte sich für die Bewahrung von Kulturdenkmälern ein. In seiner Funktion als Präsident der [[Deutsche UNESCO-Kommission|Deutschen UNESCO-Kommission]] (1975–1986) initiierte von Simson 1978 in Bonn eine Arbeitsgruppe „Rückgabe von Kulturgut“ aus Museumsleitern und Ministerialbeamten, die Argumente und Taktiken zur Abwehr von Forderungen nach [[Rückgaben von Kulturgut kolonialer Herkunft|Restitution von Kulturgut an ehemals kolonisierte Länder]] entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bénédicte Savoy]]: &amp;#039;&amp;#039;Afrikas Kampf um seine Kunst.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2021, S. 118–119.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf einer UNESCO-Tagung in Dakar erklärte er zwar 1979 in einer an afrikanische Intellektuelle gerichteten Rede „Wir möchten zu Eurer Freiheit beitragen“. Tatsächlich wirkte er aber auch in den Folgejahren eng mit dem Präsidenten der [[Stiftung Preußischer Kulturbesitz]] [[Werner Knopp]] zusammen, einem strikten Restitutionsgegner, und es ist kein Fall dokumentiert, in dem sich die Deutsche UNESCO-Kommission unter von Simson um einen Ausgleich zwischen deutschen und afrikanischen Museen bemüht hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;Bénédicte Savoy: &amp;#039;&amp;#039;Afrikas Kampf um seine Kunst.&amp;#039;&amp;#039; C.H. Beck, München 2021, S. 129–130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Simson verfolgte breit gefächerte kunsthistorische Interessen. Er befasste sich sowohl mit der [[Ikonologie]] mittelalterlicher Architektur, mit dem Zusammenhang von Kunst und Liturgie, mit Peter Paul Rubens und mit der deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. Als sein Hauptwerk gilt &amp;#039;&amp;#039;The Gothic Cathedral&amp;#039;&amp;#039; von 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In erster Ehe war er mit Aloysia (Louise) Alexandra Prinzessin von [[Schönburg (Adelsgeschlecht)|Schönburg-Hartenstein]] (1906–1976) verheiratet. Seit 1978 war er mit der verwitweten Marie-Anne Campbell Geddes geb. Altgräfin zu [[Salm-Reifferscheidt|Salm-Reifferscheidt-Krautheim und Dyck]] (1933–2015) verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://lebenswege.faz.net/traueranzeige/marie-anne-von-simson/44661432 Traueranzeige Marie-Anne von Simson], [[FAZ]], 2. Januar 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Großes [[Bundesverdienstkreuz]] (1981)&lt;br /&gt;
* [[Verdienstorden des Landes Berlin]] (1987)&lt;br /&gt;
* [[Ernst-Reuter-Plakette]] des Landes Berlin (1992)&lt;br /&gt;
* In [[Berlin-Dahlem]] wurde der ehemalige Kiebitzweg am 8. November 1999 in Otto-von-Simson-Straße umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://userpage.fu-berlin.de/~fupresse/FUN/1999/11-12-99/leute/leute4.html userpage.fu-berlin.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{LuiseLexStr|art=a|bez=10|id=O216|kaupert=Otto-von-Simson-Strasse-14195-Berlin|name=Otto-von-Simson-Straße}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Genealogie der weltlichen Apotheose im Barock besonders der Medicigalerie des P.P. Rubens&amp;#039;&amp;#039;. Heitz, Leipzig 1936.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sacred fortress. Byzantine art and statecraft in Ravenna.&amp;#039;&amp;#039; Chicago University Press, Chicago 1948.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Gothic Cathedral. Origins of Gothic Architecture and the Medieval Concept of Order.&amp;#039;&amp;#039; Bollingen Foundation Inc. New York, N.Y. First edition, 1956. Second edition, 1962, revisited, with Additions.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Die gotische Kathedrale. Beiträge zu ihrer Entstehung und Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen übersetzt von [[Elfriede Knauer|Elfriede R. Knauer]], Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Hohe Mittelalter&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Propyläen Kunstgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6). Propyläen, Berlin 1972.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der Blick nach innen. Vier Beiträge zur deutschen Malerei des 19. Jahrhunderts. [C. D. Friedrich, Spitzweg, L. Richter, Leibl].&amp;#039;&amp;#039; Hentrich, Berlin 1986, ISBN 3-926175-02-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Von der Macht des Bildes im Mittelalter. Gesammelte Aufsätze zur Kunst des Mittelalters&amp;#039;&amp;#039;. Mann, Berlin 1993, ISBN 3-7861-1681-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Peter Paul Rubens (1577–1640). Humanist, Maler und Diplomat&amp;#039;&amp;#039;. Von Zabern, Mainz 1996, ISBN 3805318308&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lucius Grisebach]], Konrad Renger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Festschrift für Otto von Simson zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039;. Propyläen-Verlag, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 1977 (darin S. 579–582 eine Bibliographie von Simsons Schriften).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Simson, Otto von&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Ulrike Wendland]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil. Leben und Werk der unter dem Nationalsozialismus verfolgten und vertriebenen Wissenschaftler.&amp;#039;&amp;#039; Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;L–Z.&amp;#039;&amp;#039; K. G. Saur, München 1999, ISBN 3-598-11339-0, S.&amp;amp;nbsp;643–649.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Simson, Otto Georg von&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Werner Röder]]; [[Herbert A. Strauss]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. Band 2,2. München : Saur, 1983, S. 1088&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Otto von Simson (1912–1993)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands. Zeitschrift für vergleichende und preußische Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 42, 1994, S. 529f.&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel|ID=9281083|Titel=Otto von Simson|Jahr=1993|Nr=22|Seiten=260|Kommentar=Nachruf}}&lt;br /&gt;
* Ingeborg Becker, [[Ingo Herklotz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Otto von Simson. Zwischen Kunstwissenschaft und Kulturpolitik&amp;#039;&amp;#039;. Böhlau, Wien u.&amp;amp;nbsp;a. 2019. ISBN 978-3-412-51597-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118614592}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118614592}}&lt;br /&gt;
* [https://arthistorians.info/simsono Eintrag] im [[Dictionary of Art Historians]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118614592|LCCN=n50026392|VIAF=108227430|NDL=00456675}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Simson, Otto von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Greenburgh)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Notre Dame)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (University of Chicago)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Freie Universität Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Sciences]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Verdienstordens des Landes Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Simson|Otto]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1912]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1993]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Simson, Otto von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Simson, Otto Georg von; Simson, Otto George von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Kunsthistoriker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juli 1912&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Mai 1993&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Ernst-Reuter-Plakette]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hisselsberger</name></author>
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