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	<title>Otto Wichterle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T17:51:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Otto_Wichterle&amp;diff=517624&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-30309-72: /* Würdigung */ Buch ergänzt</title>
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		<updated>2025-10-27T13:16:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Würdigung: &lt;/span&gt; Buch ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Prof. Ing. RTDr. Otto Wichterle.jpg|miniatur|Otto Wichterle]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Otto Wichterle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Oktober]] [[1913]] in [[Prostějov|Proßnitz in Mähren]]; † [[18. August]] [[1998]] in [[Stražisko]] im [[Okres Prostějov]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stanislav Kamenský |url=https://olomouc.idnes.cz/galerie-osobnosti-vedec-a-vynalezce-otto-wichterle-fxk-/olomouc-zpravy.aspx?c=A130809_1962355_olomouc-zpravy_stk |titel=Otto Wichterle. Génius z Prostějova, díky němuž lidé odkládají brýle |werk=idnes.cz |datum=2013-08-17 |zugriff=2018-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein tschechischer [[Chemiker]]. Er gilt als Erfinder der modernen (weichen) [[Kontaktlinse]]n und der Kunstfaser Silon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wichterle war ein Sohn des Unternehmers und Mitinhabers von [[Wikov|Wichterle &amp;amp; Kovářik]], Karl Wichterle. Seine Mutter Pravoslava Podivínská war eine Tochter des Politikers und Besitzers des Gutes [[Kostelec na Hané]], Jan Podivínský.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichterle studierte an der [[Universität für Chemie und Technologie, Prag|Chemischen Hochschule]] der [[Tschechische Technische Universität Prag|Technischen Universität Prag]]. Er promovierte 1936 und blieb zunächst an der Universität, bis die Nationalsozialisten 1939 die Hochschule schlossen. Wichterle wechselte in die Forschungsabteilung der [[Bata (Konzern)|Bata]]-Werke in [[Zlín]], wo er vor allem zur Verarbeitung von [[Polyamide]]n und [[Caprolactam]]en forschte. 1938 hatte er die Medizinerin [[Linda Wichterlová]] (geb. Zahradníková; * 18. August 1917 in Proßnitz; † 24. November 2023) geheiratet, die nach 1945 in Zahnmedizin promovierte und insbesondere nach 1961 seine langjährige Assistentin war. 1941 erfand er mit seinem Team eine Kunstfaser mit dem Namen [[Silon]]. Die Erfindung wurde aber zunächst geheim gehalten und gelangte erst zehn Jahre später in die industrielle Produktion. 1942 wurde Wichterle kurzzeitig von der Gestapo inhaftiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] kehrte Wichterle an die Universität zurück, promovierte mit einer Arbeit zur [[Organische Chemie|organischen Chemie]] und schrieb ein grundlegendes Lehrbuch zur [[Anorganische Chemie|anorganischen Chemie]]. 1952 wurde er zum Dekan des neu gegründeten Instituts für chemische Technologie ernannt, von diesem Posten jedoch 1958 im Zuge einer politischen Säuberungsaktion entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits ein Jahr später wählte ihn die [[Tschechoslowakische Akademie der Wissenschaften]], der er seit 1955 angehörte, zum Vorstand eines neuen Instituts für makromolekulare Chemie. An diesem Institut setzte er seine Forschungen zur [[Polymerisation]] von [[Lactam]]en und zur Verarbeitung von [[Hydrogel|hydrophilen Gelen]] fort. Bereits 1953 hatte er zusammen mit dem Chemiker [[Drahoslav Lím]] ein Verfahren zur Herstellung eines weichen [[Polymer]]s ([[Hydroxyethylmethacrylat|2-Hydroxyethylmethacrylat]], kurz: HEMA) patentieren lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Merkur based apparatus for centrifugal casting of contact lenses by wichterle.jpg|miniatur|Apparatur aus Merkur]]&lt;br /&gt;
Weil sich der Aufbau des Instituts lange hinzog, musste Wichterle einen großen Teil seiner Experimente zu Hause durchführen. Dort gelang es ihm 1961 mit einer selbstgebauten Apparatur, die er aus dem für Kinder bestimmten Konstruktionsbaukasten [[Merkurtoys|Merkur]] hergestellt hatte, die Produktion von Kontaktlinsen aus [[Hydrogel]]. Insgesamt stellte er zu Hause 5 000 Kontaktlinsen her&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://deutsch.radio.cz/erfinder-der-modernen-kontaktlinse-100-geburtstag-von-otto-wichterle-8541920 |titel=Erfinder der modernen Kontaktlinse - 100. Geburtstag von Otto Wichterle |werk=Radio Prague International |hrsg=Radio Prague Internationalv |datum= |sprache=de |zugriff=2023-04-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Akademie der Wissenschaften verkaufte die Patente jedoch ohne Wichterles Wissen in die [[USA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 wurde Wichterle auch von der Leitung dieses Instituts abgesetzt, diesmal aufgrund seiner Rolle bei der Entstehung des [[Manifest der 2000 Worte]], das eine unbedingte Weiterführung der Reformpolitik des [[Prager Frühling]]s forderte. Wichterle war am 10. Juli 1968 in den [[Tschechischer Nationalrat|Tschechischen Nationalrat]] und von diesem Anfang 1969 in die föderale tschechoslowakische Nationalversammlung entsandt worden, hatte sich aber bis Ende 1969 aus allen politischen Funktionen zurückgezogen. Wichterles wissenschaftliche Arbeit wurde in der Folge auch dadurch erschwert, dass ihm Kontakte zu Kollegen, vor allem aus dem Ausland, häufig untersagt wurden. Erst im Zuge der [[Samtene Revolution|Samtenen Revolution]] von 1989 wurden Wichterle und seine Frau in vollem Umfang rehabilitiert. Von 1990 bis zur Auflösung der [[Tschechoslowakei]] amtierte er als Präsident der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften und wurde anschließend zum Ehrenpräsidenten der tschechischen Akademie ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
* Die 1948 von ihm beschriebene [[Wichterle-Reaktion]] wurde nach ihm benannt.&lt;br /&gt;
* 1984 erhielt er den [[R. W. Wood Prize]].&lt;br /&gt;
* 1993 wurde der [[Asteroid]] [[(3899) Wichterle]] nach Otto Wichterle benannt.&lt;br /&gt;
* Von der Akademie der Wissenschaften wird die &amp;#039;&amp;#039;Otto-Wichterle-Prämie&amp;#039;&amp;#039; an junge Wissenschaftler vergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.radio.cz/de/rubrik/tagesecho/otto-wichterle-praemie-ging-an-zwanzig-junge-wissenschaftlerinnen Otto-Wichterle-Prämie ging an zwanzig junge WissenschaftlerInnen] in Radio Prag vom 23. Mai 2007, abgerufen am 18. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2007 erfolgte die Aufnahme in die National Inventors Hall of Fame.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.invent.org/inductees/otto-wichterle National Inventors Hall of Fame Otto Wichterle Soft Contact Lens]. Abgerufen am 28. Oktober 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Allgemeine organische Chemie, Berlin : Akademie-Verlag, 1955&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang U. Eckart]] und Sibylle K. Scholtz: &amp;#039;&amp;#039;Weiches Gel für den scharfen Blick. Vor vierzig Jahren begann die Produktion moderner weicher Kontaktlinsen. Ein Rückblick erinnert an den Erfinder des ersten Weichlinsenmaterials Otto Wichterle&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Der Augenspiegel&amp;#039;&amp;#039;, Ratingen 2004, 50 (9), S. 38–39&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119376911}}&lt;br /&gt;
* {{NKCR|jk01151678}}&lt;br /&gt;
* [http://www.radio.cz/en/article/47455 Beitrag über Wichterle] bei Radio Prag (in Englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.vscht.cz/historie/otto_wichterle_a.htm | wayback=20090725133044 | text=Professor Otto WICHTERLE (1913-1998)}} auf der Homepage der Universität für Chemie und Technologie, Prag (in Englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119376911|LCCN=n94015520|NDL=001150669|VIAF=200389318}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wichterle, Otto}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Tschechische Technische Universität Prag)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Akademie der Wissenschaften der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Tomáš-Garrigue-Masaryk-Ordens (3. Klasse)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger von Prag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Königreich Böhmen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tscheche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1913]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1998]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wichterle, Otto&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=tschechischer Chemiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Oktober 1913&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Prostějov]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. August 1998&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stražisko]], [[Okres Prostějov]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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